Welche App beansprucht momentan die meiste Bildschirmzeit und warum ist es der Regenradar? Windfinder wird es nicht sein, weil den Wind muss man aktuell nun wirklich nicht suchen. Das Herbstwetter kann aber immerhin dafür sorgen, dass der ganze Dreck, mit dem der Spielfeldrand bei uns im Sommer vollgemüllt war, hinweggefegt werden kann. Glasscherben, Bubble-Tea-Becher, Energydrink-Dosen, Vape-Verpackungen und Chiptüten werden mit dem Laub, das uns lange nach verunglückten Abschlüssen den Blick auf das Spielgerät verwehrte, in Ecken zusammengepustet. Ein natürlicher Laubbläser, der einen Müllstrudel bewegt, der dem im Pazifik gleicht und einige interessante Details mit sich trägt. Der eine oder andere Schuh kann dabei sein und ist das da nicht die Ecke einer verhauenen Mathe-Hausaufgabe? Womit man sich halt an den lauen Sommerabenden hier so beworfen hat, während man gelangweilt am Platz rumlungerte, weil TikTok schon durchgeguckt war und man keine Lust hatte für Mathe zu lernen. Aber nun wird das Platzbild freigeblasen, so dass der EVB am Ende nur mit einer Schippe in einer Ecke den Dreck aufnehmen muss. Wir kümmern uns dann darum, dass wir Samstag 10:30 den Platz mit Menschen in bunten Trikots und bunten Schuhen dekorieren, die mit der Absicht dort einen Ball anzunehmen, abzugeben und manchmal sogar ins Tor zu dribbeln, den Platz einfach besser aussehen lassen. Deshalb platzieren wir sie am Ende sogar in einem Foto vom Platz, wodurch wir einige Schmuddel-Ecken subtil kaschieren können. Dafür wäre ein Regenloch am Samstagvormittag auf jeden Fall von Vorteil. Aktuelle Vorhersage: 10 Grad, stark bewölkt, mäßiger Wind aus Süd 25 km/h mit Böen bis 45 km/h. Klingt für mich eckzellent.
18. Oktober 2025 – Jindu-Besuch, Javid-Comeback und Drittehalbzeit-Beer-with-me-Premiere im Drewespark
Fakultativer Schießbefehl
Glückwunsch. Sie wurden in unserem Losverfahren ausgewählt, um am Samstagmorgen der Kopfgrätsche zu dienen. Finden Sie sich Punkt 1030 nüchtern am Kreiswehrersatzamt Joachim Streich in Joggingbuxe ein. Es warten auf Sie einige Koordinationstests mit Ball. Falls dabei aus Versehen Drohnen getroffen werden, steht ihnen eine Karriere im abgehobenen Dienst bevor. Außerdem wollen wir ihr Gedächtnis testen. Dafür wird in unregelmäßigen Abständen ohne Vorwarnung während der Übungen nach dem aktuellen Spielstand gefragt. Oder nach der Uhrzeit. Oder beidem. Ihre Eignung fürs Gelände werden wir ebenfalls überprüfen, indem wir das Spielgerät aus heiterem Luftraum im Unterholz deponieren werden. Nach der Suchmission in der Tradition von Saving Private Ryan müssen sie ohne Kompass, GPS und Verpflegung zum Schießplatz zurückfinden. Der heißt allerdings nur so. Das Schießen ist hier absolut freiwillig. Pazifisten können natürlich auch einfach abspielen. Zur Vermeidung von Friendly Fire werden die Gegner farbig markiert. Darüberhinaus ist die Ausrüstung etwas dürftig. Bitte Socken und Unterwäsche selbst mitbringen. Falls sie an der Sinnhaftigkeit unseres Losverfahrens zweifeln, müssen wir ihnen mitteilen, dass wir ein absolut ausgeklügeltes System einsetzen. Niemand Geringeres als der überparteiliche Krake Paul dient zur Ermittlung geeigneter Rekruten. Mit ihm haben wir zwar am Ende nie gewonnen, aber wir sind doch meist weit gekommen. Und das hat dem General mit der Helmfrisur eine lange Laufbahn beschert. Was nach 2011 los war, als wir ohne Krakenorakel und Wehrpflicht angetreten sind, entzieht sich unserer Kenntnis. Da sind unsere Aufzeichnungen etwas lückenhaft. Wahrscheinlich wurde ein sogenannter Digitalisierungsversuch unternommen. Deshalb antworten sie bitte nicht auf diese Mail. Der Server zerstört sich sonst von selbst. Danke für ihr Verständnis.
