Yeah, Hamburg ist wieder das Maß der Dinge, Diggi! Also beim Fußball jetzt noch nicht so wirklich. Okay, vielleicht steigt dieses Jahr tatsächlich eine Mannschaft aus Hamburg auf. Oder wenigstens aus Stellingen. Aber dafür muss man erst einmal den Relegationsplatz erreichen. Und danach diese Relegation auch noch erfolgreich bestreiten und selbst falls man in den letzten Jahren in der Freien und Hansestadt eine gewisse Routine für diese Bonusspiele entwickelt hat, stellt die Relegation jetzt statistisch nicht unbedingt eine Riesenchance für Zweitligisten dar. In den letzten 10 Jahren hat es gerade mal ein Verein geschafft über die Relegation aufzusteigen. Das war Union Berlin 2019 und seitdem hat Berlin tatsächlich zwei Eisen im Erstligafeuer. Seit fünf Saisons hat Hamburg dafür das Abo auf spannende Stadtderbys – nur leider nicht ganz oben. In diesem Jahr lässt man sich offensichtlich von Darmstadt und Heidenheim abhängen. Das nagt schon ganz schön am natürlichen Selbstverständnis der Großstädter. Gut, dass das OMR-Festival diese Woche gezeigt hat, dass Hamburg immer noch sehr wichtig ist. Dieses Jahr waren dort 70.000 Zuschauer. Das sind 20.000 Leute mehr als Heidenheim Einwohner hat. Die digitale Champions League der Onlinemarketingprofis und Content Creator hat somit in großer Zahl schon einmal St. Pauli das Gefühl geben können, wie sich ein Aufstieg im Viertel anfühlen würde. Ob dann auch Boris Becker, Jeremy Fragrance oder Luisa Neubauer kommen würden, ist unwahrscheinlich. Aber die Kreativagenturen würden bestimmt mit einigen Espresso-Martinis feiern. Kopfgrätsche liefert auch heute verlässlich freshen digitalen Content, um euch Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 wieder zu spannenden Sessions auf die Red Stage zu locken. Die Seats für die Master Class sind allerdings streng limitiert wie Erstligalizenzen und heiß begehrt. Ein Recording des Events, das man in doppelter Geschwindigkeit relive snacken kann, wird diesmal nicht angeboten.
10. Mai 2023 – Denksport
06. Mai 2023 – Club der illoyalen Royalisten
Königstransfer
Kann man dieses Wochenende irgendwo Fußball sehen? Nö, ich frag ja nur, weil das letzte mal als was bei den Royals passierte, waren sämtliche Sender dieses Landes im Livestream dabei. Und in England hatten sie sogar ganz die Lederarbeit eingestellt. Offensichtlich fällt den Insulanern Multitasking doch eher schwer. Natürlich bindet eine Großveranstaltung im Königshaus auch einen Großteil der Uniformträger, so dass man wahrscheinlich auch bei Briefträgern und Pizzaboten etwas geduldiger sein muss. Die Premier League gönnt sich vielleicht deshalb am Krönungstag nur ein Spiel in London. Tottenham gegen Crystal Palace ist dabei wohl auch eines der entspannteren Derbys, die man haben kann. Da sollten ein paar Fahrradpolizisten ausreichen, so dass alle Pferde, die gerade in London sind, morgen zur Krönung dürfen. (Hier Camilla-Gag einfügen.) Der Lieblingsclub des Königs Burnley FC spielt erst am Montag (ganz zufällig am zusätzlichen Feiertag) und hat sich sowieso frühzeitig zum Champion der zweiten Liga gekrönt. Charles Mutter war angeblich Fan des FC Arsenal, der sich wahrscheinlich doch nicht dieses Jahr zum Überraschungsmeister küren kann. Aber immerhin in Italien gibt es nach 33 Jahren einen unerwarteten Champion, der einen anderen berühmten Toten glücklich machen sollte. Der SSC Neapel hat es tatsächlich geschafft die Clubs aus Mailand, Rom und Turin abzuhängen. Napoli und Diego mussten gefühlt ewig auf diesen Moment warten. Das Gefühl kann Charles gut nachvollziehen. Er ist bei seiner Krönung schließlich 12 Jahre älter als Maradona überhaupt wurde. Dieser wiederum wurde kurioserweise in dem Jahr geboren als Burnley das letzte englischer Meister war. So dass Diego tatsächlich die letzten Titel von Burnley und Neapel verpasst hat. Alle Nicht-Royalisten und Nicht-Pferdefans verpassen Samstag 10:30 (wie auch Mittwoch 18:00) zum Glück kaum etwas, weshalb sie beruhigt Kopfgrätschen können.
