U.S.A. U.S.A. Nach dem gigantischen Erfolg der Klub WM in diesem Jahr, sind wir auch nächstes Jahr wieder dabei, wenn Kiss-Cam und Riesenventilatoren zum Einsatz kommen. Und es wird huuuge. Gastgeber ist dieser Typ, der noch den Original-Stargate-Pokal im Büro stehen hat und nachdem wir seine Dribbelkünste in einem kaum modifizierten Video mit Christiano Ronaldo bestaunen mussten, fragen wir uns zurecht: was wir da im kommenden Jahr überhaupt wollen? Egal, wer auch immer sportlich dort noch reüssiert, der Preis ist schon fest im Oval Office eingeplant. Neben Klub-WM-Pokal und Friedensnobelpreis gehört der World Cup dort logischerweise zur Inneneinrichtung. Wir fliegen aber trotzdem hin und hoffen, dass die Nationalspieler sich nicht davon ablenken lassen, dass sie primär Widerstandsgesten gegen das lokale Regime trainieren. Aber vier Jahre nach Katar haben die Auswahlkicker dazugelernt. Am besten vorbereitet ist definitiv Karim Adeyemi, der sich schon einmal dem örtliche Waffennarrentum gewappnet zeigt. Damit sollte sein Stammplatz sicher sein. Der Rest des Turniers ist aktuell noch eine ziemliche Mystery Box. Vorher muss das eigentliche Turnier noch durch ein paar Playoffs quasi als Extra-Turnier vor dem Turnier ungeboxet werden. Und wofür die USA die Co-Gastgeber Kanada und Mexico braucht, ist auch ein Mysterium. Finden wir aber wahrscheinlich nur so lange komisch, bis sich Deutschland demnächst für die WM mit Dänemark und Griechenland bewirbt. Unsere samstägliche Mystery-Box (10:30) hält garantiert auch wieder Unvorhersehbares bereit. Wie viele Spieler stehen auf dem Platz? Sind wir zwei oder drei Mannschaften? Und ist das letzte Tor wirklich das letzte? Bestellt noch heute!
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Goldene Zeiten
Frage: wer hat an der Uhr gedreht? Antwort: alle, weil Winterzeit. Und damit auch Ballon d’Or Zeit. Gefühlt seit Jahrzehnten wurden weder Messi noch Ronaldo bei diesem Preis berücksichtigt. Viele mussten sich panisch erst einmal informieren, wer außerdem so Fußball auf dem Planeten spielt. Der ewige Kronprinz Neymar ist ja inzwischen auch nur noch eine abgehalfterte Kaderleiche in der Saudi Pro League. Dieser Norweger ballert weiterhin konstant alles zu Klump, aber der ist unfairerweise als Kind in den Zaubertrank gefallen und im richtigen Land geboren, aber für das falsche spielberechtigt, das nur im Biathlon Titel gewinnt. Deshalb wähnte sich Vinicius Jr. als Favorit, organisierte schon mal eine Megafete und kaufte all seinen Teamkollegen eine Rolex. Eine klassische Geste unter Profis, die auch schon Maradona gerne nutzte, um seinem Fußvolk zu danken. Er selbst trug selbstverständlich immer eine an jedem Handgelenk (mit Alarm auf Samstag 10:30) und sparte sich so sicher die Zeitumstellung, die eine solche Wertanlage nur unnötig abnutzt. Wahrscheinlich war das auch die Erklärung, die Kalle Rummenigge beim Zoll angab, als er mit zwei Luxus-Zeiteisen erwischt wurde. Nun da Rodri den goldenen Ballon gewonnen hat, sind vermutlich einige Protzwecker übrig. Was damit passiert, ist noch unklar. Hoffentlich hat Vini den Kassenbon aufgehoben. Gerüchteweise hat Rodri knapp gewonnen, weil er aktuell der größere Sportsmann ist, der für Fairplay steht und eher nicht der Rolex-Typ ist. Angeblich macht er sich sogar so wenig aus Status, dass er seinen Opel Corsa demnächst gegen einen VW-Elektroauto tauschen möchte. Viel wichtiger ist aber das Signal, dass das größere Vorbild bei einer Wahl verdient gewinnt gegen den Kandidaten, der regelmäßig seine Gegner verhöhnt und das Ergebnis nicht akzeptiert. Das macht doch etwas Hoffnung für die kommenden Tage.
