A loan in the Dark

Das mit dieser Klub-WM hat am Ende doch nicht so viele Leute interessiert wie man gehofft hatte. Was macht man nun mit dem Feedback, das sich unter anderem darin geäußert hatte, dass in den Stadion kaum mehr Leute waren als bei Hoffenheim gegen Heidenheim? Natürlich muss spätestens in zwei Jahren die nächste Auflage stattfinden. Und vielleicht hat den Fans nur nicht gefallen, dass einfach zu wenige Teams teilgenommen haben und dass das Turnier nach 4 Wochen schon viel zu schnell vorbei war. Oder, dass nicht bei jedem Spiel in der Halbzeitpause Coldplay aufgetreten sind. Aber daran kann man ja arbeiten. Und wir müssen ehrlich sein, vielleicht war am Ende das gewählte Austragungsland doch auch noch zu demokratisch. Natürlich konnte man direkt aus dem Stadion heraus abgeschoben werden, aber sonst war da immer noch zu viel Freiheit. Die war teilweise so groß, dass die Menschen frei entscheiden konnten, ob sie den Bumms überhaupt sehen möchten. Damit kann man aber nicht wirklich gut planen. Gut, der Original-Pokal wurde vom autokratischen Gastgeber direkt einkassiert, aber wenn ein goldener Fidget-Spinner ausreicht, um auch andere Staatenlenker zu überzeugen, dem großartigsten Turnier auf Erden eine Heimat zu geben, dann ist das ein vergleichsweise kleines Opfer. Aber wir werden beim Start der Bundesliga schon merken, wie grau der Ligaalltag im Vergleich ist. Vor allem ohne die ganzen Stars, die natürlich nach England gewechselt sind. Dort hat man immerhin schon verstanden, dass es einen 50er-Kader braucht, um die Klub-WM auch noch zu gewinnen. Das fegt natürlich den sogenannten Markt leer, so dass der durchschnittliche Sportdirektor eines Bundesligaclubs kaum andere Möglichkeiten hat, als sich einige von den Talenten auszuleihen. Chelsea ist wahrscheinlich die größte und exklusivste Zeitarbeitsfirma der Welt. Und da sie auch noch keine andere Idee haben als ihre Spieler in einem 11 gegen 11 antreten zu lassen, sind aktuell mehr Spieler verliehen als im Kader. Dabei hätten wir bestimmt noch ein paar gute Ideen, was man so an Konstellationen ausprobieren kann, ob nun 6 oder 26 Spieler Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 am Platz auftauchen. Und falls es noch zu wenig Teams bei der nächsten Klub-WM gibt: DMs sind offen…

Die Reklamierkralle schlägt wieder zu

Warum gibt es noch mal die Bundesliga? Fragt man sich bestimmt gerade in Asien. Schließlich wollen die grauen Herren aus Alemannia, dass man fleißig einschaltet und dabei auch noch was löhnt. Nun, die Bundesliga hat fast exklusiv Altstars wie Thomas Müller oder die Reklamierkralle Manuel Neuer, die man von dem Kaliber sonst nur in Saudi-Arabien spielen sieht. Natürlich treten die auch noch in der Champions League auf, aber in der Nations League machen sie sich rar. Was noch? Fantastische und kreative Fans! Wo sonst werden auch mal Tennisbälle und Kamelle geworfen, um Botschaften zu unterstützen? Und die Reime auf den Bannern sind fett. Momentan nur in komischem Deutsch, dass man schon nicht mehr versteht, wenn man aus dem benachbarten Landkreis kommt. Aber demnächst übersetzt das die KI simultan live in alle Dialekte. Auch für Leute, die nur Hochdeutsch verstehen. Dann kann man in der Bundesliga eine überaus spannende Anwendung des VAR beobachten, die so mysteriös und unlogisch erscheint, dass man auf jeden Fall Montags auf der Arbeit immer noch höchsten Diskussionsbedarf hat. Ob es in Asien bisher entsprechende Kaffeepausen gibt, in denen man aufgeregt den Bundesligaspieltag auswertet, muss noch einmal mit der Marktforschung herausgefunden werden. Aber zur Not müssen halt wie überall die Social-Media-Kanäle vollgepöbelt werden. Die Wut bei TikTok rauszutanzen sollte inzwischen etablierter Standard sein. Da ist schließlich auch der Müllerthomas und kann seine krummsten Tore noch einmal zu Pferde nachstellen. Welche Liga bietet das sonst? Eben. Auch wir müssen neidlos anerkennen, dass wir da nicht mithalten können und deshalb auch in dieser Saison die Nebenzeiten Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 besetzen, um nicht mit der Bundesliga konkurrieren zu müssen. Das kann sich eigentlich weltweit nur eine Liga erlauben und das ist bekanntlich die Zweite Bundesliga. 

