U.S.A. U.S.A. Nach dem gigantischen Erfolg der Klub WM in diesem Jahr, sind wir auch nächstes Jahr wieder dabei, wenn Kiss-Cam und Riesenventilatoren zum Einsatz kommen. Und es wird huuuge. Gastgeber ist dieser Typ, der noch den Original-Stargate-Pokal im Büro stehen hat und nachdem wir seine Dribbelkünste in einem kaum modifizierten Video mit Christiano Ronaldo bestaunen mussten, fragen wir uns zurecht: was wir da im kommenden Jahr überhaupt wollen? Egal, wer auch immer sportlich dort noch reüssiert, der Preis ist schon fest im Oval Office eingeplant. Neben Klub-WM-Pokal und Friedensnobelpreis gehört der World Cup dort logischerweise zur Inneneinrichtung. Wir fliegen aber trotzdem hin und hoffen, dass die Nationalspieler sich nicht davon ablenken lassen, dass sie primär Widerstandsgesten gegen das lokale Regime trainieren. Aber vier Jahre nach Katar haben die Auswahlkicker dazugelernt. Am besten vorbereitet ist definitiv Karim Adeyemi, der sich schon einmal dem örtliche Waffennarrentum gewappnet zeigt. Damit sollte sein Stammplatz sicher sein. Der Rest des Turniers ist aktuell noch eine ziemliche Mystery Box. Vorher muss das eigentliche Turnier noch durch ein paar Playoffs quasi als Extra-Turnier vor dem Turnier ungeboxet werden. Und wofür die USA die Co-Gastgeber Kanada und Mexico braucht, ist auch ein Mysterium. Finden wir aber wahrscheinlich nur so lange komisch, bis sich Deutschland demnächst für die WM mit Dänemark und Griechenland bewirbt. Unsere samstägliche Mystery-Box (10:30) hält garantiert auch wieder Unvorhersehbares bereit. Wie viele Spieler stehen auf dem Platz? Sind wir zwei oder drei Mannschaften? Und ist das letzte Tor wirklich das letzte? Bestellt noch heute!
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3 Zimmer, Küche, Skihalle
Im Oktober letzten Jahres war doch alles klar. Die deutsche Mannschaft aka #DieMannschaft hatte sich frühzeitig für die WM in Katar qualifiziert. Schon damals rätselten wir welches originelle Quartier sich Oliver Bierhoff für Deutschland exklusiv unter den Nagel reißen wird. Aber wer kennt das nicht? Du surfst abendelang durch Booking, AirBnB und Expedia und am Ende ist das Angebot einfach unüberschaubar. Man muss Oliver Bierhoff aber auch verstehen. Bei jedem Anbieter steht: nur noch 3 Zimmer in dieser Kategorie verfügbar. Und dass kann natürlich stressen, wenn du einen ganzen Spielerkader, ein umfangreiches Trainerteam und dann noch den gesamten Staff unterbringen musst. Zudem vergleichst du jede mögliche Herberge mit dem Traumurlaub im Campo Bahia. Nach dem Ausscheiden war schnell klar: es hat sich doch verbucht. Eigentlich machte das Zulal Wellness Resort einen ganz passablen Eindruck. Die Anfahrt zu den Pressekonferenzen wurden allerdings von 90% der Reisenden als ungenügend beschrieben. Leider fehlte auch die obligatorische Skihalle, die jede durchschnittliche Mall in Doha zur Freizeitgestaltung im Angebot hat. Da verwundert es nicht, dass Manuel Neuer direkt nach der Abreise aus Katar sich sämtliche Binden vom Reklamierarm riss und in den Schnee warf. Wenn schon Winter-WM, dann lieber mit DJ Ötzi auf der Hüttn als mit DJ Ötzi im Megapark. Auch hier kann Katar noch nachrüsten. Der Kunstschnee in der Skihalle wäre aber bestimmt fluffiger gewesen und hätte verhindert, dass sich Manu beim Schneeengelmachen das Bein bricht. Nicht jeder Fußballer kommt mit Schnee gleich gut klar. Messi z.B. ist auf dem Untergrund bestimmt nicht besser als Götze. Für Kopfgrätschen am Samstag 10:30 eignet er sich allerdings ganz famos. Wir sollten ernsthaft überlegen den nächsten Sommer in einer Skihalle in Doha zu spielen.
