Vielen Dank, Susi Hoeneß! Max Eberl kann wohl sein halbes Telefonbuch bei Suche nach einem neuen Bayern-Trainer wegwerfen. Nach dem Briefing aus der Chefinnenetage ist nun wohl klar, dass jeder Trainer, der aktuell einen gültigen Vertrag woanders hat, über keinen Charakter verfügt, wenn er demnächst beim FC Bayern anheuert. Vielleicht hätte niemand davon erfahren, wenn der Mann von Susi Hoeneß nicht so ein Waschkerl wäre, der Interna von der Kaffeetafel am Tegernsee rumtratschen muss. Schlimmer als dieser Typ, der eine Standleitung zur Bild hat und deshalb niemals Greenkeeper beim FC Bayern werden kann. Aber vielleicht Trainer. Max müsste mal gucken, ob Lothars Vertrag bei Sky nicht zufällig gerade ausläuft. Dann könnte doch vielleicht etwas gehen. Aber eigentlich geht nur ein aktuell Arbeitsloser. Und da muss man mal gucken, wer da wirklich noch bei der Arbeitsagentur als Trainer gemeldet ist. Unbestätigten Gerüchten zufolge haben Lucien Favre, Hansi Flick und Jogi Löw gerade zusammen eine Umschulung zum IHK-geprüften Skilehrer, Grauganspfleger oder Eiertester begonnen. Es könnte also eng werden, sie dazu zu bewegen, sich noch einmal auf eine Bank zu setzen. Zumal für die ersten Fünf der Tabelle nun seit Mittwoch klar ist, dass sie sich ab sofort um einen Champions-League-Kader kümmern müssen. Diese plötzliche Verantwortung war z.B. Ralf Rangnick zu groß. Aus einer Trümmertruppe einen Titelkandidaten zu machen und dann noch nebenher den Favoriten auf Europas Thron zu coachen ist dann doch etwas viel verlangt. Die Doppelbelastung Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 kann auch nicht jeder managen. Wir versuchen es trotzdem und stellen nicht die Charakterfrage, wenn euch aktuell laufende Arbeitsverhältnisse zwingen, einen der Termine auszulassen. Ihr dürft dennoch jederzeit wieder einsteigen, wenn euch die harte Meinung von Susi Hoeneß egal ist.
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Wake me up before Thiago
Wann wäre noch mal ein guter Zeitpunkt, um die Töppen an den Nagel zu hängen? Und was sollte man mindestens im Xing-Profil eingetragen haben, bevor man getrost sagen kann: „Macht’s gut ihr Trottel!“ Mario Götze hat diese Frage jetzt für sich beantwortet und bewiesen: er ist kesser als Messi und verzichtet auf einen Vorruhestand auf die André Horst Schürrle-Art. Einmal noch die Champions League gewinnen, das fehlt dem Weltmeister noch im Portfolio und sollte auch seinem Berater noch eine nette Prämie bescheren. Kevin Großkreutz hätte zwar auch noch einen besonders hübschen Teil seines Körpers für ein Henkelpott-Tattoo reserviert. Aber ob er warten kann, bis der Uerdingen-Russe Europa erobert hat? Da machen vorher doch die Knochen schlapp. Aber Uns Mario kann ja durchaus noch ein paar Jährchen in Bella Italia sich das Pastabäuchlein vollschlagen und damit die Tattoofläche großzügig erweitern. Das wurde auch schon Messi (4 Champions League Tattoos) angedichtet. Dieser hatte zwar recht deutlich „Macht’s gut, ihr Trottel!“ gerufen, dann aber peinlicherweise vergessen, rechtzeitig die Kündigung von seinem Vater einreichen zu lassen. Nun bleiben die Messis doch noch länger und müssen so tun, als ob sie ganz viel Lust auf ein weiteres Jahr Barcelona haben. Auch bei den Alabas hat der Papa bisher immer brav alles unterschrieben, was ihm Uli Hoeneß vorlegte. Doch der bescheidene und bodenständige Schwabe wähnt sich inzwischen im Club Las Piranhas und musste zuletzt aufgrund horrender Forderungen Thiago nach England verschenken. Nicht, dass der FC Bayern am Ende gezwungen ist, seinen Kader mit Weltmeistern aufzufüllen, die noch einmal die Champions League gewinnen möchten. Mein Berater hat mir geraten Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 etwas kleinere Ziele anzupeilen. Maximal der DIA-Turnier-Pokal wäre noch drin. Dafür halte ich zwischen Goldener Eins und der Leuchte des Nordens einen Ehrenplatz auf meinem Rücken frei.
