
Totgetweete tröten länger
»Aktueller Gesundheitszustand für diejenigen, die sich fragen: Nur terminlich verhindert zum zweiten mal in 4 Tagen. Sauer, Samstag 10:30 nicht dabei sein zu können. Aber das bringt mich nicht um. Scheine in der Lage zu sein, den Mittwoch 18:00 wiederbeleben zu können.«
So ungefähr übersetzt lautet der erfolgreichste Tweet von Mino Raiola. Ob er das auch noch einmal bei Mastodon getrötet hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber eventuell ist das der Premium-Content, für den man auf Twitter bleiben muss, unabhängig wem das Netzwerk gerade gehört. Aber auch nur dort sind nur diese Echokammern möglich, die ungeprüft Nachrufe zu Toptrends werden lassen. Kein Wunder, dass sich gestern jeder Sportjournalist in Grund und Boden schämte. Da wurde mindestens ein halber Nachmittag lang intensiv die eigenen Standards hinterfragt. Aber dann war auch schon wieder die nächste Eilmeldung auf Grundlage eines dünnen Gerüchts fällig. Die Follower wollen halt die exklusive und ungeprüfte Meldung so schnell wie möglich. Und so wird hier natürlich Freitags die nicht verifizierte Info rausgehauen, es wäre Samstag und Mittwoch mit Fußball zu rechnen. Ob das wirklich stimmt, muss man leider immer noch investigativ selbst am Platz rausfinden.
23. April 2022 – Blühende Jugend
Nachspielzeitreise
Das Stöbern in 10 Jahre alten Beiträgen auf www.kopfgrätsche.de ist nicht ganz einfach. Technisch ist noch einiges zu reparieren nach dem letzten Umzug und dann atmet dort vieles den Geist der damaligen Zeit, was einen sofort in ein Kaninchenbau hineinzieht, der ähnlich groß ist wie der Krater auf dem Gummiplatz. Was war das damals für eine komische Zeit? Nun, der Flashplayer war auf jeden Fall noch am Start. Inzwischen läuft dieser auch nicht mal mehr auf den Seiten, die unter den ersten Beiträge verlinkt wurden. Die Kommentarfunktion musste alsbald deaktiviert werden, da die damit verbundenen verlockenden Angebote selten was zum eigentlichen Thema beitrugen. Aber auch fußballerisch war 2012 ein denkwürdiges Jahr. Kloppo hatte gerade mit dem BVB eindrucksvoll das Double klar gemacht, bei dem ein unstoppbarer Lewandowski den Bayern in Berlin 3 Buden einschenkte. Die geprügelten Bayern mussten kurz darauf das Trauma vom verlorenen Finale Dahoam erleben, das wir wiederum gemeinsam im Filmbüro erlebten.
Der gleiche Schweinsteiger von letzter Woche, der so froh über seine wiedergefundenen Eier beim Elfmeterschießen im Halbfinale war, wurde im Endspiel zur tragischen Figur. Auch die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine, die nur wenige Wochen danach auch in der Karstadt-Arena startete, eignete sich nicht für Schweini für einen entspannten Sommer.
Nach der Vorrunde in Charkiw und Lwiw konnte man zwar als Erster der Gruppe B ins Viertelfinale einziehen, aber vor dem Finale stoppten sie Mario Balotellis Sixpack und Daniele de Rossis Assoziationen-weckendes Grätschen-Warnzeichen auf der Wade.
In diesem denkwürdigen Fußballjahr kann die Kopfgrätsche-Geburt natürlich fast nur eine Rumpelfußnote sein. Ich gucke dennoch Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 wieder aus dem Kaninchenbau-Krater auf dem Gummiplatz, um so zu tun als wäre es noch 2012.
