
Die einen hatten ausgespielt.
Die anderen waren noch dabei

Aber nach der Nachspielzeit gab es dann noch einen erfolgreichen Abschluss.
[Dieses Foto stammt aus einer Datenrettung im November 2019. Hier mehr dazu.]

Die einen hatten ausgespielt.
Die anderen waren noch dabei

Aber nach der Nachspielzeit gab es dann noch einen erfolgreichen Abschluss.
[Dieses Foto stammt aus einer Datenrettung im November 2019. Hier mehr dazu.]
Erinnert ihr euch noch an den letzten Sommer? An all das Konfetti in der Luft, das beim ConFed- und beim Confetti-Cup durch die Luft wirbelte? Ja okay, das Wetter war bescheiden. Für ein Sommermärchen fehlte der Sommer. Im letzten Sommer waren dennoch alle überzeugt, dass wir zwei bis drei Mannschaften haben, um erneut Weltmeister zu werden. Und nu? Die ganze Euphorie verpufft. Fußball doof. Jogi ein Blinder. Die Endzwanziger auf dem Feld lahme Greise. Lieber Volleyball oder Tischtennis. Nicht mal das DIA-Turnier kann diesem Sommer noch retten. Wahrscheinlich will niemand mit einem Sport belästigt werden, in dem England Titel gewinnen könnte. Und das nur, weil die so toll Elfmeter können. Jedenfalls ist es am einfachsten, Jogi auch noch Schuld dafür zu geben, dass das für dieses Wochenende geplante DIA-Turnier nicht stattfinden kann. Oder Oliver Bierhoff. Oder Mesut Özil. Einer von denen hat es auf dem Gewissen. Die aktuelle Studentengeneration ist quasi in ihrem persönlichen 2004 angekommen. Unter Tante Käthe schafften wir damals dank zweier Unentschieden und einer Niederlage den vorletzten Platz vor Lettland. Ballkünstler wie Thomas Brdaric, Jens Nowotny, Christian Wörns oder Fabian Ernst haben im Grunde das Sommermärchen von 2006 erst möglich gemacht. Vor allem, weil sie 2006 nicht mehr dabei waren. Von da an retteten dann Jogi, das DIA-Turnier und die Karstadt-Arena den Fußball. Wir sind bereit für Neues, Jogi. Und du?
PS: Streng genommen, soll das Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 auch Fußball sein. Hat aber nur im Entferntesten damit zu tun. Kommt also wie immer, denkt nicht drüber nach und freut euch an der schönsten Kopfgrätsche der WM. Danke.
This is Lucas Torreira using his head to make a tackle.
His head.
To tackle.
This kid is prepared to die for the cause. pic.twitter.com/QobDGn3nJl— Gilles (@GrimandiTweets) 30. Juni 2018

[Dieses Foto stammt aus einer Datenrettung im November 2019. Hier mehr dazu.]

Wenn die Kamera kippt, muss man eben schnell für einen Ausgleich sorgen.
[Dieses Foto stammt aus einer Datenrettung im November 2019. Hier mehr dazu.]
Hiermit verabschieden wir uns mit einem Blumenstrauß warmer Worte von den WM-Allesguckern. Macht es gut. Vergesst nicht zwischen den Spielen auch mal aufs Klo zu gehen oder ab und zu etwas frische Luft reinzulassen. Zwar gibt es noch ein paar fußballfreie Tageszeiten, aber Samstag 10:30 wird schon schwer, wenn man im Vorfeld alle Interviews und Vorberichte mitbekommen möchte. Das ist ja schließlich alles bezahlt. Und es ist natürlich auch beruhigend zu wissen, dass auch Ex-Nationalspieler mit einer Hand voll Länderspielen und einem Sprachfehler wieder in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden können. Allesgucker haben natürlich auch eine große Verantwortung. Wenn die Berichterstattung kurz nach Frühstück startet, müssen schließlich schon ein paar lustige Posts im Netz sein, die von den Fachkräften der Theater-AG Lerchenberg noch einmal in verteilten Rollen nachgespielt werden können. Mit dieser Bürde muss man erst einmal klar kommen. In ein paar Wochen werden die Allesgucker ja wieder auftauchen. Desillusioniert von diesen Tippspielen, die trotz des bedrohlich-schwankenden Stapels Sonderhefte von Leuten gewonnen werden, die im Halbfinale fragen, ob die Italiener noch dabei sind, und leicht matschig im Kopf aufgrund des immer gleichen Musiksnippets, das als WM-Jingle jeden Beitrag über Jogis Espresso-Doping abrundet.
Javid hat bei #kopfgrätsche sowas wie Superhelden-Status. Mittlerweile fährt sein Chauffeur schon mit geöffneter Tür zum Fototermin vor, um den leistungsstarken Drippler direkt einzuladen.