Der irre Kick mit dem Selfiestick
Wisst ihr noch bei den EM-Spielen der Portugiesen? Als alle gesagt haben: der Ronaldo ist doch uralt. Der war schon vor zwanzig Jahren bei einer EM dabei. Damals als hochtalentierter Jugendlicher, aber jetzt ist er nur noch etablierter Ballast, der mitgeschleppt wird. Der Joe Biden Portugals, dem niemand traut zu sagen: hier wurde schon lange die Vorfahrt geändert und du kannst da nicht weiter drauf bestehen, dass du zuerst fährst. Das war aber alles nicht so schlimm, weil ja in der Abwehr schließlich Pepe dabei war, der noch einmal 2 Jahre älter als Ronaldo ist und damit der älteste Spieler der EM-Geschichte. Wahrscheinlich baute Pepe sogar den einen oder anderen Bock oder Sprintduellniederlagen ein, damit das Ageshaming nicht allein bei Ronaldo landete. Nun hat Pepe doch mit 41 Jahren seine Karriere beendet. Man sieht ihm die 41 kaum an, weil er gefühlt schon mit Mitte 20 nicht wirklich jünger aussah. Und weil er schon vor Jahren nach gewonnenen Endspielen damit auffiel, alle wie ein Kreuzfahrttourist mit seinem Selfiestick zu nerven. Jetzt im gesetzten Alter ist es vielleicht auch endlich an der Zeit mit dem Kopfgrätschen anzufangen (Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00) oder den Pennälernamen abzulegen, der nach Wasserbomben und Furzkissen klingt. Mit den Namen Kepler Laveran Lima Ferreira kann Pepe vielleicht doch noch eine Funktionärslaufbahn einschlagen. Es klingt sogar seriöser als Gianni oder Sepp. Und wer Pepes Spielweise aufgrund seines hohen Alters nicht verklärt hat, sondern sich dran erinnert wie er stets am Rande der Unsportlichkeit den Gegnern immer einen mitgegeben hat, der kann sich eigentlich ganz gut vorstellen wie er demnächst oder in 10 Jahren als Dr. Evil im feinen Anzug regelmäßig Turniere in Schurkenstaaten vergibt. Und das alles nur, um von den parallelen Steuerskandalen von Kumpel Ronaldo abzulenken, der mit knapp 50 sein üppiges Handgeld beim Wechsel nach Nordkorea nicht beim Fiskus gemeldet hat.
Mein Freund der Turnierbaum
Da ist die EM-Gruppenphase schon wieder vorüber und damit auch schon das Gros der Spiele. Viele Punkte gibt es also in den Tippspielen nicht mehr zu holen. Und dabei ist man gerade jetzt einigermaßen wieder im Mathematikstoff der dritten Klasse angekommen. Was ist das am Ende der Vorrunde aber auch für eine wilde Rechnerei. Erinnerungen an schlimme Textaufgaben werden wach, die man am Ende dennoch falsch hatte, weil man den UEFA-Koeffizienten nicht durch die gelben Karten bei den letzten drei Turnieren geteilt hatte. Dabei ist das die Stunde der Fußballnerds, die als Einzige auf der Fanmeile darum wissen, dass das nächste Tor überhaupt nicht gut für den Turnierbaum ist. Während alle anderen bierselig und naiv sich einfach über Tore freuen, rechnet der Kenner sorgenvoll durch, dass uns jede weitere Bude irgendwann auf die Füße fällt. Selbst wenn man die cleverste Berechnung seit Oppenheimer mit allen Dummköpfen auf der Fanmeile teilt, was nützt es, wenn diese Mindblow-Info