Are they f**king with us?

Ab nächster Woche sind sie wieder in den Arenen. Die German Gladiators machen dann auf dem internationalen Fernsehmarkt den Weißrussen ordentlich Konkurrenz. Dabei können sie die Hygiene- und Abstandsregeln wahrscheinlich genauso gut einhalten wie die Guys vom World Wrestling Entertainment. Und sie können ähnlich konspirative Videos hinter den Kulissen machen. Das Script liest sich dann tatsächlich auch so als ob sich Hulk Hogan mit Kevin Nash und Scott Hall zur nWo zusammenschließt: „They are making a lot of money with us“, „They are Crazy. I don’t fucking understand, why do they do that?“ „I will ask them, are they fucking with us?“, „We already signed the fucking paper.“ Danach wird laut Drehbuch einem der vermeintlichen Buddys ein Klappstuhl über den Kopf gezogen und ein Weiterer per Chokeslam in die Absperrgitter geschleudert. Dann folgen ein paar Fistbumps für die neuen Verbündeten. Kurzer Beef mit dem Undertaker, der gerade per Closeline einen Abstrich macht und schon geht’s raus in den Ring. Der Erfolg auf dem amerikanischen Markt sollte der Bundesliga also gewiss sein. Im klassischen Tagteam-Fight bleibt jeder in seiner Laienschauspiel-Gruppe und klatscht wenn möglich nur mit der Leiter ab, die zufällig neben dem Spielfeld aufgestellt wurde, um nach dem Spektakel noch gründlich die Decke zu weißen. Jeder Zweikampf tut allerdings nur weh, wenn man nicht weiß, wann man fallen und über den Boden rollen muss. Insofern sollten Bundesligaspieler sehr gut vorbereitet sein. Nur wir müssen uns noch etwas weiterbilden und üben Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 noch ein paar Backbreaker, Brainbuster und Pildedriver.

