Wie lange haben die jetzt an dem Bötchen rumgepuzzelt? Egal nu isses fertig und es kann an die Sonne. Da das Ausdocken natürlich parallel zum Kopfgrätschen Samstag 10:30 stattfinden muss, stellt Christoph seine Kamera diesmal nicht am Platz auf. Ein Zeitraffervideo bietet sich dennoch an, weil dann sieht das einfach viel schneller und dynamischer aus. Wir wissen wovon wir reden. Man kann nur hoffen, dass dem Schiff das Schicksal der Vasa vor 400 Jahren im Stockholmer Hafen erspart bleibt. Für das Video wäre es natürlich weitaus spektakulärer. Und so wie man beim Kopfgrätschen hofft, dass eine absolut unerwartete Situation mit einmal für die Nachwelt festgehalten wird, könnte auch die Disney Adventure mal etwas anbieten. Allerdings ist davon auszugehen, dass bei der Konstruktion etwas genauer nachgerechnet wurde als damals in Schweden. Zwei Kanonendecks mit 64 Kanonen waren dann doch etwas zu viel. Das war quasi die Achterbahn der Vasa. Den Stabilitätstest von damals – bei dem 30 Mann auf dem obersten Deck hin und her rennen mussten – könnten wir nach dem Kopfgrätschen noch unterstützen. Gebt uns einfach einen Ball und der Elchtest kann beginnen. Bei der Vasa brachte dieser Test das Schiff schon beinahe zum Kentern und wurde abgebrochen. Trotzdem wurde die Jungfernfahrt am 10. August 1628 gewagt. Die Kanonen feuerten Salutschüsse aus den rundum geöffneten Stückpforten. Langsam lief das größte Kriegsschiff der Welt aus dem Hafen aus. Plötzliche Fallwinde führten dazu, dass es sich auf die Seite legte und durch die geöffneten Stückpforten strömte Wasser in den Rumpf. Die Vasa sank. Falls es bei der Disney Adventure doch schief geht, lockt die Aussicht auf ein GlobalDream/Disney Adventure-Museum in 400 Jahren. Auf Djurgården ist das Vasa-Museum nicht mehr die alleinige Attraktion seitdem Djurgårdens IF gestern ins Halbfinale der Conference League eingezogen ist. Das sollte uns doch für die nächsten 400 Jahre Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 motivieren.
Schlagwort-Archive: Ostern
08. April 2023 – aus Käfighaltung
Die spinnen, die Ballier!
An Ostern muss nicht alles brandneu sein, es reicht, wenn es gut versteckt ist. So wie diese Spielankündigung von vor zwei Jahren, die ich jüngst zufällig wiederfand, weil mich ein großer Aufsteller im Kino quasi mit der Nase draufstieß. Damals hatten die Dreharbeiten zum neuen Asterix-Film gerade begonnen und die Meldungen um den Auftritt von Zlatan als Antivirus tickerten um die Welt. Viele dachten sicher: ach guck, jetzt lässt er seine Karriere als kultiger Darsteller wie Vinnie Jones oder Eric Cantona ausklingen. Aber erst vor drei Wochen holte er sich den Serie-A-Rekord als ältester Torschütze und man kann bilanzieren, dass er vielleicht nicht größer als Jesus ist, aber seine aktive Karriere dauert definitiv länger. In der zwei Jahre alten Spielankündigung fehlt allerdings der offensive Hinweis auf die Spielzeiten. Der Grund ist kein Tanzverbot, aber andere Einschränkungen, die sich zwischen den Zeilen herauslesen lassen. Es war halt die Zeit, in der eine Osterruhe wild diskutiert wurde. Was ist heute eigentlich im Reich der Mitte los, wenn unser Tanzverbot quasi verbietet, dass man TikTok überhaupt öffnet? Egal, heute darf auf jeden Fall jeder, endlich die einfach zu findenden Hinweise zu den Anstosszeiten Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 in sein Körbchen legen.
