Aufgewärmtes im Kasten

Das verlängerte Aufwärmprogramm vor den Spielterminen Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 und die 112 auf der Kurzwahl sind untrügliche Zeichen, dass sich der Kopfgrätsche-Kader Frischbluttransfusionen nicht länger verschließen kann. Jetzt könnte man sagen: die letzten Mannschaftsfotos zeigen doch eine beachtliche Breite wie zu Felix Magaths besten Zeiten bei Wolfsburg oder Schalke. Alle Positionen sind scheinbar mehrfach besetzt und sogar Gesichtstreffer muss ich nicht mehr allein abfangen. Aber Ausfälle auf den Schlüsselpositionen lassen sich bislang schwer kompensieren. Nach dem jüngsten Kopfgrätsche-Aua müssen wir wohl doch schweren Herzens den Briefkasten plündern, der seit dem Sieben-Bürgen-Turnier in der Oase hängt. Für das Anforderungsprofil müssen wir schon tief in die Schatulle mit den gesammelten Sanifair-Gutscheinen greifen. Der eierlegende Königstransfer sollte natürlich wie weiland Mario Basler jede Ecke direkt aufs Tor ziehen, sich in jeden Ball werfen wie die Bender-Zwillinge zusammen und ab und zu auch mal ins Tor gehen wie Manuel Neuer (der ja auch manchmal im Tor ist). Abseits des Platzes sollte er auch noch die Müller-Wohlfahrt-Aufgaben übernehmen, wie Krämpfe wegmassieren, Rentner aus Unfallwagen schneiden und Familienväter bei Kinderhusten beraten. Ob da etwas Passendes auf dem Markt ist? Wenn wir Felix Magath wären, würden wir vielleicht erst einmal Julian Draxler ausleihen. Der ist zwar auch grad verletzt, könnte sich aber wenigstens ins Tor stellen.