Jute Nachrichten, Kollejen. Für krachende Juxraketen muss man diesmal nicht über die Grenze fahren. Und die Lachsalven gibt es gratis dazu. Dafür sorgt allein die sportliche Leistung Samstag 10:30. Dass dies das Resultat etlicher Rohrkrepierer ist, ist ein böses Gerücht. Zugegeben, hier gehen die fußballerische Entwicklung und der Fortschritt des deutschen Humors erstaunlicherweise im selben Tempo voran. Am Ende wirkt das mit viel Glück wie ein gut abgehangener Sketchup-Sketch oder eine MAZ aus Rudis Tagesshow. Lustiger wird es nur, wenn Harald und Eddy Hausfreunde im Kleiderschrank suchen oder Didi eine Flasche Pommfritt ordert. Ein Spaß für die ganze Familie. Hoffentlich wurden die Bänder schon zurückgespult. Herr Holm und Bauer Piepenbrink warten schließlich auf die fest eingeplanten Tantiemen. Ganz im Sinne von Gottlieb Wendehals starten wir Samstag unsere Polonäse Blankenese zum Platz mit ganz großen Schritten und fassen der Heidi von hinten an die Schultern. Hoffentlich weiß sie nicht wie man #metoo schreibt. Aber Hauptsache Fips Asmussens Schwiegermutter hat Spaß. Unsere fußballerischen Skills passen da perfekt ins Retro-Gesamtbild. Am besten guckt man sich das ohne große Gegenwehr in 4:3 auf einem Röhrenfernseher an.
Countdown 2017
Nur noch 2 Tage!!! #countdown #2017 #kopfgrätsche #fußball #fussball #video pic.twitter.com/miuj6Jr02S
— Christoph Woest (@pixures) December 28, 2017
Nur noch 3 Tage!!!#countdown #2017 #kopfgrätsche #fußball #fussball #video pic.twitter.com/d7qxRXTddF
— Christoph Woest (@pixures) December 27, 2017
23. Dezember 2017 – Weihnachtspause
Kleine weihnachtliche #kopfgrätsche–#Winterpause. Am kommenden #Sonnabend spielen wir nicht.
Wobei wir es niemanden verbieten wollen. Aber: keine Leibchen, kein Foto und keinen Spielstand. #Weihnachten pic.twitter.com/6n5nPifQ4M
— Christoph Woest (@pixures) December 21, 2017
16. Dezember 2017 – Weihnachten in Familie

Ende der 1980er Jahre lief in jedem DDR-Haushalt zu Weihnachten diese Platte. Sie gilt als der meistverkaufte Amiga-Tonträger. Insgesamt 1,4 Millionen Exemplare wurden bis heute verkauft. In der 2017er-#kopfgrätsche-Neuauflage erklingen jetzt zeitgemäß angepasste Texte. Hier ein Auszug: „Kopfgrätschen in Familie„
Kopfgrätschen in Familie
Kopfgrätschen in Familie
Sieh, wie die Kicker sich freu’n
Wenn wir Bananenflanken
In den Strafraum streu’n
Noch heller als die Schale
strahlt so ein Augenblick
Ich wünsch dir statt Pokale
Samstag Torschussglück
Kopfgrätschen in Familie
Alle geh’n rechtzeitig raus
Holen Tormöglichkeiten
oder Ecken raus
Kopfgrätschen in Familie
Bist du da einmal allein
Dann werden in Sekunden
Bälle bei dir sein
Noch heller als die Schale
strahlt so ein Augenblick
Ich wünsch dir statt Pokale
Samstag Torschussglück
Frieden und viel Glück
09. Dezember 2017 – Javid Undercover
Hammer, Zirkel, Ehrenkranz
Und nun zu den Veranstaltungstipps fürs Wochenende. Wie immer findet für alle Überlebenden diverser Weihnachtsfeiern in dieser Woche ein Kopfgrätschen am Samstag Vormittag (10:30) statt. Aufgrund geringer Stellplätze im Strafraum empfehlen die Veranstalter pünktliches Erscheinen mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder per Park-and-Ride-Service. Für eine Tarnung als Trainingsweltmeister mit orangen Leibchen ist gesorgt. Im Anschluss eröffnet in Schwerin eine Ausstellung über die Lehrjahre an der FAK Heiligendamm. Dort wurde 1999 quasi Mittwochs parallel zur Kunstgeschichtevorlesung das Kopfgrätschen erfunden. Wer die Kopfgrätsche-Männchen mit dem FAK-Männchen vergleicht, kann diese Herkunft nicht verleugnen. Was uns widerum in direkte Beziehung zur WM 1974 setzt. In der ausrichtenden BRD kam man damals auf die gleiche grafische Idee und musste die Urheber im Bruderland um Erlaubnis fragen. Anstatt einen ordentlichen Stapel Tickets herauszupressen und sich anschließend im goldenen Westen abzusetzen, konnte leider nur ein Vorrundensieg der DDR gegen den späteren Weltmeister ausgehandelt werden. Spätere Nachforderungen ausgeschlossen. Als nach dem nächsten WM-Titel die Spieler aus dem Osten das gesamtdeutsche Team verstärkten, wurden wir doch nicht wie vom Kaiser befohlen „auf Jahre hin unschlagbar“. Da muss sich Michael Ballack nicht wundern, dass er bei der Ernennung von DFB-Ehrenspielführern übergangen wird und ihm nur der Titel „Wade der Nation“ bleibt. Die Inthronisierung des letzten Weltmeisterkapitäns findet noch heute nach dem aktuellen Comedy-Programm des DFB-Präsidenten statt, „weil er als Fußballer und als Mensch zu den ganz Großen gehört“. Restkarten an der Abendkasse.
