Mea culpa. Mea maxima culpa. Das hätte so ein schöner Warntag 2020 werden können. Alles war vorbereitet. Die Sirenen, Hörner, Glocken, Rasseln und Apps waren scharf gestellt. Sogar die Flitzerblitzer-Warner im Radio und Karl Lauterbach im Lanz-Studio waren bereit für eine apokalyptische Minute voll Panik. Und es hätte natürlich super zu 2020 gepasst. Aber 2020 wäre nicht 2020, wenn auch das nicht komplett in die Hose gegangen wäre. Irgendwie hat sich niemand so richtig vollumfänglich gewarnt gefühlt. Leider können auch wir uns nicht komplett aus der Verantwortung rausnehmen. Wo war denn die Kopfgrätsche-Warnung für Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00? Es ist doch nicht zu unterschätzen, wenn ohne Vorwarnung der Nüschel des Verteidigers über den Rasen rutscht, um Ball, Wade und Grasnarbe gleichmäßig abzutragen. Ich meine, damit rechnet doch keiner. Das muss man doch irgendwie ankündigen. Mit diesem verspäteten Ernstfall-Alarm hoffen wir, dass ihr euch dennoch auf alle unvorhersehbaren Eventualitäten Samstag und Mittwoch seelisch vorbereiten könnt. Rechnet besser mit allem. Dieses runde Ding ist unberechenbar und bringt menschliche Körper in Ausnahmesituationen. Ob Jubel, Trauer, Freude oder Wut – alles steht Kopf und macht die Grätsche. Und da ich persönlich wieder ins Geschehen eingreife, möchte ich einen zusätzlichen Disclaimer an die nächsten Spieltermine hängen. Es besteht die akute Gefahr, dass ich besonders gelungene Schüsse urplötzlich mit dem Gesicht abfange. Wärmt also eure Lachmuskeln unbedingt auf. Es kann sonst zu schlimmen Zerrungen kommen.
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Mitleid in Paris
Egal wie es Samstag 10:30 oder Mittwoch 18:00 ausgeht, man kann jetzt diese Spiele nicht als Gradmesser nehmen. Die beiden Stürmer von Paris kosten zusammen doppelt so viel wie unsere ganze Stadt. Also die Spiele können nicht zeigen, was wir auf dem Wochenmarkt noch machen sollen, weil das ist einfach nicht drin im Portemonnaie. Selbst wenn wir lange suchen und auch das Sanifair-Bon-Fach aufmachen, wird es trotzdem eng. Ich kann maximal versuchen mir einen Anzug anzuziehen, der so aussieht, als ob sich Mehmet Scholl darauf wund gelegen hätte. In Paris lacht man mich trotzdem dafür aus. Mit einem Familienunternehmen für Erfrischungsgetränke im Hintergrund, das der Opa mit eigener Hände Arbeit mühselig aufgebaut hat, indem er jahrelang Bullenhoden mit der bloßen Faust auspressen musste, kann man eben nicht gegen ganze Länder bestehen. Es sei denn das Land ist Österreich. Da kann man ganz easy eine Flatrate buchen und man kriegt wie bei den Angeboten von Timelife regelmäßig die Tophits ins Haus geliefert. Das ist ein ganz lieb gemeintes Angebot. Aber auch in Österreich sprudeln die Ölquellen schon länger nicht mehr und für Fracking ist das Land leider nicht flach genug. So muss man am Ende selbst als Robin Hood aus Makranstädt doch wieder den Favoriten den Vortritt lassen. Die besten Spieler nach England verschenken und zugucken, wie die Scheichs vorm Finale gar nicht wissen welchen Fanshop sie zuerst am Qatar Airport leer kaufen. Meinen Anzug aus dem C&A-Sale mit den ultraengen Spendierhosen sucht man dort leider vergeblich.
Flach witzeln, hoch verlieren
Eeees isja… Freunde, Freunde, hier ist ja eine Stimmung wie im Puff. Nur leider ist da heute Ruhetag. Aber Libero ist nicht Libido, sondern der freie Mann. Erklärt das mal meiner Frau. Die hält ja auch eine Liga für eine Kohorte unter Varius Meniskus. Und die Flügelstürmer sind für sie besonders fleißige Pianisten. Aber ich habe sie schon vor der Hochzeit gewarnt: wenn ich Fußball schaue, vergesse ich einfach alles, Marianne. Sagt sie nur: „Ich heiße Bärbel!“ Das war ähnlich schlimm wie letztens als sie in meiner Jackentasche die Streichholzschachtel aus dem Eros Center gefunden hat und mich vorwurfsvoll fragte: „Rauchst du etwa wieder?“ Aber so ist das halt. Letztens sagt sie zu mir: „Setz dich hin beim pinkeln!“ Sag ich: „Das hält das Waschbecken nicht aus!“ Die Dusche wollte ich nicht benutzen. Die war noch voller Head and Shoulders vom Kannibalen. Macht besser einen großen Bogen ums Badezimmer. Das kann allerdings dazu führen, dass euer Kind fragt: „Mutti, Mutti, wo ist den der Waschlappen?“ Und sie antwortet: „Der ist Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 kopfgrätschen.“ Auch dort lauern fiese Fragen, wie: „Sag mal, du hast so einen schwachen Schuß. Bist du Kopfgrätscher?“ Einige laufen so langsam, die müssen von einem Tor zum anderen mal kurz rechts ran, um den Rasenmäher vorbeizulassen. Und das aufm Kunstrasen. Stellt euch das mal vor. Was macht der Kopfgrätscher also nachdem er ein Spiel gewonnen hat? Er schaltet die Playstation aus. In diesem Sinne Fips: eine Beerdigung ist wie eine Hochzeit – nur mit einem Betrunkenen weniger.
