Wake me up before Thiago

Wann wäre noch mal ein guter Zeitpunkt, um die Töppen an den Nagel zu hängen? Und was sollte man mindestens im Xing-Profil  eingetragen haben, bevor man getrost sagen kann: „Macht’s gut ihr Trottel!“ Mario Götze hat diese Frage jetzt für sich beantwortet und bewiesen: er ist kesser als Messi und verzichtet auf einen Vorruhestand auf die André Horst Schürrle-Art. Einmal noch die Champions League gewinnen, das fehlt dem Weltmeister noch im Portfolio und sollte auch seinem Berater noch eine nette Prämie bescheren. Kevin Großkreutz hätte zwar auch noch einen besonders hübschen Teil seines Körpers für ein Henkelpott-Tattoo reserviert. Aber ob er warten kann, bis der Uerdingen-Russe Europa erobert hat? Da machen vorher doch die Knochen schlapp. Aber Uns Mario kann ja durchaus noch ein paar Jährchen in Bella Italia sich das Pastabäuchlein vollschlagen und damit die Tattoofläche großzügig erweitern. Das wurde auch schon Messi (4 Champions League Tattoos) angedichtet. Dieser hatte zwar recht deutlich „Macht’s gut, ihr Trottel!“ gerufen, dann aber peinlicherweise vergessen, rechtzeitig die Kündigung von seinem Vater einreichen zu lassen. Nun bleiben die Messis doch noch länger und müssen so tun, als ob sie ganz viel Lust auf ein weiteres Jahr Barcelona haben. Auch bei den Alabas hat der Papa bisher immer brav alles unterschrieben, was ihm Uli Hoeneß vorlegte. Doch der bescheidene und bodenständige Schwabe wähnt sich inzwischen im Club Las Piranhas und musste zuletzt aufgrund horrender Forderungen Thiago nach England verschenken. Nicht, dass der FC Bayern am Ende gezwungen ist, seinen Kader mit Weltmeistern aufzufüllen, die noch einmal die Champions League gewinnen möchten. Mein Berater hat mir geraten Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 etwas kleinere Ziele anzupeilen. Maximal der DIA-Turnier-Pokal wäre noch drin. Dafür halte ich zwischen Goldener Eins und der Leuchte des Nordens einen Ehrenplatz auf meinem Rücken frei.

It’s-a me, Mario!

Puh, das Spannendste der WM-Vorrunde ist schon einmal geschafft. Die Nominierung des deutschen WM-Kaders. Und das war doch gar nicht so überraschend. Gomez wechselte in der Winterpause nach Baden-Württemberg und ist dabei. Sandro Wagner verschwand zur gleichen Zeit aus Baden-Württemberg und damit auch aus dem Beobachtungsradius des Bundestrainers. Die beiden meistdiskutierten Namen Sandro Wagner und Mario Götze zeigen auch ein Muster. Es ist kein gutes Omen einen italienischen Vornamen zu haben. Die Italiener können das nur bestätigen. Und damit fehlt das Duo aus Mario und Bro Luigi (der sich den schwäbischen Decknamen André Schürrle verpasste, aber nie den Makel überwinden konnte, dass Ludwigshafen nicht Mannheim ist), das Deutschland vor vier Jahren zum Titel klempnerte. Inspiriert von Sandro Wagner (man muss auch verstehen, wie Italiener ticken) und Frank Lehmann trete auch ich offiziell hiermit aus der Nationalmannschaft zurück: „Sag du mir nicht, dass es aus ist. Du hast mir überhaupt nicht zu sagen, dass es aus ist. Das ist mein Text. Und ich sag dir mal was: Jogi. Es ist aus!“ In 4 Jahren in Katar ist es mir überhaupt zu sandig und außerdem hab ich da Weihnachten schon was vor. Und Samstag (10:30) und Mittwoch (18:00) sowieso.