02. Dezember 2017 – Treffpunkt Bolzplatz
Wonderball
Hello. Irgendwann Mitte der Neunziger als Manchester City noch kein Scheichclub, sondern ein Team zwischen erster und dritter Liga war, wurde der Sachse Uwe Rösler zum Publikumsliebling der Citizens. Das sangesfreudige Publikum huldigte YouWe indem es lustig davon sang, dass sein Großvater womöglich Old Trafford, die Heimat des übermächtigen Lokalrivalen, bombardiert hätte. Lange bevor es in Manchester nötig war, solidarisch gegen Bombenopfer zu singen. In der Masse fanden sich auch zwei Kernassis, die mit ihrem Mancunian-Gesang so berühmt geworden waren, dass man sie bat eine neue Vereinshymne zu schreiben. Aber einer der Brüder meinte nur, dass das eine Scheißidee wäre, da sich nichts auf City reimen würde. Außer pitty. Ein eigener Song wurde aber auch nicht nötig, da die Fans einfach das vorhandene Liedgut adaptierten und sogar heute noch einen Eindruck vermitteln, wie verbrüdernd die Stimmung bei einem Oasis-Konzert gewesen sein kann. Listen up, darum formuliert My Big Mouth einen simplen Masterplan für Morning Glory am Samstag 10:30. I hope, I think, I know, dass dieser genügen sollte, um euch von Cigarettes & Alcohol kurzzeitig wegzukriegen. Some might say, dass nach dem Step out kein Going nowhere folgen darf. Be here now. D’you know what I mean? Wenn wir den Ball up in the Sky schießen, wird es ziemlich sicher ein Falling down geben. Also roll with it. Ohne höhere Diplomatie werden die Gebrüder Gallagher wohl nicht mehr zusammen finden. They do look back in Anger. Whatever, eine Versöhnung von Trump und Kim hinter der Wonderwall ist momentan wahrscheinlicher. Sogar Schlichtungsversuche aus Sachsen blieben ungehört.
25. November 2017 – Bild in Bild
Two in one, Zwei in Einem: Als dieses #Kopfgrätsche-Foto auf der Speicherkarte wiederentdeckt wurde, war es fest schon ein Jahr alt. Die Historiker wussten natürlich nicht mehr, was Jürgen damals in den Händen hielt. Wer tief in diese Rekonstruktion hereinzoomt, erfährt es vielleicht.
Scherenschlag ins Kontooor
So, ab heute also nur noch 1 Monat bis Weihnachten. Was das bedeutet, kann jeder selbst an einer Hand abzählen. Ja, natürlich ist überall Black Friday. Bevor aber Jesus schon wieder Geburtstag hat, müssen wir selbstverständlich erst noch den Kopfgrätsche-Heiland Christoph hochleben lassen. Statt panisch die Einkaufszentren bzw. Amazon-Wunschzettel zu stürmen, um die Lieferzeiten für Gold, Weihrauch und Myrre per Prime-Mitgliedschaft noch vor den 24. zu drücken, bastelt doch mal wieder etwas selber. Im Strafraum lassen sich wunderbar Kerzen selber ziehen. Über gezirkelte Pässe wie gemalt, freut sich wirklich jeder. Da ist es auch nicht schlimm, wenn man ab und zu einmal übermalt. Sogar eine löchrige Abwehrkette wird nicht reklamiert. Ist schließlich alles feetcrafted. Und mit der linken Klebe gelingen manchmal echte Bilderbuchtore. Durch etwas Anstrengung entstehen am Ende der Bastelei originelle Batikmotive auf euren Shirts und Trikots. Da sie eher flüchtig sind, halten wir sie auf einem Familienfoto fest, dass im Kopfgrätsche-Rahmen ein prima Geschenk für die ganze Verwandtschaft ist. Ab Samstag 10:30 ist unsere Werkstatt für eure besonderen Begabungen und Talente wieder geöffnet.
20357 Hamburg: Sternschanze 9 trifft Sternschanze 7
Friedliche Co-Existenz auf dem Sportplatz Sternschanze am Fuße von Wasser- und Fernsehturm im Schanzenpark. Hier sind der SC Sternschanze von 1911 und der VfL Hammonia von 1922 zu Hause und liefern sich das eine oder andere Nachbarschaftsduell. In direkter Nachbarschaft zum FC St. Pauli kommen hier Amateurkicker auf ihre Kosten. Nach dem Spiel kann man sogar auf dem Dom am Heiligengeistfeld ein paar Standards an der Bolzplatzbude üben. Ob die HSV-Fahne beim Zielen hilft?