20. April 2022 – La Décima
16. April 2022 – Easter Promises
10 Jahre Verlorene Eier
Als vor 10 Jahren Kopfgrätsche aus unseren Hirnen auf die Füße plumpste, wurden die Spielankündigungen, die vorher nur als Mail zu den Spielen Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 aufriefen, zu Blogbeiträgen. Einer der ersten Texte drehte sich saisonal passend um ovale Dinge. Und ohne den Kontext der damaligen Zeit kann man nur erahnen, was einem der Autor damit sagen wollte. Es werden offensichtlich schon die Vorteile der archivierten Teamfotos und Beiträge unter www.kopfgrätsche.de gepriesen, die man nach 10 Jahren auch mal wieder lesen kann. Aber was war mit Schweini? Stand eine Länderspielpause an, bei denen der inzwischen als Schleichwerbegesicht von Toom bis Garmin und Expertensprechpuppe bekannte Weltmeister (damals noch zwei Jahre davon entfernt) sich regelmäßig krank meldete, wenn es nicht direkt um Pokale ging? Nein, Anlass war wohl das Elfmeterschießen im Halbfinale der Champions League zwischen Real Madrid und Bayern, bei dem Schweinsteiger bekannte, kurz seine Einer verloren zu haben, sie aber rechtzeitig wiederfand. Also ganz im österlichen Geiste. Obwohl die Kopfgrätsche natürlich immer wenn es geht, das wichtigste Körperteil auf dem Hals preist, ging es am Anfang erst einmal untenrum zur Sache. Aber dieser verbale Elfmeter musste natürlich eiskalt verwandelt werden.
09. April 2022 – Aqua Calcio Monaco
Married… with old Lady
Die Macher von „Arm aber Sexy“ und „Länderfinanzausgleich in der Nachspielzeit“ bescheren uns einen neuen Kassenschlager im Sitcom-Format. Dass von Lars Windhorst nur heiße Luft kommt, hätte natürlich niemand ahnen können. Er hatte immerhin die Start-Up-Gang von Carsten Maschmeyer gelesen und hätte sein Geld auch easy bei der Höhle der Löwen in achtsame Gewürzmischungen und smarte Schuhlöffel investieren können. Aber nein, er wollte ja unbedingt sein sauer zusammenspekuliertes Geld mit jungen Menschen in kurzen Hosen vermehren. Viele hielten es für einen Enkeltrick mit einer alten Dame, aber wer auf Klinsi und Jens Lehmann als Berater vertraut, will das Geld doch auch nicht wirklich wiederhaben, oder? Als logische Fortsetzung dieser Expertenreihe kam man dann natürlich auf Felix Magath, der schon Fulham-Sugardaddy Mohamed Al-Fayed erfolgreich die Scheine aus der Buxe gezogen hat. Aber wer ist hier Täter und wer Opfer? Lars Windhorst fühlt sich wie ein armer Schuhverkäufer, der missmutig auf der Couch sitzt während ihm die nimmersatte Familie die Kohle aus den Griffeln reißt, um damit unnützes Zeug zu kaufen. Ist es da nicht verständlich, dass er seine Anteile irgendwo verpfänden muss? Ist natürlich blöd, dass die dann im schlimmsten Fall auch zwangsversteigert werden können und neben John Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 noch mehr Zocker in kurzen Hosen, Hertha-Trikots und hoffentlich auch in Schuhen auf dem Bolzplatz landen. Aber die Gefahr scheint gebannt. Lars hat den Schmuck der alten Dame schon längst wieder ausgelöst. Dann wird bestimmt doch noch alles gut, wenn er nicht mit seinen Kumpels in der Nacktbar landet.
02. April 2022 – Schuhe machen Leute

Der Schuh-Spende-Aufruf hat funktioniert! Danke an die Spender. Zwei der nigerianischen Studenten, die aus der Ukraine flüchten mussten, haben sich passende Schuhe ausgesucht. Und natürlich haben sie dann noch besser gespielt, als in ihren Badepuschen.
Jetzt müssen wir mal gucken, wie es weitergeht mit den übrigen Schuhen. Sie kommen auf jeden Fall noch an Füße von Leuten, die sie dringend brauchen.
