Dass diverse neureiche Clubs, nachdem sie plötzlich zu Geld gekommen sind, den Transfermarkt durcheinanderwirbeln, ist kein neues Phänomen. Das ist in der Vergangenheit häufig genug passiert. So war es 2003 als Chelsea von Ambramowitsch gekauft wurde und sich zuerst fett aus dem obersten Regal eindeckte. Mutu, Crespo oder Veron – der Preis spielte keine Rolle und war aus heutiger Sicht vergleichsweise lächerlich. Die meisten Stars waren für einen damalig unanständigen Preis zwischen 20 und 30 Mio. € zu bekommen, aber man wollte ja schnell nach oben. Und weil das so gut funktionierte, konnte man das gleiche Spiel noch einmal bei Manchester City 2008 beobachten. Das Geld kam aber zu plötzlich als der Markt schon leer war. Bis auf die Brasilianer Robinho und Jô, die völlig überteuert Man City bis auf Platz 10 führten. Ein paar Transferperioden später konnte man das Geld aber wirklich gewinnbringend aus dem Fenster werfen. Aber sie mussten das nicht allein tun, weil 2011 Katar bei Paris St. Germain einstieg und 2017 bewies, dass Geld überhaupt keine Rolle spielt, als sie beim FC Barcelona die Fantasieablöseforderung von 222 Mio € für Neymar erfüllten. Nun hat man natürlich erwartet, dass in diesem Sommer Newcastle mit dem Saudi-Geld den Markt ordentlich aufmischt. Aber der Scheich hat die Taschen wohl noch zugenäht. Stattdessen gibt der FC Barcelona Geld aus, das er gar nicht hat. Die Neymar-Millionen sind jedenfalls schon lange weg. Messi und die diversen neue Neymars haben das quasi weggeatmet. Dennoch kaufen sie in diesem Sommer fleißig alle Spieler, die ausgerechnet der FC Chelsea gerne verpflichten würde. Ob die Erbeuteten dann wirklich alle spielen dürfen, ist eine andere Frage. Lewandowski muss wahrscheinlich seine Arbeit fürs erste oder bis zu seiner offiziellen Anmeldung pünktlich zur WM von Aubameyang erledigen lassen. Bis dahin kann er sich gerne Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 beim Kopfgrätschen einigermaßen fit halten. Nur falls er nicht zu Newcastle verliehen werden möchte.
Schlagwort-Archive: Aubameyang
Subterranean Heimspiel Blues
Kurzes Sabbatical-WE in der Bundesliga und damit die willkommene Chance das Transferfenster auf Hochglanz zu bringen und im Kader durchzufeudeln. Wintertransfers sind zwar meistens ein Eingeständnis, dass man im Sommer daneben gelegen hat, aber manchmal kommt auch unangekündigt Mino Raiola vorbei und holt ein norwegisches Jahrhunderttalent aus der Manteltasche. Besser man hat dann noch nicht das ganze Weihnachtsgeld auf den Kopf gehauen. Vor zwei Jahren passierte schließlich der letzte spekatuläre Wintertransfer, der nur noch von dem zeitgleichen Wechsel von einem gewissen Sars Covid von Asien nach Europa getoppt wurde. Seit dem, muss man zugeben, treffen beide wie am Schnürchen und damit widerlegen sie das alte Vorurteil, dass man Winter nichts mehr entscheidend verändern kann. Okay, der BVB ist am Ende der Saison überraschend doch nicht Meister geworden, aber dafür müssen sie ihren Starspieler bis zum Deadlineday im Physiokeller fest auf die Massagebank schnallen. So ein bis zwei komplett irre Büdchen pro Spiel soll er natürlich noch bis zum Sommer in Schwarzgelb schießen. Durststrecken von zwei Spielen ohne eigenes Tor sind da natürlich nicht förderlich und können im schlimmsten Fall dazu führen, dass er erst wieder im nächsten Winter wechselt. Der Verkauf von Stürmern im Winter hat in Dortmund allerdings auch eine gewisse Tradition. Auch die Vorgänger Haalands wechselten nach der Hinrunde. Gut, Paco Alcacer floh vor Erling Haaland und Pierre-Emerick Aubameyang vor Peter Stöger. Paco wurde zuletzt auf der Bank von Villarriba gesehen und Auba wurde beim Afrika-Cup von Sars Covid aus dem Team verdrängt. Wenn man also nicht gerade ein norwegisches Jahrhunderttalent ist, bleibt man im Winter besser dort wo man ist – zur Not auch bei Kopfgrätsche (Samstag 10:30).
