Wonderball

Hello. Irgendwann Mitte der Neunziger als Manchester City noch kein Scheichclub, sondern ein Team zwischen erster und dritter Liga war, wurde der Sachse Uwe Rösler zum Publikumsliebling der Citizens. Das sangesfreudige Publikum huldigte YouWe indem es lustig davon sang, dass sein Großvater womöglich Old Trafford, die Heimat des übermächtigen Lokalrivalen, bombardiert hätte. Lange bevor es in Manchester nötig war, solidarisch gegen Bombenopfer zu singen. In der Masse fanden sich auch zwei Kernassis, die mit ihrem Mancunian-Gesang so berühmt geworden waren, dass man sie bat eine neue Vereinshymne zu schreiben. Aber einer der Brüder meinte nur, dass das eine Scheißidee wäre, da sich nichts auf City reimen würde. Außer pitty. Ein eigener Song wurde aber auch nicht nötig, da die Fans einfach das vorhandene Liedgut adaptierten und sogar heute noch einen Eindruck vermitteln, wie verbrüdernd die Stimmung bei einem Oasis-Konzert gewesen sein kann. Listen up, darum formuliert My Big Mouth einen simplen Masterplan für Morning Glory am Samstag 10:30. I hope, I think, I know, dass dieser genügen sollte, um euch von Cigarettes & Alcohol kurzzeitig wegzukriegen. Some might say, dass nach dem Step out kein Going nowhere folgen darf. Be here now. D’you know what I mean? Wenn wir den Ball up in the Sky schießen, wird es ziemlich sicher ein Falling down geben. Also roll with it. Ohne höhere Diplomatie werden die Gebrüder Gallagher wohl nicht mehr zusammen finden. They do look back in Anger. Whatever, eine Versöhnung von Trump und Kim hinter der Wonderwall ist momentan wahrscheinlicher. Sogar Schlichtungsversuche aus Sachsen blieben ungehört.

25. November 2017 – Bild in Bild

Fußball_Januar_2017_11_25Two in one, Zwei in Einem: Als dieses #Kopfgrätsche-Foto auf der Speicherkarte wiederentdeckt wurde, war es fest schon ein Jahr alt. Die Historiker wussten natürlich nicht mehr, was Jürgen damals in den Händen hielt. Wer tief in diese Rekonstruktion hereinzoomt, erfährt es vielleicht.

Scherenschlag ins Kontooor

So, ab heute also nur noch 1 Monat bis Weihnachten. Was das bedeutet, kann jeder selbst an einer Hand abzählen. Ja, natürlich ist überall Black Friday. Bevor aber Jesus schon wieder Geburtstag hat, müssen wir selbstverständlich erst noch den Kopfgrätsche-Heiland Christoph hochleben lassen. Statt panisch die Einkaufszentren bzw. Amazon-Wunschzettel zu stürmen, um die Lieferzeiten für Gold, Weihrauch und Myrre per Prime-Mitgliedschaft noch vor den 24. zu drücken, bastelt doch mal wieder etwas selber. Im Strafraum lassen sich wunderbar Kerzen selber ziehen. Über gezirkelte Pässe wie gemalt, freut sich wirklich jeder. Da ist es auch nicht schlimm, wenn man ab und zu einmal übermalt. Sogar eine löchrige Abwehrkette wird nicht reklamiert. Ist schließlich alles feetcrafted. Und mit der linken Klebe gelingen manchmal echte Bilderbuchtore. Durch etwas Anstrengung entstehen am Ende der Bastelei originelle Batikmotive auf euren Shirts und Trikots. Da sie eher flüchtig sind, halten wir sie auf einem Familienfoto fest, dass im Kopfgrätsche-Rahmen ein prima Geschenk für die ganze Verwandtschaft ist. Ab Samstag 10:30 ist unsere Werkstatt für eure besonderen Begabungen und Talente wieder geöffnet.

20357 Hamburg: Sternschanze 9 trifft Sternschanze 7

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Friedliche Co-Existenz auf dem Sportplatz Sternschanze am Fuße von Wasser- und Fernsehturm im Schanzenpark. Hier sind der SC Sternschanze von 1911 und der VfL Hammonia von 1922 zu Hause und liefern sich das eine oder andere Nachbarschaftsduell. In direkter Nachbarschaft zum FC St. Pauli kommen hier Amateurkicker auf ihre Kosten. Nach dem Spiel kann man sogar auf dem Dom am Heiligengeistfeld ein paar Standards an der Bolzplatzbude üben. Ob die HSV-Fahne beim Zielen hilft?

