Im Fußball gibt es eine Menge hübscher Pokale zu gewinnen. Gut, manche haben eher ideellen Wert. Das Design ist oft bestenfalls originell. Nicht umsonst nennt man sie manchmal leicht despektierlich Radkappe, Vase oder Henkelpott. Wichtig ist: man kann sie einigermaßen gut hochhalten und im optimalen Fall ein paar Liter Schampus draus schlürfen. Als Normalsterblicher kann man sich diese Trophäen in langen Abenden selbst aus Pappmaché basteln oder es gibt eine praktische Aufblasvariante davon, die man mit ein paar Lungenstößen zu einem verblüffend echten Duplikat bringen kann. Auch in Zweitverwendung als Badetier oder Nackenkissen einsetzbar. Eine Plastik wie es sie am Sonntag wieder in L.A. zu gewinnen gibt, sucht man aber im Fußball vergebens. Über die Jahre wurde natürlich dem einen oder anderen Schwalbenkönig in purer Gehässigkeit ein Oscar gewünscht und Arjen Robben hat in seiner Karriere wirklich alles dafür getan, um sich ihm würdig zu erweisen. Aber er wurde härter als Leo diCaprio ignoriert, obwohl er der Trophäe so verblüffend ähnlich sieht. Einer der großen Favoriten ist sicher in diesem Jahr zurecht der Joker, auch wenn man als Fußballfan etwas anderes von dem Film erwartet. In über 120 Minuten wird niemand eingewechselt, der auch nur ein einziges Tor macht. Da haben wir in dieser Saison schon krassere Auftritte gesehen. Bei den beiden Päpsten in The Two Popes haben wir zwar die rechte und die linke Hand Gottes, aber DIE Hand Gottes fehlt, obwohl einer von beiden sogar Argentinier sein soll. Da wurde eine dicke Chance vertan. Immerhin kann man in Rocketman den Präsidenten des Watford FC beim Singen zuhören. Der Song ist doch objektiv besser gesungen als der neue ICE-Trassenhauer der Eintracht-Fans „Christoph Daum ist wieder da und in Frankfurt kauft er Koka“ zur Melodie von Tom’s Diner. Und dabei hat auch Elton John garantiert schon ähnliche Einkäufe in Deutschland getätigt. Bevor mich die einsetzende Musik von dieser Bühne vertreibt, möchte ich allen danken, die Samstag 10:30 zum Kopfgrätschen nominiert sind und auch diesmal wieder keinen Pokal mit nach Hause bringen.
I got you Ball
Jahrelang haben wir drüber gejammert, dass die Bundesliga so langweilig ist, wie Phil Connors Tage in Punxsutawney, weil die Meisterschaft meist Anfang Februar keinen Schatten mehr wirft. Und sehnsüchtig haben wir nach England geguckt, wo es tatsächlich in den letzten sieben Jahren fünf unterschiedliche Meister gab. Dann ging da Jürgen Klopp hin und jetzt ist zum Groundhog Day quasi der Drops schon gelutscht. Nun ja, das macht den Abschied am Ende der Woche dann vielleicht doch etwas erträglicher. Dann wird endgültig die Brexit-Starre aufgelöst und die Premier League erreicht quasi den Status von Ligen aus anderen Murmeltier-Hochburgen – z.B. der Schweizer Super League, von Kopfgrätsche am Samstag (10:30, wenn es ein Morgen gibt) oder der norwegischen Eliteserien. Dort hat bis vor kurzem ja noch Erling Braut Haaland gekickt. Und wo isser jetzt? Eben. Geboren ist er übrigens in Leeds. Aber jetzt spielt er in der aktuell spannendsten Liga Europas. Aber machen wir uns nicht zu viel vor. Am Ende werden höchstwahrscheinlich dennoch die Alpenanwohner zum achten mal in Folge Meister. Vielleicht wird das diesmal mit etwas mehr Spannung sogar erst im Mai entschieden. Falls es doch anders kommt und in der Bundesliga der gut frisierte Brauseklub an der Spitze bleibt, wäre das für Erling auch keine Megaüberraschung. Das kennt er bereits aus Österreich. Dort gab es auch keinen anderen Meister seit Erling 13 Jahre alt war. Am anderen Ende des alpinen Murmeltierhabitats in Italien hofft man auch, dass der Radiowecker morgens ein anderes Lied als Storia Di Un Grande Amore spielt. Man wartet schließlich seit 2011 auf irgendeinen Serie-A-Champion, der nicht Juventus heißt. Vielleicht ist es doch gar nicht so schlecht bestellt um den englischen Fußball. Spätestens wenn sich die Engländer im Sommer zum Europameister murmeln, gucken wir wieder voller Neid auf die Insel. Und hoffen, dass Kloppo nicht nur einmal die Premier League gewinnt. Sechs- bis achtmal in Folge dürften es schon sein.