29. April 2023 – „Das war mein letztes Spiel“

… sagte Atabek kurz nach diesem #Kopfgrätsche-Foto. Atabek ist der junge Mann im gelb-blauen Fenerbahçe-Trikot und dem New-York-Yankees-Basecap. Er hat seit etwa einem Jahr immer mal wieder bei uns mitgespielt. Immer freundlich, immer bescheiden. Er hat vorsichtig Deutsch gesprochen und wurde immer besser. Auch in der Stadt sind wir uns öfter begegnet, wo er versuchte durch Aushilfsjobs über die Runden zu kommen. Jetzt wird er abgeschoben. Nach Polen, weil er dorthin vor dem Krieg aus der Ukraine geflüchtet ist. Er selbst ist kein Ukrainer und muss nun in ein Land, welches er gar nicht kennt.
Auf Wiedersehen Atabek. Bis bald.
Das Märchen vom Sternzahler
Was man sich jahrelang mit der Formulierung „War’s das für…“ zu Donald Trump fragte, fragt man sich seit geraumer Zeit zu Twitter. Der neuste Sargnagel war dann wohl letzte Woche fällig, als die blauen Haken verschwanden, mit denen die Twitter-Prominenz bis dato gekennzeichnet und diese nur noch an Bezahlkunden verteilt wurden. Im Fußball wäre das vergleichbar mit der Situation, wenn Aki Watzke als Liga-Chef sagen würde: „Das ist mir egal wie oft du Meister geworden bist, lieber Uli. Ab jetzt bezahlst du gefälligst für die Sterne auf dem Trikot.“ Und nicht nur für die Bundesliga wäre das eine willkommene Einnahmequelle. Nein, auch die Fifa könnte, wenn sie denn an Geld interessiert wäre, die Weltmeistersterne, nur gegen Geld rausgeben. Zuletzt mussten die Argentinier aufgrund unerwarteten sportlichen Erfolgs ihr Wappen aktualisieren und alle Landsleute waren im Zugzwang, ein neues Trikot zu erstehen. Gerade bei der wirtschaftlich angespannten Situation von Argentinien nicht gerade verantwortungsvoll von Messi & Co. Aber von diesem Update hat die Fifa überhaupt nichts und hätte sie nicht mehr daran verdienen können, wenn sich eine solvente Nation wie z.B. Katar einen Stern kauft? Falls man keine Sterne mag, kann es ja auch etwas anderes sein. Ein Mond, ein Anker, ein Herz … der DFB hätte auf diesem Weg vielleicht sogar eine One-Love-Botschaft ins Stadion bringen können. Jeder nur ein Kreuz? Quatsch, wenn du dafür bezahlst, darfst du dir sogar mehrere nehmen. Wofür dieser neue Symbolismus zu gebrauchen ist, außer um damit Geld zu verdienen, ist am Ende nicht mehr wirklich nachzuvollziehen. Ein käufliches Erkennungszeichen ist auch nur wie ein käufliches Trikot. Du kannst es gerne tragen, aber jeder ahnt, dass du Kopfgrätsche (Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00) nicht mit Messi-Skills bereichern wirst. Deshalb ist die Teilnahme bis jetzt kostenlos.