Fußballmärchen aus 1001 Love
Jetzt hätten wir tatsächlich ein Terminproblem. Samstag 10:30 Kopfgrätsche vs. Tunesien gegen Australien. Gegen diesen fußballerischen Leckerbissen am zweiten Spieltag der WM-Vorrunde hätten wir doch niemals eine Chance gehabt. Jeder hätte verstehen können, wenn potenzielle Mitspieler sich entschuldigt hätten, weil man lieber den Stars um Jackson Irvine und Mohamed Dräger zuschauen möchte. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass die One Love zum Selberkicken diesmal etwas größer sein wird. Man geht natürlich davon aus, dass das Duell in Gruppe D ein weiteres lahmes 0:0 in einem halbleeren Stadion wird. Dann lieber gar kein Publikum, aber dafür Buden satt auf dem roten Platz. Auch sonst findet sich in der Fußballhistorie nirgendwo etwas, dass das Kräftemessen der Adler von Kathargo und der Socceroos in irgendeiner künstlichen Art interessanter machen würde. Bisher spielten beide Nationen zweimal gegeneinander. Wer aber das letzte Spiel der beiden beim ConfedCup 2005 in der Gruppe A verpasst hat, muss jetzt auch nicht mehr unbedingt einsteigen. Tunesien und Australien spielten damals mit Argentinien und Deutschland in dieser Gruppe. Am letzten Spieltag war diese allerdings schon entschieden, weil sowohl Argentinien als auch Deutschland ihre Spiele gegen die Nordafrikaner und Ozeanier gewannen. Es sollte uns also wundern, wenn Tunesien die 0:2 Niederlage gegen Australien damals als große offene Rechnung wertet. Das 2:2 im Spiel zwischen Argentinien und Deutschland war ein Jahr vor der WM2006 sicher viel interessanter. Für Jürgen Klinsmann war das ein wichtiger Gradmesser in Nürnberg, ob Spieler wie Mike Hanke, Thomas Brdaric oder Marco Engelhardt bereit sind für das Sommermärchen. Wenn ich heute an Nürnberg denke, dann natürlich an Elisenlebkuchen und erzgebirg’sche Volkskunst auf dem Christkindlmarkt. In diesen Disziplinen sind wir doch immer noch Weltmeister, oder?
Joy to the World Cup Division
Ich hatte gestern gar keine Lust auf Eis. Vielleicht ist der Sommer doch zart am Abklingen. Die Sommerzeit haben sie uns ja schon genommen, indem sie uns eine Stunde geschenkt haben, die fürs Kopfgrätschen allerdings komplett ungeeignet ist. Aber wir können weiterhin Samstag 10:30 kurze Hosen und die DKW-Sonnencreme tragen. Es sind immerhin noch zweistellige Plusgrade, aber der Katari würde sich doch schon eine Pudelmütze überziehen. In Doha sind schließlich heute und in den kommenden Wochen konstant über 30 Grad zu erwarten. Da legt sich sogar Per Mertesacker als ZDF-Experte gerne den ganzen Tag in die Eistonne. Es wird aktuell davon ausgegangen, dass eine Winter-WM eine einmalige Sache sein wird und man bei den nächsten Turnieren wieder im Sommer spielen wird. Aber ist das wirklich so sinnvoll? In 4 Jahren wird in den USA, Kanada und Mexiko ein neuer Weltmeister gesucht. Mexiko im Sommer ist auch nicht lauschig. Guckt man sich die aktuellen