Lebenslanglauf down & under

Dass die Saison vorbei ist, merkt man eindeutig daran, dass teilweise nur noch jeden zweiten Tag Fußballspiele im Fernsehen gezeigt werden. Profis gönnen sich gern eine sogenannte Sommerpause, aber wir spielen natürlich schon immer durch (Samstag 10:30, Mittwoch 18:00). Hauptsächlich deshalb, weil wir uns partout nicht daran erinnern können, wann unsere Saison angefangen hat. Das wäre den Profis fast auch passiert, weil in der Frühherbst- bis Spätwinterpause ja auch noch eine komplette WM stattgefunden hat. Da braucht man sich dann auch nicht wundern, dass, nachdem das Tafelsilber verteilt wurde, noch Länderspiele ausgetragen werden mussten. Dass man dabei soviel Motivation wie bei einem Hallenmasters in der Bördelandhalle hat, ist dann wahrlich nicht überraschend. Es ist eben alles ein wenig durcheinander mit den Jahreszeiten. Manuel Neuer wollte schon wieder reflexartig den Arm hochreißen, um den Skilift zu rufen. Aber dann fiel ihm auf, dass er seine Urlaubstage schon aufgebraucht hat. Um die Verwirrung perfekt zu machen, findet demnächst noch die Frauenfußball-WM im australischen Winter statt. Die kommt allerdings wie gerufen, um von den Leistungen der Männer abzulenken. Jene haben sowieso gerade mal ein verlängertes Wochenende um sich auszuruhen. Pushmitteilung: der Spielplan für 2023/24 ist da und in 4 Wochen geht der ganze Bumms doch schon wieder los. Und Effes- und Audi-Cup wollen schließlich auch vorher noch gespielt werden. Es soll sogar am Sonntag den 09. Juli ein DIA-Turnier geben, für Leute mit Lücken im Fußballkalender und Lebenslauf. Manuel würde vielleicht kommen, wenn klar ist, ob es eine Rasenheizung gibt.   

Jäger des verlorenen Götzes

Was raschelt denn da? Da hinten hinterm Tor muss etwas sein. Soll ich da mal hinlaufen? Womöglich versteckt sich da dieses langgesuchte Talent, mit dem ich endlich in der Battle Arena Samstag 10:30 bestehen kann. Das Prestige Level vor Ort ist ja nicht ohne. Mal gucken wie viele Gegner die Arena diesmal verteidigen. Aber mit ein paar Mitstreitern können wir dort bestimmt bestehen. Wiederbelebung mit einem Hefe-Trank im Anschluss nicht ausgeschlossen. Bis dahin muss ich mein Talent noch etwas trainieren – von Pokémon Götze 2016 auf Pokémon Götze 2013 ist es ein weiter Weg. Vor allem sollte man es nicht nach Mitternacht füttern. Der Pokémon-Trainer im schwarzgelben Pikachu-Anzug würde ihm sogar alle Kohlenhydrate streichen, um auf die nötigen Wettbewerbspunkte zu kommen. Aber das lohnt sich. Pummelfeen-Pokémon sind angeblich stark gegen Kampf, Drachen und Unlicht (ist das dasselbe wie Flutlicht?). Gift-Pokémon, die sie mit Pfiffen und melodischen Schmähgedichten bekämpfen, zwingen sie aber wieder nachts vor den Kühlschrank. Ich lauf da auf jeden Fall gleich mal rüber und schieße einen Ball ins Gebüsch. Damit dieses Kicklee in meinem Rucksack endlich ausschlüpft, renne ich sogar manchmal nach einem Ballverlust mit zurück. Vielleicht hilft das auch Dienstag 18:00, falls die Arena wie in dieser Woche wieder von diesem roten Team verteidigt wird.