nicht bei Niclas Füllkrug ankommt? Für die kurzfristige Stimmung mag so ein Tor ja wichtig sein, aber man muss doch auch mal an unsere Position im nächsten Lostopf für die Nations League denken. Am Ende landen wir in einer Todesgruppe und man ist ja nicht Österreich, das solche Gruppen einfach und unbeschwert gewinnt. Die Alpenkicker konnten sich aber auch jahrelang in den Redbull-Akademien und Leipzig gemeinsam einspielen. Da sieht man mal wie man mit dem nötigen Weitblick langfristig ans Ziel kommt. In der KO-Phase des Turniers ist die Rechnerei allerdings fast wieder vorbei. Wer unter Entzug leidet, kann natürlich die Elfmeterstatistiken aller potentiellen Schützen auswendig lernen und mit dem Insiderwissen, dass Ronaldo von seinen letzten 192 Elfmetern 163 verwandelt hat, alle Umstehenden ins Koma nerven. Hauptsache man wendet dieses „Fachwissen“ nicht bei den Tippspielen an. Der letzte Platz ist sonst gewiss. Beim Kopfgrätschen Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 kann man erstklassig den Entzug vom sinnlosen Statistikporn üben. Jedes Tor ist nur ein Tor. Manchmal werden sie gezählt, manchmal aber auch vergessen und am Ende entscheidet das Letzte.
Badischer Abgang
Der polnische Abgang hieß im Englischen bisher french Exit. Aber das war ja auch bevor Ronaldo beim Spiel gegen Tottenham den frühzeitigen Heimweg antrat. Jetzt wandert diese Option der mehr oder weniger höflich-gelesenen Fahnenflucht auf die iberische Halbinsel. Dabei ist dieses Phänomen in der Fußballgeschichte nichts Neues. Wir erinnern uns noch an Jens Lehmann in der S-Bahn nach Essen als sein einziger Zettel ein Zweizonen-Ticket war. Er hatte in Leverkusen in der ersten Halbzeit 3 Tore kassiert und Jörg Berger traute ihm wohl nicht zu, dass er in der zweiten Hälfte vier Tore erzielt und probierte es mit einem erfahreneren Torwart. So war Jens nachdem er sich das Geld für die Fahrt geliehen hatte rechtzeitig zur Sportschau zuhause. So wie viele Fans die sich bei den übervollen Autobahnen im Ruhrgebiet fragen, wann sollte ich das Spiel spätestens verlassen, wenn ich Montag pünktlich auf der Arbeit erscheinen will? Deshalb wundert es nicht, dass ein anderer Schalker in Dortmund bei einem Länderspiel gegen Russland zum Inbegriff der treulosen Tomate wurde, weil er keine Lust hatte im Stadion des Erzrivalen eine weitere Halbzeit auf der Tribüne zu frieren. Bei Kevin Kuranyi war es allerdings schwierig die Art des Abgangs umzubenennen. Als Sohn eines Deutschen ungarischer Herkunft und einer Panamaerin wurde er in Rio de Janeiro geboren. Im Zweifelsfall ist Kuranyi natürlich Schwabe, der unter dem Badenser Jogi Löw aus der Nationalelf flog. Der Badenser wiederum verpasste unzählige Gelegenheiten für einen gut getimten Abgang und würde sich erstklassig als Pate für das Gegenteil des polnischen Abgangs anbieten. Bevor man allerdings gehen kann, muss man natürlich erst einmal erscheinen. Das werden wir Samstag 10:30 wieder versuchen. Wann wir unter welchen Umständen den Platz verlassen ist noch offen.