13. Oktober 2025 – „Das ist das perfekte Wetter, …
Äpseludly
Die Länderspielpause im Oktober also. Der traditionelle Teil des Jahres, in dem man sich Zeit nimmt das Laub zusammenzuharken und einen neuen Trainer zu suchen. Frei nach Rilke: wer jetzt unzufrieden mit seinem Übungsleiter ist, wird es vermutlich lange bleiben. Also lieber noch mal prüfen, ob man wirklich Nerven aus Stahl hat und noch bis zur Länderspielpause im November auf den ersten Saisonsieg warten kann. Und es sind ja ein paar urige Exemplare auf den Arbeitsmarkt, die nur darauf warten, dass man ihnen eine verunsicherte Mannschaft anvertraut und aus ihnen die Grundtugenden herausquält. So kann man beim Jobcenter u.a. die Akte von Markus Anfang wegheften und auch die Altenburger Skatlegende Uwe Rösler hat wieder einen Brötchengeber gefunden. 35 Jahre nach der Wiedervereinigung bringt er wieder Ostkolorit in den tiefen Westen. Damit das nicht allzu doll auffällt, hat er bei seiner Antrittsrede die versammelte Journaille in feinstem sänglisch unterhalten. Das sollte wahrscheinlich nach großer weiter Fußballwelt von Southampton oder Brentford klingen. Leider machte er den großen Fehler schon am Anfang als er sich nicht als „The Juwie“ vorstellte. Deshalb muss man mal gucken, ob das mit der neuen Personällidy am ersten Schultag noch was werden kann. Am Ende fällt denen in Bochum noch auf, dass „der Uwe“ vor ein paar Jahren noch Geisterspiele in Düsseldorf godschen musste. Aber ob man sich in der Landeshauptstadt daran noch erinnert? Man hat ja offensichtlich auch schon vergessen, was der eigene neue Trainer in der Zeit getrieben hat. Wenn man bei der Recherche von alten Facebook-Akten in der Meta-Unterlagenbehörde herausbekommt, dass sich der Düsseldorf-Coach regelmäßig beim Kölner Karneval rumgetrieben hat, dann kann ab dem 11.11. schon wieder Trainersuche in Düsseldorf angesagt sein. Zum Glück ist dann wieder eine passende Pause im Kalender. Mein Kalender sagt mir, dass Samstag 10:30 endlich wieder Zeit für Kopfgrätsche ist. In der Meta-Unterlagenbehörde wird dafür schon ein neue Akte angelegt.
27. September 2025 – Coogans Bluff plays Ballada
Freedom of Belly
Die Badehose tropft noch auf der Leine und in den Straßencafés sitzen die Touristen beim Aperol Spritz – aber auch das hält den Herbst nicht auf. Er nimmt sich seinen Raum mit Handschuhtemperaturen am Morgen und zu wenig Licht am Abend. Noch kann man Samstag 10:30 die gebräunten Knie an die frische Luft halten, aber bald merken wir dass O bis O eine Faustregel ist, die auch für die lange Hosen ihre Berechtigung hat. Trikots mit langen Armen gab es eine zeitlang kaum. Stattdessen zogen besonders wetterfühlige Profis gern farbig passende Funktionskleidung drunter und vergruben zusätzlich ihre Finger darin. Die Langarmversion von Trikots kommt aber wieder, meistens wenn man ein sackiges Sondertrikot in Neonfarben neu auflegen möchte, in dem sogar Profis herrlich untrainiert wie ihre Fans am Bratwurststand aussehen. Den Extrastoff an den Armen lassen sich die Clubs natürlich gern mit einem 50prozentigen Aufpreis