Lothar’s Run
Spätestens jetzt wo die Endezwanzigjährigen ihre Karrieren beenden, ist es definitiv klar: das wird nichts mehr in diesem Leben mit dem Ausflug in die Profiliga. Konnte man es sich früher noch schönreden, dass ja Lothar Matthäus oder Claudio Pizarro auch mit 40 noch Topleistungen bringen konnten, kann man heute froh sein, dass es einem mit der 3 vorne beim Lebensalter nicht wie bei Logan’s Run ergeht. Die meisten Teams setzen doch inzwischen auf etwas jüngere Talente. Sogar Manuel Neuer musste sich von der 11Freunde aktuell frech fragen lassen, wann er denn endlich Platz macht für die Jugend. Erwartungsgemäß polterte der renitente Pfosten-Methusalix auch rum, als man ihm die schönen Prospekte vorlegte, die schon Mats Hummels, Thomas Müller und Jerome Boateng durchblättern mussten, als sie nicht freiwillig mit ihrer schönen Weltmeisterprämie ein Wohnmobil kaufen oder eine Kreuzfahrt machen wollten. Wenn sie wenigstens nach dem Motto „je oller, je doller“ ordentlich über die Stränge geschlagen hätten, wäre es sehr viel leichter gewesen sie nicht mehr einzuladen. Das war bei Kevin Kuranyi oder Max Kruse einfacher. Kruse bekommt immerhin in der Uralten Försterei ein eisernes Gnadenbrot. Als Nachfolger von Claudio Pizarro war er dann doch nicht mehr gefragt. Immer weniger Mannschaften leisten sich solch ein knuffiges Risikogruppen-Maskottchen, um auch die älteren Zielgruppen abzuholen. Im November wird dafür Youssoufa Moukoko endlich 16 und darf damit die Bundesliga aufmischen. Wenn Dortmund bis dahin Sancho nicht verkauft, besteht die akute Gefahr, dass tatsächlich ab und zu Zwanzigjährige Instragram-Greise durch seine TikTok-Videos laufen. Aber wie ich höre zeigt sich Old (!) Trafford aufnahmebereit. Wer hingegen sogar bei Otto Rehhagel als Libero aus Altersgründen aussortiert wurde, für den bleibt nur noch Samstag 10:30 oder Mittwoch 18:00.
Fuasboi schaun un spüen
Fühlt sich das an wie Sommerpause? Gut, morgen guckt der Sommer tatsächlich mal vorbei, aber Pause ist ja nun nicht gerade. Bei uns wir natürlich traditionell durchgespielt (Samstag 10:30, Mittwoch 18:00), aber auch die Profis müssen dieses Jahr den Urlaub umplanen. Statt wie sonst 2 Wochen Dubai mit Goldsteak geht maximal eine halbe Stunde Tank und Rast auf der A7. In England, Spanien und Italien wurde der letzte Spieltag grad runtergekurbelt. Die Sporttasche muss allerdings gar nicht erst ausgepackt werden, denn in der nächsten Woche werden noch Europa-League- und Champions-League-Sieger gesucht. Freiwillige vor. Für den zwanghaften Allesgucker geht es also nahtlos weiter. Bei gerechtfertigten Beschwerden aus Familie und Beruf liefert der Nino aus Wien den passenden Entschuldigungszettel. Und jetzt olle:
[Herr Huber sie sind nicht in der Arbeit! Was ist Ihre Entschuldigung? Herr Huber hören Sie mich?]
Lieber Chef bin leider Schnupfen
Kann heut ned ind Hackn hupfen
Mutti wird ma Supperl kochen
Bis i gsund bin in vier Wochen
Doktor sogt blos ned bewegen
Sonne meiden und auch Regen
Bierli zwitschern Schnitzi fressen
Fieber und dann Blutdruck messen
Endlich wieder Fuasboi schaun
Fuasboi schaun Fuasboi schaun
Von fruah bis spät Fuasboi schaun
Fuasboi schaun
Wirtschaftskrise brauch i ned
Fuasboi schaun Fuasboi schaun
Klimawandel eh scho z’spät
Fuasboi schaun
Wos i brauch is jetz vü Ruah
Klimetten an und Fenster zua
Fassl auf und Kistl a
Bis die Augen eckert san
Zwölfe is‘ des woas für Heit
S Betterl ruaft i bin bereit
A letztes Moi ins Wuaschtbrot beissen
Und no gschwind an obireissen
[Herr Huber wo sind Sie? Mir reichts Herr Huber! Ich verwarne Sie Herr Huber!]
