Huch, ist tatsächlich schon wieder Wochenende? Mir ist heute wie Mittwoch und eigentlich wollte ich mal gucken was heute so in der Champions League passiert. Durch diese Feiertage ist die ganze Woche durcheinander. Und obwohl angeblich sogar Reformationstag war, konnte man an dem Tag nicht bei Ikea einkaufen – wie das eigentlich seit 500 Jahren Tradition ist. Dafür musste man stattdessen den heiligen Brückentag opfern. Am Dienstag konnte man lediglich in ein bis zwei TV-Sendungen ein paar Dinge über Martin Luther erfahren. Und über Luthers Frauen. Und über Luthers Helfer. Wahrscheinlich sogar etwas über seinen geheimen U-Bootkrieg. Nur seine Fußballvorlieben kamen etwas zu kurz. Dabei wäre der Reformator sicher ganz gut geeignet gewesen, die Leute in zwei Mannschaften aufzuteilen. Aber wahrscheinlich hätte er das ganze Rasenball genannt und sich mit den Etablierten angelegt. Das hätte nicht gemusst. Sprachlich hat er natürlich trotzdem eine Menge für das Phrasenschwein geleistet. Ohne Formulierungen wie „Hochmut kommt vor dem Fall“, „Zähne zusammenbeißen“, „Buch mit sieben Siegeln“ oder „im Dunkeln tappen“ wären der Doppelpass am Sonntagvormittag und kopfgrätsche am Samstagvormittag (10:30) frei von blumigen Sprachbildern. Nach einer Folge Doppelpass wäre Luther aber wohl arm wie eine Kirchenmaus. Diesen sauren Apfel müsste er vor die Säue werfen. Aber durch Schaden fällt man selbst hinein.