18. November 2017 – Tore und Toreros

Im Fernsehen gibt es meistens 90 Minuten Fußball. Hier gibt es 90 Sekunden #kopfgrätsche:

Nach 120 Minuten gab es dann noch ein Selfie:

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Zurückspielen bitte

Wacht auf, Verdammte dieser Erde! Und zwar rechtzeitig vor Samstag 10:30. Damit ihr noch einen Gangplatz in der Brigade zugeteilt bekommt, die beim Sturm auf das gegnerische Tor dabei ist. Hier wird noch Fußball wie vor 100 Jahren gespielt, dass man denken könnte, gleich kommt der Vorgänger des Schulz-Zugs in Petrograd um die Eckfahne gebogen. Völker hört die Signale und Vorsicht an der Strafraumkante. Trainer, Raucher und Werner Lorant bleiben bitte in der markierten Zone. Die Aufstellung heute mal wieder in umgekehrter Reihenfolge. Die Stimmung im Serviceteam ist gut. Im Namen der Kopfgrätsche würden wir trotzdem gern am Samstag noch mal die schönsten Fahrkarten sehen. Mit dem Quer-durch-die-Abwehr-Ticket sparen Sie sich mindestens eine Konterrevolution. Alle Anschlüsse ans Mittelfeld werden planmäßig erreicht und wenn der Torwart wieder wie eine Bahnschranke fällt, gibt’s im Betriebsablauf vielleicht sogar etwas zu jubeln. Bei geringfügiger Verspätung haben wir eventuell später noch Zeit für einen kleinen Imbiss im Bordbistro. Ausstieg in Fahrtrichtung Kai. Und immer dran denken: Abfahrt ist, wenn der Schaffner pfeift.

Ein Tor sein Leben lang

Huch, ist tatsächlich schon wieder Wochenende? Mir ist heute wie Mittwoch und eigentlich wollte ich mal gucken was heute so in der Champions League passiert. Durch diese Feiertage ist die ganze Woche durcheinander. Und obwohl angeblich sogar Reformationstag war, konnte man an dem Tag nicht bei Ikea einkaufen – wie das eigentlich seit 500 Jahren Tradition ist. Dafür musste man stattdessen den heiligen Brückentag opfern. Am Dienstag konnte man lediglich in ein bis zwei TV-Sendungen ein paar Dinge über Martin Luther erfahren. Und über Luthers Frauen. Und über Luthers Helfer. Wahrscheinlich sogar etwas über seinen geheimen U-Bootkrieg. Nur seine Fußballvorlieben kamen etwas zu kurz. Dabei wäre der Reformator sicher ganz gut geeignet gewesen, die Leute in zwei Mannschaften aufzuteilen. Aber wahrscheinlich hätte er das ganze Rasenball genannt und sich mit den Etablierten angelegt. Das hätte nicht gemusst. Sprachlich hat er natürlich trotzdem eine Menge für das Phrasenschwein geleistet. Ohne Formulierungen wie „Hochmut kommt vor dem Fall“, „Zähne zusammenbeißen“, „Buch mit sieben Siegeln“ oder „im Dunkeln tappen“ wären der Doppelpass am Sonntagvormittag und kopfgrätsche am Samstagvormittag (10:30) frei von blumigen Sprachbildern. Nach einer Folge Doppelpass wäre Luther aber wohl arm wie eine Kirchenmaus. Diesen sauren Apfel müsste er vor die Säue werfen. Aber durch Schaden fällt man selbst hinein.

28. Oktober 2017 – Pokal Hero

Fußball_Januar_2017_10_28 Nach einem entspannten Samstag-Kick wurde noch die vergangene DFB-Pokal-Runde ausgewertet: Die Duelle Hertha gegen Köln und Leipzig gegen die Buyern sind somit im #kopfgrätsche-Abschluss-Foto zu finden.