Temperaturen von Toronto an, die auch noch kuschlige 17 Grad haben, bräuchte man für diese WM, wenn sie auch im Winter und in diversen Klimazonen stattfindet, weder Rasenheizung noch Klimaanlage. Und falls die Bewerbung für 2030 von Saudi-Arabien, Ägypten und Griechenland Erfolg hat, will man doch nicht wieder zurück in den Juli? Also vielleicht arrangiert man sich schon einmal mit dem neuen Rhythmus und etabliert den World Cup neben Karneval, Advent und Black Friday in der kurzen Spanne zwischen Herbst- und Weihnachtsferien. Für den gemeinen Kopfgrätscher ist das gar nicht so ungünstig. Im Sommer spielt er ja schließlich selbst zweimal in der Woche und hat kaum Zeit diese ganzen WM-Spiele, die auch immer mehr werden, alle zu gucken. Bei der aktuellen WM wäre das natürlich eine vortreffliche Ausrede, um die WM einfacher zu boykottieren. Aber bei den folgenden Turnieren wird doch wieder alles gut, oder? Spätestens in Saudi-Arabien…
Wie die Ölgötzen
Bevor das zu spät ist, müssten wir jetzt mal abklären, ob denn diese umstrittene WM in Katar nun geguckt wird oder nicht. Man könnte wie in den vergangenen 4 Jahren seit Watutinki natürlich sagen, dass es noch lange hin ist, aber eigentlich sind wir schon in der Story, die auf das Turnier hinführt. Die Hinrunde wird schon die entsprechenden Geschichten liefern, die dafür sorgen, dass man im Dezember gemeinsam unterm dem Heizpilz der Sportsbar sitzt und in die Vuvuzela trötet. Warum auch nicht? Es ist vermutlich einer der wenigen warmen Orte in diesem Winter. Das katarische Gas wird sicher nicht für ganz Europa und die katarischen Stadion reichen, die zeitgleich energieaufwändig auf 27 Grad heruntergekühlt werden müssen. Auch bei uns wird es jetzt einige Spieltage geben, wo man sich an diese Bedingungen schon einmal gewöhnen kann. Selbst fürs Kopfgrätschen ist manchmal zu warm. Samstag 10:30 bei 18 Grad und Mittwoch 18:00 bei 22 Grad sind aber ungefährdet. Der Ligaspielbetrieb wurde auch früher begonnen, um rechtzeitig zum Turnier mit der Hinrunde fertig zu sein und wir sind natürlich alle sehr gespannt wie Mario Götze, die hohen Temperaturen verträgt. Präsentiert er sich wohlmöglich in WM-Form, so dass er nach einer märchenhaften Hinserie natürlich mit auf den WM-Zug (der vermutlich trotzdem ein WM-Flieger sein wird) aufspringt? Da gucken wir doch alle sehr gespannt hin und am Ende blenden wir die finale Auflösung aus, ob er wie Phönix oder Jesus noch einmal mit dem WM-Pokal zurückkommt? Die Netflix-Serie ist doch bestimmt schon in der Mache und zur Gesamtstory gehört sicher alles was seit 2014 passiert ist. Es wird also dramaturgisch nahezu unmöglich sein Katar auszublenden. Also sichern wir uns besser schon einmal rechtzeitig den Stammtisch unterm Heizpilz. Außengastro wird doch bestimmt wieder ein gefragtes Ding. Wir müssen ja dort nicht wie Newcastle-Fans in Scheichkostümen rumsitzen. Es sei denn es gibt die aus Thermofleece.