Final Cut

Rumms! Plötzlich ist die Euro vorbei. Wie wenn beim Stuhltanz David Guetta plötzlich die Regler runter zieht. Da hat die UEFA wirklich alles dafür getan, die EM mit ganz vielen Teams zum längsten Hitmix überhaupt zu machen und dann haben sie tatsächlich das Spiel um Platz 3 vergessen, in dem die Deutschen traditionell unschlagbar sind. Also leider kein Duell von Gareth Bales Man-Bun gegen Mats Hummels’ Head-and-Shoulders-Matte. Das bedeutet aber auch, dass die bessere Hummels-Hälfte Samstag 15 Uhr auf jeden Fall nichts Besseres vor hat. Als Schirmherrin des diesjährigen DIA-Turniers hat sie bestimmt wieder ein paar frische Tipps für Kopf und Schultern parat, z.B. wie man die silbergrauen Schläfen so betont, dass der Schiedsrichter garantiert jedes Handspiel übersieht. Und welcher Lidschatten gegen verheulte Augen hilft (Stichwort: Blubbery Eyes). Die Spielfeldmarkierung ist auf jeden Fall akkurater gezogen als jeder Lidstrich, da gibt es keine Hälfte, die besser oder schlechter ist. Und auch im Turnier selbst kann man sich bestimmt immer noch über die B-Note ins Finale mogeln. Für solche Sonderlocken haben wir ja jetzt genug Zeit. Und ohne das EM-Bonusspiel im Anschluss können wir uns natürlich im finalen Elfmeterschießen einige extravagante Extensions leisten.

PS: Wer das DIA-Turnier noch weiter nach vorne oder hinten verlängern möchte, hat wie immer Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 die Gelegenheit dazu.

Der rechte und der linke Fuß des Teufels

Ich glaub mein Tintenfisch kleckert. Jedenfalls kommen hier schon wieder ein paar Buchstaben, die euch denken lassen: sein Oberstübchen ist schlecht möbliert. Oder: Der hat auch nicht mehr Grips, als’n Spatz Fleisch an der Kniescheibe. Das hier ist trotzdem kein Aufruf zum Schwimmen oder Bodybuilding. Das macht nur dicke Knie und Blasen im Hirn. Nee, ich werd Euch Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 mal ein richtiges Ei gegen die Schiene nageln. Das ist gesund und macht’n schmalen Fuß. Normalerweise bin ich ja auch friedlich wie’n Vulkan. Aber falls mir einer mit seinen Kackstelzen quer kommt, beiß ich ihm eine Beule in den Bart, bis ihm die Hose wegfliegt. Oder hau ihm ’ne Delle in die Gewürzgurke. Vorher würde ich natürlich höflich warnen: Machst du das nochmal, mach ich aus deinen Ohren einen Wäschetrockner. Dir spitz ich den Spargel an, bis man dich für einen Pfirsich hält. Hör zu Tellermütze, ich weiß wir haben Vollmond. Du greifst dir jetzt deine Puppenlappen und gehst woanders spielen oder hier rauscht’s! Oder was mir grad so aus der Denkmurmel bröselt. Nach so 2 bis 3 Stunden rumgekicke, muss ich meistens verschwindibussen. Von meiner Blutprobe könnten die Bullen im Anschluss ein Betriebsfest machen. Es gibt ein Wiedersehen, aber es eilt nicht. Hand geb’ ich nicht, kann leicht festkleben.

07. Juni 2016 – Left like a King, come back like a legend

2016_06_07

Nach meinem unangekündigten Kontrollbesuch am Dienstagabend ist für mich endgültig kleine Sommerpause. Aber ihr werdet kaum merken, dass ich weg bin. Die Tore werden sich irgendwie trotzdem schießen, der Ball rollt quasi selbstständig, am Ende gibt es auf magische Weise mindestens zwei Teams (oder wie heute drei), von denen eines irgendwann das letzte Tor schießt. Funktioniert erstaunlicherweise auch alles ohne mich. Das darf sich natürlich nicht rumsprechen, schon gar nicht bis zu meiner Freundin. In meinen Schilderungen bin ich selbstverständlich unverzichtbar fürs Team. Ohne mich bindet euch niemand die Schuhe, zählt die Tore fleißig mit, wenn es mehr als 3 sind und auch sonst sorge ich mit mutwillig vergebenen hundertprozentigen Torchancen dafür, dass ihr mit dem guten Gefühl nach Hause geht, dass ihr euch wirklich verbessert habt. Und nicht zu vergessen: ohne die regelmäßige Spielankündigung würde niemand sich merken, dass seit gefühlt 10 Jahren immer Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 angepfiffen wird. Nach meiner Theorie wird das wahrscheinlich auch noch der Fall sein, wenn ich in 2 Wochen wieder da bin. Bis dahin: bitte nichts anfassen. Lasst die Regeln so wie sie sind und verbessert euch bitte nicht signifikant. Sonst muss ich doch ernsthaft über das Angebot der Scheichs für die Zlatan-Nachfolge nachdenken.