26. April 2023 – Frühlingsfrisch
22. April 2023 – SonnenschutzfakTOOOR!
Olli, Scholli, Lollipop
Die Bilder vom zerknirschten Oliver Kahn gab es in den letzten Tag doch häufiger zu sehen. Und das ganz ohne den Einsatz von Midjourney. Sicher hat der Titan im Laufe seiner Karriere schon genug Ikonografisches abgeliefert, aber das letzte mal, dass er so grüblerisch zu sehen war, muss schon fast 15 Jahre her sein. 2007 beendete sein langjähriger Teamkamerad Mehmet Scholl seine Karriere mit einem Abschiedsspiel des FC Bayern gegen den FC Barcelona und einer anschließenden Party. Dort waren nicht nur alle Großkopferten wie Beckenbauer, Rummenigge, Hoeneß und Stoiber eingeladen. Natürlich waren auch Scholls Mitspieler vor Ort und einige befreundete Bands, weil Scholl zu dieser Zeit ein Projekt mit einigen CD-Veröffentlichungen pflegte. Vor dem Spiel ist nach dem Spiel: Mehmet Scholl kompiliert – Volume 1 und 2 sind bei Medimops für 1 bis 2 Euro zu haben. Deshalb ließ er es sich nicht nehmen an diesem Abend in München eine seiner Lieblingsbands The Hidden Cameras auf die Bühne zu holen. Einerseits natürlich weil er die Musik von Joel Gibb und seinen Boys selbst ziemlich feierte. Aber andererseits auch, weil er als alter Agent Provocateur die Gesichter seiner Kollegen sehen wollte, wenn die queere Band in Lederhosen mit ihrem unverschämt eingängigen Gay Church Folk Rock die Bühne der Münchner Reithalle statt den CSD zum Wackeln bringt. „Wir werden ja sehen, wie die reagieren“, feixte Mehmet schon vor dem Auftritt. Für die Tanzeinlagen muss er neben den maskierten Gogo-Boys dann natürlich fast alleine sorgen. Uli Hoeneß holt früh seinen Mantel. Olli Kahn macht dieses schmallippige Gesicht und das wird im Verlaufe des Abends sicher nicht besser als die Sportfreunde Stiller auftreten und ihn daran schmerzhaft erinnern müssen, wo er die WM 2006 hauptsächlich verbracht hat. Egal, ob ihr Samstag (10:30) oder Mittwoch (18:00) gewinnt oder verliert – am Ende werden schon alle lächeln auf den Fotos. Dafür sorgt zur Not Midjourney.
19. April 2023 – Le Sturmspitzenfrisur
15. April 2023 – Der einzige Grund aus dem Haus zu gehen …

… ist nach einem Freitagabendkonzert natürlich ein Kopfgrätsche-Samstag.
