Was für eine Nacht. Während alles schlief, war ich fleißig und habe hinter den Toren einen halben Theaterfundus vergraben. Man weiß ja nie, wann man das entscheidende Tor schießt. Besser man hat dann prompt das passende Kostüm parat. Auch ein lustiger Hut kann aus so manchem schnöden Abstauber ein Tor des Monats machen. Die B-Note wird ja bisher eher stiefmütterlich behandelt – z.B. von den humorlosen Weicheiern aus der Kreisklasse. Da wird sich nur kurz gerieben und dann weitergemacht. Ihre Verkleidung haben sie meist permanent an den Hals tätowiert. Das spart natürlich Zeit, gibt einem aber wenig Spielraum, wenn morgen ein neuer Kostümtrend aus der Klamottenkiste wiederbelebt wird. Blöder wird es nur, wenn man das Tor am Ende gar nicht trifft. Dann liegen die Masken bis in alle Ewigkeit hinter den Pfosten vergraben. Das wird den Archäologen unlösbare Rätsel aufgeben, weil niemand je den Jubel als Held meiner Jugend gesehen hat. Noch könnt ihr raten, ob ich Samstag 10:30 als Jar Jar Binks, Graf Orlok oder vielleicht sogar als Marcel Reif über den Platz springe. Wenn ich genug Vorlagen bekomme, ist alles möglich.