Ronaldo im Baggersee
„Ronaldo drängt auf BVB-Wechsel!“ Nur eine ganz normale Wahnsinnspushmitteilung in diesem Sommer. Und das schafft es kaum den Puls so weit hochzutreiben, wie es vielleicht die Meldungen „Rhein versiegt!“, „Kopfgrätsche-Samstag (10:30) und -Mittwoch (18:00) mit dreißig Mitspielern!“ oder „MV wird Frackinggebiet!“ hinbekommen würden. Nun soll also Dortmund Ronaldo-Gebiet werden, wenn sich nicht noch ein Club in Abu Dhabi findet, der dem Weltstar den sandigen Teppich ausrollt. In Dortmund waren sie jetzt gar nicht sooo überzeugt, sonst hätten sie ja nicht den Schiebermützendieb von den kölschen Peaky Blinders mit dem letzten Geld losgeeist. Aber Ronaldo hat sich entschieden und was soll man dann dagegen machen? Vielleicht wird man wenigstens im Tausch noch ein paar Ladenhüter wie Akanji, Meunier oder Nico Schulz nach Manchester los. Bei United ist man nach zwei Spieltagen und Niederlagen gegen Brighton und Brentford schließlich schon die Lachnummer der gesamten Fußballwelt. Sogar Elon Musk hat einen Kauf des Clubs in Aussicht gestellt. Und seit seinem Klingelstreich bei Twitter weiß man doch, was davon zu halten ist. Meme-Twitter kriegt sich natürlich gar nicht mehr ein und produziert inflationär Maguire-to-Mars-Content. Marschester United höhöhö. Am Ende wird Elon Musk etwas komplett anderes mit seinem Krypto-Geld machen, aber momentan klickt es halt gut, wenn man sich auch noch in die Prügelei gegen die Red Devils mit einreiht. Ronaldo wird aber nicht gern verhauen und sucht lieber die Echte Liebe. Er passt als Exot nach Dortmund natürlich wie Kaiman Sammy in den Baggersee. Aber erst wenn das Sommerloch vorüber ist, werden wahrscheinlich in Dortmund wieder Alltagsthemen diskutiert. Leider wird sich dann niemand mehr an den Sommerflirt mit dem Kurschatten Ronaldo erinnern, wenn Akanji, Meunier und Nico Schulz wie gewohnt den Ball verstolpern.
Spielglück und Talentsägen
Bein aufsägen und Jahresringe zählen. Das war damals der launige Vorschlag als man Otto Pfister fragte, wie man denn herausfinden könne wie alt Anthony Yeboah wirklich sei. Da merkte man, dass die Qualität leider nicht komplett ausreicht, um den Marktwert von Fußballern zu bestimmen. Das Alter sorgt tatsächlich dafür, dass edle Weine wie Messi, Ronaldo und Zlatan unter 100 Mio bewertet werden. Und auch bei unserer Kopfgrätsche-Eiche Christoph verraten die Jahresringe, dass sein Marktwert nun etwas aus Altersgründen abgewertet werden muss. Aber im Gegenzug bekommen wir mehr Gewissheit, dass die Wurzeln sich so stark ins Erdreich gegraben haben, dass er nicht gleich beim erstbesten Angebot eines neureichen Plastikclubs das Weite sucht, um den nächsten Schritt von seinem Karriereplan umzusetzen. Er hat eben als Kind nicht in spannender Projektbettwäsche gepoft und von maximal Wismarena geträumt. Und das Beispiel Messi ist ihm hoffentlich eine zusätzliche Warnung. Natürlich kann man nach Jahrzehnten Vereinstreue noch einmal etwas Neues ausprobieren, aber leider gucken die Fans ziemlich genau hin wie man sich bewegt, wenn man ein neues Trikot trägt. Da fällt es beim Zusammenschnitt der Amazing Goals and Skills Videos für Youtube ziemlich schnell auf, falls man zwischendrin ein kleines Schaffenspäuschen macht und meditierend durch den Mittelkreis schlendert. Also schauen wir lieber auf die historischen Archivaufnahmen und mixen die sorgsam dosierten Highlights von Samstag 10:30 einfach dazwischen. Hoffentlich ist eine Jubelsäge mit dabei.