bezahlen. Aber es lassen sich auch andere modische Vorlieben bedienen, indem neue Trikots auf in einer sommergerechten Bauchfrei-Variante angeboten werden. Die Zielgruppe dafür dürfte nicht primär der Bratwurstfan sein, sondern eher der modisch avantgardistische aber ebenso frierende Influencer auf der Tribüne. Das weniger an Stoff lassen sich die Clubs zum Glück aber nicht extra bezahlen. Da kann man noch vom iPhone lernen, wo sowohl mehr aber auch weniger Material extra kosten. Die Contentkreation im Stadion könnte aber immerhin den Akku etwas fordern, so dass das Endgerät sich bestens als Taschenwärmer einsetzen lässt. Aber Vorsicht vor dem deutschen Herbst (klingt komisch für Leute, die sich nicht nur daran erinnern können, dass Gladbach 1977 Meister war) – wenn der Akku der kalifornische Geräte bei einstelligen Gradzahlen aussteigt, kann nur noch einen selbstlose Kuttenspende die Social-Media-Touristen wie die Everest-Besteiger in Flip Flops vor dem sicheren Kältetod retten. Aufnäher in mehreren Lagen sorgen für einen ungeahnten Thermoeffekt und der ehrabschneidene Inhalt hat das Potenzial, die Gemüter nachhaltig zu einem goldenen Indian-Altweibersommer zu erhitzen.
24. September 2025 – Ball Night Long
20. September 2025 – Der Dennis-Schröder-Einwurf
All right, we’ll call it a draw
Das schiedlich friedliche Unentschieden am Samstag (10:30) und Mittwoch (18:00) ist meistens das beste Ergebnis, damit niemand mit schlechter Laune nach Hause gehen muss. Wie die Quoten darauf sind, ist schwer zu sagen. Aber tippen echte Zocker auf Unentschieden? Ein 0:0 scheint am Spielanfang immer eine gute Idee zu sein. Bis das erste Tor fällt. Bei Juve gegen Dortmund am ersten Champions-League-Spieltag stand es zur Pause auch torlos. Was kann man dann erlösen, wenn man sagt: das geht noch 4:4 aus? Da müsste man mal bei einem Buchmacher mit jahrelanger Erfahrung nachfragen. Allzu viele Namen fallen mir da nicht ein, aber dass es früher einmal das Café King in Charlottenburg gab, ist ja Allgemeinbildung. Ante Šapina könnte also bestimmt weiterhelfen. BVB-Trainer Niko Kovač ist in Berlin Wedding geboren und könnte auf berlinerisch oder sogar kroatisch mal nachfragen. Beim Spiel in Turin traf Niko Kovač auch einen anderen alten kroatischen Freund wieder. Seit März diesen Jahres ist Igor Tudor, ehemaliger Verteidiger von Juve, dort als Trainer unterwegs. Mit seinem Namen müsste er natürlich eigentlich Trainer auf der Insel im Mutterland der Buchmacher sein. Mit Niko stand er über 30 mal für die Kockasti auf dem Platz. Das erste und das letzte gemeinsame Länderspiel endete jeweils unentschieden. Und an einem weiteren spektakulären Unentschieden vor 25 Jahren waren sie auch beteiligt, als am ersten Spieltag der Champions League 2000 der HSV auf Juventus traf. Beim wilden 4:4 im Hamburger Volkspark trafen Igor Tudor zum 0:1 und Niko Kovač zum 4:3. Am Ende gingen beide mit unentschiedener aber auch nicht mit schlechter Laune nach Hause. Ob Ante Šapina dieses Ergebnis erwartet hatte, wissen wir nicht. Was sollte er auch mit dem HSV zu schaffen haben?