Laserbrief
Guten Tag, liebe Laser! Was macht ihr da? Im Auge des Betrachters, der sich gerade eine Ecke ausguckt? Was erleuchtet euch, um auf der Netzhaut das Netz und die Pfosten gleich mit auszublenden? Gut, alles was kein wohlfeiles Abnicken der sportlichen Leistung des Gegners ist, könnte man als unfaires Verhalten deuten. Auspfeifen, Buh-Rufe, Schmähgesänge – das Repertoire ist eigentlich groß genug, um zarte Gemüter aus dem Konzept zu bringen. Als Zuschauer über die Stimme hinaus körperlich einzugreifen, ist nicht vorgesehen. Die Beine sind auch meist ungeeignet, wie die Rennkünste diverser Flitzer schon bewiesen haben. Auch der Wurfarm ist dem des Torhüters nicht ebenbürtig. Ein Bierbecher fliegt oftmals nur dem Besserplatzierten ein paar Reihen vor mir in den Nacken. Im seltensten Fall schafft man es, das wertvolle Pfandgut bis zur Eckfahne zu schleudern. Aber bis zum Elfmeterpunkt wird es schwer. Und deshalb setzen die hoffnungslos benachteiligten Zuschauer das einzige Körperteil ein, dass gut trainiert ist vom Playsie zocken. Mit dem dicken Daumen kann man den gegnerischen Schützen oder Tormännern beim Elfmeterschießen bequem nicht nur den grauen Star weglasern. Diese Art der unsportlichen Spielbeeinflussung lässt sich nur noch toppen, indem man Spieler der eigenen Mannschaft in einem Meme-Gewitter von einer Troll-Armee per Social Media durchs virtuelle Dort treibt. Und zwar ohne jedes Maß, so dass sie bei Heimspielen von jedem Fan im Stadion nur noch verhöhnt werden. Nun ja, die letzte Länderspielwoche hat auf jeden Fall gute Gründe geliefert, warum man ein Länderturnier nicht nur wegen des Austragungsortes ablehnen kann. Die „Fans“ sind zurück im Stadion, sportlicher geht es dadurch aber leider nicht zu. Auch wir hatten Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 Zuschauer, weil es inzwischen schon wieder für mindestens drei Teams reicht. Kommt gerne weiterhin zahlreich, aber nehmt die Daumen lieber zum Drücken derselbigen – ohne Laserpointer.
30. März 2022 – Stopp! Summertime!
26. März 2022 – Helden in Badelatschen

Samstag, 10:30 Uhr: Auf dem Platz stehen drei Nigerianer und möchten mitspielen. Ihre Geschichte: Sie sind Studenten aus der Ukraine. Sie mussten wegen des Krieges von dort fliehen und sind in Wismar gelandet.
Wir #Kopfgrätsch|er hatten vor ein paar Wochen die Idee, Schuhe für Geflüchtete bereitzustellen, leider noch nicht umgesetzt.
Fußball-Regeln sind universell. Man braucht nur einen Ball, ein paar Klamotten und ein paar Schuhe. Ab da an ist Fußball einfach für ein paar Minuten Krieg vergessen und Spaß haben.
An diesem Wochenende hatten wir nur ein Paar Schuhe für die Jungs. Unsere Idee war noch nicht soweit. Jetzt wird es dringend:

Wer hat noch Fußballschuhe, die er nicht mehr braucht? Die Jungs, die jetzt da waren brauchen Größe 42 und 43. Andere Größen könnten in der Zukunft auch noch benötigt werden. Es geht nicht um neue Schuhe – es sollten aber auch nicht die abgegammelten mit Loch sein. Sporthosen und Shirts oder Trikots werden auch gebraucht. Meldet euch unter diesem Eintrag Facebook, Twitter oder per E-Mail. Die nächsten Spieltermine sind Mittwoch, 30.03. um 18 Uhr und Samstag, 2. April, 10:30 Uhr.
Ach und: Selbst in Badelatschen haben sie sehr gut mitgezockt.
