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Vor zwanzig Jahren rumpelte ein Monster aus den Boxen. Ein Machwerk, dass man sich natürlich noch auf CD kaufen musste. Das Cover rot, der Sound dreckig und staubig. Die einzig wahren Erben des Desert Rock. Die Königinnen mit Dave Grohl an den Drums und Mark Lanegan neben Josh Homme am Mikrofon. Zehn Jahre nach Grunge. Songs for the Deaf, die dennoch genau die Ohren spitzten. Diese Woche starb mit Mark Lanegan die dunkle rollende Stimme der Queens of the Stone Age. Songs for the Dead. Zwanzig Jahre nach dem Meilenstein der Steinzeit. 2002 im Sommer von No one knows und Go with the Flow saßen wir in der Garage neben dem Haus 10 und trommelten wie Dave Grohl auf Mülleimern zum WM-Finale in Yokohama. Die Queens of the Steinzeit-Fußball um die einzigen Stars Michael Ballack und Oliver Kahn hatten es tatsächlich ins Finale geschafft. Gegen Paraguay, die USA und Südkorea. Ramelow, Linke, Jeremies. You think I ain’t worth a Dollar, but I feel like a Millionaire. Ohne den gesperrten Ballack waren die Brasilianer zwei Nummern zu groß. Im selben Jahr sicherte sich Gerhard Schröder seine Wiederwahl, weil er mit Gummistiefeln durch die Oderregion wanderte. Er setzte sich knapp gegen Edmund Stoiber durch, der vorher eine gewisse Angela Merkel vom Verzicht der Kanzlerkandidatur überzeugen musste. Ohne Gummistiefel waren seine Chancen versickert. Go with the Flow. Gone with the Flood. Die Oderregion war zu feucht für Desert Rock. Die staubige Stimme von Mark Lanegan rollt nicht mehr. God is in the Radio. Wir ziehen unseren Hut und die Gummistiefel aus. Betreten Samstag 10:30 einen Platz rot wie der Sand der Mojave-Wüste, rot wie das Cover von Songs for the Deaf.
Hab mal kurz auf die Taktiktafel von Jörg Kachelmann geschaut und wenn die Laufwege korrekt umgesetzt werden, wirbelt nach Ylenia als nächstes Zeynep über den Platz. Das sind in diesem Fall ausnahmsweise keine Kaukasus-Messis oder Appalachen-Ronaldos, die als Wette auf die Zukunft, was quasi gleichbedeutend mit dem überteuerten Verkauf nach Manchester oder Barcelona ist, vom FC Augsburg angepinkelt werden. Dennoch ist damit zu rechnen, dass wir für diese Stürme alle sprachlichen Vergleiche mit Stürmern unterbringen können: fegt über den Rasen wie Davie Selke, wirbelt die Abwehr durcheinander wie Fabian Klos oder weht durch den Strafraum wie Jonas Wind. Dankbare Tage für den Sportjournalismus und Twitter, was bekanntlich eine Tautologie ist. In Dortmund ist der größte Sturmschaden selbstverständlich der Ausfall von Erling Haaland. Ansonsten ist die Prognose für Samstag 10:30 gar nicht so schlecht. Da soll es kurz von dem roten auf den grünen Sturmsack wechseln und das sollte jetzt wirklich kein sprachliches Bild für Max Kruse sein. Wenn man also vorher etwas gefrühstückt hat, kommt man eigentlich gut klar. Angesagte Windrichtung ist Friedenshof. Da ist natürlich kurz vor dem Mittag vermehrt mit Böen von Braten- und Mischgemüse-Gerüchen zu rechnen. Sonst gilt wie immer: Vorsicht vor herabfallenden Bällen (Tomislav Piplica, I’m looking at you!) und ein gepflegtes Gut Wind in die Runde.

Hier ist bestimmt etwas philosophisch-tiefgründiges im #Kopfgrätsche-Foto zu finden. John mit dem Deckel auf dem Kopf. Der Ball, der Jürgen am trinken hindert. Jans Kleingeldsuch-Blick, Javids Fingerzeig… all das muss sich der Betrachter des Bildes selbst zu einer Bedeutung zusammenreimen.
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Hi Freaks,
Jungs, hier kommt der Masterplan bzw. Neues vom Trickser: ich öffne mich für ein Monster am Morgen. Sie wollen uns erzählen am Samstag ist Selbstmord. Aber ich tauche auf aus dem Keller, Samstag 10:30. Denn: ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein und ich wünschte, ich würde mich für Tennis interessieren. Die Idee ist gut, doch die Welt noch nicht bereit. Stattdessen treibt mich die Kapitulation doch unwiederbringlich auf den Bolzplatz. Die Unendlichkeit dieser Aufrufe zeigt: die Folter endet nie, aber pure Vernunft darf niemals siegen. Nur beim Kopfgrätschen gilt im Zweifel für den Zweifel und den Angreifer. Der Ball streicht mir über mein Gesicht, gegen die Welt gegen den Strich. Die Aussicht auf einen Jackpot in höchsten Höhen kann niemand versprechen. Am Ende bleibt lediglich die Hoffnung, dass wir nur leicht lädiert den Platz verlassen. Drum komm mit in meine freie Welt. Diese Welt kann mich nicht mehr verstehen. Aber sag trotzdem alles ab. Auch die Höllenfahrt am Nachmittag können wir abschaffen. Denn so jung kommen wir nicht mehr zusammen.