Diabet and win

Fast wäre niemandem aufgefallen, dass in 2 Wochen die Fußball-EM beginnt. Weil Duplo und Hanuta  in diesem Jahr auf die Sticker verzichten, läuft die Vorbereitung in diesem Jahr irgendwie nur mit halbem Appetit. Zum Glück gibt es wenigstens auf den Kinderschokoladenverpackungen süße Fotos von allen unehelichen Kindern von Kaiser France äh… Franz. Dennoch ist mein Blutzuckerspiegel noch nicht im Turniermodus. Und dabei wir es höchste Eisenbahn. Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 laufen die letzten Tests, denn am Dienstag muss die Bundesnaschkatze den endgültigen Kader benennen. Bis dahin bitte also noch mal alles raushauen. Wer die EM diesmal verpasst, verpasst auch die bunten Auslagen beim Artisan Boulanger mit all den Macarons, Tartelettes und Clafoutis. Dann bleibt je nach Alter nur noch die Olympiade im August und das DIA-Turnier „Die bessere Hälfte“ am 9. Juli. Die Jungspunde können alles dem Motto „Dabei sein ist alles“ am Zuckerhut widmen. Für die Senioren ist das DIA-Turnier eine weiteres lockeres Auslaufen vor einem Publikum, das dankbar ist, wenn ihr einfach nur dabei seid. Falls es für euch nicht mehr reicht, schickt einfach eure bessere Hälfte. Oder druckt ein Foto aus den Tagen, in denen ihr noch süß und fit wart, auf einen Schokoriegel eurer Wahl.

Katzenwäsche im Entmüdungsbecken

Als ob dieses Spiel mit diesem runden Ding nicht schon schwer genug wäre, zeigen die Diskussionen der letzten Tage, dass es noch komplizierter geht. Vor allem, wenn man anständig jubeln will. Und zwar, wenn man so jubeln will, dass der Gegner nicht sauer wird und man sich zudem auch noch ernst- und glaubhaft freut. Ein unterlegener Gegner ist durch unbedachtes Jubeln schneller beleidigt als der türkische Staatspräsident. Aber auch die eigenen Fans sind oft dünnhäutiger als Obelix („Ich bin nicht dick!“). Da reicht schon ein Trikot des Erzrivalen, um die Feierstimmung zu versauen. In Kombination mit taurinhaltigen Energydrinks ist da ruckzuck Schluss mit guter Kinderstube. Aber wer nun denkt, dass Gerstensaft die bessere Lösung ist, sollte mal beim DFB-Präsidenten nachfragen. Diese unschönen Bilder von kindischen Bierduschen schon vor der Siegerehrung passen nicht zum neuen skandalfreien DFB und lassen die Sieger unangenehm nach Bitburg drive müffeln, wenn der Präsident ihnen die Medaillen überreicht. Beim Kopfgrätschen Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 können wir letztlich nur dafür sorgen, dass wir den wilden Trikotmix mit Leibchen kaschieren und dass die Mitspieler am Ende so durstig sind, dass garantiert kein Tropfen aus dem Glas vergeudet wird. Und falls es wirklich etwas zu feiern gibt, fahren wir maximal noch ’ne Runde mit ’nem kleinen LKW zügig um den Marktplatz. Und wenn es niemanden stört, schalten wir dabei leise das Autoradio an. Hoffentlich läuft nicht Silly.

10. Mai 2016 – Multi-Feld-Kopfgrätsche

Diese #kopfgrätsche-Spieltage werden immer verrückter. Die Fotos geben das nicht so wieder, aber es waren wirklich zeitweise 34 Spieler auf dem Platz. Auf einem Platz lief ein Turnier mit drei Mannschaften à 8 Spielern und auf dem Nebenplatz wurde ein zünftiges 5-gegen-5 gespielt:

Fußball_Januar_2016_05_10_foto01Eine der drei Mannschaften auf dem Hauptfeld musste natürlich zugucken. Da blieb ein bisschen Zeit mal durchzurechnen: Nach Adam Riese (1.FC Köln?):
(3 Mannschaften à 8 Spieler) + (2 Mannschaften à 5 Spieler) = 34!