Endlich wieder Fuasboi schaun
Fuasboi schaun Fuasboi schaun
Von fruah bis spät Fuasboi schaun
Fuasboi schaun
I wü nix ois Fuasboi schaun
Fuasboi schaun Fuasboi schaun
Hauptsoch i ko Fuasboi schaun
Fuasboi schaun
Wiederholungsspiel
Person. Frau. Mann. Kamera. Ball. Könnt ihr das wiederholen? Es ist sehr schwer. Die ersten Testfragen waren ja noch einfach, aber jetzt wird’s kniffelig. Wenn ihr es in die richtige Reihenfolge bringt, gibt es Extrapunkte. Dann kommen aber erst einmal ein paar andere Fragen und dann frage ich noch einmal, ob ihr das vom Anfang noch einmal wiederholen könnt. Person. Frau. Mann. Kamera. Ball. Wie ich eventuell schon einmal erwähnt habe: wenn ihr es in die richtige Reihenfolge bringt, gibt es Extrapunkte. Aber niemand bekommt es in die richtige Reihenfolge. Normalerweise unmöglich. Also ist es für euch machbar? Das ist keine einfache Frage. In anderen Worten, wenn ich euch fünf Worte geben würde und ihr würdet sie wiederholen, das wäre okay. Also wenn ihr sie durcheinander aufzählt, das wäre okay. Aber wirklich gut ist es nicht. Aber wenn ihr nach 20 bis 25 Minuten noch einmal danach ohne Vorwarnung gefragt werdet, ob ihr es wiederholen könnt und ihr zählt auf: Person. Frau. Mann. Kamera. Ball. Oder fünf andere Worte, die euch zufällig gerade einfallen. Dann sage ich: das ist unglaublich, wie macht ihr das? Das würde ja bedeuten, dass ihr ein wahres Elefantengedächtnis habt oder wenigstens kognitiv anwesend seid. Wenn ihr dann noch das runde Förmchen in das eckige Dings packt, dann sage ich: der Wahnsinn! Was geht ab? Das ist doch gar nicht möglich! Wo ist die versteckte Kamera, Person, Mann, Frau? So und jetzt merkt euch noch mal: Samstag, 10:30, Mittwoch, 18:00, Ball. Vielleicht könnt ihr das später noch einmal gebrauchen.
⚽🥅⛳🏆
Am Internationalen Tag des Emojis hier noch ein paar letzte Buchstaben und Ziffern bevor wir den ganzen Tag mit Hieroglyphen Bilderrätsel lösen dürfen. Eine Spielankündigung nur mit Emojis zu schreiben, könnte ganz nett sein, aber die internationale Verbreitung des Fußballs schlägt sich nicht im Emoji-Angebot nieder. Das ist extrem dünn. Natürlich gibt es einen Ball, in einem Design als Fritz Walter noch aktiv gekickt hat. Als Tor muss man dann schon zähneknirschend ein Hockey-Tor auswählen. Von der Lochfahne vom Golf als schlechten Ersatz für die Eckfahne kaum zu sprechen. Und beim Pokal fehlen eigentlich nur noch die Eiskugeln mit Sahne. Da hat ja selbst die Sport-Bild in dieser Woche hübschere Pokale an die meist gehassten alten Männer im Fußball verliehen. Man möchte reflexartig ein Banner mit dem nicht existenten Emoji für Hurensohn hochhalten. Aber auch hier scheitert man an der Emoji-Library. Für nahezu jeden aktuellen Bedarf gibt es neue Emojis. Aber wie stellt man bildlich eine kroatische Strandbar oder einen Welttorhüter dar? Das Klopp-Emoji ist jetzt auch schon wieder 4 Jahre her und war natürlich nur das Ergebnis einer Kooperation zwischen Liverpool und Skype. Am Ende muss Jan wieder unnötig viel lesen, nur weil die Infos Samstag 10:30, Mittwoch 18:00 zwischen vielen Konsonanten und ein paar Vokalen versteckt sind. Immerhin sind für dieses Jahr noch ein paar wichtige Emojis angekündigt. Auf Dodo, Matroschka, Pinata, Ninja und Bubble Tea haben wir lange gewartet. Wenn das der Dodo und der Bubble Tea selbst noch miterleben könnten.
Once Hu!pon a time
Im März waren wir uns noch einig: diese EM nervt und muss schnellstmöglich abgesagt werden. Der Terminstress wegen der Ligapausen machte es kaum vorstellbar, dass man im Sommer ein Turnier spielen kann, ohne dass Liverpool und Bielefeld um ihren sportlichen Erfolg betrogen werden. Am Ende ging alles gut für Liverpool, Bielefeld und sogar Werder. Ein weiteres Jahr 1. Liga mit dem Nordderby gegen Wolfsburg ist gesichert. Das Länderturnier wäre trotzdem im Moment noch eine schlechte Idee. Niemand würde gerade durchsehen, wo man sich gerade an welche Regel halten muss. Und ab wann pfeift der Schiri Handspiel? Das könnte keiner mehr erklären. Die Fußball-Laien, die auch mal mitgucken, weil sie EM und WM nicht auseinanderhalten können und dauernd fragen, wann wir gegen Brasilien spielen, wollen plötzlich nicht nur das Abseits erklärt haben. Das ist uns erspart geblieben und dennoch vermisst man ein paar exotische Sommerbekanntschaften. Viele gucken natürlich in diesen Tagen 30 Jahre zurück, um die magische WM 1990 im damaligen Fußball-Sehnsuchtsland Italien mit schlecht aufgelösten TV-Bildern in DV PAL zu feiern. Notti magiche in Roma, wo auch dieses Jahr ein Finale stattgefunden hätte. Und dabei hat das Intro dieses Songs übel geleiert im Kassettendeck.