Ein ausgeglichenes 5-gegen-4! Dieses Spiel wird als tolle Samstags-#Kopfgrätsche in Erinnerung bleiben.
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Nach einigen Samstagen mit tollen #Kopfgrätsche-Spielen, war dieser Samstag echt enttäuschend. Nur zwei alte Säcke ohne Ball bei bestem Wetter waren da. Das Eis am Boden täuscht – zarte Restschicht bei +5°C.
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Kurzes Sabbatical-WE in der Bundesliga und damit die willkommene Chance das Transferfenster auf Hochglanz zu bringen und im Kader durchzufeudeln. Wintertransfers sind zwar meistens ein Eingeständnis, dass man im Sommer daneben gelegen hat, aber manchmal kommt auch unangekündigt Mino Raiola vorbei und holt ein norwegisches Jahrhunderttalent aus der Manteltasche. Besser man hat dann noch nicht das ganze Weihnachtsgeld auf den Kopf gehauen. Vor zwei Jahren passierte schließlich der letzte spekatuläre Wintertransfer, der nur noch von dem zeitgleichen Wechsel von einem gewissen Sars Covid von Asien nach Europa getoppt wurde. Seit dem, muss man zugeben, treffen beide wie am Schnürchen und damit widerlegen sie das alte Vorurteil, dass man Winter nichts mehr entscheidend verändern kann. Okay, der BVB ist am Ende der Saison überraschend doch nicht Meister geworden, aber dafür müssen sie ihren Starspieler bis zum Deadlineday im Physiokeller fest auf die Massagebank schnallen. So ein bis zwei komplett irre Büdchen pro Spiel soll er natürlich noch bis zum Sommer in Schwarzgelb schießen. Durststrecken von zwei Spielen ohne eigenes Tor sind da natürlich nicht förderlich und können im schlimmsten Fall dazu führen, dass er erst wieder im nächsten Winter wechselt. Der Verkauf von Stürmern im Winter hat in Dortmund allerdings auch eine gewisse Tradition. Auch die Vorgänger Haalands wechselten nach der Hinrunde. Gut, Paco Alcacer floh vor Erling Haaland und Pierre-Emerick Aubameyang vor Peter Stöger. Paco wurde zuletzt auf der Bank von Villarriba gesehen und Auba wurde beim Afrika-Cup von Sars Covid aus dem Team verdrängt. Wenn man also nicht gerade ein norwegisches Jahrhunderttalent ist, bleibt man im Winter besser dort wo man ist – zur Not auch bei Kopfgrätsche (Samstag 10:30).
Das geht ja gut los mit den guten Vorsätzen. Alle sind beim Sport zu sehen. Nicht nur die Schlange vorm CleverFit reicht einmal um die Altstadt. Scheinbar möchte jeder mit 1 bis 2 Jahresbeiträgen Ablass etwas für diese ominöse Gesundheit aushandeln. Warum auch immer. Dabei kann man doch von der Couch aus sehr bequem nach der Darts-WM gleich noch den Afrika-Cup und die Handball-EM wegbingen. Die letzten ernstzunehmenden Turniere vor der Wüsten-WM. Obwohl man sich die Akzeptanz dafür auch dafür so langsam antrainiert. Der Clasico in Saudi-Arabien im Rahmen des spanischen Supercups zeigt doch wie anpassungsfähig der Homo sportivus ist. Die Saudis waren schließlich auch pragmatisch als sie sich für Newcastle entschieden, obwohl die Vereinsfarben komisch sind und niemand ohne finanziellen Anreiz dort hin will. Aber in Zeiten, in denen sogar das Dschungelcamp von Australien nach Südafrika ausweichen kann, muss man sich daran gewöhnen, dass man bei der Ortswahl flexibel sein sollte. Vielleicht sind ein paar Dinge auch besser als am Ursprungsort. Drum können wir doch einmal nachdenken, was in Katar z.B. viel toller sein wird. Die Stadien sind immerhin nigelnagelneu und damit sinkt auch eindeutig die Fußpilzgefahr im Nasszellenbereich. Es steht also einer wahren WM der Zauberfüße nichts im Wege. Das wären doch sehr erfreuliche Aussichten. Und wer weiß, vielleicht kann sogar ein löchriger Tartanplatz am Samstagmorgen (10:30) ein ganz okayer Ort sein, an dem man sich etwas mehr bewegen kann als in der Schlange vorm CleverFit.