»Als Atheist, der gern Altare baut
Als Pessimist, der an das Gute glaubt
Als Nostalgiker, der nach vorne schaut
So stolpere ich über den Platz
Und glaub mir
Ich weiß nicht wohin das führt
Rennen und Marschieren
Schlendern und Flanieren
Kreise ziehen und Haken schlagen
Kurven kratzen, Schatten jagen
Suchend nach dem Unbekannten
Durch Schleier, Nebel und Dunst…«
Aber bitte mit Schlagsané
In Zeiten, in denen sich Fußballmannschaften sehr gern an der Erfolgsserie Ted Lasso orientieren, scheint es so als ob Sieg oder Niederlage kurzfristig gar nicht so wichtig sind. Fast so wie beim Kopfgrätschen (Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00) oder wie früher beim FC St. Pauli, bevor sie anfingen eine endlose Siegesserie zu starten. Der Ted-Lasso-Effekt ermöglicht Siege für die Menschlichkeit. Da behält man seinen Trainer auch gerne mal in längeren Saure-Gurken-Zeiten wie Arsenal Mikel Arteta, weil man dem Process trusted. Und es gilt als Erfolg, wenn junge Menschen es schaffen, die beste Version von sich selbst zu werden. Dafür braucht man einen unerschütterlichen Believe, auch wenn man empfindliche Niederlagen auf dem Platz einstecken muss. Die Chance auf eine Revanche kommt irgendwann. Dafür muss man allerdings ziemlich geduldig sein. Und nachdem der FC Bayern schon vorletzte Woche gezeigt hat, dass er wenig Geduld hat irgendeinem Process auf der Trainerbank zu trusten, geht es auch auf dem Platz und in der Kabine inzwischen so zu wie man es als Nostalgiker sonst nur in Bayern Classics aus den Neunzigern erlebt hat. Als noch der Sky-Experte Matthäus mit Lizarazu die besten Szenen aus Michalczewski gegen Rocchigiani öffentlich nachstellte. Oder als der aktuelle CEO Hälse anknabberte und in Bruce-Lee-Manier durch den Strafraum flog. Oder als die jetzigen scharfen Doppelpass-Richter für Affären mit Pizzerien, Obdachlosen oder ausgespannten Spielerfrauen sorgten. Eben diese müssen sich heute damit auseinandersetzen, wenn aktive Kicker nach dem Spiel unsportlich jubeln oder eigene Episoden von Schlag den Star aufführen. All das zahlt aber ganz im Sinne eines ehemaligen US-Präsidenten darauf ein, dass die BILD-Titelseite, die Klickzahlen und die Sendezeiten beständig mit Combat gefüttert werden. Und nur so manifestiert man einen Branchenprimus-Status. Die beste Version von sich selbst? Das versucht ChatGPT auch. Viel Glück dabei.
08. April 2023 – aus Käfighaltung
Die spinnen, die Ballier!
An Ostern muss nicht alles brandneu sein, es reicht, wenn es gut versteckt ist. So wie diese Spielankündigung von vor zwei Jahren, die ich jüngst zufällig wiederfand, weil mich ein großer Aufsteller im Kino quasi mit der Nase draufstieß. Damals hatten die Dreharbeiten zum neuen Asterix-Film gerade begonnen und die Meldungen um den Auftritt von Zlatan als Antivirus tickerten um die Welt. Viele dachten sicher: ach guck, jetzt lässt er seine Karriere als kultiger Darsteller wie Vinnie Jones oder Eric Cantona ausklingen. Aber erst vor drei Wochen holte er sich den Serie-A-Rekord als ältester Torschütze und man kann bilanzieren, dass er vielleicht nicht größer als Jesus ist, aber seine aktive Karriere dauert definitiv länger. In der zwei Jahre alten Spielankündigung fehlt allerdings der offensive Hinweis auf die Spielzeiten. Der Grund ist kein Tanzverbot, aber andere Einschränkungen, die sich zwischen den Zeilen herauslesen lassen. Es war halt die Zeit, in der eine Osterruhe wild diskutiert wurde. Was ist heute eigentlich im Reich der Mitte los, wenn unser Tanzverbot quasi verbietet, dass man TikTok überhaupt öffnet? Egal, heute darf auf jeden Fall jeder, endlich die einfach zu findenden Hinweise zu den Anstosszeiten Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 in sein Körbchen legen.