Exotisch war es aber auch vor vier Jahren in Nizza. Mit dem Ergebnis, dass kein Spielende, ohne das kultige rhythmische Zusammenschlagen der Hände, verstärkt mit Urlauten aus dem Bauch, zelebriert werden konnte. Vom Dorfplatz (Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00) bis zur Red Bull Arena wurde dieser spezielle Jubel rumgereicht und jetzt reiht es sich irgendwo zwischen Bubble Tea und der Icebucket Challenge ein.
Aber die Isländer können mehr als Hu! und präsentierten diese Woche ihre neue visuelle Identität. Und was soll man sagen? Das Carl-Zeiss-Jena-Wacken-Trikot ist nicht mehr die Nummer eins bei True-Iclandic-Pagan-Metalfans. In Rom zieht man währenddessen nach und druckt das Konterfei eines legendären Maestro und Sohnes der Stadt auf den Ärmel. Damit übernimmt Italien wieder die Tabellenführung. Wenigstens im Walkman auf der Vespa bis zum nächsten Bandsalat.
Zeitreisende soll man nicht aufhalten
Die Geschichte des DIA-Turniers ist eine Geschichte, die niemals bei ZDF History stattfinden wird. Und sogar für »Damals war’s« oder »Unsere Geschichte: wie der Fußball in den Norden kam« ist es einfach zu dünn. Aber in diesem Jahr, wo sowieso Geschichte geschrieben wird, machen wir einfach mal weiter und gaukeln etwas Normalität vor. Normal ist nämlich am DIA-Wochenende auch ein DIA-Turnier. Und wahrscheinlich ist es auch okay, dass es dieses Jahr nicht stattfindet, weil wir sonst am Ende Corona gegen Sars, Männergrippe und Heuschnupfen hätten antreten lassen. Was einem halt so bei Heiko nach dem dritten Grimbergen einfällt. Zum Glück ist die DIA-Turnier-Historie prall gefüllt mit legendären Turnieren, die wir hier noch einmal Paroli laufen lassen.
Normalerweise wird also nur in Jahren mit einer 8 hinten das Turnier pausiert. Aber wir ziehen immer noch gern die historischen Trikots an, falls mal zufällig ein Ehrenspielführer zur Kontrolle vorbei kommt. Und auch wenn es dieses Jahr keine Kunst am Ball gibt, so gibt es doch demnächst wieder Kunstrasen am Ball, z.B. Samstag 10:30 oder Mittwoch 18:00. Und das ist doch wenigsten auch schon mal was, oder?
Never mind the bollocks, here’s YNWA
All jene, die die Corona-Pause nicht dafür genutzt haben lustige Gifs, alberne Memes, historische Bilder oder emotionale Filmchen für die Meisterschaft des FC Liverpool vorzubereiten, haben den Fußball nie geliebt. Deswegen ist das Internet auch heute früh voll davon und ihr könnt euch den Rest des Tages alles angucken und in eurer Fuba-Bubble verteilen. Und natürlich mussten Kloppo und Co in den Zeiten von Corona auf dem Sofa Meister werden. Am Ende war das Sofa eine Balkongarnitur aus hässlichen Ratansesseln auf irgendeiner Terrasse eines Ibis Budget. Aber Anfield wurde trotzdem in rot getaucht. Die Bilder hätten auch gut zur Night of Lights gepasst und hätte Boris Johnson eine funktionierende Warn-App gefunden, sie hätte bestimmt auch aus Solidarität eine Menge rot angezeigt. Deshalb ist das vollgemüllte Internet am Ende doch aktiver Infektionsschutz. Wer sich all diese Feier-Posts angucken möchte, kommt eine Weile nicht raus. Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 wäre ein Gang vor die Tür aber doch ganz schön. Ich habe immerhin schon meine Hausaufgaben gemacht und bringe noch mal diesen Klassiker:
This song is for you
Jürgen Norbert Kloppo
It shall guide you through the night
And help you through the day
Whenever things go wrong
I’ll be with you
Whenever clouds are there
We’ll fight it through
You never walk alone (I’ll be with you)
Never walk alone (I’ll be with you)
And when you think you have to cry
Then rest a little by my side
