Bevor das zu spät ist, müssten wir jetzt mal abklären, ob denn diese umstrittene WM in Katar nun geguckt wird oder nicht. Man könnte wie in den vergangenen 4 Jahren seit Watutinki natürlich sagen, dass es noch lange hin ist, aber eigentlich sind wir schon in der Story, die auf das Turnier hinführt. Die Hinrunde wird schon die entsprechenden Geschichten liefern, die dafür sorgen, dass man im Dezember gemeinsam unterm dem Heizpilz der Sportsbar sitzt und in die Vuvuzela trötet. Warum auch nicht? Es ist vermutlich einer der wenigen warmen Orte in diesem Winter. Das katarische Gas wird sicher nicht für ganz Europa und die katarischen Stadion reichen, die zeitgleich energieaufwändig auf 27 Grad heruntergekühlt werden müssen. Auch bei uns wird es jetzt einige Spieltage geben, wo man sich an diese Bedingungen schon einmal gewöhnen kann. Selbst fürs Kopfgrätschen ist manchmal zu warm. Samstag 10:30 bei 18 Grad und Mittwoch 18:00 bei 22 Grad sind aber ungefährdet. Der Ligaspielbetrieb wurde auch früher begonnen, um rechtzeitig zum Turnier mit der Hinrunde fertig zu sein und wir sind natürlich alle sehr gespannt wie Mario Götze, die hohen Temperaturen verträgt. Präsentiert er sich wohlmöglich in WM-Form, so dass er nach einer märchenhaften Hinserie natürlich mit auf den WM-Zug (der vermutlich trotzdem ein WM-Flieger sein wird) aufspringt? Da gucken wir doch alle sehr gespannt hin und am Ende blenden wir die finale Auflösung aus, ob er wie Phönix oder Jesus noch einmal mit dem WM-Pokal zurückkommt? Die Netflix-Serie ist doch bestimmt schon in der Mache und zur Gesamtstory gehört sicher alles was seit 2014 passiert ist. Es wird also dramaturgisch nahezu unmöglich sein Katar auszublenden. Also sichern wir uns besser schon einmal rechtzeitig den Stammtisch unterm Heizpilz. Außengastro wird doch bestimmt wieder ein gefragtes Ding. Wir müssen ja dort nicht wie Newcastle-Fans in Scheichkostümen rumsitzen. Es sei denn es gibt die aus Thermofleece.
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Wake me up before Thiago
Wann wäre noch mal ein guter Zeitpunkt, um die Töppen an den Nagel zu hängen? Und was sollte man mindestens im Xing-Profil eingetragen haben, bevor man getrost sagen kann: „Macht’s gut ihr Trottel!“ Mario Götze hat diese Frage jetzt für sich beantwortet und bewiesen: er ist kesser als Messi und verzichtet auf einen Vorruhestand auf die André Horst Schürrle-Art. Einmal noch die Champions League gewinnen, das fehlt dem Weltmeister noch im Portfolio und sollte auch seinem Berater noch eine nette Prämie bescheren. Kevin Großkreutz hätte zwar auch noch einen besonders hübschen Teil seines Körpers für ein Henkelpott-Tattoo reserviert. Aber ob er warten kann, bis der Uerdingen-Russe Europa erobert hat? Da machen vorher doch die Knochen schlapp. Aber Uns Mario kann ja durchaus noch ein paar Jährchen in Bella Italia sich das Pastabäuchlein vollschlagen und damit die Tattoofläche großzügig erweitern. Das wurde auch schon Messi (4 Champions League Tattoos) angedichtet. Dieser hatte zwar recht deutlich „Macht’s gut, ihr Trottel!“ gerufen, dann aber peinlicherweise vergessen, rechtzeitig die Kündigung von seinem Vater einreichen zu lassen. Nun bleiben die Messis doch noch länger und müssen so tun, als ob sie ganz viel Lust auf ein weiteres Jahr Barcelona haben. Auch bei den Alabas hat der Papa bisher immer brav alles unterschrieben, was ihm Uli Hoeneß vorlegte. Doch der bescheidene und bodenständige Schwabe wähnt sich inzwischen im Club Las Piranhas und musste zuletzt aufgrund horrender Forderungen Thiago nach England verschenken. Nicht, dass der FC Bayern am Ende gezwungen ist, seinen Kader mit Weltmeistern aufzufüllen, die noch einmal die Champions League gewinnen möchten. Mein Berater hat mir geraten Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 etwas kleinere Ziele anzupeilen. Maximal der DIA-Turnier-Pokal wäre noch drin. Dafür halte ich zwischen Goldener Eins und der Leuchte des Nordens einen Ehrenplatz auf meinem Rücken frei.
It’s-a me, Mario!
