Yeah you can run with me (If you wanted to)
This is a Call for Kopfgrätsche. Because of these Days: Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00. In Times like these rufe ich euch wieder zu: wake up, run for a ball with me. Ich kann Outside nicht all my Life oder gar Everlong auf euch warten. Schließlich sind wir better off wenn the Best of you dem Ball das Fliegen beibringen. Es wird ein Cold Day in the Sun mit etwas Wind up. Da ist es doch egal, dass Summer’s End und Sunday Rain warten. Aber Something from Nothing gibt es nicht. Ein entspannter Walk wird schnell zu einem Walking After you. Da bleiben zwar Skin and Bones und sogar das T-Shirt sauber. Aber my Hero weiß: the Colour and the Shape of deepest Blues (die eigentlich schwarz sind) stellt sich nur ein, wenn ihr die Line Back & Forth rennt. Es gibt keine Rope, die euch davon abhält immer wieder Stiches zu setzen. Wir haben doch enough Space für einen Breakout. Die Akteure müssen sich jedenfalls noch nicht stapeln. Falls eure White Limo gerade nicht für einen Overdrive zur Verfügung steht, pumpt einfach die Wheels eures Drahtesels auf macht euch auf den Long Road to Ruin. Sagt euren Lieben: I will come back Home.
13. September 2017 – Sturmwarnung
Wasser und Stein – Kajakgrätsche in Kopenhagen
Die große Fahne mit dem Tigerkopf, die am Clubhaus von Nørrebro United in der Husumgade 44 weht, macht schon neidisch. Der Club hat 600 Spieler, die aber eher im Amateurbereich aktiv sind, und hat einige Jugendmannschaften die im Nørrebro-Park nebenan spielen. Kopfgrätsche hat sich aber am Blågårds Plads in Nørrebro verewigt. Dort ist offensichtlich die Konkurrenz geringer. Unbeachtet stehen die Tore am steinernen Platz und nur ein paar ebenfalls versteinerte Zuschauer am Rand träumen von einem flotten Spiel.
Zur klassischen Spielzeit am Samstag lief mir an der Kalvebod Bølge tatsächlich noch ein Tor über den Weg. Das Spielfeld selbst schien ein Match aber unnötig schwierig zu machen. Der Blick auf die andere Hafenseite brachte dann die Auflösung. Kajak-Polo an der Islands Brygge scheint ein lustiges Freizeitvergnügen für den Samstagvormittag zu sein. Statt Leibchen trägt man Schwimmweste und die Mannschaftszugehörigkeit wird über die Farbe des Kajaks geklärt. Freut euch auf die Kajakgrätsche demnächst im Wismarer Hafenbecken.
09. September 2017 – Wasserzeichen
Kleinfeld an Großhirn
Das Wetter versucht uns offenbar mit dezenten Hinweisen darauf aufmerksam zu machen, dass die Erntezeit da ist. Und wenn wir unter dem Elfmeterpunkt nachgucken, sehen wir, dass auch dieses Jahr wieder die dümmsten Bauern die dicksten Kartoffeln haben. Doch was bedeutet diese Bauernweisheit für uns? Der Fußball scheint im Vergleich zu anderen Sportgeräten nun nicht gerade klein zu sein. So ein Tennisball ist aber dafür neongelb und eigentlich ganz gut erkennbar. Allerdings streitet man sich in dieser Sportart die meiste Zeit darum, ob der Ball noch im erlaubten Spielbereich war, was mit dem bloßen Auge kaum erkennbar ist. Sobald man hier wie John McEnroe etwas energischer darüber diskutiert, gilt man als Freak. Beim Baseball ist das Spielfeld größer. Die Aufgabenverteilung ist klar. Entweder schlägt, fängt oder läuft man. Klingt im Grunde gar nicht so schwer. Leider wird dazwischen viel gezielt und ausgeholt. Das erinnert doch eher an Stöckchenholen mit dem Hund. Und dafür braucht man noch mehr Schiedsrichter als beim Fußball. Ein noch größeres Spielfeld und einen noch kleineren Ball finden wir beim Golf. Aber das Finden ist auch der Knackpunkt. Denn meistens sucht man den Ball und versucht sich zu orientieren wo Ball, Loch und die anderen Mitspieler gerade sind, denen man den Ball möglichst nicht an die Rübe donnern sollte. Denn das kann böse enden und danach bleibt einem nur noch Fußball. Und das ist wohl der Beweis. Für Fußball muss man nicht besonders schlau sein. Nicht als Spieler und nicht als Zuschauer. Als Zuschauer muss man sogar permanent der Meinung sein, dass man das besser könnte als der Simpel da auf dem Platz. Würden wir sonst zweimal in der Woche (Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00) versuchen diesen einen legendären Moment zu erreichen, bei dem es egal ist, ob man dieses große dumme Spielgerät wirklich beherrscht?