01. April 2023 – Scherzrivalen
Du kannst mich an der Ecke rauslassen
Wohin am Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00? Fragt euch der Typ, der nie übt. Mittwoch? Oh ja, die weite Landschaft erstrahlt jetzt auch Abends in einem hellen Putzlicht und man sieht mehr als bei einer Einwegfeuerzeugstichflamme. Morgen ist egal, da erkennt man schließlich mehr als ein Blinken am Horizont. Also, wann kommst du vorbei? Wenn ich keine Schlangenlinien fahren oder eine ungünstige Abbiegung nehmen muss, können wir auch über Abgeholt mitgenommen reden. Ich kann dich an der Ecke rauslassen. Alles muss raus für die gemeinsame Sache. Klar, eines flüchtigen Tages Treffen auf der Straße geht auch, aber fest verabredet auf dem Platz ist mir lieber. Das mit dem Glücklichsein ist relativ, aber vielleicht können ein paar Tore für diesen Moment helfen. Dabei hilft es, wenn man cool wie eine Tiefkühltruhe bleibt. Sonst semmelt man mit dem Ball schnell ein Loch in die Atmosphäre und dieser wird sich fühlen als könnte man die Sterne berühren. Da hilft nur eine hohe Frustrationstoleranz, Herr Frevert. Wenn du sagst „letztes Tor“ oder „genug ist genug, Gnu“, weiß ich du hattest ausreichend Wind in deinem Haar und du musst Zuhause sein. Ich versende trotzdem auch nächste Woche wieder Pseudopoesie, nie mehr wie vorher aber bis jemand mich hört.
25. März 2023 – Dreiwettermannschaft
Trennkost in der Gerüchteküche
Für tumultartigen Diskussionen in der Kabine kann es aktuell mehrere Gründe geben. Also vielleicht weil wir Zava holen, auch wenn man sich das erst vor 30 Sekunden gewünscht hat. Weil Trent Crimm ein Buch über uns schreibt. Oder weil womöglich Trent Crimm ein Buch darüber schreibt, wie Zava zu uns kommt? Oder weil Zava ein Buch über uns schreibt? Oder weil Zava ein Buch über Trent Crimm schreibt. Vielleicht liegt es aber gar nicht nicht daran, dass wir Zava holen, was vielleicht passiert oder auch nicht. Oder dass Trent Crimm ein Buch über uns schreibt, was definitiv passiert. Was könnte sonst die Kabine so auf die Palme bringen? Da an dieser Stelle natürlich kein fieser Ted-Lasso-Spoiler folgen soll, obwohl die entsprechenden Snippets natürlich längst in jeder Timeline gelandet sind, sagen wir einfach: es könnte eine Trennung sein, die gestern Abend alle ungläubig aufs Telefon hat starren lassen. Für Julian müsste jetzt Coach Beard loslaufen und Teds-Trennungsschmerz-Mix-CD holen. Ihn in einem überraschenden Manöver gegen den besten weltweit-verfügbaren Trainer auszutauschen, kann nicht jeder bringen. Dafür muss man schon das Topmodel der Liga sein. Der Neue passt mit seinem asketischen Ernährungsplan offensichtlich viel besser dazu. Und zu Beginn des Ramadan kann man mit dieser Verpflichtung sogar den katarischen Partnern eine kleine Freude machen. Von Thomas Tuchel können wir allerdings erwarten, dass er nicht eher das Fasten bricht, bis er das Triple gewonnen hat. Spätestens jetzt weiß Niklas Süle, dass sein Abschied von den Bayern richtig war, selbst wenn er nur Zweiter werden sollte. Auch für eine dritte Halbzeit nach dem eigenen Kick Samstag 10:30 hätte Coach Tuchel wenig Verständnis. Der größte Depp bei der ganzen Schmonzette ist wohl aber der FC Chelsea, oder? Vertreiben den talentiertesten Trainer zu einem direkten Konkurrenten um den Champions-League-Titel und dann bekommen sie nicht mal Zava. Oh, sorry für den Spoiler…
18. März 2023 – #Kopfkamera bei #Kopfgrätsche – Fünf Spiele mit GoPro

Zu #Kopfgrätsche gehören seit immer schon die Fotos danach dazu. So auch diese Mal. Aber Video gibt es ausnahmsweise auch. Einer hat sich zum Trottel mit einer GoPro auf dem Kopf gemacht. Hier vorab ein paar Szenen aus insgesamt fünf aufgezeichneten Spielen:
Genügend Spieler für drei Mannschaften waren da. Also hatte die GoPro immer ein Spiel Pause und dann zwei Spiele hintereinander. Hier das erste:
Jetzt hatten sich alle daran gewöhnt, dass da eine Kamera mit im Spiel war. Jetzt sollte es losgehen. Ziemlich behäbig vom Kameramann übrigens, weil er mehr auf das Bild als auf das Spiel konzentriert war.