Die Verwandlung

Als ich heute morgen aus unruhigen Träumen erwachte, fand ich heraus, dass schon wieder eine Bundesliga-Saison startet. Das ist dieser Wettbewerb, wo seit Jahren beim Blick auf die Tabelle alle müde gähnen. Da konnte sich Bill Murray ja beim täglichen Aufwachen in Punxsutawney auf mehr Abwechslung freuen. Gut, um den ersten Platz gibt es angeblich einen offenen Wettbewerb bzw. hatten sich das die Gründerväter der Bundesliga einmal so überlegt. Und wenn sich der Branchenprimus um den 12. Spieltag rum zwei Unentschieden in Folge leistet, wird man sich dunkel daran erinnern. Im März haben wir das aber spätestens vergessen. Aber auch sonst ist die 1. Liga eine beruhigende Konstante in diesen wilden Zeiten. Alle professionellen Werbekampagnen und witzigen Social-Media-Trends werden nicht verhindern, dass sich der Anker in der Mitte der Liga aus der Erde bewegt. Die Berliner Hertha wird auch dieses Jahr ruhig beobachten wie ihre Tabellennachbarn verzweifelt um Europa-League und Klassenerhalt kämpfen. Schließlich hat sie mit dem Erreichen des DFB-Pokalfinales wieder einmal ein größeres Ziel. Mit dem traditionellen Scheitern irgendwann im Spätherbst wird die Rest-Saison von 20 Spieltagen unsexy zu Ende gespielt. Zur Konstanten am Tabellenende mausert sich seit einiger Zeit der VfL Wolfsburg. Mit einem Kader der nie absteigen kann, ist er verdammt Jahr für Jahr den Relegationplatz warm zu halten, bis der HSV endlich mal wieder Lust hat. Und um diese drei Ankerpunkte in der Tabelle strampeln noch ein paar Clubs wie Käfer auf dem Rücken, um die erste Liga oder die Champions-League-Quali zu erhalten. Und das alles nur, um die eigenen Fans auch in der nächsten Saison in diesem Wettbewerb zu enttäuschen. Da freu ich mich doch lieber auf dem Samstagmorgen. Wenn ich da aufwache und 10:30 Kopfgrätsche angesagt ist, warten jedesmal neue Überraschungen, die erst mit dem Sonnenuntergang am Mittwoch Abend enden.

19. Mai 2018 – Trik ot Treat

Kein einziges #Kopfgrätsche-Trikot auf diesem Kopfgrätsche-Foto! Einfach ist es, mit ewigen Gewinner-Leibchen rumzulaufen. Aber immerhin gibt es hier ein Madrid-Duel zwischen Real (Kritish) und Athletico (Vadim). Jochen konnte damals noch nicht ahnen, dass er sein Hemdchen wenige Wochen später verbrennen würde. Der Gewinner dieses ungewollten Contests ist aber Olli: Sein Herzensverein Köln war gerade eine Woche zuvor ziemlich heftig aus der Bundesliga 2017/2018 abgestiegen.

[Dieses Foto stammt aus einer Datenrettung im November 2019. Hier mehr dazu.]

Jahresrückblick 2017 #KGJRB17

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#KGJRB17 | No.01/10 | DIAstes |

DIA-Turnier--2017-Galerie_082Das alljährliche Fußball-Turnier auf der alljährlichen Jahresausstellung der Fakultät Gestaltung ist natürlich das alljährliche #Kopfgrätsche-Highlight. Selbstredend mit dem alljährlichen Gewinner-Team des Turniers.

http://212.201.36.177/~kopfgraetsche/?p=5687

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#KGJRB17 | No.02/10 | Vollstes |

Fußball_Januar_2017_04_08Zwanzig auf einem Bild. Das ist der Höchstwert für die #kopfgrätsche-Saison 2017. Original Bildunterschrift: „9-gegen-9 auf Halbfeld. Gewinner: Alle.“

http://212.201.36.177/~kopfgraetsche/?p=5129

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#KGJRB17 | No.03/10 | Leerstes |

2017_09_09In den #kopfgrätsche-Jahresrückblick gehört traditionell das Foto mit den meisten und den wenigsten Kopfgrätschern. Hier das Foto mit  mit den wenigsten – genau 4 Leuten – Javid, Jürgen, Benedikt (hockend) und André (v.l.n.r.) im feuchten September.

http://212.201.36.177/~kopfgraetsche/?p=5499

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#KGJRB17 | No.04/10 | Schönstes |

2017_07_12Diese Typen von #kopfgrätsche haben in den letzten Jahren schon viele Fotos gemacht, die meistens die Ausgetobten artig als Mannschaftsfoto zeigen. Schön, wenn es auch mal etwas anders aussieht. Wie hier im verregneten Sommer 2017.