You should know,
You never walk alone
Filoflix im Faxbus
So langsam muss man sich ein Filofax zulegen. Jede Liga, jeder Verein, ja sogar jeder Spieler hat seinen eigenen Zeitplan. Früher haben wir uns noch über eine WM im Winter aufgeregt, weil dieser Saisonrhythmus heilig war. Die Bundesliga leistet es sich sogar, dass alle Vereine an den letzten 2 Spieltagen zeitgleich spielen, obwohl das für die Vermarktung in Asien jetzt nicht so clever ist. Dabei sind einige Teams trotzdem schon gefühlt beim Saisonabschluss auf Malle, während sich andere wie in einer Knochenmühle bei Tönnies Fleisch fühlen, weil sie den Corona-Stau alle 3 Tage wegspielen müssen. Wiederum andere wälzen den Kalender, um herauszufinden, wann man sich den Wecker für die Relegation stellen muss und fragen sich: könnte man eigentlich Timo Werner von Chelsea ausleihen, weil er keine Champions-League-Termine mehr hat? Deshalb hier noch mal zum mitrechnen: Timo spielt bis zum 27. Juni Bundesliga. Am 1. Juli muss er nach London und verpasst den 37. Spieltag in der dritten Liga, d.h. Hansa kann ihn nicht für das letzte wichtige Heimspiel gegen Uerdingen ausleihen. Aber am 2. Juli kann er mit dem Speedboot über den Ärmelkanal und in Bremen oder Hamburg anlegen, um Relegation zu spielen. Der letzte Drittligaspieltag ist dann am 4. Juli. Wäre mit dem Flixbus nach Chemnitz problemlos machbar, wenn er nicht sein Heimdebüt gegen Watford geben müsste. Relegationsrückspiel am 6. Juli, ggf. Relegation zur zweiten Liga am 7. Juli wären drin, falls er nicht vorher Hansa zum Aufstieg schießen kann. 8. Juli gegen Crystal Palace und dann hat er erst mal noch bis Ende Juli Premier League Termine. Ab Mitte August wäre Champions League in Lissabon oder Euro League bei Tönnies. Aber vielleicht will Timo dann lieber auch mal ein paar Wochen Badeurlaub an der Ostsee machen. Ein wenig kicken Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 wäre ja trotzdem möglich.
Fußball für Pappe, Wodka für alle
Also ich bin bereit. Die Schlandfahne hängt am eSUV und ich habe sogar diese schwarz-rot-goldenen Masken organisiert und über die Außenspiegel gezogen. Das Sammelalbum von Duplo und Kinderriegel ist allerdings wieder nicht rechtzeitig voll geworden. Einerseits liegt das daran, dass ich viel Zeit verschenkt habe, unzählige Packungen Hanuta zu essen, bis ich gemerkt habe, dass da gar keine Aufkleber mehr drin sind. Naja, und dann gibt es natürlich wieder Motive die wirklich niemand hat. Aber Hauptsache jeder hat 5 bis 8 mal Marcus Sorg. Vor 10 Jahren haben wir alle mit Vuvuzelas um den Verstand gebracht. Damit könnte man heute beim Eröffnungsspiel bestimmt Viren bis in die gegnerische Fankurve pusten. Bei der letzten EM war ich noch vor Ort und habe zwei durchschnittliche Vorrundenspiele mit schiedlich friedlichen Unentschieden gesehen. Diesmal habe ich für Ukraine vs. Österreich oder das Wodka-Derby Finnland vs. Russland leider keine Tickets für meinen Pappkameraden bekommen. Aber mit einem pervers großen neuen Fernseher wird es sicher auch ganz schön. Ich habe gehört Media Markt schenkt uns die Mehrwertsteuer, wenn Deutschland ins Finale kommt. Das ist doch ein sicheres Ding. Es startet in Rom und endet auf dem Römer. Ich hab gehört das ZDF hat sogar ein Vorstandsmitglied vom FC Bayern als Experten engagiert. Mal gucken, ob ich bis zum Sportschauclub aus dem Europapark Rust mit den europäischen Stargästen Alfons, Giovanni Zarrella und Ross Anthony wach bleiben kann. Ich muss ja Samstag 10:30 früh raus. Hoffentlich habt ihr auch Mittwoch 18:00 trotz des Krachers Türkei vs. Wales in Gruppe A Zeit.
