Wisst ihr noch bei den EM-Spielen der Portugiesen? Als alle gesagt haben: der Ronaldo ist doch uralt. Der war schon vor zwanzig Jahren bei einer EM dabei. Damals als hochtalentierter Jugendlicher, aber jetzt ist er nur noch etablierter Ballast, der mitgeschleppt wird. Der Joe Biden Portugals, dem niemand traut zu sagen: hier wurde schon lange die Vorfahrt geändert und du kannst da nicht weiter drauf bestehen, dass du zuerst fährst. Das war aber alles nicht so schlimm, weil ja in der Abwehr schließlich Pepe dabei war, der noch einmal 2 Jahre älter als Ronaldo ist und damit der älteste Spieler der EM-Geschichte. Wahrscheinlich baute Pepe sogar den einen oder anderen Bock oder Sprintduellniederlagen ein, damit das Ageshaming nicht allein bei Ronaldo landete. Nun hat Pepe doch mit 41 Jahren seine Karriere beendet. Man sieht ihm die 41 kaum an, weil er gefühlt schon mit Mitte 20 nicht wirklich jünger aussah. Und weil er schon vor Jahren nach gewonnenen Endspielen damit auffiel, alle wie ein Kreuzfahrttourist mit seinem Selfiestick zu nerven. Jetzt im gesetzten Alter ist es vielleicht auch endlich an der Zeit mit dem Kopfgrätschen anzufangen (Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00) oder den Pennälernamen abzulegen, der nach Wasserbomben und Furzkissen klingt. Mit den Namen Kepler Laveran Lima Ferreira kann Pepe vielleicht doch noch eine Funktionärslaufbahn einschlagen. Es klingt sogar seriöser als Gianni oder Sepp. Und wer Pepes Spielweise aufgrund seines hohen Alters nicht verklärt hat, sondern sich dran erinnert wie er stets am Rande der Unsportlichkeit den Gegnern immer einen mitgegeben hat, der kann sich eigentlich ganz gut vorstellen wie er demnächst oder in 10 Jahren als Dr. Evil im feinen Anzug regelmäßig Turniere in Schurkenstaaten vergibt. Und das alles nur, um von den parallelen Steuerskandalen von Kumpel Ronaldo abzulenken, der mit knapp 50 sein üppiges Handgeld beim Wechsel nach Nordkorea nicht beim Fiskus gemeldet hat.
Schlagwort-Archive: Pepe
Jahresringkampf über 40 Runden
Porto gegen Antwerpen – auch das ist Champions League. Zumindest in der Vorrunde. Auch wenn man im ersten Moment denkt: die spielen doch bestimmt um den Intertoto-Cup oder maximal die Europa League. Das kann natürlich später noch passieren, wenn die ewig Gleichen im Viertelfinale Call of Geldadel zocken. Aber auch in der Vorrunde kann Historisches passieren, weshalb Kopfgrätsche-Legende Olaf gerne unsere Sticker in das Drachenstadion in Porto trug. Dass ausgerechnet ein Altersrekord gebrochen wurde, hatte dann aber wirklich nichts mit ihm zu tun. Pepe, der alte Haudegen hält trotz 3 Henkelpötten mit Real Madrid im Lebenslauf tatsächlich immer noch seinen Schädel in jeden Ball und erzielte damit am Dienstag Abend einen historischen Treffer. Älter als er war bei einem Champions-League-Spiel kein Torschütze bisher. Bei Antwerpen knirschte derweil mit Mark van Bommel ein ehemaliger Barca-Spieler auf der Trainerbank mit den Zähnen und wünschte sich sehnsüchtig auf den Rasen, um dort mit Pepe wie früher Ellenbogen-Zärtlichkeiten auszutauschen. Die früheren Aggressive Leader des Classicos sorgten dann doch für wahre Champions-League-Gefühle an diesem Abend. Pepe hat im kommenden Gruppenspiel gegen Barcelona sogar die Chance noch einmal direkt gegen sein altes Feindbild seinen eigenen Rekord zu brechen. Ausgerechnet bei Barca kommen gefühlt jede Woche neue Supertalente aus La Masia und brechen Altersrekorde in die andere Richtung. Der 40-Jährige Pepe muss wohl zuerst die Rekord-Tore von diversen 16-Jährigen verhindern, bevor er an einen eigenen Treffer denken kann. Eine Altersspanne im Profifußball wie man sie sonst nur vom Kopfgrätschen (Samstag 10:30) kennt. Und falls Olaf überraschend dort vorbei kommen sollte, würden wir ein Tor von ihm natürlich auch am ausgelassensten feiern.