06. September 2017 – Herbstmeister!
02. September 2017 – 90 Minuten*
Hätte, hätte, Spielerehre
I survived Deadline Day. Dieses T-Shirt hab ich mir nun redlich verdient. Das Geld flattert immer noch durch die Luft, aber die Spieler müssen ab heute vorerst bei den popeligen Clubs bleiben, bei denen sie mal einen langfristigen Vertrag unterschrieben haben. Zum Glück aber nur ein paar Wochen, dann kann man diese Fehler endlich wieder korrigieren und sich darauf konzentrieren, was den Fußball wirklich ausmacht: fremde Trikots in die Kamera halten, individuelle Jubelposen einstudieren und neue Tattoomotive auf Instagram posten. Das bißchen Gekicke dazwischen geht schnell vorbei. Es soll sogar ein paar Spieler geben, die immer noch das gleiche Trikot wie letzte Saison tragen. Diese sind offensichtlich nicht nur modisch abgehängt sondern auch sonst schwer vermittelbar. Warum sollte man sich deren Namen aufs Trikot flocken? Man weiß doch nie in welcher Saison man das gekauft hat. Und auf dem Fußballplatz Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 outet man sich doch ziemlich schnell als alt, wenn man nicht die neuste Mode vom heißesten Wundertalent am Start hat. Wer heute noch vor dem Apple-Store übernachtet, hat wahrscheinlich keinen Platz mehr vor dem Fanshop bekommen. Falls man mich dort in der Schlange erwischt, dann nur weil ich dieses Deadline-Day-Shirt brauche. Nee, wirklich…
30. August 2017 – Nachtmodus
23. August 2017 – Blaue Stunde
Muss nur noch kurz um Geld wetten
Wetten und Fußball sind eindeutig Partner einer Hassliebe. Für den größeren Kick gehen sie gern mal ein Stück zusammen. Machen sich für einander interessant und unberechenbar. Aber am Ende gibt es doch meistens Tränen und Vorwürfe. Die Wettsucht des kleinen Mannes ist das Tippen. Es kostet nicht viel und man kann seine vermeintliche Expertise immerhin zu ruhmreichen Montagen machen, wenn man die Tipprunde im Büro anführt. Aber auch hier steht am Ende allzu oft Enttäuschung. Man hatte doch genau geahnt wie es ausgeht. Hatte alle Infos über Sperren, Verletzungen und Taktik. Hatte alle Sonderhefte gelesen und alle Testspiele im Livestream nachts in China verfolgt. Und was nützt die ganze verdammte Vorbereitung? Am Ende muss man Systemtippern und Banausen, die nur alle zwei Jahre mal ein Spiel angucken, den Vortritt lassen. Dann doch lieber gegen die Bank verlieren, oder? Und dann sind da noch die Managerspiele. Die perfekte Symbiose aus Zockerei und Pendelei. Das Geld ist virtuell und knapp. Aber es ist quasi ein Gesetz, dass der beste und teuerste Kicker des Phantasiekaders nach dem Start im echten Leben noch mal die Liga wechselt oder auf dem Duschvorhang ausrutscht. Schon sehnt man Ende August die Winterpause herbei. Da kann man dann endlich die Taler neu in die günstigen Überraschungen der Hinrunde investieren, welche die Mitspieler natürlich zufällig schon von Anfang an im Team hatten. Auch hier lauert nahezu unendliches Frustpotenzial. Aber was man man nicht alles, um sich eine weitere überraschungsarme Saison einigermaßen interessant zu zocken? Wenn man leider schon weiß wie es ausgeht, dann muss man das schließlich auch ausnutzen oder? Insidertipp: die Quoten, dass Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 kopfgegrätscht wird, stehen aktuell extrem günstig. Und ich würde sogar die Kombiwette eingehen, dass Wismar bei der Sommertour seine Stadtwette gewinnt. Wir stellen ja schließlich schon einmal das wichtigste Gebäude der Stadt dar: die Wismarena.
16. August 2017 – Angelas Lieblingsemojis
12. August 2017 – A+S (überwiegend wahrscheinlich)
Isch a Ausweichdriggo
Was bekommt ihr so für Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 rausgelegt? Nee, ich frag ja nur. Habt ihr euch da schon Gedanken gemacht? Dann könnte man sich ja ein wenig abstimmen. Wegen Dresscode und so. Beim letzten mal hatten ja einige schon ein oranges Trikot an. Das hat natürlich Leibchen gespart. Beim Waschen natürlich nicht. Da hab ich doch wieder den ganzen Sack gewaschen. Damit die Farbe gleichmäßig ausbleicht. Schwierig sind ja oft die roten Oberteile. Da ist das orange so nah dran. Und dann muss man da noch orange drüber ziehen, damit man das nicht verwechselt. Eine passende Hose ist auch nicht verkehrt. Darf sich aber nicht mit der Farbe der Socken oder der Schuhe beißen. Schwierige Entscheidung vor dem Kleiderschrank. Das beste Outfit ist sowieso eh immer grad in der Wäsche, oder? Man muss ja auch ein bissel aufs Wetter achten. Wenn es am Wochenende wieder so warm ist im Breisgau, dann schwitzt der Dembouz ordentlich mit dem Trenchcoat und dem Fedora auf der Tribüne. Das ist quasi grad sein Ausweichtrikot. Da kann man aber auch viel verkehrt machen. Am besten was, was vom Muster her die Schweißflecken ganz gut ergänzt. Zum Glück hab ich des Fashionblog vom Christian abonniert. Da gibt’s immer super Modetipps. Nee, kann ich echt empfehlen. So ein Fachmann für Modefragen ist echt Neongold wert.