17. September 2025 – Denkt an die Elektrolyte!
13. September 2025 – Kopfgrätsche jagt den Aua-Rekord
Ich denke oft an Uruguay
Wie lange quatschen wir jetzt schon über diese WM nächstes Jahr? Naja, wahrscheinlich schon seit der vorletzten WM. Seit klar war: das mit Katar wird komisch, hat man doch schon mal überlegt, wann wieder ein unbedenkliches Turnier stattfindet. Dass es nur noch selten ein Land sein kann, sondern schon meist ein halber Kontinent – geschenkt. Günstige Flüge und das Internet können doch trotzdem dafür sorgen, dass es so kuschlig wird wie einst in Uruguay. Aber inzwischen soll rund ein Viertel aller Länder weltweit die Chance haben, zu Gast bei Freunden zu sein. Da reicht halt Uruguay flächenmäßig nicht mehr aus. Oder es bekommt noch ein Spiel und muss sich die WM mit Spanien, Portugal, Marokko, Paraguay und Argentinien teilen. Kann ja trotzdem schön werden. Liegen doch fast alle am Atlantik. Die Gastgeber nächstes Jahr eint sogar die Lage an zwei Ozeanen. Julian Nagelsmann hat immerhin schon ein Jahr Warten geschafft seit dem Aus bei der Heim-EM. Somit muss er nur noch ein Jahr Warten schaffen, bis er Weltmeister wird. Wenn seine Ansage vom letzten Sommer denn noch steht. Aktuell ist die Stimmung eher so durchschnittlich und kurz vor: da wollten wir eh nicht hin und diesmal boykottieren wir den Mist aber wirklich. Wer die Klub-WM sehen musste, könnte es verstehen. Die Stimmung in Amerika scheint auch wirklich nicht gut, wenn jeder Ball der vom Spielfeld fliegt schon für würdeloses Gezanke auf der Tribüne sorgt. Selbst solche Konflikte lassen sich in den USA offenbar nicht mehr ohne Social-Media-Mob und Nationalgarde lösen. Bei uns sitzt hoffentlich auch noch in fünf Jahren einfach die Abteilung Attacke ohne Internet im Doppelpass und regelt das. So muss sich Stammtisch anfühlen. Quasi der vorgezogene Fassanstich auf der Wiesn. Und da misst sich auch die ganze Welt in einem ehrlichen Wettbewerb. Dort prostet der Uru dem Kanadier freundlich zu und am Ende einigt man sich unter der Bierbank auf ein Unentschieden (siehe auch Kopfgrätsche Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00, wenn das golden Goal nicht fallen will…). Dafür qualifiziert sich bestimmt auch der Oberbayer Julian gerne und lallt danach: „Jetzt müssen wir wieder ein ganzes Jahr warten bis wir voll weltmeisterlich voll werden.“
10. September 2025 – O’Beinig is‘
06. September 2025 – Kopfgrätsche Soda Pop

Kopfgrätsche.de ist ein Gradmesser der Zeit. Mit den Fotos und den Texten versuchen wir immer wieder aktuelle Trends aufzugreifen. Meist sind wir zu spät. So wie hiermit. Und schlimmer noch: Als die Frage für das Motto „Soda Pop“ aufkam, löste das großteilig Ahnungslosigkeit aus, obwohl allein das „Soda-Pop“-Lyrics-Video (Stand September 2025) 211 Millionen Aufrufe hat. Der Film „KPop Demon Hunters“ (Wikipedia) gilt mit bisher 236 Millionen Abrufen als erfolgreichster Netflix-Film aller Zeiten.
