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18. April 2020 – Corona-Mannschaftsfoto 05/06

Immer die gleichen drei Nasen auf dem #Kopfgrätsche-Mannschaftsfoto. Ähm… auch wenn die Nase ganz links irgendwie anders aussieht als sonst. Mittig wird sogar das gemacht, wovon viele Medien unreflektiert schwafeln: Endlich mal lesen! Aber nein: Hier wird dienstlich gelesen. Ganz rechts wird sich per Fahrrad fit gehalten. Als Extra-Gewicht wird das Töchterchen den Berg hochgezogen – als Köder: Ein Ball!
Was bisher in der Corona-Auszeit geschah:
21. März 2020 – Corona-Mannschaftsfoto 01/06
28. März 2020 – Corona-Mannschaftsfoto 02/06
04. April 2020 – Corona-Mannschaftsfoto 03/06
11. April 2020 – Corona-Mannschaftsfoto 04/06
11. April 2020 – Corona-Mannschaftsfoto 04/06

Die vierte Woche ohne echten #Kopfgrätsche-Fußball läuft. Unser erstes Ostern in der Corona-Pandemie läuft auch. Mal gucken, wieviele es noch werden.
Angeblich haben wir ja jetzt alle so viel Zeit, Dinge zu tun, für die wir sonst keine Zeit haben. So wie links: Ur-alte ungelesene 11Freunde mit dem passenden Titel „UNKAPUTTBAR“ zu lesen. Mittig sehen wir die Diskussion nach einer klaren Kopfgrätsche gegen einen Osterhasen – während der Schiri-Hase glatt Rot zeigt. Und ganz rechts sehen wir nicht Albrechts – sondern Jürgens Dürren Hasen in Gold.
Was bisher in der Corona-Auszeit geschah:
21. März 2020 – Corona-Mannschaftsfoto 01/06
28. März 2020 – Corona-Mannschaftsfoto 02/06
04. April 2020 – Corona-Mannschaftsfoto 03/06
04. April 2020 Corona-Mannschaftsfoto 03/06

So langsam wird es wirr: In der dritten Woche gleicht das #Kopfgrätsche-Mannschaftsfoto langsam einem surrealen Kunstwerk, welches unter starken Fußball-Entzugserscheinungen entstanden ist.
Links werden die letzen Fußball-Geister gejagt, mittig wird Ausdauertraining mit Extra-Gewicht betrieben und rechts hängt das Gemälde „wohnzimmercampingtippkick“.
Was bisher in der Corona-Auszeit geschah:
21. März 2020 – Corona-Mannschaftsfoto 01/06
28. März 2020 – Corona-Mannschaftsfoto 02/06
Für den Nacken ohne Wacken
Und schon Blasen an den Synapsen vom Gehirnjogging? Dann wird es Zeit für die Kopfgrätsche-Hausaufgaben. Für den ultimativen Effekt sollte das Home-Schooling von Jemandem überwacht werden, der nur rudimentäre Kenntnisse hat und schnell genervt ist. Am besten druckt ihr euch die Polylux-Schaubilder beidseitig (wegen der Umwelt) auf A4 quer aus. Danach protokolliert ihr den Fortschritt mit 3 verschiedenfarbigen Textmarkern. Bitte gut leserliche Druckbuchstaben, 12 Punkt, anderthalbfacher Zeilenabstand. Und wer keinen Rand zum korrigieren lässt, kann gleich noch einmal von vorne anfangen. Rot ist die Farbe des Schiedsrichters! Aktuelles Datum plus zu erwartende Nachspielzeit in die obere rechte Ecke. Und bringt bloß nicht die Reihenfolge der Blätter durcheinander. Die Seitenzahlen starten mit 5, bis 17, dann 32 bis 46, dann 3, 4 und zum Ende noch das Motivationsbild mit dem Frosch im Storchenhals. Das aber nur zum Schmunzeln. Spaß muss auch mal in der Pause sein. Die klassischen Pausen, in denen man früher schön die Lungen angeteert und die Hausaufgaben vom Dümmsten aber Fleißigsten abgeschrieben hat, macht ja nun auch jeder für sich alleine. Aber Struktur ist wichtig. Die für Kopfgrätschen so wichtige Nackenmuskulatur auch ruhig mal mit exzessivem fassungslosen Starren auf das Display fordern. Ansonsten viel Erfolg beim Bewältigen des angehängten Trainingsplans in 18 Einzel-PDFs á 12 MB. Wer damit fertig ist scannt die Lösungen mit 1200 dpi ein und lädt sie dann bis zu den Osterferien bei Stayfriends hoch.
28. März 2020 – Corona-Mannschaftsfoto 02/06

