Anfang August und ihr wisst, was das bedeutet. Richtig, Start der Generalsanierung der Deutschen Bahn zwischen Hamburg und Berlin. Und weil natürlich just am ersten Augusttag auch die Zweite Liga startet, ist man erst einmal heilfroh, dass der HSV in die erste Liga aufgestiegen ist. Somit müssen die Herthaner die Saison allerdings in Gelsenkirchen eröffnen. Auch da kommt man aber mit dem Deutschlandticket ab heute nicht mehr hin. Und damit wird den Fußballfans ihre zweite Leidenschaft genommen: ohne Extrakosten eine für sich schon ziemlich heruntergerockte Regionalbahn komplett in ihre Einzelzeile zu zerlegen. Wo kann man sonst das Rausreißen von Sitzschalen und das Zerschlagen von sanitären Anlagen unter Wettkampfbedingungen trainieren? Stattdessen sitzen viele Fans bereits schon jetzt im Schienenersatzverkehrbus auf der Transitstrecke und trinken jede Raststelle leer. In der Regionalbahn fehlt ja leider auch das Bordbistro, wo man noch ein kleines Bier für 6 Euro nachkaufen kann, falls einem da der Nachschub ausgegangen ist. Aber der Bus hält oft genug, um Zustieg in jedem Marktflecken zu ermöglichen, der von der Bahn nicht einmal als Bedarfshalt angefahren wird, so dass die Generalsanierung eigentlich ein gutes Konjunkturpaket für jeden Dorfkonsum sein sollte. Auf der Rückfahrt dann das Gleiche in umgekehrter Reihenfolge, nur dass jeder Ort seine Betrunkenen ohne Durst und oft genug auch ohne Erfolgserlebnis wieder zurück bekommt. Es sei denn, es gab auf dem Rückweg noch irgendwo eine Einkehr an einem Verkehrsknotenpunkt, an dem man Erzfeinden, die sich auch auf Auswärtsfahrt aus einer anderen Richtung befanden, eins auf die Mappe geben konnte. Auch etwas, was auf der Schiene aufgrund unplanbarer Umsteigezeiten eher selten umsetzbar ist. Plan- und umsetzbar ist Kopfgrätsche Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00. Wir hoffen auf hohe Auslastung und empfehlen die Anreise mit dem Fahrrad, Nahbus oder einfach mit dem eigenen Bus.
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Wacht auf, Verdammte dieser Erde! Und zwar rechtzeitig vor Samstag 10:30. Damit ihr noch einen Gangplatz in der Brigade zugeteilt bekommt, die beim Sturm auf das gegnerische Tor dabei ist. Hier wird noch Fußball wie vor 100 Jahren gespielt, dass man denken könnte, gleich kommt der Vorgänger des Schulz-Zugs in Petrograd um die Eckfahne gebogen. Völker hört die Signale und Vorsicht an der Strafraumkante. Trainer, Raucher und Werner Lorant bleiben bitte in der markierten Zone. Die Aufstellung heute mal wieder in umgekehrter Reihenfolge. Die Stimmung im Serviceteam ist gut. Im Namen der Kopfgrätsche würden wir trotzdem gern am Samstag noch mal die schönsten Fahrkarten sehen. Mit dem Quer-durch-die-Abwehr-Ticket sparen Sie sich mindestens eine Konterrevolution. Alle Anschlüsse ans Mittelfeld werden planmäßig erreicht und wenn der Torwart wieder wie eine Bahnschranke fällt, gibt’s im Betriebsablauf vielleicht sogar etwas zu jubeln. Bei geringfügiger Verspätung haben wir eventuell später noch Zeit für einen kleinen Imbiss im Bordbistro. Ausstieg in Fahrtrichtung Kai. Und immer dran denken: Abfahrt ist, wenn der Schaffner pfeift.