Übrigens: Nebenan auf dem Kunstrasenplatz liefen die Vorbereitungen auf das Spiel FC Anker Wismar gegen den 1. FC Neubrandenburg. Das konnte wegen des aufgeweichten Rasens nicht im Stadion stattfinden.
Seltsam ist übrigens die Optik. In diesen Videos sieht es krass nach Standfußball aus. Ist es sicherlich auch – aber in echt ist alles viel enger und schneller. Die Videos entlarven, wie alt wir doch alle sind.
Dieses vierte Spiel ist das Karma-Spiel. Erst fieser Trashtalk und dann die Wende. Es ist ein Lehrvideo für: Einfach mal die Fresse halten und konzentriert weiterzocken.
Beim letzen Video hat Youtube übrigens angeboten die Musik rauszuschneiden. Musik?! Ah!: Vom Nebenplatz. Bei Anker dröhnten kurz vor Spielbeginn die Bässe. Also hier Deine Chance bisschen „The Business (Dance) (Extended Mix)“ von MELON, Big Z, Dance Fruits Music zu lauschen. Hin- und wieder brüllt nur mal jemand dazwischen.
777 Nation Army
Der Name Big City Club ist jetzt also offiziell wieder frei. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob wir ihn Samstag 10:30 gebrauchen können. Er klingt zwar nicht schlecht und die Leute konnten ihn sich auch ganz gut merken, aber fast keiner hat es geschafft ihn ernst auszusprechen. Er war dann doch ein untrügliches Zeichen dafür, dass Selbst- und Fremdbild relativ weit auseinander lagen. Aber das möchte man in Berlin nun besser machen. Während die Hauptstadt nun auch politisch etwas Neues ausprobieren möchte und eine großen Koalition bastelt, die weniger den Fokus auf verkehrsberuhigte aber dafür auf nach Altkanzlern der Einheit benannte Straßen legt, wagt auch Hertha den Neustart. Und der soll viel bescheidener daherkommen als unter Lars Windhorst. Der darf sich als alter Kohlspezi vielleicht noch über den hochmodernen Dr.-Helmut-Kohl-Speedway freuen, aber ansonsten braucht ihn an der Spree niemand mehr. Also eigentlich brauchte man auch nur sein Geld und das könnte man weiterhin natürlich gut gebrauchen. Aber die Hertha hat innovative Ideen, wie sie sich die neue Eckkneipen-Bescheidenheit leisten kann. 777 Partners ist der frische Anteilseigner und die haben wenigsten etwas Ahnung von Fußball. Schließlich ist Hertha nicht der einzige Klub, in den 777 Partners investiert. Genua, Rio de Janeiro, Paris, Lüttich, Sevilla und Melbourne begrüßen Berlin in ihrem neuen Big City Club. Und das ohne eine eklig schmeckende Brause zu vermarkten. Bei Red Bull reagiert man seit dieser Woche auf die Zahl 7 allerdings auch leicht allergisch. Für die 64,7% begnügt sich 777 mit je 2 Sitzen im Aufsichts- und Gesellschaftsbeirat. Was soll schon schiefgehen? Wenn man es schafft, windige Gesellen wie Jens Lehmann vom Berliner Westend fern zu halten, wird diesmal bestimmt alles gut. Vielleicht hilft es, um das Olympiastadion herum ein paar verkehrsberuhigte Zonen einzuführen.











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