Und wieder Fußball-Ersatzprogramm. Eine Woche zuvor war schon Kreativität gefragt, um die eigentlich heilige #Kopfgrätsche-Fußball-Zeit am Samstag zwischen 10:30 und 12:30 Uhr zu füllen. An diesem zweiten Fußball-losen Wochenende bereitete sich stattdessen Einer (l.) auf die heranrollende „Sturmflut“ vor. Der Nächste (2.v.l.) sorgte für einen „fussball-re-live-st(r)eam“. Eine Familien-interne Laufeinheit wurde bei Willigrad abgehalten und im Gymnastik-Heimtraining beim Rekord-Kopfgrätscher (r.) ging irgendwas schief.
Was bisher in der Corona-Auszeit geschah:
21. März 2020 – Corona-Mannschaftsfoto 01/06
… und was noch folgte:
04. April 2020 – Corona-Mannschaftsfoto 03/06
11. April 2020 – Corona-Mannschaftsfoto 04/06
18. April 2020 – Corona-Mannschaftsfoto 05/06
25. April 2020 – Corona-Mannschaftsfoto 06/06
21. März 2020 – Corona-Mannschaftsfoto 01/06

Bestes Fußballwetter. Aber nachdem zuvor schon nahezu alle Fußball-Spiele der Welt wegen Corona abgesagt wurden, hat #Kopfgrätsche auch erstmals aussetzen müssen. Kurz nach unserem letzten Spiel am 14. März folgte die Sperrung des Bolzplatzes und danach dann der Appell an alle zuhause zu bleiben.
Und was machen die Kopfgrätscher denn jetzt am Samstag-Vormittag anstelle von Fußball spielen?: Hauptsache irgendwas mit Fußball!
Nach diesem ersten Corona-Mannschaftsfoto erscheinen in den darauffolgenden fünf Wochen noch weitere solche Einträge:
28. März 2020 – Corona-Mannschaftsfoto 02/06
04. April 2020 – Corona-Mannschaftsfoto 03/06
11. April 2020 – Corona-Mannschaftsfoto 04/06
18. April 2020 – Corona-Mannschaftsfoto 05/06
25. April 2020 – Corona-Mannschaftsfoto 06/06
Ausgangssperren ohne Ball
From the ashes of this golden age of confusion
The leather recruits came to be
known as the Apocalypse Dudes
So you think you had a Serie A? Ball not like this!
So you think you had a Premier League? Ball not like this!
So you think you had a Spanish Liga? Ball not like this!
So you think you had a Bundesliga? Ball not like this!
You got nothing to lose but Kloppo does
Gonna wear his crappy shave tonight
You got nothing to lose but Anfield does
Gonna make a motherfucking shutdown tonight
Alright!
So you think you had a Champions League? Ball not like this!
So you think you had an Euro Twenty-twenty? Ball not like this!
So you thought you could make your own? Ball not like this!
So you thought you should stay at home? Ball not like this!
You got nothing to lose don’t spread the virus
Gonna wear them scary mask tonight
You got nothing to lose don’t spread the virus
Gonna make a motherfucking lockdown tonight
Motherfucking lockdown tonight!
Clock strikes 10:30!
Apocalypse Dudes got nothing to lose
Gonna rest some weary heads tonight
Apocalypse Dudes got nothing to lose
Gonna cause some motherfucking panic
Tonight…tonight…tonight..well alright!
14. März 2020 – Sozialer Distanzschuss
The WHO must go on