Ibrakatarbra
Im Nachhinein kann man natürlich immer sagen: ich wollte gar nicht gewinnen, weil ich da nicht hinfahren möchte. Und gerade im Hinblick auf Katar gibt es dann auch Menschen, die das gerne glauben. Aber was soll den Robert Habeck sagen? Er musste dahin, damit wir nicht verlieren. Sportlich war Deutschland ja sowieso ein Frühbucher. Und man konnte sich ganz entspannt angucken, wer sich sonst noch so qualifiziert. Saudi-Arabien z.B., was das Turnier auch geopolitisch färbt. Als ob man das jetzt unbedingt auch noch gebraucht hätte. Die Italiener anscheinend nicht. Die lassen diese Shitshow entspannt an sich vorüberziehen. Ob man unbedingt Nordmazedonien bei der WM sehen muss, kann man diskutieren. Aber irgendwer muss ja in die Gruppe mit Katar, damit die wenigstens die Vorrunde schaffen. Es gibt allerdings doch eine kleine Gefahr, dass dieses Turnier trotzdem geguckt werden muss. Auch von Italienern. Der ewige Zlatan ist schließlich immer noch mit in der Verlosung. Aktuell wohl auch gerade nicht zurückgetreten als Nationalspieler, sondern zurückgetreten vom Rücktritt. Wir haben aufgehört zu zählen zum wievielten Mal. Aber für ein paar großspurige Ansagen trotz Vorrundenaus würden wir natürlich gern die WM einschalten. Zum Thema Menschenrechte könnte man dennoch Substanzielleres erwarten als von Thomas Müller. Vor allem, weil sich Halbgott Zlatan natürlich selbst nicht unbedingt als Mensch begreift. Wir unwürdigen Irdischen treffen uns Samstag 10:30 UND Mittwoch 18:00, um einen Hauch dieses unbegreifbaren Glanzes von Sankt Ibra in unseren eigenen Fähigkeiten zu entdecken. Falls das fehlschlagen sollte, suchen wir uns andere Vorbilder – wahlweise in Nordmazedonien, Saudi-Arabien oder Katar.
„Im Prinzip ja, aber …“
Ein Blick auf die Tabellenspitze offenbart: das Ding ist durch, oder? Beim Rennen um Platz 1 kann man geistig abpfeiffen. Da brennt nie im Leben noch etwas an. Zu groß ist der Abstand zum Rest und zu stabil siegt sich der Primus durch die Liga. Also kann man schon mal langsam den Sekt kaltstellen. Den Aufstieg in die dritte Liga wird sich der der 1. FC Magdeburg nicht mehr nehmen lassen. Aber das Ziel ist ja auch kein schlechter Anreiz. Darüber wartet schließlich eine Liga, die man wirklich nicht tippen kann, wie ich es Woche für Woche nachhaltig beweise. Trotzdem wird es natürlich wider besseren Wissens versucht. Zwischen dem 1. und dem 7. sind nur 6 Punkte Abstand und es sind ja doch noch ein paar Spiele übrig bis Mai. Gefühlt ist zwar schon Frühling, aber hier lauern noch über zwei Monate unerträglicher Spannung. Schon das zweitklassige Nordderby letzte Woche hat wohl die Meisten für einen gesamten Bundesligaspieltag entschädigt. Zwar regen sich viele über die omnipräsente Verfügbarkeit von Fußball auf, aber ist es nicht von Vorteil, dass man ganz einfach die Liga wechseln kann? Selbst der Boykott der Katar WM fällt leichter, wenn man stattdessen einen anderen Wettbewerb verfolgen kann. Die Frauenfußball-Bundesliga spielt bestimmt parallel. Mal gucken wer da gerade um die Meisterschaft spielt. Bayern, Wolfsburg, Hoffenheim… ja, nee… dann doch lieber Katar. Wer spielt morgen 10:30 parallel zu uns? Alashkert Erewan gegen FK Van Tscharenzavan beginnt um 11 in der armenischen Premier League. Das sollte also eine einfach Entscheidung sein.
