Wie lange man sich eine Frohes Neues Jahr wünschen darf, entnehmt ihr bitte dem Nachrichtenportal eurer Wahl. Irgendwo wird diese Info garantiert zu finden sein. Eventuell steht sogar dort, wie lange man seine Mitmenschen nach den guten Vorsätzen fürs neue Jahr fragen darf. Peinlich wird es natürlich, wenn diese zum Zeitpunkt der Frage bereits wieder aufgegeben wurden. Der Klassiker „mehr Sport“ ließe sich ja mit einem Ausflug zum Fußballplatz bis Samstag 10:30 schon einmal auf einen guten Weg bringen. Aber sonst, ist man ja doch meist recht unkreativ bei der Formulierung von erreichbaren Zielen. Da ist es nur ganz natürlich, dass man auf Altbewährtes setzt, dass irgendwann schon einmal in der Vergangenheit funktioniert hat. Der BVB hat sich zum Beispiel vorgenommen soviel altes Personal wie möglich im Winter zum Verein zurückzuholen. Die waren schließlich schon einmal vor Ort erfolgreich, als die eigene Form noch nicht so besorgniserregend war. Man guckt sich also selbst auf den alten Fotos an und seufzt verträumt „Ach ja, guck mal wie jung wir damals waren…“. Für die Zurückgeholten hat sich die Zeit inzwischen allerdings ebenso weitergedreht. Ein Jadon Sancho ist z.B. mit 23 schon in dem Alter, in dem auch Mario Götze in die Frührente beim BVB startete. Wenn Mario heute 10 Jahre zurückdenkt, blickt er aber immerhin auf einen Siegtreffer in einem WM-Finale, worauf er garantiert tagtäglich angesprochen wird. Das 10 Jahre lang zu ertragen ist, ist wohl kaum damit zu vergleichen, wenn man zwei, drei Wochen nach den guten Vorsätzen gefragt wird. Es sei denn, man nimmt sich vor, das EM-Final-Siegtor in diesem Jahr zu schießen. Dann vielleicht doch lieber nur ein frohes letztes Tor am Samstag?
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Kom binnen en zoek het uit
Eindhoven? Wirklich? Da haben wir uns also wieder einmal ordentlich vertan. Brazzo holte zwar am Deadline Day alles was kurz vor dem Lockdown noch im Regal lag, inklusive einer Rolle Butterbrotpapier, einer Tüte Senf und Eric-Maxim Choupo-Mouting. Zwar hatte ihn Uli Hoeneß nur mal kurz für eine Flasche 4711 und etwas Bartöl zu Douglas geschickt, aber er hatte das wohl falsch verstanden. Uli war trotzdem erleichtert, denn immerhin hatte Brazzo nicht 47,11 Mio ausgegeben. Mario Götze muss er dennoch aus Versehen übersehen haben. So war am Ende auch der Weltmeistermacher selbst überrascht, dass er nun in eine Stadt zieht, die erst um 1900 durch eine Glühlampenfabrik wirklich erst den Dorfstatus ablegen konnte. Aber dort haben ja doch durchaus namhafte Kicker das rot-weiß-gestreifte Trikot getragen. Es hat sogar Ronaldo (den Dicken) schlank gemacht. Und auch Granaten wie Romario oder Ruud van Nistelrooy haben es genossen hier in jeden Spiel zwei bis drei Buden gegen Zwolle, Waalwijk oder Almelo zu erzielen. Das kann man MG19 nur wünschen. Ein anderer Deutscher hatte in Eindhoven nicht ganz so viel Glück. Die magere Torausbeute mag natürlich an seiner Position gelegen haben. Aber auch sonst machte Georg Koch als er 1997 aus Düsseldorf zur PSV wechselte nicht viele Spiele. Immerhin war eins in der Champions League dabei. Dennoch holen wir voller Vorfreude die orangenen Leibchen von der Leine und schwitzen sie Samstag 10:30 und Mittwoch 17:00 dunkelorange.