09. August 2017
Glück auf, der Aussteiger kommt
Ja, die Sache ist ja die:
wenn wir noch Kleingeld hätten.
Für Neymar und Dreierketten,
dann fingen wir von vorne an,
drum hört auf meinen Plan:
Markt, kannste mir was pumpen? Dann lade ich dich ein.
Markt, lass dich doch nicht lumpen. Heut’ woll’n wir lustig sein.
Markt, kannste mir was pumpen? Das wär’ ein doller Spaß.
Dann geb’ ich dir die Hälfte ab, dann ham wir beide was.
Dann geb’ ich dir die Hälfte ab, dann ham wir beide was.
Seit vielen vielen Jahren
hab ich es schon erfahren:
was hat man denn vom lieben Geld
wenn man’s allein behält?
Sprach der Scheich zum Neymar:
Erst zahlen wir, dann geh’n ma.
Sprach Neymar zum Scheich:
Moment kurz, ich warte noch auf meinen Treue-Bonus.
Das reimt sich zwar nicht so schön, wie bei Heinz Erhardt, aber es passt besser in die Zeit. Allerdings: wer Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 seine Zeit mit kopfgrätschen verbringt, hätte eher einen Treue-Bonus verdient.
02. August 2017 – Die Rückkehr des Androš
Ein unaufgräumtes #kopfgrätsche-Bild wie immer. Aber: Seit langer Zeit mal wieder eines mit Androš.
29. Juli – Flyin‘ Banana
Bilderstürmer im Passepartout
Hefte raus! Klassenarbeit! Heute: Bildinterpretation. Hoffentlich rächt sich jetzt nicht, dass ich vor 17 Jahren die Kunstgeschichte-Vorlesung am Mittwochnachmittag geschwänzt habe, um Fußball zu spielen.
The tattoo. It took two „long days“ to do, four days in total. pic.twitter.com/ypDPLUrp1o
— Sam Lee (@Sammy_Goal) 25. Juli 2017
Technik: Tinte auf Haut. Eher mit dem groben Füller, aber das schränkt den Detailreichtum nicht wirklich ein. Bei diesem Machwerk in bester Tübke-Tradition gibt es eine Menge zu gucken. Stilistisch haben wir es hier mit einem Grenzgänger zwischen neuem Realismus, Symbolismus und Streetart zu tun, wenn wir Leroy Sané die Kategorie Straßenfußballer zugestehen. Ob man den ehemaligen Schalker wirklich als neuen Meister werten soll, ist allerdings mehr als umstritten. Dafür sitzt er noch zu häufig auf dem Banksy. Aber was will uns der Künstler nun damit sagen? Wir sehen den Menschen im Bildmittelpunkt. Er jubelt uns zu. Oder jubeln wir ihm zu? Er trägt seine Arbeitskleidung und hat anscheinend Spaß dabei, obwohl sein Brötchengeber als turbokapitalistischer Menschenschinder bekannt ist, der von ihm auch abends vollen Arbeitseinsatz erwartet. Hinter der Darstellung des Flutlichts im Hintergrund zeichnet sich im Stile Caspar David Friedrichs die nächtliche allegorische Landschaft ab. Wohl auch deshalb ließ der Künstler posthum das Firmenlogo entfernen. Bleiben durfte die Signatur des Ausrüsters, der Sané in warme Kleidung hüllt und dem seine wahre Loyalität gehört. Auch wenn es zukünftig Kalle Rummenigge zu einer Stilkritik provozieren könnte. Mit der 44866 hat der Künstler hier die Postleitzahl von Wattenscheid versteckt, für den Fall, dass er sein Adressbüchlein verliert. In dieser Verlustangst hat er aber nicht bedacht, dass die Nummer spiegelverkehrt die Postleitzahl von Landstuhl in Rheinland-Pfalz ergibt. Diesem Verlorensein in der Provinz stellt der Künstler das Zifferblatt einer Uhr entgegen. Die Zeiten Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 versuchen sogar die Dalí-Experten bisher erfolglos zuzuordnen. Darunter sind noch ein paar religiöse Motive angehängt, die als übliche romantische Huldigung des Fußballgotts gewertet werden müssen. Runge hätte es nicht besser hingekriegt. Alles in allem eine runde Sache, die auch zukünftig Spitzenpreise auf dem internationalen Kunstmarkt erzielen wird, wenn die namhaften Kunstsammler noch Geld übrig haben. Die Tattoos auf Neymar zählen zwar eher zur naiven Malerei, aber darauf ist eindeutig der Champions-League-Pokal zu erkennen. Und das treibt natürlich am Ende den Preis in die Höhe.

















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