Maskenball (Virtual Event)
Verstecken ist ja der Osterskill schlechthin und in diesem Jahr kommen zu den Eiern auch noch die Gesichter dazu. In diesem Feld haben wir in den letzten Jahren eine gewisse Kompetenz aufgebaut. Das hat natürlich einerseits mit unserem Spirit Animal Aubameyang zu tun, der gerne mal die eine oder andere Superheldenmaske hinter dem Tor versteckte, um dann beim Torjubel mit seiner Comic-Belesenheit anzugeben. Diese popkulturellen Referenzen haben wir natürlich wohlwollend in unseren Kopfgrätsche-Alltag übernommen:
Eine Maske, die es in diesem Zusammenhang auch auf ein Kopfgrätsche-Foto aus besseren Tagen geschafft hat, findet sich auch aus einem prophetischen Klassiker aus dem Jahre 2013 wieder. In diesem hilfreichen Video-Tutorial wird gezeigt, wie man ganz einfach im Home Office eine Pandemie verbreitet, um die Kurve auf dem Immobilienmarkt ein wenig zu flatten. Der Hauptprotagonist ist durch seine Maske klar im Vorteil, auch wenn er darunter tierisch schwitzt.
Aber Ostern ist nicht nur die inoffizielle Weltmeisterschaft im Verstecken. Nein, es hängen ja auch ein paar christliche Feiertage an dem Kreuz im Kalender. An Ostern endet offiziell die Fastenzeit, die nach Karneval begann. Christen dürfen jetzt wieder beim Essen und Trinken übertreiben und Ausflüge nach Blowatz oder Moidentin machen. Die Maskenhochzeit vor der Fastenzeit im Rheinland haben wir in diesem Jahr trotzdem noch mitgenommen. Und was soll man sagen? Am Aschermittwoch war tatsächlich so gut wie alles vorbei. Hoffen wir, dass wir wie der Heiland nach Ostern langsam wieder hochfahren können.


Wer Au sagt, muss auch Ba sagen
Aubacke. Keine Ahnung ob es aubahaupt interessiert. Vielleicht stößt es sogar auch tauba Ohren. Auba es soll hier tatsächlich um Fußball Sonnauband 10:30 gehen. Und nicht um Auball …äh Auba. Klar dieser Aubachecker hat uns jahrelang aubaragend unterhalten und uns zu vielen Fotomotiven inspiriert. Nun hat er wohl aubareagiert und kennt kein Aubarmen mehr. Selbst eine Aubagine oder eine Aubalate auf der Zunge bringt ihn wohl kaum zurück in die Spur. Normalerweise macht er ja jeden, den auch auch meine Oma machen würde – oder mein Auba. Auba momentan trainert er nur Auba- und Unterkörper. Bis dann jemand endlich für den Urlauba die Kohle raubareicht. Sauba.
Hier noch einmal seine besten Szenen im Aubablick:
16. August 2014
07. März 2015
Madrid oder Mailand? Hauptsache gut angezogen!
01. April 2017 – This is Propaganda
Auba gibt während des Revierderbys den Treter-Vertreter. Ein Wunder, dass er nicht noch das Kopfgrätsche-Foto nutzte, um seine Botschaft unterzubringen. Aber wahrscheinlich versteckt er sich nur hinter der Fahne. Könnte aber auch Tim sein…
weitere Auba-Cameos:
07. März 2015
16. August 2014
Madrid oder Mailand?
Football nix good. Football best.