Auch wir hatten die Ansage aus dem Gesundheitsministerium heute morgen im Fax und haben sie in entspannter Panik gründlich überflogen. Was blieb hängen? Bei über 1000 Teilnehmern und unter drei drohen Geisterspiele. Das sind Spiele, wo man glaubt die Eltern der Spieler reinrufen zu hören. Aber die sind gar nicht da, weil die draußen die Sky Konferenz beim Public Viewing verfolgen. Wir werden trotzdem versuchen Samstag 10:30 ganz ruhig durch die Jogginghose zu atmen. Diese könnt ihr quasi nach dem Home Office gleich anbehalten. Aber dennoch könnt ihr ruhig mal vor die Tür gehen. Oder wollt ihr ewig Bundesliga Classics auf DSF schauen? Dort kann man natürlich in 4:3 bewundern, wie das Krafttier aller Jogginghosenträger durch matschige Strafräume hechtet. Die Wiederholung des 6:1 von Hertha gegen den HSV darf man eigentlich nicht verpassen:
»Zurück zum Außergewöhnlichen. Irgendwann zwischen dem 4:1 und 5:1 fängt Herthas Torwart Gabor Kiraly den Ball. Es ist einer der vielen harmlos vorgetragenen Angriffe des Hamburger SV an diesem warmen Sonnabend Nachmittag vor 76 000 Menschen im ausverkauften Olympiastadion zu Berlin. Die härtesten Hertha-Fans in der Kurve hinter Kiralys Tor feiern seit einer Stunde. Da überlegt der Torwart plötzlich drei, vier Sekunden lang. In der einen Hand hält er den Fußball, die andere zeigt gegen die Querlatte seines Gehäuses. Kiraly will fragen: Leute, soll ich jetzt das Ding mal machen?
Das Ding ist nämlich das: Herthas Torwart möchte zu gern einmal einen Abschlag unter Zurhilfenahme der eigenen Torlatte zeigen. In einem richtigen Spiel, wenn es um Punkte und Tore geht und viele Menschen zusehen. Kiraly hat es immer mal wieder im Training geübt. Er wirft dann den Ball aus fünf, sechs Metern Entfernung so gegen die Latte, daß der Ball möglichst weit von da ab ins Spielfeld prallt. Man muß kein Fußballer sein, nicht mal Torwart, um zu erkennen, worin der Knackpunkt dieser Übung liegt. Trifft er sie nicht, könnte der Ball vielleicht auch übers Tor gehen, bestenfalls. Das Runde könnte aber auch – schlechterdings – ins Eckige fliegen. Meistens soll es geklappt haben, manchmal nicht.
Also, Herthas Torhüter deutet sein Vorhaben an. Und wer ihn einigermaßen kennt, weiß, daß er in diesem Augenblick nah dran ist, ganz nah sogar. Die Masse im Olympiastadion tobt, aber am Spielfeldrand auch Jürgen Röber, Kiralys Chef. Der Ungar wird sich im Folgenden für die konventionelle Art des Abschlagens beziehungsweise Abwerfens entscheiden. Alles nimmt seinen gewohnten Lauf.« (Der Tagespiegel, 30.05.1999)
Ob der HSV danach wie gewohnt zum Grillen einlud, ist nicht überliefert. Aber tobende Massen würden sich natürlich alle in diesen Tagen wünschen. Stattdessen muss man sich aber schon über ein paar tobende Mitspieler freuen. Solange Gianni Infantino oder die WHO nicht persönlich jeden Bolzplatz absperren, steht dem nichts im Wege. Höchstens Jürgen Röber.


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