Die restliche Truppe ist per Fahrrad dann selbst zum Kai (und damit auf das alljährliche Hafenfest) geradelt. Neben Ciabatta und alkoholfreihem Hefeweizen wurde noch ein zünftiges Drachenbootrennen geboten:

Plötzlich ist da dieses Turnier. Nach all den Kampagnen für die Besten, von denen niemals ein Rest bleibt, oder die Wiedervereinigung durch Fußball, müssen die Models tatsächlich noch in Spielfilmlänge echte Fußballer darstellen. In den kurzen Clips klappt das ja ganz gut. Da gelingt auch jeder Trick und niemand bekommt den Ball ins Gesicht. Oder die Schulter von Ramos. Auf neunzig Minuten gestreckt, hat diese Show dann doch einige Hänger. Das nennt man dann Vorrunde. Ein schmackhaftes Leckerli wie Portugal gegen Spanien wird da gern mal zu einer zähen Partie Mikado, wo niemand zuerst wackeln will. Dafür wird man bereuen, dass man vermeintlich Verzichtbares wie Saudi-Arabien gegen Ägypten oder Tunesien gegen Panama sausen lässt, weil man auch mal wieder Zeit mit der Familie verbringen will. Oft sind das dann die legendären Spiele, die zu modernen Klassikern werden. Das kann aber auch genau andersherum sein. Deshalb sind die Chancen beim Tippspiel und beim russisch Roulette auch ungefährt gleich. Die Rolle für den spektakulär strauchelnden Favoriten muss am Ende ebenso besetzt werden wie die für den sympathischen Underdog, der erst im Halbfinale durch eine eigenartige Schiedsrichterentscheidung ausscheidet. Am Ende muss man leider doch alles gesehen haben, um mitreden zu können. Wie bei dieser Serie, wo die ersten Staffeln so toll waren, dass man auch die 10. guckt, obwohl man die Darsteller nicht mehr kennt, den Drehort blöd findet und man sowieso das Gefühl nicht mehr los wird, alles schon einmal gesehen zu haben. Aber dann kommt dieser eine Moment irgendwo irgendwann in einem der 64 Spiele, wo man all das vergisst. Nach der WM werden Vuvuzela und Trinkhelm sorgfältig für das nächste Turnier verstaut. Das Gesetz der Serie gilt nicht nur Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00, auch das DIA-Turnier hofft dieses Jahr wieder im Vorprogramm des WM-Achtelfinales auf den einen oder anderen Eventfan. Am 07.07. 14:00 startet das Bonusmaterial, das sich ausnahmslos aus den besten verpatzten Szenen aus 1000 Jahren Fußballgeschichte zusammensetzen wird. Da ist Loris Karius auf dem Plakat quasi nur ein Fliegenfängerschiss. 