So mucho wir die Direktive des Jubilars vong der Säbener her nach Deutsch in der Kabine pushen würden, es failed schon wegen der Lappalie, dass bei uns nix Kabine. Da wo der Schnee am fallen is, da trecken wir die Botten an und babbeln über Taktik und World Problems. Und wir sind happy über jeden Babo, der nicht für den Afrika-Cup nominiert oder plötzlich durch eine Mega-Offerte aus dem Reich der Mittel shanghaied wurde. Die Temperaturen sind da naturellement a la Bonne heure. 14 Grad in Shanghai, 24 Grad in Libreville, 26 Grad in Abuja – da kann man ruhig im Ferrari-Glitzer-Bling-Bling-Shirt mit passendem Basecap flanieren. Die lange Jogging-Buxe braucht man eigentlich nur bei Galas und Papstaudienzen. Und beim samstäglichen Kopfgrätschen kann sie for sure nicht schaden. Unsere Kick-off-Time Samstag 10:30 a.m. ist extra so gefixt, dass uns die chinesischen Uli-Hoeneß-Fan-Boys beim Paulaner am Stammtisch joinen können. Wenn die Bundesliga meint sich eine Break leisten zu können. Wir jumpen gerne in die Bresche bzw. in die Schneewehe.
Soll diese Seite jetzt auf Mandarin übersetzt werden, Uli?
Drücke „Ah geh, passt scho’…“ für Nein.
Bierdeckel unterm Taktiktisch
Vorsicht! An der Anschlussstelle Wismar Mitte sind Samstagmorgen wieder verstärkt Taktikfüchse unterwegs. Ich denke, wir bauen mit drei Mittelfeldspielern auf, die bei Bedarf mit den Außenverteidigern zu einer Fünferkette um den Mittelkreis erweitert werden können, um die Überzahl an Uns Uwes Geburtstagskuchenbuffet zu simulieren. Da passt es, dass der neue Ehrenspielführer der Nationalmannschaft Bäckerssohn ist. Der könnte sich zur Not nach hinten fallen lassen und ein paar Teilchen verteilen. Vielleicht lassen wir den Linksverteidiger auch in die Mitte kippen, damit der Gegner denkt, dass Spielfeld sei schon zu Ende. Nur wenn sich der Torwart auf das Tornetz klettert und zum Bodyslam ansetzt, seid ihr auf jeden Fall bei der falschen Sportart gelandet. Ansonsten sind wir aber Samstag 10:30 auf jeden Fall vorbereitet – egal wann wieviele Spieler auf dem Platz stehen. Inklusive aller Zufrühkommer und Zuspätgeher (oder auch andersrum). Über die Taktik hüllen wir am Ende besser den Wintermantel und den dazu passenden Gangsterhut des Schweigens aus der letzten Mailänder Kollektion. Den empfehlen wir vor allem wegen seiner gut gefütterten internen Gründe. Das lenkt vielleicht etwas von dem wirren Muster in der Aufstellung ab. Schließlich kann man den Kamerazoom besser einsetzen, um zu gucken, ob das da Fischgrät oder Hahnentritt am Revers unseres suspendierten Toptorjägers ist. Vielleicht entdeckt ja jemand sogar den Senffleck auf der Brust.
Der Theodor, der Held, der Held
Was für eine Nacht. Während alles schlief, war ich fleißig und habe hinter den Toren einen halben Theaterfundus vergraben. Man weiß ja nie, wann man das entscheidende Tor schießt. Besser man hat dann prompt das passende Kostüm parat. Auch ein lustiger Hut kann aus so manchem schnöden Abstauber ein Tor des Monats machen. Die B-Note wird ja bisher eher stiefmütterlich behandelt – z.B. von den humorlosen Weicheiern aus der Kreisklasse. Da wird sich nur kurz gerieben und dann weitergemacht. Ihre Verkleidung haben sie meist permanent an den Hals tätowiert. Das spart natürlich Zeit, gibt einem aber wenig Spielraum, wenn morgen ein neuer Kostümtrend aus der Klamottenkiste wiederbelebt wird. Blöder wird es nur, wenn man das Tor am Ende gar nicht trifft. Dann liegen die Masken bis in alle Ewigkeit hinter den Pfosten vergraben. Das wird den Archäologen unlösbare Rätsel aufgeben, weil niemand je den Jubel als Held meiner Jugend gesehen hat. Noch könnt ihr raten, ob ich Samstag 10:30 als Jar Jar Binks, Graf Orlok oder vielleicht sogar als Marcel Reif über den Platz springe. Wenn ich genug Vorlagen bekomme, ist alles möglich.

Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.