Puh, das Spannendste der WM-Vorrunde ist schon einmal geschafft. Die Nominierung des deutschen WM-Kaders. Und das war doch gar nicht so überraschend. Gomez wechselte in der Winterpause nach Baden-Württemberg und ist dabei. Sandro Wagner verschwand zur gleichen Zeit aus Baden-Württemberg und damit auch aus dem Beobachtungsradius des Bundestrainers. Die beiden meistdiskutierten Namen Sandro Wagner und Mario Götze zeigen auch ein Muster. Es ist kein gutes Omen einen italienischen Vornamen zu haben. Die Italiener können das nur bestätigen. Und damit fehlt das Duo aus Mario und Bro Luigi (der sich den schwäbischen Decknamen André Schürrle verpasste, aber nie den Makel überwinden konnte, dass Ludwigshafen nicht Mannheim ist), das Deutschland vor vier Jahren zum Titel klempnerte. Inspiriert von Sandro Wagner (man muss auch verstehen, wie Italiener ticken) und Frank Lehmann trete auch ich offiziell hiermit aus der Nationalmannschaft zurück: „Sag du mir nicht, dass es aus ist. Du hast mir überhaupt nicht zu sagen, dass es aus ist. Das ist mein Text. Und ich sag dir mal was: Jogi. Es ist aus!“ In 4 Jahren in Katar ist es mir überhaupt zu sandig und außerdem hab ich da Weihnachten schon was vor. Und Samstag (10:30) und Mittwoch (18:00) sowieso.
Jäger des verlorenen Götzes
Was raschelt denn da? Da hinten hinterm Tor muss etwas sein. Soll ich da mal hinlaufen? Womöglich versteckt sich da dieses langgesuchte Talent, mit dem ich endlich in der Battle Arena Samstag 10:30 bestehen kann. Das Prestige Level vor Ort ist ja nicht ohne. Mal gucken wie viele Gegner die Arena diesmal verteidigen. Aber mit ein paar Mitstreitern können wir dort bestimmt bestehen. Wiederbelebung mit einem Hefe-Trank im Anschluss nicht ausgeschlossen. Bis dahin muss ich mein Talent noch etwas trainieren – von Pokémon Götze 2016 auf Pokémon Götze 2013 ist es ein weiter Weg. Vor allem sollte man es nicht nach Mitternacht füttern. Der Pokémon-Trainer im schwarzgelben Pikachu-Anzug würde ihm sogar alle Kohlenhydrate streichen, um auf die nötigen Wettbewerbspunkte zu kommen. Aber das lohnt sich. Pummelfeen-Pokémon sind angeblich stark gegen Kampf, Drachen und Unlicht (ist das dasselbe wie Flutlicht?). Gift-Pokémon, die sie mit Pfiffen und melodischen Schmähgedichten bekämpfen, zwingen sie aber wieder nachts vor den Kühlschrank. Ich lauf da auf jeden Fall gleich mal rüber und schieße einen Ball ins Gebüsch. Damit dieses Kicklee in meinem Rucksack endlich ausschlüpft, renne ich sogar manchmal nach einem Ballverlust mit zurück. Vielleicht hilft das auch Dienstag 18:00, falls die Arena wie in dieser Woche wieder von diesem roten Team verteidigt wird.
Fastenbrechen mit Pummelfee
Ostern ist zurecht das Ende der Fastenzeit. Fünf Feiertage am Stück warten auf uns. Karfreitag, Kopfgrätschesamstag (10:30), Ostersonntag, Ostermontag und zum Finale der höchste Feiertag: Unterderwochekopfgrätschesaisonbeginndienstag (18:00). Dieser Feiermarathon geht kaum bekannter Bibelpassagen zufolge auf die Begebenheit zurück als der Fußballgott zum Apostel Mario sprach: „Zeig der Welt, dass du besser bist als der Messias!“. Bei seinem eigenen Volke wollte man den Heiland aber nicht geschenkt zurück und deckte sich schon einmal pro forma mit faulen Eiern in allen Regenbogenfarben ein. Quasi als unverbindlicher Tipp dafür, welche Vereinsfarben ihm noch stehen könnten. Am Ende blieb dem Apostel Mario wahrscheinlich nur die alternative Rückkehr zu seinem Godfather an die Anfield Road. Aber das steht laut dem Buch Spox frühestens zu Pfingsten an. Bis dahin erfreuen wir uns an unserer Rückkehr auf den Platz am Dienstag. Wenn sich dieser Tag seinen Vorschusslorbeeren würdig erweist, haben auch die folgenden Dienstage das Zeug zum Feiertag. Sollte der Fußballgott uns aber mit Plagen strafen, ist das als untrügliches Zeichen zu werten, dass wir ihm am falschen Tag huldigten. In diesem Fall predige ich einfach nächste Woche das Gegenteil.
Der Pro-Tipp zum Schluss: mit dem Kopf knapp über der Grasnarbe lassen sich (Dino-)Eier am besten ergrätschen.