Ibrakatarbra
Im Nachhinein kann man natürlich immer sagen: ich wollte gar nicht gewinnen, weil ich da nicht hinfahren möchte. Und gerade im Hinblick auf Katar gibt es dann auch Menschen, die das gerne glauben. Aber was soll den Robert Habeck sagen? Er musste dahin, damit wir nicht verlieren. Sportlich war Deutschland ja sowieso ein Frühbucher. Und man konnte sich ganz entspannt angucken, wer sich sonst noch so qualifiziert. Saudi-Arabien z.B., was das Turnier auch geopolitisch färbt. Als ob man das jetzt unbedingt auch noch gebraucht hätte. Die Italiener anscheinend nicht. Die lassen diese Shitshow entspannt an sich vorüberziehen. Ob man unbedingt Nordmazedonien bei der WM sehen muss, kann man diskutieren. Aber irgendwer muss ja in die Gruppe mit Katar, damit die wenigstens die Vorrunde schaffen. Es gibt allerdings doch eine kleine Gefahr, dass dieses Turnier trotzdem geguckt werden muss. Auch von Italienern. Der ewige Zlatan ist schließlich immer noch mit in der Verlosung. Aktuell wohl auch gerade nicht zurückgetreten als Nationalspieler, sondern zurückgetreten vom Rücktritt. Wir haben aufgehört zu zählen zum wievielten Mal. Aber für ein paar großspurige Ansagen trotz Vorrundenaus würden wir natürlich gern die WM einschalten. Zum Thema Menschenrechte könnte man dennoch Substanzielleres erwarten als von Thomas Müller. Vor allem, weil sich Halbgott Zlatan natürlich selbst nicht unbedingt als Mensch begreift. Wir unwürdigen Irdischen treffen uns Samstag 10:30 UND Mittwoch 18:00, um einen Hauch dieses unbegreifbaren Glanzes von Sankt Ibra in unseren eigenen Fähigkeiten zu entdecken. Falls das fehlschlagen sollte, suchen wir uns andere Vorbilder – wahlweise in Nordmazedonien, Saudi-Arabien oder Katar.
19. März 2022 – What’s my Cage again?
Sanifair geht vor
Ein Hoch auf unsern Busfahrer, Busfahrer, Busfahrer. Auf unsern Busfahrer ein Hoch. Nachdem dem sanktionierten FC Chelsea das Taschengeld gekürzt wurde, sind keine großen Sprünge geschweige denn Flüge mehr drin. Das bedeutet natürlich, dass die Londoner nun öfter auf die vergleichsweise günstige Busreise zurückgreifen müssen. Und das bei den Spritpreisen. Irre. Nun ja, dann muss das schmale Budget zusätzlich über weitere Maßnahmen zusammengehalten werden. Es wird also nicht mehr an jeder Raststelle gehalten. Und muss es denn wirklich immer das teure Paderborner sein? Jede Amateurtruppe weiß, dass man sich den kostbaren Bierkasten vielleicht doch lieber für die Rückfahrt aufhebt. Es lauern aber noch andere Unwegbarkeiten auf dem Trip über die Autobahnen Europas. Einige Länder erheben eine Maut und in Deutschland muss man sich erst einmal die Sanifair-Bons leisten können. Ein unschöner Nebeneffekt, der für eine dauerbesetzte Boardtoilette sorgt, auf der man das Luftanhalten besser trainiert hat. Ein Klassiker ist natürlich auch, dass ein Haufen Fußballer auch nur auf dem Selbstständigkeitsniveau einer Kindergartengruppe agiert, was zwangsläufig dazu führt, dass man bei jedem Stopp ein bis zwei Kapeiken bei Tank und Rast am Regal mit den Erwachsenenmagazinen oder am Daddelautomaten vergisst. Die Umwege, um diese Trantüten wieder einzusammeln, lassen den Tank früh leer laufen und man kann nur hoffen, dass man es doch noch rechtzeitig zum Anpfiff schafft. Aus diesen Gründen gönne ich mir auch morgen wieder den Luxus der Fahrradanreise, um Samstag 10:30 vorbildlich pünktlich zu sein. Er drückt auf die Kupplung und Flusch macht die Spülung. Ein Hoch auf unseren Busfahrer. Auf unseren Busfahrer ein Hoch.