11. Januar 2020 – Empty Pitch Goal
Diplomaten-Post von Franz-Josef
Lieber Toni Kroos,
Früher hat man Sie Querpass-Toni genannt. Wenn man es gut mit Ihnen meinte, nannte man Sie einen Ballmagneten. Sie sammelten viele Pässe in jedem Spiel. Die meisten davon waren simpel und ohne Risiko. Risiko ist in der heutigen Zeit nicht mehr gewollt. Risiko ist, wenn man nicht einmal einen Terrorgeneral ausschalten kann, ohne dass gleich der dritte Weltkrieg droht. Dort braucht man nun die Diplomaten. Sie lieber Toni Kross sind wie Hans-Dietrich Genscher (der ist doch noch Außenminister, oder?). Mit Ihnen bleibt das Spiel kontrollierbar. Ein Querpass kann ein Diplomatenpass sein. Nun haben Sie diese Woche einen Eckball direkt verwandelt. Eine Schlitzohr-Aktion wie man sie nicht von Ihnen erwartet. Die letzten Typen der Bundesliga konnten das. Bernd Nickel. Mario Basler. Typen, die nie diplomatisch waren. Die auch mal eine Weizenbier getrunken haben. Die immer Ihre Meinung gesagt haben. Meinungen sind wie Arschlöcher. Sie sind kein Arschloch. Dennoch haben Sie ausgenutzt, dass der Torwart und die Abwehrspieler noch nicht bereit für die Ecke waren. Sie waren nur bedingt abwehrbereit. Das hat schon Franz Josef Strauß gestört. Franz Josef Strauß ist der letzte Typ in der Regierung (der ist doch noch Verteidigungsminister, oder?). Er hat auch mal ein Weizenbier getrunken und immer seine Meinung gesagt. Meinungen sind wichtig. Jetzt werden Sie, lieber Toni Kross für Ihren Schlitzohr-Eckball gefeiert. Was ist ein Tor wert ohne Gegner? Ohne Gegenwehr? Im nahen Osten und auf dem Bolzplatz (Samstag 10:30) wäre es wegdiskutiert worden. Ganz diplomatisch. Das müsste Ihnen doch eigentlich gefallen, oder?
Herzlichst, Ihr Franz Josef Kopfgrätsche
04. Januar 2:0:2:0
Pfeilmeldung vom Dosenwerfen
Spieltag für Spieltag in der Champions League versuchen wir bei Heiko einen Blick auf den großen Sport zu erhaschen. Das ist manchmal nicht ganz so einfach. Man sitzt häufiger hinter einem Pfosten oder der nächste gut erkennbare HD-ready-Fernseher läuft noch auf den Voreinstellungen der Biathlon WM. Meistens zeigt man dann auch gerade dort BATE Borisov gegen Dynamo Zagreb im Einzelspiel. Aus Gründen, die nur Ante Sapina und Friends verstehen. Allerdings hätten wir uns vielleicht doch häufiger mal umdrehen müssen, um den wahrhaft großen Sport sehen zu können. Anstatt dauernd genervt die Dartpfeile aus dem Nacken zu ziehen, hätten wir uns all die Jahre lieber damit beschäftigen sollen wie dieser Nischensport Snooker, Kubb und Tischtennis abhängen konnte. Oder wir hätten eventuell sogar die Regeln kapiert und warum es von Vorteil ist den Wurfarm über einen großen Bierbauch abzurollen. Dann wäre unserer Aufenthalt bei Heiko auch ganz klar als Training für Körper UND Geist angerechnet worden. Die AOK würde zufrieden sein und uns nicht am Jahresanfang ein schlechtes Gewissen machen. Jahrelang hat uns der falsche Sport Hoffnungen gemacht und plötzlich realisiert man, dass aus der eigenen Altersklasse nur noch Claudio Pizarro aktiv ist. Und sogar Pizza hat die wichtige Rolle des Bieres für die Zweitkarriere im Darten erkannt. Dass er es aus Dosen trinkt ist natürlich in der heutigen Zeit der eigentliche Skandal. Das können wir besser machen, wenn wir ein Hefeglas nehmen und die dritte Halbzeit etwas früher beginnen. Vorher (Samstag 10:30) können wir ja gerne dem Fußball noch einmal eine letzte Chance geben. Aber nur wegen Claudio.