Woanders is auch scheiße
Das geht ja gut los mit den guten Vorsätzen. Alle sind beim Sport zu sehen. Nicht nur die Schlange vorm CleverFit reicht einmal um die Altstadt. Scheinbar möchte jeder mit 1 bis 2 Jahresbeiträgen Ablass etwas für diese ominöse Gesundheit aushandeln. Warum auch immer. Dabei kann man doch von der Couch aus sehr bequem nach der Darts-WM gleich noch den Afrika-Cup und die Handball-EM wegbingen. Die letzten ernstzunehmenden Turniere vor der Wüsten-WM. Obwohl man sich die Akzeptanz dafür auch dafür so langsam antrainiert. Der Clasico in Saudi-Arabien im Rahmen des spanischen Supercups zeigt doch wie anpassungsfähig der Homo sportivus ist. Die Saudis waren schließlich auch pragmatisch als sie sich für Newcastle entschieden, obwohl die Vereinsfarben komisch sind und niemand ohne finanziellen Anreiz dort hin will. Aber in Zeiten, in denen sogar das Dschungelcamp von Australien nach Südafrika ausweichen kann, muss man sich daran gewöhnen, dass man bei der Ortswahl flexibel sein sollte. Vielleicht sind ein paar Dinge auch besser als am Ursprungsort. Drum können wir doch einmal nachdenken, was in Katar z.B. viel toller sein wird. Die Stadien sind immerhin nigelnagelneu und damit sinkt auch eindeutig die Fußpilzgefahr im Nasszellenbereich. Es steht also einer wahren WM der Zauberfüße nichts im Wege. Das wären doch sehr erfreuliche Aussichten. Und wer weiß, vielleicht kann sogar ein löchriger Tartanplatz am Samstagmorgen (10:30) ein ganz okayer Ort sein, an dem man sich etwas mehr bewegen kann als in der Schlange vorm CleverFit.
Doha is Dahoam
Katar, Katar, wir fahren nach Katar. Also ich nicht. Ich habe Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 noch etwas zu erledigen. Aber Olli Bierhoff muss schon mal ins Reisebüro und sich ein Neckermannschnäppchen mit Frühbucherrabatt wie damals in Watutinki sichern. Ist doch blöd, wenn du bei Booking checkst, dass in so einem 100-Stockwerke-Tower nur noch 20 Zimmer frei sind. Heute will doch jeder Kicker sein Einzelzimmer mit Balkon haben und den Staff musst du auch noch irgendwo unterbringen. Womöglich ist Gemeinschaftsbad auch ein NoGo und damit fallen die berühmten katarischen Hostels schon einmal weg. Dabei wären diese im Dezember 2022 auf jeden Fall frei. Der Großteil der bisherigen Gäste sollte bis dahin seine Pässe wiederbekommen haben und befindet sich zu dem Zeitpunkt auf dem Fußweg zurück nach Hause. Ihre Arbeit sollte bis dahin getan sein, sonst hätte die Mannschaft keine Stadien zum kicken. Für die obligatorischen Panikberichte über die unfertigen Spielstätten 2 Monate vor der WM hat die Bild trotzdem die Titelseite frei gehalten. Verbunden mit dem Angebot, dass Deutschland natürlich jederzeit einspringen kann, um selbstlos die Welt willkommen zu heißen. Warum soll sich das Gefühl für eine WM bei einem autoritären Regime nicht auch in Sachsen und Bayern einstellen können? Je nachdem wie der nächste Sommer wird, können wir eventuell sogar echte Wüste in der Magdeburger Börde bieten. Und die nötigen Instafotos mit Kamelen aus dem Dresdner Zoo kann man jederzeit in Olli Bierhoffs Fotoset an der Yenidze machen, das er jetzt schon plant, um die Sponsorenspots zu drehen. Hoffentlich kann man bei Neckermann noch ohne Gebühren stornieren. Im Leipziger Westin sind für Dezember 2022 noch knapp 400 Zimmer frei.
Was entlauben Strunz?
Soll man übers Wetter reden? Und wenn ja wie ohne zu Meckern? Na gut, es ist Herbst und das ist nun mal auch metaphorisch die Zeit des Abschwungs. Doch der nächste Aufschwung kommt. Vielleicht nicht hier, aber z.B. in Katar, wo man sich auf den Herbst 2022 schon freut. Unser Herbst bereitet einen leider nullkommanull auf den Herbst in Katar vor. Da geht man doch zwangsläufig mit den falschen Erwartungen an die Sache ran. Und hier muss man auch mal den Sommer loben, der vorbildlich schon einmal das Klima des nächsten WM-Standorts simuliert. Aber was bringt das? Die WM ist nun mal irgendwann im Advent, wo matschige Blätter unsere Knöchel umspülen. Die Werbung sagt, es müsste Schnee sein, damit der Coca-Cola-Truck ordentlich durchpflügen kann. Aber für diese Vorstellung, dass es im Dezember wirklich schneit, braucht man mehr als einen Glühwein. Nein, eigentlich können wir auch dieses Jahr für die letzten 10 Wochen im Jahr mit einem dunklen, windigen und nassfeuchtem Herbst rechnen. Die Winterreifen brauchen wir wohl nicht vor Januar. Und dennoch wurde ich diese Woche schon das erste mal gefragt, ob wir bei diesem Wetter noch draußen spielen? Mittwochs leider nicht mehr, aber Samstag 10:30 natürlich schon. Die Sommerpause ist zwar gerade erst zu Ende, doch die Leichtathletik-WM in Doha zeigt uns, dass extremes Wetter in der Zukunft kein Hindernis mehr sein wird. Nur leider ist der Herbst so absolut durchschnittlich in allem, dass die eigenen Limitierungen im Talent leider allzu offensichtlich werden.