12. März 2022 – Grätschheart und die Tartan Army
There is no Planet DFB
Es wird schon wieder gewählt. Das wäre fast durchgerutscht und irgendwie hängt auch wenig Hoffnung an dieser Wahl. Früher konnte man die DFB-Präsidenten namentlich problemlos aufsagen. Z.B. Egidius Braun, der nette rheinische Opi in den Neunzigern. Gerhard Mayer-Vorfelder oder kurz MV (wie sympathisch), der baden-württembergische Pate mit dem großen Durst, der das Sommermärchen 2006 „erfand“. Oder Theo Zwanziger, der auch schon nicht mehr so seriös mit dem Geld umgegangen ist, aber immerhin Frauenfußballfan war. Und seit dem zerfasert es arg. Der Laden ist heillos zerstritten und unführbar. In Zeiten, wo Konzepte sehr fragwürdig erscheinen, wenn sie von nur einem starken Mann bestimmt werden, ist dieser Ansatz, dass man wegen fehlender Quittungen oder eines Nazivergleichs abgesägt werden kann, fast vorbildhaft. Seit Jahren rätselt vor allem der Vizepräsident, wer denn nun eigentlich Koch und Kell(n)er ist. Nun wird also eine neue arme Sau gesucht, die denkt DFB-Präsident wäre ein toller Titel auf seiner Visitenkarte. In Wirklichkeit schaut man jede Woche bedröppelt aus dem Bürofenster in der Otto-Fleck-Schneise, wenn mal wieder die Staatsanwaltschaft zur Razzia anrückt. In diesem gemeinnützigen Verein geht es auch nicht professioneller zu als in jedem Kleingartenverein. Irgendjemand verfeuert immer ohne Genehmigung Blätter und mäht den Rasen in den Ruhezeiten und die Wühlmäuse finden ihren Weg. Dennoch möchte man also im sich ankündigenden Frühling einen neuen Obergärtner gönnen. Wir gucken nur übern den Zaun auf das Unkraut und sind ganz froh, dass wir nicht eines der 1,7 Mio. Mitglieder im größten Sportverband der Welt sein müssen und stattdessen einfach nur Samstag 10:30 unseren Acker mit Kopfgrätschen zerfurchen dürfen.
05. März 2022 – Domino Day
„Im Prinzip ja, aber …“
Ein Blick auf die Tabellenspitze offenbart: das Ding ist durch, oder? Beim Rennen um Platz 1 kann man geistig abpfeiffen. Da brennt nie im Leben noch etwas an. Zu groß ist der Abstand zum Rest und zu stabil siegt sich der Primus durch die Liga. Also kann man schon mal langsam den Sekt kaltstellen. Den Aufstieg in die dritte Liga wird sich der der 1. FC Magdeburg nicht mehr nehmen lassen. Aber das Ziel ist ja auch kein schlechter Anreiz. Darüber wartet schließlich eine Liga, die man wirklich nicht tippen kann, wie ich es Woche für Woche nachhaltig beweise. Trotzdem wird es natürlich wider besseren Wissens versucht. Zwischen dem 1. und dem 7. sind nur 6 Punkte Abstand und es sind ja doch noch ein paar Spiele übrig bis Mai. Gefühlt ist zwar schon Frühling, aber hier lauern noch über zwei Monate unerträglicher Spannung. Schon das zweitklassige Nordderby letzte Woche hat wohl die Meisten für einen gesamten Bundesligaspieltag entschädigt. Zwar regen sich viele über die omnipräsente Verfügbarkeit von Fußball auf, aber ist es nicht von Vorteil, dass man ganz einfach die Liga wechseln kann? Selbst der Boykott der Katar WM fällt leichter, wenn man stattdessen einen anderen Wettbewerb verfolgen kann. Die Frauenfußball-Bundesliga spielt bestimmt parallel. Mal gucken wer da gerade um die Meisterschaft spielt. Bayern, Wolfsburg, Hoffenheim… ja, nee… dann doch lieber Katar. Wer spielt morgen 10:30 parallel zu uns? Alashkert Erewan gegen FK Van Tscharenzavan beginnt um 11 in der armenischen Premier League. Das sollte also eine einfach Entscheidung sein.



















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