Analyze This (Reine Nervensache)
Die Kinder sind noch nicht einmal eingeschult bzw. die bayrischen Kinder sind noch bei der Heuernte oder mit dem Almabtrieb beschäftigt, und trotzdem fühlt es sich schon wie Herbst an. Vielleicht liegt es auch nur daran, weil das Wetten auf die erste Trainerentlassung der Bundesliga just ein jähes Ende gefunden hat. Die Meisten waren noch dabei das Kicker-Sonderheft durchzulesen und sich Notizen fürs Managerspiel zu machen. Noch waren die Mannschaftsbilder wenig aussagekräftig und irgendwo sind ja die Transferfenster immer noch auf Kipp. Also kann man erst nach der Länderspielpause ein echtes Urteil über den Zustand der Liga fällen. Und bevor dieser Punkt erreicht werden konnte, hat es Einer tatsächlich geschafft seinen neuen Arbeitgeber so zu nerven, dass der gesagt hat: der soll mal lieber woanders nerven. Scheiß auf die fette Abfindung, die dem jetzt zusteht. Und ist auch egal, dass diese unlustigen Fußball-Bros im Internet sofort reflexhaft den Ordner mit den Peter-Neururer-Bildern öffnen. Zwei Spieltage sind genug Leid und das bei einem Verein, wo man ganz problemlos an Tabletten kommt. Dabei wäre Erik ten Hag Anfang des Jahres fast statt Niko Kovac bei Dortmund gelandet. Am Ende konnte man ihn optisch nicht von Matthias Sammer unterscheiden und wenn man nach zwei Spieltagen rausfliegt, könnte es sogar charakterliche Ähnlichkeiten geben. Wo der BVB mit ten Hag gelandet wäre, ist Spekulation, aber vielleicht hätte ihn die Auslosung zur Champions League letzte Woche nicht interessiert und eventuell wäre ihm auch egal gewesen, ob Matthias Sammer als Amazon Primat in zu großer Steppjacke und mit schwarzer Torsten-Sträter-Mütze die Leistung deutscher Teilnehmer kritisch einordnen muss. Aber auf all das können wir uns nun wieder im Herbst freuen. Aktuell sogar noch über ein paar güldene Kopfgrätsche-Termine am Mittwoch 18:00. Und natürlich Samstag um ten Hag, wie der Holländer sagt.
03. September 2025 – Abendstimmungsboykott
30. August 2025 – Sie wollten doch nur entspannt spielen …

10:30 Uhr. Langsam trudeln die üblichen Verdächtigen ein. Dann kommt aber noch eine neue Truppe dazu. Die wollten nur ein bisschen gemütlich rumbolzen. Überredet und verpflichtet: Gleich fünf Neue haben sich gut geschlagen. Obwohl völlig unfit, entpuppte sich das #Kopfgrätsche-Niveau als ausreichend niedrig. Eine Woche später mussten sich aber noch drei davon erholen.
Dead-Leihen-Day
Die Fußballfans in den sozialen Medien sind unruhig. Und das schon den ganzen Sommer lang. Da passiert einfach nichts im eigenen Verein. Maximal der eine oder andere Verkauf. Oder Vertragsauflösungen gegen Abfindungen. Aber ansonsten macht der faule Sportdirektor nix. Der pennt geruhsam vor sich hin. Der kann seinen Job nicht. Und anstatt absolut Nonames für ganz kleines Geld aus der zweiten japanischen Liga oder von Kopfgrätsche (Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00) zu holen, die sich nach drei Spielen als kommende Weltstars entpuppen, guckt der immer nur nach England, wo die Preise viel zu hoch sind. Das war die Situation bis jetzt. Und die ähnelte einem quälenden 0:0 über 120 Minuten. Aber nun kommt das Elfmeterschießen. Und das bedeutet, dass sich die Pfeffersäcke aus der Premier League plötzlich wie Generaldirektor Haffenloher aufführen und großzügig Aufrunden. Anstatt mit den Bayern zu verhandeln, die nur sagen: „greif mal ’nem nackten Mann in die Tasche!“ oder fragen: „ist ein Woltemade wirklich 80 Millionen Euro wert?“, hat man plötzlich Kontakt zu einem nigerianischen oder saudischen Prinzen, der nur sagt: „80 Mios? Wie Euro? Naja, jetzt hab ich schon 80 Mio Pfund überwiesen. Egal. Stimmt so.“ Die Sportdirektoren, die monatelang von überhitzten Märkten sprachen und gefühlt endlos an der Front den Angriffsbefehl herausgezögert haben, werden am Ende des Deadline Days noch als strategische Genies heilig gesprochen. Aber nur so lange bis sie dann anfangen wie die schwäbische Hausfrau vorzurechnen: das zahlen die über 5 Jahre ab, die Berater kriegen noch Prozente, die Weiterverkaufsbeteiligungen von zwei bis drei Vereinen gehen davon weg und am Ende bleibt kaum mehr etwas für eine durchschnittliche Küche übrig. Dann sind die vereinseigenen Verantwortlichen wieder die gleichen unfähigen Idioten wie vorher. Aber man muss zum Glück nur ein paar Spieltage Fußball ertragen, dann öffnet ja zum Glück das Wintertransferfenster.











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