28. Dezember 2019 – Ein letztes Aufbäumen
Aus der Schiefe des Baumes
Die letzten Tage waren wirklich hart. Das lag vielleicht einerseits daran, dass man zwischen den Mahlzeiten kaum Gelegenheit zum Atmen hatte. Aber noch schlimmer waren die Instagram-Fotodokumentationen aus den protzigen Fußballer-Hütten. Eine Parade des ultraschlechten Geschmacks – ganz egal ob dritte Liga oder Champions League. Bäume größer als bei den Clintons, Kugeln in den Farben des Lokalrivalen und eindeutig zu wenig Lametta. Kinder, Tiere und Spielerfrauen die lustige Geweihe, fusselige Weihnachtsmannmützen und ugly Christmassuits tragen müssen, um von der geschmackvollen Inneneinrichtung abzulenken. Weiß gekachelt plus weiße Ledercouch ist anscheinend immer noch der Wohlfühlen-Trend bei Leuten, deren eigenes Fifa-Profil das wichtigste Möbel ist. Da muss man fast froh sein, wenn die Reise nach Dubai geht und das obligatorische Foto in einer Mall geschossen wird. Die Produkte aus den bezahlten Partnerschaften der angeheirateten Influencerin müssen auf jeden Fall mit aufs Bild. Das Logo des persönlichen Ausrüsters als Baumspitze ist was für wahre Könner. Quasi die Goldpanade auf dem Gänsebratensmoothie. Bei diesen Bildern gewöhnt man sich Fußball ziemlich schnell ab. Versöhnen kann nur eine ehrlich Partie unglamoröser Rumpelfußball am Samstagmorgen 10:30. Wir werden auf jeden Fall ein entlarvendes Beweisfoto machen.
Weihnachten ist Instagram ja besonders unerträglich. Heijeijei. pic.twitter.com/xTrffsakTn
— Klaas Reese (@Sportkultur) December 25, 2019
Wünsch Dir was (Boxing Day 1985)
14. Dezember 2019 – Rücken, Wade, Akku
Who you gonna ball?
If there’s a footy game
In your neighborhood
Who you gonna ball?
Kopfgrätscher!
If there’s a saturday
And it don’t look good
Who you gonna ball?
Kopfgrätscher!
I ain’t afraid of no goals
I ain’t afraid of no goals
If you see rolling things
Running through your mead
Who can you ball?
Kopfgrätscher!
A deflected shot
hittin‘ in your face
Ow, who you gonna ball?
Kopfgrätscher!
I ain’t afraid of no goals
I ain’t afraid of no goals
If you ball alone
Pick up the phone
And ball…
Kopfgrätscher!
I am filming
Wir haben das nicht so richtig hautnah mitbekommen. Wahrscheinlich weil wir gerade gebannt auf die Glitzerjacke von Frank Zander gucken mussten. Aber die Fotografen richteten in dem Moment ihre Linsen auf eine andere Linse, die wiederum auf sie gerichtet war. Und auf die Fans und Frank, die schon zu Spielbeginn nicht nach Hause gehen wollten. Ist ja für die Meisten auch ziemlich weit per Pedes zum Wohnort. Liegt ja nicht gerade zentral in der Stadt das Stadion. Obwohl die Erbauer vielleicht damals gehofft haben, dass die Stadt da schon drumherum wachsen wird. Aber das ist eine andere Geschichte und muss von Guido Knopp erzählt werden. Also doch lieber Öffis oder privater Partybus für An- und Abreise. Schon kurze Zeit nach dem Mexican Standoff mit Kameras kam allerdings die Meldung, dass sich Klinsi damit schon den ersten Skandal geleistet hatte. Das ging fix. Sollten die Buddhas doch erst in der nächsten Woche geliefert werden. In Berlin nicht unwahrscheinlich, dass die dann beim Nachbarn abgegeben werden. Also bei Union. Dabei machte der schwäbische Bäckerssohn (Yes! Der musste sein…) doch den gleichen Mist wie alle anderen in dem Moment. Er hielt sogar das Smartphone quer und umdribbelte so geschickt die Vertical-Video-Falle. Schöner Schwenk. Der Zoom auf uns fehlt leider, aber das kann man verschmerzen. Wir wissen ja dass wir da waren, weil wir doch in dem Moment auch fleißig rumgeknipst haben. Die Kopfgrätsche-Handyhüllen kamen allerdings nicht rechtzeitig an. Werden wahrscheinlich Samstag 10:30 geliefert und dann beim Nachbarn abgegeben.