Ein etwas lustloses Foto nachdem wir vorher aber eine alte #Kopfgrätsche-Tradition wiederbelebt haben: 3-gegen-3 quer auf Flaschen-Tore! Und: Ein großes Comeback nach langer Zeit gab es auch (4.v.l.)!
Bravo. Der Preis für die Kopfgrätsche in Gold geht an … Zinedine Zidane! Und das nicht nur weil er in technischer Vollendung vor 12 Jahren Marco Materazzi auf Brusthöhe mit dem Kopf weggegrätscht hat. Nein, Zizou hat diese Auszeichnung auch aus anderen Gründen verdient. Nach drei Champions-League-Titeln in Folge gibt er auch einmal anderen Sportlern die Chance diesen Titel zu gewinnen. Nachdem das Teamfoto (eindeutig eine Verbeugung vor Kopfgrätsche) offenbarte, dass er wieder die gleichen Spieler aufstellen musste, die tatsächlich die gleichen Posen wie bei seiner letzten Studie wiederholten, ist es an der Zeit, dass auch einmal andere jubeln. Zidane, der da Vinci unserer Zeit, hat sich selbst bis zur Perfektion kopiert. Navas mit dem Wimpel unterm Arm und der Hand auf Casimiros Schulter. Der wiederum mit beiden Händen auf den Knien. Marcelos Hände klammern sich die Oberschenkel seiner Nebenleute. Ganz hinten rechts steht Ronaldo wie sein eigenes Denkmal auf Zehenspitzen und stützt sich auf Benzema auf. Und Toni Kross lächelt wie die Mona Lisa. Aber nun müssen andere kommen und zeigen, dass sie mit diesem Tuschkasten Meisterwerke vollbringen können. Es geht wieder bei Nullnull los. Jeder kann malen. Everyone is an artist. Samstag 10:00 und Mittwoch 18:00 in der Volkshochschule Kopfgrätsche.
2017 und 2018. Sogar die Position der Hände exakt gleich. Verrückt. pic.twitter.com/ZDf4MSHNhH
— Oliver Wurm (@oliverwurm) 27. Mai 2018

Alle Kopfgrätscher haben die Brille auf. Nur Tim sucht seine noch.
Darum ist er später im Kai bei der „Dritten Halbzeit“ nicht dabei:

[Dieses Foto stammt aus einer Datenrettung im November 2019. Hier mehr dazu.]
Danke für das Annehmen unserer neuen Nutzungsbedingungen nach den neuen Regeln der DSGVO. Durch das Lesen dieser Zeilen hast du zugestimmt auch weiterhin regelmäßig großartige Neuigkeiten und zeitraubende Banalitäten aus dem Hause Kopfgrätsche zu erhalten. Dafür lassen wir deinen personenbezogenen Daten nur die beste Behandlung zukommen. Sie werden in Manndeckung mit Sonderbewachung genommen. Da kann nix passieren. Falls du das nicht liest und trotzdem Samstag 10:30 oder Mittwoch 18:00 zum Platz kommst, legen wir vor Ort noch Listen aus, die bitte gefälligst vor Ort unterschrieben werden. Danach könnt ihr das gern in geknüllter Form in den Strafraum werfen oder in einer Aktentasche im Park vergessen. So begann allerdings auch irgendwann der Abstieg des HSV. Also lieber als Spickzettel in die Stutzen schieben. Ansonsten ist uns egal welche Passquoten oder Packingwerte ihr erzeugt. Wir sind nicht clever genug, um daraus irgendwelche brauchbaren Schlüsse zu ziehen. Würde dir sonst immer wieder der gleiche Bauerntrick gelingen? Eben. Jeder Haken, der nicht in einer Checkbox gesetzt wird, trifft uns immer aufs Neue unvorbereitet. Die Kopfgrätsche-Intelligenz kurz KI befindet sich noch in der F-Jugend und ist stark versetzungsgefährdet.