10 Jahre Verlorene Eier
Als vor 10 Jahren Kopfgrätsche aus unseren Hirnen auf die Füße plumpste, wurden die Spielankündigungen, die vorher nur als Mail zu den Spielen Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 aufriefen, zu Blogbeiträgen. Einer der ersten Texte drehte sich saisonal passend um ovale Dinge. Und ohne den Kontext der damaligen Zeit kann man nur erahnen, was einem der Autor damit sagen wollte. Es werden offensichtlich schon die Vorteile der archivierten Teamfotos und Beiträge unter www.kopfgrätsche.de gepriesen, die man nach 10 Jahren auch mal wieder lesen kann. Aber was war mit Schweini? Stand eine Länderspielpause an, bei denen der inzwischen als Schleichwerbegesicht von Toom bis Garmin und Expertensprechpuppe bekannte Weltmeister (damals noch zwei Jahre davon entfernt) sich regelmäßig krank meldete, wenn es nicht direkt um Pokale ging? Nein, Anlass war wohl das Elfmeterschießen im Halbfinale der Champions League zwischen Real Madrid und Bayern, bei dem Schweinsteiger bekannte, kurz seine Einer verloren zu haben, sie aber rechtzeitig wiederfand. Also ganz im österlichen Geiste. Obwohl die Kopfgrätsche natürlich immer wenn es geht, das wichtigste Körperteil auf dem Hals preist, ging es am Anfang erst einmal untenrum zur Sache. Aber dieser verbale Elfmeter musste natürlich eiskalt verwandelt werden.
11. April 2020 – Corona-Mannschaftsfoto 04/06

Die vierte Woche ohne echten #Kopfgrätsche-Fußball läuft. Unser erstes Ostern in der Corona-Pandemie läuft auch. Mal gucken, wieviele es noch werden.
Angeblich haben wir ja jetzt alle so viel Zeit, Dinge zu tun, für die wir sonst keine Zeit haben. So wie links: Ur-alte ungelesene 11Freunde mit dem passenden Titel „UNKAPUTTBAR“ zu lesen. Mittig sehen wir die Diskussion nach einer klaren Kopfgrätsche gegen einen Osterhasen – während der Schiri-Hase glatt Rot zeigt. Und ganz rechts sehen wir nicht Albrechts – sondern Jürgens Dürren Hasen in Gold.
Was bisher in der Corona-Auszeit geschah:
21. März 2020 – Corona-Mannschaftsfoto 01/06
28. März 2020 – Corona-Mannschaftsfoto 02/06
04. April 2020 – Corona-Mannschaftsfoto 03/06
Maskenball (Virtual Event)
Verstecken ist ja der Osterskill schlechthin und in diesem Jahr kommen zu den Eiern auch noch die Gesichter dazu. In diesem Feld haben wir in den letzten Jahren eine gewisse Kompetenz aufgebaut. Das hat natürlich einerseits mit unserem Spirit Animal Aubameyang zu tun, der gerne mal die eine oder andere Superheldenmaske hinter dem Tor versteckte, um dann beim Torjubel mit seiner Comic-Belesenheit anzugeben. Diese popkulturellen Referenzen haben wir natürlich wohlwollend in unseren Kopfgrätsche-Alltag übernommen:
Eine Maske, die es in diesem Zusammenhang auch auf ein Kopfgrätsche-Foto aus besseren Tagen geschafft hat, findet sich auch aus einem prophetischen Klassiker aus dem Jahre 2013 wieder. In diesem hilfreichen Video-Tutorial wird gezeigt, wie man ganz einfach im Home Office eine Pandemie verbreitet, um die Kurve auf dem Immobilienmarkt ein wenig zu flatten. Der Hauptprotagonist ist durch seine Maske klar im Vorteil, auch wenn er darunter tierisch schwitzt.
Aber Ostern ist nicht nur die inoffizielle Weltmeisterschaft im Verstecken. Nein, es hängen ja auch ein paar christliche Feiertage an dem Kreuz im Kalender. An Ostern endet offiziell die Fastenzeit, die nach Karneval begann. Christen dürfen jetzt wieder beim Essen und Trinken übertreiben und Ausflüge nach Blowatz oder Moidentin machen. Die Maskenhochzeit vor der Fastenzeit im Rheinland haben wir in diesem Jahr trotzdem noch mitgenommen. Und was soll man sagen? Am Aschermittwoch war tatsächlich so gut wie alles vorbei. Hoffen wir, dass wir wie der Heiland nach Ostern langsam wieder hochfahren können.