23. November 2019 – Zweemal gemützt, nischt genützt
Why so serial?
Wie oft spielt so eine Profimannschaft die Woche? Wenn nicht gerade Länderspielpause ist, maximal 1 mal. So wie wir Samstag 10:30. Wenn der Club etwas ambitionierter ist als wir: 2 mal. Aber was macht man dann als Fan an den anderen Abenden? Das haben sich auch findige Streaminganbieter gefragt und hatten eine dufte Idee. Wir machen aus dem ganzen Drumherum eine Dokumentation, bei der der Fan auch an den Abenden, wo die eigenen Spieler beim Friseur, im Tattoostudio oder beim Goldsteak-Wettessen sind, dennoch nicht auf den Fußballzirkus verzichten muss. Darum rennen Kameraleute den ganzen Tag hinter Mannschaft, Trainer, Manager her, spulen mehr Kilometer als jeder Sechser ab und warten darauf, dass etwas Entscheidendes passiert. Bisher musste man aufwändig alle Instastories der Spieler abonnieren, um das zu verfolgen. Jetzt gibt es Fachpersonal, dass wenigstens gute Technik hat und nicht immer nur die selbe einstudierte Selfiefresse einfängt. Söhnke Wortmann hat vor 13 Jahren mit seinem Sommermärchen die Kabinentür sehr weit aufgestoßen. Inzwischen gehört so ein Amazon Prime Team doch einfach mit dazu, wenn man als Verein etwas auf sich hält. Diese Woche lohnte sich das Einschalten der Kamera in London auf jeden Fall, als Tottenham seinen Trainer wechselte und mit José Mourinho ein Villain die Bühne betrat wie ihn jede gute Geschichte braucht. Nach dem Joker ist the Special One der zweite Bösewicht, der dieses Jahr gute Zuschauerzahlen garantiert. Viele haben sich um ihn bemüht, aber nur in London wird das zum Highlight in der neuen Amazon Spurs-Doku. Gotham, Tottenham – ich erkenne ein Muster. Noch eine Saison nur mit einem fachlich guten aber ansonsten eher spröden Trainer wollten sie nach Inside Borussia Dortmund und All or Nothing: Manchester City nicht begleiten. Bitte nicht spoilern, aber wir holen uns schon mal Popcorn…
»Trio …äh Quartett«
Noch nie hat man auf das nächste Literarische Quartett so hingefiebert. Nicht, weil es das letzte mit Volker Weidermann als Marcel Reich-Ranicki sein soll – nein, aber die Menge der Bücher, über die die Bild gerade exklusiv schreibt, lässt Großes erwarten. Erst konnte man wochenlang intime Passagen aus der Aki-Watzke-Biographie erfahren, die jeder als Kloppo-Echte-Liebeserklärungen interpretieren musste. Das Gefühlsleben von Lucien Favre war daraufhin wochenlang von einem ungewöhnlichen Zögern und Zaudern geprägt. Word zählte in Akis Memoiren öfter den Namen Klopp als das Wort „ich“ in Olli Kahns Buch „ICH“. Das wurde vom Quartett auch bisher schändlich übergangen. Ähnlich wie andere Klassiker wie „Ich habs allen gezeigt“ (Stefan Effenberg), „Anpfiff“ (Toni Schumacher) oder der schmuddelig-schwülstige Skandalroman „Alles“ von Bodo und Bianca. Aber an der Neuerscheinung von Mario Basler „Eigentlich bin ich ein Supertyp“ und der kommenden Uli Hoeneß Biographie „Der Brazzo ist ein noch viel größerer Supertyp“ können Christine Westermann und Thea Dorn unmöglich vorbeigehen. Auch wenn es natürlich Schade ist, dass man nicht die Gesichter von Hellmuth Karasek und Sigrid Löffler sehen kann, wenn Uli höchstpersönlich im Quartett anruft und sie auf Linie pöbelt. Vielleicht lädt er sich aber auch gleich selbst zur nächsten Sendung am Nikolaustag ein. Der Matthias Brandt kann doch ein anderes mal in Berliner Ensemble kommen. Der Telefonschreck vom Tegernsee könnte mich auch Samstag 10:30 vertreten, wenn er Lust hat. Lasst ihn nur bitte nicht die Elfmeter schießen.