In der dritten Halbzeit in der Kai-Bar erhoben wir darauf dann noch unser alkoholfreies Hefeweizen, ein Wässerchen und den Zimt-Streuer.Fußball_Januar_2017_10_28_kai

Schiri, Telefon…

Das war damals ein großer Spaß, wenn man den Mann in schwarz an den Apparat rief. Ein Gag, den heute niemand mehr versteht. Dazu muss man den Jüngeren erklären, dass so ein Telefon früher ein stationäres Ding war. Mit einer Spiralschnur zwischen Wähleinheit und Hörer. Und es stand irgendwo im Flur, im Büro oder in einer schmuddeligen Zelle am Stadionvorplatz. Einige Comicfans hatten vielleicht also noch eine Meta-Information, um den Schiedsrichter zu einer Superman-Transformation in der Telefonzelle zu motivieren. Aber die meisten wollten nur, dass der Unparteiische aufgrund seiner schlechten Leistung den Platz verlässt. Das ist inzwischen aber nicht mehr nötig. Spätestens in der Halbzeitpause kann man dem Schiri noch auf dem Platz das Smartphone reichen. Klar, damit könnte er den Telefonjoker anrufen, der ihm bei seiner Entscheidung hilft. Aber darüber hinaus hat er natürlich weitere Möglichkeiten. Die Quoten in bei Tipico checken z.B. oder eine Spotify-Playlist ohne Helene Fischer für die Halbzeitpause auswählen. Vielleicht lohnt es sich auch zu gucken, ob das Stadion auf einer Pokémon-Go-Arena erbaut ist. Die Einsatzfelder sind vielfältig. Ein Blick in die Wetterapp zeigt mir für Samstag 10:30 elf Grad und Herbststurm. Ähnliche Bedingungen wie morgen Abend in München. Trotzdem sollte RB-Fernmelde-Offizier Rangnick lieber sein Smartphone in der Tasche lassen. Mit seinem Red Bull MOBILE-Tarif wird er in der Arena, wo das weiße T auf der Tribüne hockt, leider keinen Empfang haben.

Von Bonn nach Berlin – Kopfgrätsche zwischen den Hauptstädten

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Am Ende einer DFB-Pokal-Saison wartet bekanntermaßen Berlin. Da ist es nur folgerichtig den Anfang in Bonn zu machen, oder? Unser Kopfgrätsche-Ehrenpräsident konnte sich davon überzeugen, dass es die Ex-Hauptstädter trotz eines „Tor des Monats“ auch dieses mal nicht bis zum Finale schaffen. Erstrundenaus gegen Hannover 96. Ein kleines Trostpflaster klebte er ihnen ans Geländer.

Screensaver

In jeder Sportart ist natürlich immer und jederzeit die korrekte Körperhaltung wichtig. Nur so konnte Otl Aicher damals 1972 überhaupt aus den klischeehaften Bewegungen überhaupt seine Piktogramme machen. Das hätte ja nicht funktioniert, wenn Badminton und Basketball zu ähnlich wären. Es reicht schon, dass kaum jemand den Unterschied zwischen Fußball und Schach ohne Würfeln erkennt. Repräsentiert ein dynamisch rennender Mensch mit einem Ball am Fuß wirklich den Fußball noch adäquat? Irgendwie ist es die Grundlage des Kopfgrätsche-Logos, das die Information für Samstag 10:30 in sich trägt. Aber auch hier mussten schon zwei Körperhaltungen ergänzt werden, die bisher zu kurz gekommen sind: der Kopf zu tief, das Bein zu hoch. Aber was ist mit den Torhütern? Würden die sich nicht eher durch einen stilisierten Tomislav Piplica (Blick nach oben, federnd in den Knien, den Ball über das Haarband rutschend) vertreten fühlen? Oder die Tribünenhocker, die zwischen den Spielerfrauen für Fan-Selfies zur Verfügung stehen müssen. Auch sie prägen diesen Sport. Die Herthaner auf den Knien würden sich für ein Piktogramm eignen. Da müssen wir aber abwarten, ob das eine einmalige PR-Aktion bleibt oder eine Welle von Nachahmern findet, die auch mal die BILD-Zeitung provozieren wollen. Die einzige Geste, die momentan alle Beteiligten im Fußball vereint, muss dann wohl doch das Malen eines imaginären Bildschirms in die Luft sein. Feldspieler, Torhüter, Schiedsrichter, Trainer, Bankdrücker, Fans – sie alle teilen diese Geste. Sie hat das Wedeln mit imaginären gelben (oder roten) Karten tatsächlich in Windeseile abgelöst. Ein universelles Signal zum Biernachholen, für die Pinkelpause oder um endlich vom Smartphone hochzugucken. Ein Moment der Zeitlupe. Ein Moment der Entschleunigung. Ideal, um ihn als Strichmännchen festzuhalten.