Fußball_Januar_2016_05_10_foto02Je später der Abend, desto mehr Spieler mussten los. Leider muss www.kopfgrätsche.de aber auch einen herben Verlust verkraften. Bei seinem Comeback nach über einem Jahr Fußball-Abstinenz, verletzte sich Edel-Kicker und Urgeisten Stefan schwer. – Gute Besserung!

Hier noch der Rest vom Schützenfest:

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Wir melden uns vom Abgrund

Leider können inzwischen nicht mehr alle Kopfgrätscher zu den Spielterminen Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 persönlich in der Wismarena aktiv sein. Das hat die unterschiedlichsten gesundheitlichen (Gute Besserung für Stefans Knie), sportlichen oder familiären Gründe. Wie bekommt man dennoch alle unter einen Hut? Zeit für die nervenaufreibende Kopfgrätsche-Konferenz. Wir rufen Burkhard Tillner in der Wismarena:

„Hier wird das Spiel voraussichtlich einige Minuten später angepfiffen, da es immer noch potentielle Spieler gibt, die jetzt erst die Spielstätte gefunden haben. Wenn hier Einigkeit erzielt wurde, wer mit wem auf welchem Feld gegen wen spielen möchte, schalten wir uns wieder dazu. Ich gebe derweil ab an Jörg Tegelhütter im Weserstadion.“

„In Bremen haben es die Kopfgrätscher auf beiden Seiten pünktlich auf ihre Plätze geschafft, um ohnmächtig ihre Herzensvereine Richtung Klassenerhalt zu wünschen. Auf Seiten der Grün-Weißen fiebert der skeptische Skripniker Jan mit, der beim Geburtsjahr seines Sohnes nicht andauernd an eine Abstiegssaison erinnert werden will. Die Hessen können sich der Unterstützung des ehrlichen Ebbelwoitrinkers Mo sicher sein, der auf den vierten Sieg und die kaum noch für möglich gehaltene Rettung hofft. Beide haben allerdings auch ein Ohr in Wolfsburg. Dort fragen wir Rolf-Rainer Gecks: was macht der VfB Stuttgart?“

„Pikante Konstellation in der KdF-Wagen-Arena. Der tapfere Trickser Yiğit (genannt Magath) kann hier und heute Zeuge werden wie sein adoptierter Lieblingsverein die Zweitklassigkeit seines Heimatclubs besiegelt und …“

„Toooor in der Wismarena!!!“

Alles schränkt sich wieder ein

Die UEFA verschickt aktuell Ticket-Angebote per Mail für Plätze mit eingeschränkter Sicht bei der EURO 2016. Die Sicht ist bei uns eigentlich meistens ganz gut, wenn man nicht gerade den Ball mit der Nase annimmt. Aber mit kleineren Änderungen dieser Mail kann man wunderbar eingeschränkt Talentierte zu uns einladen:

Dear Football Fan,
The ticket portal on Kopfgrätsche.de, which opened last week, has been temporarily taken offline in order to prepare for the release of restricted view talent tickets on Saturday 7th May at 10:30 CET. Thousands of fans have already purchased tickets for Kopfgrätsche™ from this ticket portal.
To support the high demand, Kopfgrätsche has chosen to make restricted view talent tickets available to buy on a first come, first served basis. Such tickets will be available at a discount of 25%. Restricted view talent tickets do allow you to follow the match; however, your view appearance of small parts of the pitch may be hindered by a rail, a camera, an advertisement board or other temporary installations in the stadium. The number of tickets with a restricted view talent varies between venues.
The portal will open at 10:30, but you can join the queue at 10:29 if you don’t want to miss out! If you prefer to have an overview of the ticket availability without logging into the ticket portal, matches with tickets available will also be listed here from 18:00 on Tuesday.
We strongly advise against buying tickets from any sources other than the official Kopfgrätsche™ Ticket Portal at Kopfgrätsche.de.