Luuk und Luka
Denkt denn auch mal einer an den Classico? Vermutlich nicht. Man muss auf jeden Fall tief ins Archiv des spanischen Fußballs hinabsteigen, um das letzte Duell Real gegen Barca zu finden, bei dem weder Ronaldo noch Messi auf dem Platz standen. Gespielt wird dieses Spiel in Zukunft natürlich trotzdem. Auch wenn die Welt dann vermutlich irgendetwas anderes macht, als kollektiv vor den Schirmen zu hängen. Die treulosen Fans ziehen einfach weiter und folgen dem Zirkus nach Frankreich oder England. Wer ein altes Ronaldo-Trikot aus Manchester-Zeiten noch irgendwo im Schrank liegen hat, kommt vergleichsweise billig aus der Affäre. Aber auch nur, wenn er es nicht öffentlichkeitswirksam im Garten verbrannt hat als Ronaldo schon fast bei ManCity war. Dann kam aber in einem unbeobachteten Moment plötzlich Sir Alex vorbei und beriet Ronaldo um. Hier muss es quasi umgekehrt gelaufen sein zu den Beratungsgesprächen, bei denen die Kinder und Enkel der 96jährigen Oma beim Ausfüllen der Briefwahlunterlagen „helfen“. Also in ungefähr so: Ronaldo: „Wo steht denn ManCity“ Fergie: „Ronaldo, WIR wählen ManUnited!“ Ronaldo: „Nicht City?“ Fergie: “ Nein United, du Bastard!“ Und dann wird er vermutlich Ronaldo einen seiner Schuhe an den Kopf geworfen haben. Der umgekehrte Enkeltrick hat also dafür gesorgt, dass Fußballromantiker, die sich an einen Classico ohne Ronaldo und Messi erinnern können, fast wehmütig werden könnten. An damals als Real noch mit Galaktischen wie Figo, Beckham oder van Nistelrooy spielen musste, um einigermaßen konkurrenzfähig zu sein. Bis Ende Oktober der Classico steigt, wird man sich bestimmt daran gewöhnen, dass Luuk de Jong, Luka Jovic oder wer da sonst noch so mitspielt halt auch mitspielt. Vielleicht denkt man in der Zwischenzeit sogar einmal öfter an Kopfgrätsche Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00.
Kom binnen en zoek het uit
Eindhoven? Wirklich? Da haben wir uns also wieder einmal ordentlich vertan. Brazzo holte zwar am Deadline Day alles was kurz vor dem Lockdown noch im Regal lag, inklusive einer Rolle Butterbrotpapier, einer Tüte Senf und Eric-Maxim Choupo-Mouting. Zwar hatte ihn Uli Hoeneß nur mal kurz für eine Flasche 4711 und etwas Bartöl zu Douglas geschickt, aber er hatte das wohl falsch verstanden. Uli war trotzdem erleichtert, denn immerhin hatte Brazzo nicht 47,11 Mio ausgegeben. Mario Götze muss er dennoch aus Versehen übersehen haben. So war am Ende auch der Weltmeistermacher selbst überrascht, dass er nun in eine Stadt zieht, die erst um 1900 durch eine Glühlampenfabrik wirklich erst den Dorfstatus ablegen konnte. Aber dort haben ja doch durchaus namhafte Kicker das rot-weiß-gestreifte Trikot getragen. Es hat sogar Ronaldo (den Dicken) schlank gemacht. Und auch Granaten wie Romario oder Ruud van Nistelrooy haben es genossen hier in jeden Spiel zwei bis drei Buden gegen Zwolle, Waalwijk oder Almelo zu erzielen. Das kann man MG19 nur wünschen. Ein anderer Deutscher hatte in Eindhoven nicht ganz so viel Glück. Die magere Torausbeute mag natürlich an seiner Position gelegen haben. Aber auch sonst machte Georg Koch als er 1997 aus Düsseldorf zur PSV wechselte nicht viele Spiele. Immerhin war eins in der Champions League dabei. Dennoch holen wir voller Vorfreude die orangenen Leibchen von der Leine und schwitzen sie Samstag 10:30 und Mittwoch 17:00 dunkelorange.
