Ich bin kurz davor unseren Berliner Botschafter vorzeitig von seinem Tennisplatz auf Sizilien nach Deutschland zurückzubeordern, um unsere Platzverhältnisse kritisch zu bewerten. Aktuell kann man sich nur vorstellen, ob da gerade Schnee, Schneematsch oder doch nur vereiste Schneereste in den Ecken herrschen und welches Schuhwerk Samstag 10:30 empfehlenswert ist. Berliner haben ja bekanntlich über 50 Wörter für Schnee (also spätestens seit diesem Winter) und können am besten entscheiden, ob die kniehohen Stiefel reichen oder ob es doch die Moonboots mit Pelztrotteln sein sollten. Gerade im Hinblick auf die Fashion Week möchte man ja nicht wie ein Brandenburger Pelztrottel rumlaufen. Tausalz werden wir natürlich nicht einsetzen, da wir fest an ökologische Körperwärme durch Schneeengel glauben. Wir müssen hoffen und beten, dass unser Berliner Botschafter uns quasi auch wie ein Engel Samstag 10:30 erscheint, denn falls er auf geöffnete Flughäfen und freie Bahnstrecken setzt, könnte es schwierig werden. Dann lieber doch spontan den Aufenthalt bei den Sizilianern verlängern. Die kennen gar keine Wörter für Schnee und dort traut er sich wahrscheinlich auch nicht zu fallen. In Berlin wünscht sich wahrscheinlich Mancher die Cosa Nostra und nicht die BSR würden den Winterdienst organisieren. Immerhin kommen heute in Köpenick die Frankfurter mit ihrem neuen Trainer Riera, der schon wie ein irrer Mafiaboss guckt, in der Alten Försterei vorbei. Sein feuriger Blick wird die Wege zum Stadion schon freibrennen. Das ist im Zweifel umweltschonender als Tausalz. Und vielleicht fangen bei sizilianischen Bedingungen sogar schon die ersten Vögel an zu brüten. Was auch immer die DFL entscheidet, Fußballtennis sollte doch mindestens drin sein, oder?
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JoJo Joker dankt Academimimi
Im Fußball gibt es eine Menge hübscher Pokale zu gewinnen. Gut, manche haben eher ideellen Wert. Das Design ist oft bestenfalls originell. Nicht umsonst nennt man sie manchmal leicht despektierlich Radkappe, Vase oder Henkelpott. Wichtig ist: man kann sie einigermaßen gut hochhalten und im optimalen Fall ein paar Liter Schampus draus schlürfen. Als Normalsterblicher kann man sich diese Trophäen in langen Abenden selbst aus Pappmaché basteln oder es gibt eine praktische Aufblasvariante davon, die man mit ein paar Lungenstößen zu einem verblüffend echten Duplikat bringen kann. Auch in Zweitverwendung als Badetier oder Nackenkissen einsetzbar. Eine Plastik wie es sie am Sonntag wieder in L.A. zu gewinnen gibt, sucht man aber im Fußball vergebens. Über die Jahre wurde natürlich dem einen oder anderen Schwalbenkönig in purer Gehässigkeit ein Oscar gewünscht und Arjen Robben hat in seiner Karriere wirklich alles dafür getan, um sich ihm würdig zu erweisen. Aber er wurde härter als Leo diCaprio ignoriert, obwohl er der Trophäe so verblüffend ähnlich sieht. Einer der großen Favoriten ist sicher in diesem Jahr zurecht der Joker, auch wenn man als Fußballfan etwas anderes von dem Film erwartet. In über 120 Minuten wird niemand eingewechselt, der auch nur ein einziges Tor macht. Da haben wir in dieser Saison schon krassere Auftritte gesehen. Bei den beiden Päpsten in The Two Popes haben wir zwar die rechte und die linke Hand Gottes, aber DIE Hand Gottes fehlt, obwohl einer von beiden sogar Argentinier sein soll. Da wurde eine dicke Chance vertan. Immerhin kann man in Rocketman den Präsidenten des Watford FC beim Singen zuhören. Der Song ist doch objektiv besser gesungen als der neue ICE-Trassenhauer der Eintracht-Fans „Christoph Daum ist wieder da und in Frankfurt kauft er Koka“ zur Melodie von Tom’s Diner. Und dabei hat auch Elton John garantiert schon ähnliche Einkäufe in Deutschland getätigt. Bevor mich die einsetzende Musik von dieser Bühne vertreibt, möchte ich allen danken, die Samstag 10:30 zum Kopfgrätschen nominiert sind und auch diesmal wieder keinen Pokal mit nach Hause bringen.
14. Mai 2016 – BuLi-Radio-Konferenz mit Nachwuchsabteilung
Dritte Halbzeit nach dem Vormittagsspiel (14. Mai 2016 – Jung und Alt auf Großfeld):
Wie in den vergangenen zwei Jahren, sollte der letzten Bundesliga-Spieltag 2015/2016 am Weltempfänger/Radio miterlebt werden. Per NDR 2 Bundesligashow wurden wir (wie angekündigt) in die Stadien gebeamt. Die große spannende Frage für alle Beteiligten war, ob Werder Bremen oder Eintracht Frankfurt sich vor dem Abstieg retten können. Dazu lauschten wir den Stimmen von Moritz Cassalette, Heiko Neugebauer und und und… Sabine Töpperwien!
Das Besondere an diesem sozialen Ereigniss bei Kaffe, Bierchen und Kuchen: Die #Kopfgrätsche-Nachwuchabteilung war nahezu vollzählig angetreten! Drei Spieler der Altersklassen M (U2) und N (U1) mischten die Runde der Alten Herren (und Spielerfrauen) ordentlich auf.
Die „Experten“ konnten vor Beginn des Spieltages ihre Endkonstellation im Abstiegskampf tippen. Zwei haben richtig getippt, drei nicht. Zu gewinnen gab es DFB-Sammelkarten 2016 von REWE. Die Begeisterung dafür hielt sich in Grenzen. Da war die Begeisterung über Bremens Verbleiben in der Ersten Bundesliga bei der Mehrzahl der Anwesenden größer.
Bummel durch Rhein-Neckar
Unter den Farben der Wittelsbacher auf der Burgruine Windeck über Weinheim an der Bergstraße wehen jetzt auch die Farben der Kopfgrätscher. Und auch wenn man hier auf den ersten Blick keinen Ball sieht, ist hier in der Rhein-Neckar-Region der moderne genauso wie der altehrwürdige Fußball ganz nah. Ihre nächsten Reiseziele:
Carl-Benz-Stadion, Mannheim: 18km
Hardtwaldstadion, Sandhausen: 26km
Böllenfalltor-Stadion, Darmstadt: 37km
Rhein-Neckar-Arena, Sinsheim: 44km
Commerzbank-Arena, Frankfurt: 63km
Bruchwegstadion, Mainz: 67km
Wildparkstadion, Karlsruhe: 68km
Volksbankstadion, Frankfurt: 69km
Bieberer Berg, Offenbach: 69km
Fritz-Walter-Stadion, Kaiserslautern: 76km

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