It’s-a me, Mario!
Puh, das Spannendste der WM-Vorrunde ist schon einmal geschafft. Die Nominierung des deutschen WM-Kaders. Und das war doch gar nicht so überraschend. Gomez wechselte in der Winterpause nach Baden-Württemberg und ist dabei. Sandro Wagner verschwand zur gleichen Zeit aus Baden-Württemberg und damit auch aus dem Beobachtungsradius des Bundestrainers. Die beiden meistdiskutierten Namen Sandro Wagner und Mario Götze zeigen auch ein Muster. Es ist kein gutes Omen einen italienischen Vornamen zu haben. Die Italiener können das nur bestätigen. Und damit fehlt das Duo aus Mario und Bro Luigi (der sich den schwäbischen Decknamen André Schürrle verpasste, aber nie den Makel überwinden konnte, dass Ludwigshafen nicht Mannheim ist), das Deutschland vor vier Jahren zum Titel klempnerte. Inspiriert von Sandro Wagner (man muss auch verstehen, wie Italiener ticken) und Frank Lehmann trete auch ich offiziell hiermit aus der Nationalmannschaft zurück: „Sag du mir nicht, dass es aus ist. Du hast mir überhaupt nicht zu sagen, dass es aus ist. Das ist mein Text. Und ich sag dir mal was: Jogi. Es ist aus!“ In 4 Jahren in Katar ist es mir überhaupt zu sandig und außerdem hab ich da Weihnachten schon was vor. Und Samstag (10:30) und Mittwoch (18:00) sowieso.
Doppelgängster
Zurecht guckt ihr bereits unruhig auf den Kalender mit den kommenden Samstag- (10:30) und Mittwoch-Terminen (18:00) und zählt die Tage. Es ist nicht mehr viel Zeit. Bald geht es los. So langsam müssten eigentlich genauere Infos durchsickern. Aber bisher gibt es weder Panini-Aufkleber noch einen offiziellen Twitter-Account zum DIA-Turnier. Vielleicht liegt das an dem Prinzip der Doppelvergabe. FIFA und IOC haben das schließlich aktuell zum Standard erhoben. Ist ja auch praktisch. Die Romantiker von gestern wissen gar nicht welches Turnier sie bedenklicher finden sollen. Und ob man den Gastgeber aufgrund von Terrorismus-Vorwürfen boykottieren muss oder selbst Schweigeminuten gegen Terror blöd findet. Sehr verwirrend für alle. Aber es hat noch weitere Vorteile. Am Ende muss man nur einmal eines der Teilnehmerländer vom DIA-Turnier 2013 7 Bürgen aufsuchen, um nach Abzug aller Unkosten für Koks und Nutten den Rest aufs Knax-Sparbuch zu packen und für 4 Jahre anzulegen. An 2013 sieht man wie schnell 4 Jahre rum sind. Für Uli Hoeneß waren es gefühlt sogar nur 3 1/2. Und dabei sollte die Ära, die das Team Doerk damals startete, auch den Bayern langsam langweilig werden. Ein gutes Zeichen dafür, dass diesmal alles anders wird. Zur Not durch ein paar komische neue Regeln oder doppelt soviele Teams.