Livin’ Dar-Vida Loca
Der UEFA-Zirkus ist in der Stadt! Seit dieser Woche heißt es wieder „Eurobbabogaaal“ und unter der Woche werden die letzten fußballfreien Tage gefüllt. Aber Obacht es gibt ein paar neckische Neuerungen, an die man sich erst noch gewöhnen muss. Ab jetzt muss Papi schon 18:55 zum Fußball schalten. Pünktlich, wenn die Blagen gerade das Sandmännchen sehen wollen (im Land der Frühaufsteher kommt das eine Stunde früher). Da ist die Stimmung schon zum Anpfiff im Keller. Im Staatsfunk läuft allerdings um diese Zeit noch SOKO Wismar. Aber auch sonst kann Olli Kahn ab jetzt die Champions League maximal in einer Tipico-Filiale vor Publikum analysieren. Wildes hin- und herschalten zwischen DAZN und Sky, Sky Go und Sky Ticket (je nachdem was gerade nicht abgestürzt ist) bringt dann schnell Klarheit, wo denn nun der Ball rollt. Immerhin reicht beim 21-Uhr-Spiel die erste halbe Stunde und man kann arbeitnehmerfreundlich mit Ronaldo Feierabend machen. Diese Zeitumstellungen sind die ersten Maßnahmen nach der Abstimmung, wo ihr alle für die Abschaffung der Winterzeit gestimmt habt. Eigentlich wollten es alle früher hell und später dunkel haben, aber das wird wohl wieder nichts. Dieses Jahr wird es auf jeden Fall noch die Winterzeit geben. Das merkt man zum Start der Mittwochskopfgrätsche 18 Uhr noch nicht, aber spätestens eine Stunde später dämmert es einem dann doch. Nur Samstag 10:30 bleibt stabil. Vielleicht wechseln wir irgendwann mal auf 10:25, dann haben wir noch etwas Zeit die Logos von Toblerone, Pneu Continental, Dar-Vida, Longines und Red Bull zu überkleben.
12. Mai 2018 – Heilige Schei**

Ja Mai, ein Kopfgrätsche-Foto, welches erst eineinhalb Jahre nach seiner Entstehung auf einer kaputten Speicherkarte gefunden wurde. Jetzt haben wir den Datensalat: Was möchte uns Jürgen da zeigen? Immerhin sind doch Kinder mit auf dem Foto. Und was versteckt Tim?
[Dieses Foto stammt aus einer Datenrettung im November 2019. Hier mehr dazu.]
Einmal mit Profis
Was haben die amerikanischen Kohlekumpel doch für ein Glück. In dieser Woche hat sie ihr Präsident zurück an die Arbeit geschickt. Darauf warten Laternenanzünder, Kesselflicker und die Fräuleins vom Amt bisher vergeblich. Auch im modernen Fußball weiß niemand mehr wo man einen Mittelläufer, Ausputzer oder Libero einsetzen soll. Man könnte ihn zwar als zentralen Abwehrspieler in einer Dreierkette gut gebrauchen, aber mit der falschen Jobbezeichnung auf der Visitenkarte wird man vom Laptoptrainer ignoriert. Dabei hat ehrlich erlerntes Hand- oder Fußwerk doch goldenen Boden. Kopfgrätschen hat roten und manchmal sogar grünen. Als Handwerk mit dem Kopf schlägt es die direkte Brücke zu den Geisteswissenschaften und ist deshalb besonders zukunftssicher. Wenigstens bis Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00. Bei den Schnarchnasen von der IHK findet man natürlich wieder nichts dazu. Die bilden weiterhin fleißig Schiffschaukelbremser, Schmuckeremiten und GEZ-Eintreiber aus. Dabei sollte man doch sicherstellen, dass wenigstens die Bildhauer ihren Job verstehen. Dann müsste Ronaldo jetzt nicht zum Chirurgen, um seiner Büste auf dem neu eröffneten Flughafen von Madeira einigermaßen ähnlich zu sehen. Die Leute, die den Flughafen gebaut haben, wurden hingegen schon von Headhuntern aus Berlin abgeworben. Und diesen Gag muss man als schlecht ausgebildeter Wortwitzbold leider machen.
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