Kein einziges #Kopfgrätsche-Trikot auf diesem Kopfgrätsche-Foto! Einfach ist es, mit ewigen Gewinner-Leibchen rumzulaufen. Aber immerhin gibt es hier ein Madrid-Duel zwischen Real (Kritish) und Athletico (Vadim). Jochen konnte damals noch nicht ahnen, dass er sein Hemdchen wenige Wochen später verbrennen würde. Der Gewinner dieses ungewollten Contests ist aber Olli: Sein Herzensverein Köln war gerade eine Woche zuvor ziemlich heftig aus der Bundesliga 2017/2018 abgestiegen.
[Dieses Foto stammt aus einer Datenrettung im November 2019. Hier mehr dazu.]

Ja Mai, ein Kopfgrätsche-Foto, welches erst eineinhalb Jahre nach seiner Entstehung auf einer kaputten Speicherkarte gefunden wurde. Jetzt haben wir den Datensalat: Was möchte uns Jürgen da zeigen? Immerhin sind doch Kinder mit auf dem Foto. Und was versteckt Tim?
[Dieses Foto stammt aus einer Datenrettung im November 2019. Hier mehr dazu.]
Puh, das Spannendste der WM-Vorrunde ist schon einmal geschafft. Die Nominierung des deutschen WM-Kaders. Und das war doch gar nicht so überraschend. Gomez wechselte in der Winterpause nach Baden-Württemberg und ist dabei. Sandro Wagner verschwand zur gleichen Zeit aus Baden-Württemberg und damit auch aus dem Beobachtungsradius des Bundestrainers. Die beiden meistdiskutierten Namen Sandro Wagner und Mario Götze zeigen auch ein Muster. Es ist kein gutes Omen einen italienischen Vornamen zu haben. Die Italiener können das nur bestätigen. Und damit fehlt das Duo aus Mario und Bro Luigi (der sich den schwäbischen Decknamen André Schürrle verpasste, aber nie den Makel überwinden konnte, dass Ludwigshafen nicht Mannheim ist), das Deutschland vor vier Jahren zum Titel klempnerte. Inspiriert von Sandro Wagner (man muss auch verstehen, wie Italiener ticken) und Frank Lehmann trete auch ich offiziell hiermit aus der Nationalmannschaft zurück: „Sag du mir nicht, dass es aus ist. Du hast mir überhaupt nicht zu sagen, dass es aus ist. Das ist mein Text. Und ich sag dir mal was: Jogi. Es ist aus!“ In 4 Jahren in Katar ist es mir überhaupt zu sandig und außerdem hab ich da Weihnachten schon was vor. Und Samstag (10:30) und Mittwoch (18:00) sowieso.
Moin Moin, liebe Sportsfreunde. Herzlich Willkommen zu Kopfgrätsches Sportstudio direkt und live aus der Wismarena. Im heutigen Spitzenspiel der Bundesliga begegnen sich bei bestem Fußballwetter der SC Weiche Flensburg 08 und der Gastgeber Holzbein Kiel. Es herrscht eine Bombenstimmung. Ca. 63664 Zuschauer wollen sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen. Beide Mannschaften befinden sich Bestform. Heute rechnet sich wieder einmal, dass hier eine Arena für die ganzen Furzvereine im Norden steht. Nach dem längeren Exil in Shenzhen können sie somit endlich nah an der Heimat spielen. Es sind ja gerade einmal 120 Kilometer. Genauso weit müssen die Fans des Hamburger SV fahren, seitdem das Hamburg Dugeon die Arena übernommen hat und seine Gäste dort mit echten Dinosauriern erschreckt. Wo an welchem Punkt dieser Fresskette die Spezies des Kopfgrätschers ausgestorben ist, ist noch immer ein Rätsel. Friedlich rumpelte er Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 über den kargen Tartanplatz. Irgendwann fand er aber wohl kein Gras zum Fressen mehr und schulte auf den neuen Trendsport Tischtennis um. Dabei verkümmerten seine einzigartige Fähigkeit mit dem Kopf zu grätschen. Traurig, traurig. Ich guck noch mal in die Flasche wie spät das ist…
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