09. November 2019 – Super8 statt Farbfilm
Anti-Langeweile (RMX)
Die alte Spielankündigung so oft gelesen
grobe Schnitzer zu viele gebaut
zu lange geflankt
zu kurz gepasst
und vor allem zu viel DOPA geschaut
Wir sind rumgerannt
zu viel rumgerannt
zu viel rumgerannt
haben Tore kassiert
Zu viele Spiele nur angeseh’n
zu viel nur hintenrum gespielt
zu wenig getroffen
zu viel daneben
zu wenig Samstage wo’s halb 11 passiert
Wir sind rumgerannt
zu viel rumgerannt
zu viel rumgerannt
haben Tore kassiert
Die selbe Liga zu lange geseh’n
die selben Phrasen zu lange gehört
zu lange gewartet
zu lange gehofft
zu lange die alten Kicker verehrt
Wir sind rumgerannt
zu viel rumgerannt
zu viel rumgerannt
haben Tore kassiert
02. November 2019 – Gelb wegen Laubblasens
Datenrettung – Summer of ’18

Es geht die Legende, dass alle unsere Daten irgendwann verloren sein werden. Sollte man uns irgendwann ausgraben, nachdem sich die Menschheit selbst ausgerottet hat, wird man eher auf die Höhlenzeichnungen unsererer Vor-Vor-Vor-Vorfahren stoßen, als auf unsere flüchtigen Daten aus Bits und Bytes.
Wie fragil unsere Daten sind, konnte man jetzt an der zerstörten #Kopfgrätsche-Speicherkarte sehen: Verbogen und zerborsten aufgefunden. Wie auch immer geschehen. Aber wusstet ihr, wie so eine SD-Karte von innen aussieht? Der Chip an sich ist recht klein – die Karte drumherum eher der physische Griff, damit der Mini-Chip nicht verloren geht.
Aber keine Angst: Alle darauf verblieben Daten sind gerettet und werden jetzt Stück für Stück hier auf Kopfgrätsche.de veröffentlicht

Datensatz 01: 12. Mai 2018 – Heilige Schei**

Datensatz 02: 19. Mai 2018 – Trik ot Treat

Datensatz 03: 26. Mai 2018 – Brill’iant

Datensatz 04: 16. Juni 2018 – Ausgleich

Datensatz 05: 23. Juni 2018 – Vatertag im Juni

Datensatz 06: 07. Juli 2018 – Nachspiel
Being Salihamidzic
Ich finde wir hatten bisher nur Topspiele. Top, top, top. Wir haben sie hergespielt. War gut. Richtig gut. Ob das auch ohne Ironie geht? Heute nicht. Über Probleme reden? Nein, nein, nein, lass mal. Heute kann man nicht analysieren. Das werden wir auch nicht. Einfach schnell abhaken. Ich bin froh, wenn wir uns irgendwann in die dritte Halbzeit retten. Ob man es diskutieren muss? Nein, geht nicht. Wir haben ein Riesenspiel gemacht. Nein lass mal, 10 Minuten waren gut. Haben Druck gemacht und haben Tore geschossen. Damit muss es auch erledigt sein. Jetzt konzentrieren wir uns auf Samstag 10:30. Die Freude wieder aufs Fahrrad zu steigen und auf eine Runde zum Platz zu strampeln. Auch morgen gilt: Ich bin einfach aus Freundlichkeit rausgekommen. Und jetzt könnt ihr mich auch wieder nach Hause gehen lassen. Okay? Wir werden zum Kopfgrätschen am Samstag, werden uns fürs Spiel vorbereiten, werden versuchen… Ach, komm! Bitte! Also das… Ja, ich hätte… Ich bin da. Aber einfach nur um da zu sein, weil das ist ähm…








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