http://212.201.36.177/~kopfgraetsche/?p=5372

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#KGJRB17 | No.05/10 | Herthastes |

fcabsc_04Hertha ging’s 2017 nicht: Als die große Fußball-Welt in Form von Hertha BSC in unsere kleine Kleinstadt kam (um gegen FC Anker Wismar e.V. zu spielen), war #kopfgrätsche natürlich dabei:

http://212.201.36.177/~kopfgraetsche/?p=5413

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#KGJRB17 | No.06/10 | Bananigstes |

2017_07_29

Schnappschuß 2017: Exzelentes Timing ist bei #kopfgrätsche wichtig. Kurz vor dem Autoauslöser startete die Bananenschale um dann Bananen-flankig im richtigen Moment in Stuarts Händchen zu landen.

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#KGJRB17 | No.07/10 | Wahnsinnigstes |

2017_04_12Fußballprofitechnisch gab es im Jahr 2017 nicht viel wirklich Bewegendes – kein Champions-League-Final-Sieg, kein außergewöhnlicher Bundesliga-Meister, keine Europa- oder gar Weltmeisterschaft. Aber: Dieses #kopfgrätsche-Foto entstand einen Tag nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund. Damals wusste man noch nichts, heute ist es einfach unfassbarer Wahnsinn.

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#KGJRB17 | No.08/10 | Comicstes |

2017_03_25Drama-Comic: Ein furiose Geschichte rund um einen wenig königlichen Ball, einem alten Ober-Herthaner und einem ehrwürdigen Cameo-Auftritt, entzückt im Frühjahr 2017 die #kopfgrätsche-Gemeinde in Farbe und GROẞBUCHSTABEN!!!!
WOW!!!

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#KGJRB17 | No.09/10 | Trumpigstes |

Fußball_Januar_2017_03_18

Mit Pauken und Trumpeten: Das Jahr 2017 war auch auf www.kopfgrätsche.de vom größten Trumpeltier überhaupt geprägt. Darauf hat es weder unser aller Mutti, noch uns, die Hand gegeben.

http://212.201.36.177/~kopfgraetsche/?p=5074

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#KGJRB17 | No.10/10 | Verschneitestes |

Das #kopfgrätsche-Jahr 2017 startete mit dem verschneitesten Foto des Jahres.

2017_01_07

http://212.201.36.177/~kopfgraetsche/?p=4972

14. Mai 2016 – BuLi-Radio-Konferenz mit Nachwuchsabteilung

Dritte Halbzeit nach dem Vormittagsspiel (14. Mai 2016 – Jung und Alt auf Großfeld):
Wie in den vergangenen zwei Jahren, sollte der letzten Bundesliga-Spieltag 2015/2016 am Weltempfänger/Radio miterlebt werden. Per NDR 2 Bundesligashow wurden wir (wie angekündigt) in die Stadien gebeamt. Die große spannende Frage für alle Beteiligten war, ob Werder Bremen oder Eintracht Frankfurt sich vor dem Abstieg retten können. Dazu lauschten wir den Stimmen von Moritz Cassalette, Heiko Neugebauer und und und… Sabine Töpperwien!

Fußball_Januar_2016_05_14_wohnzimmerDas Besondere an diesem sozialen Ereigniss bei Kaffe, Bierchen und Kuchen: Die #Kopfgrätsche-Nachwuchabteilung war nahezu vollzählig angetreten! Drei Spieler der Altersklassen M (U2) und N (U1) mischten die Runde der Alten Herren (und Spielerfrauen) ordentlich auf.

Fußball_Januar_2016_05_14_wetteDie „Experten“ konnten vor Beginn des Spieltages ihre Endkonstellation im Abstiegskampf tippen. Zwei haben richtig getippt, drei nicht. Zu gewinnen gab es DFB-Sammelkarten 2016 von REWE. Die Begeisterung dafür hielt sich in Grenzen. Da war die Begeisterung über Bremens Verbleiben in der Ersten Bundesliga bei der Mehrzahl der Anwesenden größer.