Im Torwartezimmer
So ein Tor ist nicht gerade klein. 7,32 m mal 2,44 m auf Großfeld. Da würden eine Menge Leute rein passen. Gerade vor dem Hintergrund, dass Platz kostbar ist, ist es ein absoluter Luxus, dass für nur einen Menschen zu reservieren. Da würden ja auch locker zwei SUVs reinpassen. Dennoch platziert der Bundestrainer immer nur Manuel Neuer dort und der macht sich mit seinem Reklamierarm auch noch unnötig breit. Schlimmer wäre es nur noch, er würde beim Torhüten die Zeit lesen. Die loben ihn vielleicht sogar und finden ihn besser als Marc-André ter Stegen. Aber die Zeit schein nicht Teil von Uli Hoeneß‘ Pressespiegel zu sein. Er muss ja aber auch eine Menge lesen. Die Witzseiten der Münchner Presse und die Unverschämtheiten der westdeutschen Presse, die den MAtS extrem unterstützen, wie wenn er schon 17 Weltmeisterschaften gewonnen hätte. Wobei der dann so ca. 86 Jahre sein müsste und damit sogar knapp älter als Manuel Neuer. In der süddeutschen Presse konnte Uli auch null Unterstützung für den Nationaltorhüter finden. Er hat alle Seiten ausgeschüttelt. Es war nicht mal eine Werbebeilage für das Alpha-Programm von Sony drin. Auch auf dem Cover der Prisma war er nicht zu sehen. Unmöglich. Die ostdeutsche Presse hält sich fein raus bis jetzt. Da wird heftig recherchiert, ob es in Ost-Ost-Ostdeutschland überhaupt aktuell Torhüter gibt. Auch Lothar Matthäus ist keine Hilfe. Er überlegt noch wer gerade der Dorhüder von Doddenham ist. Als Leitmedium im Internet, in das Uli Hoeneß allerdings noch nie reingeguckt hat, können wir nun also hier unsere Position einnehmen, ohne vom FCB-Präsidenten verbal verhauen zu werden. Ob man Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 bei uns im Tor steht, entscheidet sich dadurch, dass man zu sehr in Tornähe steht, während der bisherige Torwart in den Sturm läuft. Und da gibt es ja bei Manu dem Libero einige Chancen. Die muss man dann halt nur nutzen, Marc-André.
Wenn Sie wüssten, wann wir sicher kopfgrätschen
Der Samstag ist der neue Ruhetag? Mir hat die Aussage nicht gefallen. Da mache ich keinen Hehl draus. Wir haben mit Kopfgrätsche ein sehr gutes Verhältnis. Die Spieler, die bei anderen Freizeitaktivitäten gebunden sind, müssen wir so respektieren. Das ist im Übrigen auch eine FIFA-Vorgabe. Ich habe immer in den letzten Wochen gesagt, ich gebe keine Wasserstandsmeldung ab. Das werde ich heute auch nicht tun. Alle müssen Geduld haben. Weder optimistische noch pessimistische Aussagen helfen uns da. Wir müssen unseren Job am Mittwoch 18:00 Uhr machen. Wenn wir alle hier unseren Job machen, dann muss Micha nicht rufen: „Mach deinen Job!“ und wir werden in diesem Jahr auch eine erfolgreiche Saison haben. Wir sind natürlich alle gut beraten, nicht über andere Spieler zu sprechen, die auf anderen Plätzen stehen. Das ist ganz wichtig, dass wir das in Zukunft alle tun. Deswegen hat es der Vorstandsvorsitzende auch gesagt. Ich hoffe natürlich, dass wir das alle verinnerlichen. Es ist natürlich so, dass man sich einfach auch bei Kopfgrätsche entschuldigen muss, dass jetzt über die ganze Zeit über Spielzeiten gesprochen wurde. Jetzt sind wir alle gut beraten, nichts mehr zu der Sache zu sagen und nach außen und nach innen erst mal Ruhe zu bewahren. Ich glaube, dass es grundsätzlich auch wichtig ist, wie ich schon gesagt habe, dass keiner mehr über irgendwelche Spieler spricht, die nicht auf dem Platz stehen. Hab ich auch nicht gemacht, nur einmal. Normalerweise sprechen wir uns ab. Und es ist ja auch wichtig, dass wir das in der nächsten Zeit tun. Es sind jetzt natürlich ein paar Aussagen getätigt worden, die nicht gut waren, aber das werden wir in Zukunft besser machen müssen. Medienberichte vom heutigen Tage, mit dem Inhalt, dass sich Kopfgrätsche für einen Wechsel auf den Kagenmarktplatz entschieden hätte, entsprechen nicht der Wahrheit.
Rauchzart auf Pferdelunge
Hust hust. Das unsereins das Profitum versagt blieb, hat natürlich viel Bedauernswertes. Oftmals ist man nur durch die asketische Lebensweise dieser hochgezüchteten Rennpferde zu trösten. Noch vor der WHO hat Thomas Tuchel die Wurst im Sinne der Fitness verteufelt und verbannt. Spätestens seit Fredi Bobic war die blinde Bratwurst höchstens geduldet. Und auch die klassische Stadionwurst nützt nur einigen wenigen Wurstfabrikanten, die meist mit einer groben Fetten und Bluthochdruck verheiratet sind. Auch die traditionelle Pausenzigarette ist inzwischen nur noch eine Insellösung im Amateurbereich, welche das Spiel in ungesunde Häppchen zerstückelt. Doch dann kam Effe, der Luigi von Supermario aus der Raucherecke an der Säbener. Kurzfristig dachten alle Europapokal und Pferdelunge waren nur ein Missverständnis. Der Boulevard träumte heftig davon wie der Tiger Tuchel mit seiner Salamitaktik einen dicken Rauchkringel ins Gesicht bläst oder alternativ eine dicke Rauchwurst an ihn verfüttert. Seit gestern wissen wir, dass dieser Traum in Rauch aufgehen musste. Immerhin sind wir uns nun sicher, dass wir höchstwahrscheinlich nur aufgrund von F6 und Bifi an der Bundesliga gescheitert sind. Wenn dies auch deine sichere Karriere verhindert hat, bleibt dir nur der Samstag 10:30 – mit Pausenfilterlosen, Pausenmortadella und Pausentee mit Schuss.