Papa ante Trikotbörse
Osterzeit ist Fußwaschzeit. Traditionell von dem Mann übernommen, der die meisten Fußballtrikots im Schrank hat. Eigentlich könnte nur Gas-Gerd Schröder mit seiner Schalsammlung mithalten. Immerhin wurde er schon mit Schals von Hannover 96, Borussia Dortmund, Schalke und Energie Cottbus meisten in Kombination mit Bratwurst und Flasche Bier auf den VIP-Tribünen gesehen. Im Schrank des Papstes findet man wahrscheinlich von jeder Fußballmannschaft dieser Welt ein Trikot. Bei jeder Audienz gibt es 1 bis 2 neue Jerseys dazu – wahlweise beflockt mit Franziskus, Francisco, Francesco, Francis oder einfach kurz Papa. Nur Greta hatte keins für ihn. Fein säuberlich weggehängt, nachdem es einmal die Kamera gehalten wurde. Sortiert nach Farbe, Land oder Sympathie? Als Argentinier hat er immerhin Messi UND den Messias in seinem Team. Oder lässt er die Trikots rahmen und hängt sie gerade neben das Kruzifix? Eigentlich könnte er jeden Tag ein anderes drunterziehen. Ist ja doch bequemer als ein Kettenhemd. Wir können uns fast sicher sein, dass er am Mittwoch z.B. eins von Tottenham unter der dem Messgewand getragen hat. Der Fußballgott braucht ja kleine Hinweise wohin er seinen Segen verteilen soll. Um diesen gütig zu stimmen, waschen wir unsere Füße für Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 selbst. Und vielleicht geben wir durch unsere Trikotwahl dem Fußballgott den einen oder anderen kleinen Tipp mit auf den Weg.
0 zu 0 bei unter 0 von O bis O
Na, wo hat er sich versteckt? Die Bayern haben ihn nicht im Osterkörbchen gefunden. In Paris und London suchen sie noch. Bei irgendeinem Traditionsverein (oder Osterverein wie man aus religiösen Gründen wieder sagen sollte) wird der Tuchel doch wieder auftauchen. Die sozialen Netzwerke drehen durch und man fragt sich ruhelos welche kulinarische Spezialität der Thomas wo vom Speiseplan verbannt. Die Herausforderung wäre sicher in England am größten. Die kennen schließlich Gemüse nur vom Einlegen oder Hörensagen und frittieren sogar Schokolade. Deshalb war es sicher schlau von ihm, sich nicht vor Ostern festnageln zu lassen. Vielleicht wartet er auch nur darauf, welchen Meister die Bundesliga unter dem letzten Schnee versteckt hat. Mit der GoPro am Glühweinbecher bleiben die Hände schön warm. Das Anpacken der Meisterschale ist von O bis O nur mit Handschuhen zu empfehlen. Auch wir müssen Samstag 10:30 auf dem Platz ein wahres Osterfeuer abbrennen, damit wir nicht im Abseits wie seinerzeit Ailton festfrieren. Auch so ein Kandidat, der bei Tuchel weniger zu futtern gehabt hätte, als im Dschungelcamp. Aber da waren die wenigstens die Kakerlaken heiß frittiert.
15. April 2017 – Zwei Buden gegen Osterwasser
Fastenbrechen mit Pummelfee
Ostern ist zurecht das Ende der Fastenzeit. Fünf Feiertage am Stück warten auf uns. Karfreitag, Kopfgrätschesamstag (10:30), Ostersonntag, Ostermontag und zum Finale der höchste Feiertag: Unterderwochekopfgrätschesaisonbeginndienstag (18:00). Dieser Feiermarathon geht kaum bekannter Bibelpassagen zufolge auf die Begebenheit zurück als der Fußballgott zum Apostel Mario sprach: „Zeig der Welt, dass du besser bist als der Messias!“. Bei seinem eigenen Volke wollte man den Heiland aber nicht geschenkt zurück und deckte sich schon einmal pro forma mit faulen Eiern in allen Regenbogenfarben ein. Quasi als unverbindlicher Tipp dafür, welche Vereinsfarben ihm noch stehen könnten. Am Ende blieb dem Apostel Mario wahrscheinlich nur die alternative Rückkehr zu seinem Godfather an die Anfield Road. Aber das steht laut dem Buch Spox frühestens zu Pfingsten an. Bis dahin erfreuen wir uns an unserer Rückkehr auf den Platz am Dienstag. Wenn sich dieser Tag seinen Vorschusslorbeeren würdig erweist, haben auch die folgenden Dienstage das Zeug zum Feiertag. Sollte der Fußballgott uns aber mit Plagen strafen, ist das als untrügliches Zeichen zu werten, dass wir ihm am falschen Tag huldigten. In diesem Fall predige ich einfach nächste Woche das Gegenteil.
Der Pro-Tipp zum Schluss: mit dem Kopf knapp über der Grasnarbe lassen sich (Dino-)Eier am besten ergrätschen.



Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.