Best regards,
Kopfgrätsche™ Ticketing Team

Eiszeitspiel

Diese Wetterentwicklung hatte wohl niemand ernsthaft erwartet. Das frostige Klima trifft viele im Land unvorbereitet. Herrentagsgesellschaften montieren bereits hektisch Winterreifen an die Bollerwagen. Und auch bei uns feiert die lange Buxe eine Renaissance. Während wir die praktischen aber modisch fragwürdigen Leibchen beim Kopfgrätschen zudem als eine weitere willkommene Bekleidungsschicht schätzen, werden die modebewussten Weibchen zusammen mit der Sommerkollektion über den Weißwurstäquator gezwungen. Kein Wunder, dass es den Dortmunder Kapitän gen Süden zieht. Der Bremer Skipper scheint hingegen hoffnungslos in seinem Hafen festgefroren zu sein. In den Stadien ist am Wochenende gebietsweise mit eisigen Empfängen zu rechnen. Mit unseren Spielterminen Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 versuchen wir etwas das Eis zu brechen. Regelmäßige Wechsel zwischen den Teams werden hier genutzt, um die nötige Reibung zu erzeugen. Um zu verhindern, dass uns Samstag das alkoholfreie Hefeweizen einfriert, muss man es wahrscheinlich mit Schuss bestellen. Bananensaft wird nicht reichen.

Wer nachhaltig für Tauwetter im Land und in den Herzen sorgen will, besucht Dienstag im Anschluss das Counter-Speech-Konzert in der Markthalle (Beginn ab 17 Uhr).

Crystal Ball

Could it be the most beautiful game in the world? Könnte sein, oder? Sign ’O’ the Times: denn Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 treffen sich wieder die Thieves in the temple formally known as Wismarena. Wir haben nun mal Joy in Repetition. Sometimes it snows in April, aber vielleicht wird es auch so warm, dass uns der Black Sweat in Bächen runter läuft. Thunder und Purple Rain sind eher unwahrscheinlich. Am Ende haben wir doch meistens Glück and play in the Sunshine. Wir teilen die 7 bis 1999 Teilnehmer in Diamonds and Pearls auf. Die einen in orangen Leibchen, die anderen mit Raspberry Berets. Wir sagen schließlich zu niemandem: get off! Hauptsache ist: U got the Look und etwas Positivity. I could never take the place of Urlauber Christoph, aber man kann ja auch einmal eine new Position ausprobieren. I just want your extra time and am Ende vielleicht noch die Luft für die dritte Halbzeit im Kai. Dort wird ja inzwischen bei einem Virgin-Hefeweizen traditionell den Genies der Popkultur gedacht.

19. April 2016

2016_04_19

Ein bisschen wie Warten auf den Bus. Warten auf die Mitspieler, von denen in den letzten Wochen sonst immer einige Busladungen voll vor Ort waren. Diesmal kleine Runde. Aber immerhin sind die Leibchen noch frisch.

Aufgewärmtes im Kasten

Das verlängerte Aufwärmprogramm vor den Spielterminen Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 und die 112 auf der Kurzwahl sind untrügliche Zeichen, dass sich der Kopfgrätsche-Kader Frischbluttransfusionen nicht länger verschließen kann. Jetzt könnte man sagen: die letzten Mannschaftsfotos zeigen doch eine beachtliche Breite wie zu Felix Magaths besten Zeiten bei Wolfsburg oder Schalke. Alle Positionen sind scheinbar mehrfach besetzt und sogar Gesichtstreffer muss ich nicht mehr allein abfangen. Aber Ausfälle auf den Schlüsselpositionen lassen sich bislang schwer kompensieren. Nach dem jüngsten Kopfgrätsche-Aua müssen wir wohl doch schweren Herzens den Briefkasten plündern, der seit dem Sieben-Bürgen-Turnier in der Oase hängt. Für das Anforderungsprofil müssen wir schon tief in die Schatulle mit den gesammelten Sanifair-Gutscheinen greifen. Der eierlegende Königstransfer sollte natürlich wie weiland Mario Basler jede Ecke direkt aufs Tor ziehen, sich in jeden Ball werfen wie die Bender-Zwillinge zusammen und ab und zu auch mal ins Tor gehen wie Manuel Neuer (der ja auch manchmal im Tor ist). Abseits des Platzes sollte er auch noch die Müller-Wohlfahrt-Aufgaben übernehmen, wie Krämpfe wegmassieren, Rentner aus Unfallwagen schneiden und Familienväter bei Kinderhusten beraten. Ob da etwas Passendes auf dem Markt ist? Wenn wir Felix Magath wären, würden wir vielleicht erst einmal Julian Draxler ausleihen. Der ist zwar auch grad verletzt, könnte sich aber wenigstens ins Tor stellen.