Tafeldienst

Nachdem uns letztens fast durchgerutscht ist, dass das allseits beliebte Elfmeterschießen 50 Jahre wurde, sind wir bei den nächsten wirklich wichtigen Jubiläen natürlich mit dabei. So darf z.B. der Videotext tatsächlich 40 Kerzen auf der Torte auspusten. Jetzt könnte man vortrefflich streiten, ob das wirklich ein relevantes Alter ist, wenn man jünger als Claudio Pizarro ist. Aber für mich waren die Pixel aus der Austastlücke über viele Jahre mein treuer Diener für die Neuigkeiten aus der Fußballwelt. Deshalb blättern wir heute noch einmal sentimental die schönsten Teletexttafeln um. Als die Bundesliga noch bei ran und ranissimo von Reinhold, Wonti und Johannes B. präsentiert wurde, waren die rosa Zahlen im Sat1-Text ab Tafel 220 die unbestechliche Quelle am Samstagnachmittag. Auf Premiere lief schließlich nur ein Topspiel als Ameisenkino verschlüsselt und beim NDR musste man teilweise lange warten bis der Block aus Nachrichten, Wetter, Verkehrsfunk, I can’t dance von Genesis und Hope of Deliverance von Paul McCartney vorbei war, bis man den lang ersehnten Ausgleich von Sabine Töpperwien vermeldet bekam. Da war der Videotext doch oftmals schneller. Und bis die Zahlen nicht blau wurden, war noch alles drin. Wenn hingegen ein gelber Name plötzlich rot leuchtete, wusste man sofort: jetzt wird’s schwer. In der Halbzeitpause konnte man ab Tafel 210 sich die neusten Transfergerüchte abholen, die mit einer halben Woche Verspätung frisch aus der Sportbild und dem Kicker-Sonderheft mühsam abgetippt wurden. So, dieser Text endet hier abrupt. Die wichtigen Infos findet ihr auf Seite 4 dieser Blättertafel…
Arschbombe ins Bällebad
Inzwischen haben es wirklich alle mitbekommen, dass der Bolzplatz wieder offen ist. Also erzählen wir es besser nicht mehr überall herum. All die Basketballer, Handballer, Footballer, Tennisspieler und Rhönradfahrer nutzen eine der wenigen Sportstätten, die etwas Bewegung verspricht. Da sieht es schnell aus wie in einem Freibad in Wuhan. Seit dieser Woche pilgern sogar wieder Bundeslandfremde herbei und alle haben Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 ordentlich aufzuholen. Manch einer wurde sogar schon mit Jadon Sancho verwechselt und das liegt nicht daran, dass das Trikot zu heiß gewaschen wurde. Plötzlich muss man sich erinnern. Wie war das noch mal als mehr als 3 Leute auf dem Platz standen. Was spielt man da? Lässt sich Fußballtennis auch als Mannschaftssport betreiben? Warum will dieser andere Mensch in meiner Spielhälfte meinen Ball? Ungewöhnliche Umstände, die zur Kreativität zwingen. Diese Markierungsdinger, die man sonst maximal als Pfosten auf dem Halbfeld benutzt werden, werden umfunktioniert um Teams auseinanderzuhalten. Weshalb man sie sogar ab und zu waschen muss. Aber was sollen die Leute auch zu Hause? Die Bundesliga ist längst entschieden und Sky will für den Rest der Saison tatsächlich auch noch Geld sehen. Zum Glück müssen Engländer und Italiener nur noch ein paar Tage ihr neu adoptiertes Lieblingsteam aus Sandhausen und ihren Goalgetter Dennis Diekmeier verfolgen bis wieder der echte spannende Fußball startet. Liverpool wird wohl doch noch Meister, allerdings erst nach dem FC Bayern im Juni. Wer hätte darauf gewettet?
Drei Ecken, ein Pythagoras
Es brauchte wohl erst einen Virus, um Fußball in Wismar in die internationale Fachpresse zu mogeln. Weil in den letzten Wochen recht wenig aktiver Fußball außerhalb von Weißrussland stattfand, holte 11Freunde für die jüngst erschienene Juni-Ausgabe zur großen Deutschlandreise zu magischen Fußballorten aus. Obwohl MV erst ab Montag wieder Ostwestfalen ins Land lässt, hat es die Autoren auch nach HWI verschlagen. Natürlich nicht bis in die Wismarena, aber das Kurt-Bürger-Stadion ist für den Anfang ja auch ganz okay. Vor allem weil dort der 60 Jahre alte Kinderfilmklassiker „Der neue Fimmel“ spielt, der die Fußball-Cineasten glatt „Flucht oder Sieg“ und „Potato Fritz“ vergessen lässt. Kuddel Moll und das weiße Schiff im Stadion haben die Redakteure offensichtlich hochgradig beeindruckt. Dabei haben die Spielszenen maximal unser Niveau. Die Hoffnung der Erwachsenen im Film, dass die Begeisterung der Kinder für den neuen Fimmel namens Fußball eine Modeerscheinung ist, habe unsere Angehörigen und Karl Lauterbach schon längst aufgegeben. Gerade in der fußballfreien Zeit wurde von uns gerne alles Ballähnliche mitgenommen und auch bereitwillig noch mal ein Vorrundenspiel vom Audi-Cup in der Wiederholung angeguckt. Hätte die Bundesliga also nicht den Neustart gewagt, hätten wir recht bald überprüfen können, ob wir uns wirklich so nah am Fußball der Sechziger bewegen. Die nächsten Gelegenheiten uns fußballerisch Richtung 70er Jahre zu bewegen besteht Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00. Aber nur, wenn ihr eure Mathe-Hausaufgaben fertig habt.
https://www.facebook.com/JensundOtto/videos/2544690795799399/
Lost in the Supermarket
Nachdem sich die Bundesliga beim Spiel „Wahrheit oder Pflicht“ ganz eindeutig für „Pflicht“ entschieden hat, kommen nun doch ungewollt ein paar Wahrheiten ans Licht. Nicht alle eignen sich für einen Hollywood-Blockbuster oder ein Facebook-Live-Video, aber im Kuriositätenkabinett der Menschheit findet sich immer noch ein Platz dafür. So wie die etwas zähe Einkaufsstory von Heiko Herrlich, die dazu geführt hat, dass der Augsburg-Coach, der seit zwei Monaten auf sein Pflichtspieldebüt warten muss, sein erstes Spiel nicht im Stadion betreuen kann. Quasi der erste Trainer, der gefühlt dauerhaft ins Home Office wechselt. Und das nur, weil er das erste mal nach 1999, als er ein Mundwasser für Oli Kahn suchte, wieder zu Schlecker gehen wollte und merken musste, dass Quarantäne keine Hautcreme ist.