Mac Kalinka moja

Der Abgesang auf den diesjährigen Sommer war offensichtlich verfrüht. Vielleicht war das aber auch nur ein sehr langes Trainingslager, um uns auf den russischen Sommer im nächsten Jahr vorzubereiten. Auch wenn das Wetter nicht dazugehört, können wir uns doch bei der kommenden WM auf ein paar Konstanten verlassen. Messi ist dabei. Ronaldo auch. Die Niederlande setzen noch einmal aus. Die Türkei schützen ihren Präsidenten und machen einen eleganten Bogen um diplomatisches Krisengebiet. Mal gucken, wann es sich bis ins weiße Haus herumspricht, dass den USA nicht einmal russische Hacker geholfen haben. Dort wird allerdings noch gerätselt, ob dieser Fußball was mit dem Football zu tun hat, bei dem sich die Spieler zur Hymne hinknien. Überhaupt sorgen die Hymnen für ein leichtes Onboarding bei solch einem Turnier. Ist es doch die erste Inszenierung der Helden der Schlacht bevor sie überhaupt was erreicht haben. Quasi der Braveheart-Moment, der in jedem Historienstreifen dem Zuschauer klar macht: da haben sich Krieger hinter einem Banner versammelt, um in Zeitlupe und zu James-Horner-Klängen über das Feld der Ehre zu stürmen. William Wallace musste allerdings leider auf den sponsored Jubel seines Werbepartners verzichten. Aus seiner Gesichtsbemalung können wir nur noch vermuten, dass es sich wahrscheinlich um BMW gehandelt haben muss. Ganz sicher werden wir es nie erfahren. Die Schotten haben ihrer Geschichte des Scheiterns inzwischen ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Dritter Platz in Gruppe F. Keine Kalinka auf dem Dudelsack. Aber auch keine Männer in Röcken in Moskau. Ein herber Rückschlag für das Recht auf Blasenentzündungen bei Männern. Das Kopfgrätsche-Banner weht wieder Samstag ab 10:30. Aber ohne eine Hymne werden auch diesmal sich einige noch warmmachen, während die ersten schon jubeln.

Master of Harz

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Wenn man vom Schlossberg, auf dem schon Otto I. das I. Reich und den Libero erfand, durch die Pfosten ins Sonnethal schaut, summt man unweigerlich diese alte Volksweise. Man muss sie für das Wetter am kommenden Samstag 10:30 textlich allerdings ein wenig anpassen.

An ’nem Samstag ist alles dran
Heut hat der Gegner orange Leibchen an
An ’nem Samstag ist alles drin
Er ist für uns ein Hauptgewinn

An ’nem Samstag ist alles dran
Was sich ein Mann nur wünschen kann
Ja der Samstag klatscht ins Gesicht
So ’nen Samstag versäumen wir nicht
Heut sind wir auf jeden Fall
Heut sind wir auf jeden Fall
Heut sind wir auf jeden Fall am Ball

Wer jetzt total heiß auf den FC Sonnethal ist, sollte vorher trotz eventuellen Regens noch einmal die schonungslose Kopfgrätsche-Filmkritik lesen.

Ankreuzbandriss

1. Der Ausbau von eBussen von VW vor dem eigenen Tor muss gefördert werden. #fcbwob

2. Die Obergrenze für komische Handgesten in Richtung von Österreichern liegt auf Leistenhöhe. #rblsge

3. Mehr Ganztagsschulen, um zu verhindern, dass junge Menschen nachmittags in den Trainerberuf abrutschen. #tsgs04

4. Mehr Teilzeitangebote für Stürmer, die zuverlässig nach ihrer Einwechslung treffen. #svwscf

5. Die artgerechte Haltung von Tanzbären mit Trendfrisuren muss fest im Grundgesetz verankert werden. #m05bsc

6. Die Bestrafung kleiner Sünden soll weiterhin durch den Fußballgott gedeckt sein. #vfbfca

7. Die Videoüberwachung im Strafraum muss mit Ton, 360 Grad und Untertiteln gegen Zwangsgebühren angeboten werden. #bvbbmg

8. Die Beziehungskisten von Altkanzlern sollen weiterhin ein zentraler Bestandteil deutscher Stammtischkultur sein. #h96koe

9. Taschengeld von zwielichtigen Investoren sollten unabhängig vom Luschenfaktor weiterhin gezahlt werden. #levhsv

10. Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 sind alternativlos. #kopfgrätsche

Einfach mit Stimme zu (1) Neutral (0) oder Stimme nicht zu (2) abstimmen. Im Zweifelsfall gilt das Ergebnis des Ball-o-maten von vor vier Jahren.