Kurze Abfrage: seid ihr für Samstag 10:30 wieder alle zurück? Ganz so selbstverständlich ist das nun wirklich nicht. Man hat doch Verständnis, wenn man sich als Fußballer zwischen Rückrunde, Audi-Cup und Katar noch mal einen schönen Instagram-Urlaub gönnt. Scheiß drauf, Malediven ist nur einmal im Jahr! Ole, ole und schalala. Und man kann doch nicht in einem Landgasthof im Harz absteigen. Was sind denn das für Bilder? Das kann der beste Filter nicht retten. Und die Trainingslager sind doch meistens viel näher, wenn man seinen Flug über Belek bucht. Also kurz gesagt: wer es bis jetzt zurück geschafft hat, wird aufgestellt. Bei den Bayern würden sie sogar auf Tobias Rau und Jan Schlaudraff setzen, wenn die heute an der Allianz-Arena vorbei gehen. Vielleicht wird ja an der Peter-August-Böckstiegel-Gesamtschule (PAB) in Borgholzhausen heute gestreikt und Herr Rau schafft es noch rechtzeitig zum Anpfiff. Falls das nicht klappt, haben die Bayern zur Sicherheit noch Ibrahimovic aus Spanien einfliegen lassen. Aber vielleicht auch nur für die schöne Schlagzeile. Der Gegner soll sich eben nicht zu sehr in Sicherheit wiegen. Der alte Ibra befindet sich bestimmt noch im Skiurlaub, wenn er seine Skihütte in Copperhill noch nicht verkauft hat. Oder er wirbt die Neumitglieder für seine brandneuen Padel-Tennis-Halle in Mailand. Jetzt ist schließlich die Zeit, um die Jahresbeiträge einzusammeln. Und wer hätte dafür mehr Verständnis als wir? Also jetzt 2 Jahre Kopfgrätsche zum Vorteilspreis buchen und Samstag 10:30 zum Schnuppertraining vorbeischlittern!
I heard the sidewalk Santa say
„Merry Christmas, merry Christmas“
Salvation’s coming saturday
Merry Christmas, merry Christmas
I searched the ball ground for a star
Merry Christmas, merry Christmas
And, baby, I wondered where you are
Merry Christmas, merry Christmas
‚Cause a kopfgrätsch’s possible when
You look past the joy to the end
Balling on Mary is voluntary
Unless you’re alone like me
If there’s a star above, then it can look like love
When they light up the Football field
And to all the lost heads down below
Merry Christmas, merry Christmas
What’s one more grätscher in the snow?
Merry Christmas, merry Christmas
Merry Christmas, merry Christmas
If there’s a star above, then it can look like love
When they light up the Football field
If there’s a star above, then it can look like love
When they light up the Christmas tree
Text und Musik: Aimee Mann(schaft)
Du gibst einer Rumpelfußtruppe, die nachweislich schon einmal Spiele beendet hat, ohne genau nachzuzählen wer eigentlich gewonnen hat, den wichtigsten Tag der Woche (Samstag 10:30) zum Kicken. Was erwartest du? Natürlich wird es sehr schwer auf den Ausgang zu wetten. Da kann man vorher versuchen alle Statistiken und Quoten auswendig zu lernen, es wird nichts nützen. Panische Anrufe im Café King könnt ihr euch sparen. Bringt lieber einen anständigen Plasmafernseher mit, wenn ihr eine Chance haben wollt. Ich möchte fast wetten, dass Robert Hoyzer seinen nicht mehr hat. Der ist schließlich fast so alt wie Jude Bellingham und dürfte noch nicht einmal HD ready sein. Jedes Ramschangebot aus der Cyber Week dürfte das Modell locker überflügeln. Auf dem möchte man im nächsten Jahr doch bestimmt nicht die Katar-WM gucken? Aber dafür braucht man vielleicht keinen eigenen Fernseher. Der Plan, dass wir das komplette Turnier auf dem Weihnachtsmarkt gucken, steht doch noch, oder? Schön mit Glühweindusche und Korso auf dem Kinderkarussell. Nur deshalb haben wir der Vergabe in das Emirat doch überhaupt nur zugestimmt. Das wurde uns versprochen. Na gut, vielleicht gab es auch den einen oder anderen materiellen Anreiz. Aber die Vergabe ist jetzt 11 Jahre her und das meiste davon ist Sondermüll. Also können wir doch wenigstens erwarten, dass dieses magische Public-Viewing-Erlebnis im Rahmen dieses komplett überhöhten deutschen Kulturguts Weihnachtsmarkt stattfinden muss.
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