»Wir sind im Hotel in Quarantäne und sollen da eigentlich auch nicht rausgehen, aber es gibt halt Situationen, die es einfach erfordern. Ich habe keine Zahnpasta mehr oder die ist am ausgehen und habe keine Hautcreme mehr gehabt und dann bin ich mit meinem Trainingsanzug in der Nähe zu einem Supermarkt, den ich nicht nennen möchte, gegangen. Auf dem Weg dahin habe ich gemerkt, dass ich meine Schutzmaske vergessen habe, bin nochmal hoch aufs Zimmer, habe die geholt. Ich bin dann da rein und da war zufällig eine Verkäuferin, die mich direkt darauf hingewiesen hat, dass man hier nur mit Wagen reinkommt. Ich hatte 20 Euro in der Tasche mitgenommen und habe ihr dann gesagt, dass ich nur Zahnpasta und Hautcreme mitnehmen möchte und zwei Hände habe und das auch ohne Wagen schaffe. Dann sagt sie: ‚Nein, das sind Vorgaben. Da halten sich alle dran, da muss sich jeder dran halten und wir müssen drauf achten.‘ Dann habe ich sie nochmal versucht zu überreden, habe ihr gesagt, dass ich nur einen 20-Euro-Schein habe und kein Kleingeld und mir gar keinen Wagen holen kann. Dann hat sie gesagt, dann wechsele ich Ihnen das an der Kasse. Dann bin ich mitgegangen zur Kasse und dann hat sie mir das gegeben. Dann habe ich das 1-Euro-Stück gehabt und bin rausgegangen, musste dann durch den Ausgang wieder raus und während dem Rausgehen war ich dann wieder mit anderen Dingen beschäftigt im Kopf – auf das Spiel – und bin rausgegangen und in Gedanken bin ich wieder reingegangen und stand dann plötzlich wieder vor der Hautcreme und Zahnpasta und habe mir das in die Hand genommen und habe gemerkt, irgendwas passt nicht, irgendwas fehlt. Und dann ist mir aufgefallen, ich muss ja eigentlich den Wagen holen. Dann bin ich wieder rausgegangen, an der Kasse vorbei. Die Frau hat mich komisch angeschaut. Ich habe den Wagen draußen geholt und bin dann reingefahren mit dem Wagen und habe die Zahnpasta und die Hautcreme in den Wagen gelegt, bin an die Kasse gegangen und war in dem Moment froh, dass ich die Schutzmaske aufhatte, in der Hoffnung, dass sie mich nicht erkennt. Die hätte sich auch gedacht, was haben wir da für einen Trainer geholt, wenn sie mich erkannt hätte.«
Gut, wenn man jetzt Supermarkt durch Transfermarkt ersetzt und Zahnpasta durch Jadon Sancho sowie Hautcreme durch Timo Werner dann könnte da doch noch eine aufregende Story draus werden. Aus den 20 Euro werden dabei fix 200 Mio und schon kann das mit der Kalou-Story von letzter Woche mithalten. So oder so wird es leider wohl das Spannendste an dem Spiel Augsburg gegen Wolfsburg bleiben. Nun ja, wir werden es bestimmt trotzdem angucken, um zu sehen wie die Profis mit den Kopfgrätsche-Bedingungen klarkommen. Das Original ohne Zuschauer aber mit frisch geputzten Zähnen gibt es wieder Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00. Nach den Erfahrungen der letzten Woche empfehlen wir vorher Sonnencreme aufzutragen. Wo es welche für unter 20 Euro gibt, entnehmt ihr bitte den Angebotsprospekten der Tagespresse.
09. Mai 2020 – Torminator 2 – Tag der Gehaltsabrechnung und Kneipenöffnung
Are they f**king with us?
Ab nächster Woche sind sie wieder in den Arenen. Die German Gladiators machen dann auf dem internationalen Fernsehmarkt den Weißrussen ordentlich Konkurrenz. Dabei können sie die Hygiene- und Abstandsregeln wahrscheinlich genauso gut einhalten wie die Guys vom World Wrestling Entertainment. Und sie können ähnlich konspirative Videos hinter den Kulissen machen. Das Script liest sich dann tatsächlich auch so als ob sich Hulk Hogan mit Kevin Nash und Scott Hall zur nWo zusammenschließt: „They are making a lot of money with us“, „They are Crazy. I don’t fucking understand, why do they do that?“ „I will ask them, are they fucking with us?“, „We already signed the fucking paper.“ Danach wird laut Drehbuch einem der vermeintlichen Buddys ein Klappstuhl über den Kopf gezogen und ein Weiterer per Chokeslam in die Absperrgitter geschleudert. Dann folgen ein paar Fistbumps für die neuen Verbündeten. Kurzer Beef mit dem Undertaker, der gerade per Closeline einen Abstrich macht und schon geht’s raus in den Ring. Der Erfolg auf dem amerikanischen Markt sollte der Bundesliga also gewiss sein. Im klassischen Tagteam-Fight bleibt jeder in seiner Laienschauspiel-Gruppe und klatscht wenn möglich nur mit der Leiter ab, die zufällig neben dem Spielfeld aufgestellt wurde, um nach dem Spektakel noch gründlich die Decke zu weißen. Jeder Zweikampf tut allerdings nur weh, wenn man nicht weiß, wann man fallen und über den Boden rollen muss. Insofern sollten Bundesligaspieler sehr gut vorbereitet sein. Nur wir müssen uns noch etwas weiterbilden und üben Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 noch ein paar Backbreaker, Brainbuster und Pildedriver.
