Was entlauben Strunz?

Soll man übers Wetter reden? Und wenn ja wie ohne zu Meckern? Na gut, es ist Herbst und das ist nun mal auch metaphorisch die Zeit des Abschwungs. Doch der nächste Aufschwung kommt. Vielleicht nicht hier, aber z.B. in Katar, wo man sich auf den Herbst 2022 schon freut. Unser Herbst bereitet einen leider nullkommanull auf den Herbst in Katar vor. Da geht man doch zwangsläufig mit den falschen Erwartungen an die Sache ran. Und hier muss man auch mal den Sommer loben, der vorbildlich schon einmal das Klima des nächsten WM-Standorts simuliert. Aber was bringt das? Die WM ist nun mal irgendwann im Advent, wo matschige Blätter unsere Knöchel umspülen. Die Werbung sagt, es müsste Schnee sein, damit der Coca-Cola-Truck ordentlich durchpflügen kann. Aber für diese Vorstellung, dass es im Dezember wirklich schneit, braucht man mehr als einen Glühwein. Nein, eigentlich können wir auch dieses Jahr für die letzten 10 Wochen im Jahr mit einem dunklen, windigen und nassfeuchtem Herbst rechnen. Die Winterreifen brauchen wir wohl nicht vor Januar. Und dennoch wurde ich diese Woche schon das erste mal gefragt, ob wir bei diesem Wetter noch draußen spielen? Mittwochs leider nicht mehr, aber Samstag 10:30 natürlich schon. Die Sommerpause ist zwar gerade erst zu Ende, doch die Leichtathletik-WM in Doha zeigt uns, dass extremes Wetter in der Zukunft kein Hindernis mehr sein wird. Nur leider ist der Herbst so absolut durchschnittlich in allem, dass die eigenen Limitierungen im Talent leider allzu offensichtlich werden.