Das Nerdderby: Wer bin ich? (Folge 3)
Der Wandervogel der letzten Woche war nicht ganz so einfach zu bestimmen. Vor allem weil der sich im Rheinland in jedes mögliche Nest gesetzt hat. Andrej Woronin war über Jahre gefühlt die Brechstange, die man gut noch mal in der zweiten Halbzeit einwechseln konnte, um ein Tor zu erzwingen. Er spielte für ganze 6 Bundesliga-Vereine, sowie in Liverpool und Moskau. Die EM 2012 im eigenen Land war mit dem Vorrundenaus der Ukraine für ihn eine Enttäuschung. Erraten musste ihn natürlich ein Herthaner. Zwar spielte er nur eine Saison für die alte Dame. Aber in dieser Spielzeit bildete er mit Marko Pantelic ein krasses Duo und erzielte 11 Tore. Unter Lucien Favre stand die Hertha sogar ein paar Spieltage auf Platz 1 und verpasste mit Platz 4 am Ende die Champions League nur knapp. Meister wurde tatsächlich der VfL Wolfsburg.
Nun gut, auch diesmal gibt es wieder einen Spieler zu erraten, der gut rumgekommen ist. Wer bin ich? Ich spielte in Vereinen mit:
Dirk Schuster
Olaf Marschall
René Schneider
Heiko Scholz
Jens Melzig
Michael Ballack
Andreas Köpke
Eike Immel
André Breitenreiter
Manni Schwabl
Michael Frontzeck
Miroslav Stevic
Francisco Copado
Ansgar Brinkmann
Wayne Bridge
Geboren bin ich in einer Stadt, die für ein anderes Spiel weltberühmt geworden ist. Meinem Opa wurde unterstellt ein Fußballstadion kaputt gemacht zu haben. Dennoch darf ich, falls die Bundesliga demnächst wieder mit Geisterspielen startet, als einer der Ersten wieder ins Stadion. Und eigentlich hätte ich in diesem Musikvideo die Hauptrolle spielen müssen:
Das Nerdderby: Wer bin ich? (Folge 2)
Bravo! Pfiffige Ratefüchse haben letzte Woche tatsächlich die Wer-bin-ich-Nuss geknackt. Erster war unser Präsi Swen. Gesucht war Davor Šuker, der aktuell der Präsident des kroatischen Fußballverbandes ist und als Stürmer der Kokasti 45 Tore in 69 Länderspielen schoss. Bekannt ist er natürlich für seine Zeit bei Real Madrid in den Neunzigern. Davor hat Davor allerdings auch 5 Jahre für den FC Sevilla gespielt, wo auch der legendäre Maradona ein Jahr zum Ende seiner Karriere sein Mannschaftskamerad war. Nach seinen Jahren in Spanien versuchte es Šuker noch 2 Jahre in der Premier League bei Arsenal und West Ham. Mit überschaubarem Erfolg. Er traf dort aber auf junge Talente wie Frank Lampard, Michael Carrick und Rio Ferdinand, die danach große Karrieren bei Chelsea und Manchester United starteten. Zum Ende seiner Karriere spielte Šuker noch 2 Jahre in der Bundesliga bei 1860 München bis ihn dort das hoffnungsvolle Talent Benni Lauth verdrängte.
So und hier ist der nächste Prominente im Sack. Wer bin ich diesmal?
Ich spielte in Vereinen mit:
Jürgen Klopp
Stefan Effenberg
Lukas Podolski
Javier Mascherano
Kevin Kuranyi
Jaroslav Drobny
Fernando Torres
Pepe Reina
Sergej Barbarez
Florian Kringe
Jörg Heinrich
Lukasz Piszczek
Jermaine Jones
Landon Donovan
Marc Stein
In meiner Vereinskarriere ist es mir gelungen u.a. für vier rivalisierende Clubs in einer Region zu spielen. Als Nationalspieler nahm ich für mein Land an Welt- und Europameisterschaft teil. Hier bin ich nicht dabei:
Und mit diesen Impressionen können sich all jene trösten, die traurig über die Absage des Oktoberfests sind. Aber das entschädigt doch hoffentlich für die Effenbergs im Käfer-Zelt, oder? Ein Jahr ohne DIA-Turnier wiegt da schon schwerer. Dabei wäre es nach dem Frisör-Kontaktverbot schön, hiervon eine Neuauflage zu erleben:


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