18. November 2017 – Tore und Toreros
Im Fernsehen gibt es meistens 90 Minuten Fußball. Hier gibt es 90 Sekunden #kopfgrätsche:
Fußball-Spiele dauern 90 #Minuten. Dieser exklusive Ausschnitt vom #kopfgrätsche-Sonnabend dauert 90 #Sekunden: pic.twitter.com/p9WFzbpFtw
— Christoph Woest (@pixures) November 22, 2017
Nach 120 Minuten gab es dann noch ein Selfie:
11. November 2017 – Paradise Paper Backflash
Die aktuelle Diskussion über die Paradise Papers und die Steueroasen ist eine gute Gelegenheit, um mal wieder ein altes DIA-Turnier-Shirt herauszuholen. Hatte 2013 jemand aufgepasst, wäre bekannt, was man auf der Isle of Man alles sparen kann.
Zurückspielen bitte
Wacht auf, Verdammte dieser Erde! Und zwar rechtzeitig vor Samstag 10:30. Damit ihr noch einen Gangplatz in der Brigade zugeteilt bekommt, die beim Sturm auf das gegnerische Tor dabei ist. Hier wird noch Fußball wie vor 100 Jahren gespielt, dass man denken könnte, gleich kommt der Vorgänger des Schulz-Zugs in Petrograd um die Eckfahne gebogen. Völker hört die Signale und Vorsicht an der Strafraumkante. Trainer, Raucher und Werner Lorant bleiben bitte in der markierten Zone. Die Aufstellung heute mal wieder in umgekehrter Reihenfolge. Die Stimmung im Serviceteam ist gut. Im Namen der Kopfgrätsche würden wir trotzdem gern am Samstag noch mal die schönsten Fahrkarten sehen. Mit dem Quer-durch-die-Abwehr-Ticket sparen Sie sich mindestens eine Konterrevolution. Alle Anschlüsse ans Mittelfeld werden planmäßig erreicht und wenn der Torwart wieder wie eine Bahnschranke fällt, gibt’s im Betriebsablauf vielleicht sogar etwas zu jubeln. Bei geringfügiger Verspätung haben wir eventuell später noch Zeit für einen kleinen Imbiss im Bordbistro. Ausstieg in Fahrtrichtung Kai. Und immer dran denken: Abfahrt ist, wenn der Schaffner pfeift.
04. November 2017 – Fahnenappell
Ein Tor sein Leben lang
Huch, ist tatsächlich schon wieder Wochenende? Mir ist heute wie Mittwoch und eigentlich wollte ich mal gucken was heute so in der Champions League passiert. Durch diese Feiertage ist die ganze Woche durcheinander. Und obwohl angeblich sogar Reformationstag war, konnte man an dem Tag nicht bei Ikea einkaufen – wie das eigentlich seit 500 Jahren Tradition ist. Dafür musste man stattdessen den heiligen Brückentag opfern. Am Dienstag konnte man lediglich in ein bis zwei TV-Sendungen ein paar Dinge über Martin Luther erfahren. Und über Luthers Frauen. Und über Luthers Helfer. Wahrscheinlich sogar etwas über seinen geheimen U-Bootkrieg. Nur seine Fußballvorlieben kamen etwas zu kurz. Dabei wäre der Reformator sicher ganz gut geeignet gewesen, die Leute in zwei Mannschaften aufzuteilen. Aber wahrscheinlich hätte er das ganze Rasenball genannt und sich mit den Etablierten angelegt. Das hätte nicht gemusst. Sprachlich hat er natürlich trotzdem eine Menge für das Phrasenschwein geleistet. Ohne Formulierungen wie „Hochmut kommt vor dem Fall“, „Zähne zusammenbeißen“, „Buch mit sieben Siegeln“ oder „im Dunkeln tappen“ wären der Doppelpass am Sonntagvormittag und kopfgrätsche am Samstagvormittag (10:30) frei von blumigen Sprachbildern. Nach einer Folge Doppelpass wäre Luther aber wohl arm wie eine Kirchenmaus. Diesen sauren Apfel müsste er vor die Säue werfen. Aber durch Schaden fällt man selbst hinein.
28. Oktober 2017 – Pokal Hero
Nach einem entspannten Samstag-Kick wurde noch die vergangene DFB-Pokal-Runde ausgewertet: Die Duelle Hertha gegen Köln und Leipzig gegen die Buyern sind somit im #kopfgrätsche-Abschluss-Foto zu finden.
In der dritten Halbzeit in der Kai-Bar erhoben wir darauf dann noch unser alkoholfreies Hefeweizen, ein Wässerchen und den Zimt-Streuer.
Schiri, Telefon…
Das war damals ein großer Spaß, wenn man den Mann in schwarz an den Apparat rief. Ein Gag, den heute niemand mehr versteht. Dazu muss man den Jüngeren erklären, dass so ein Telefon früher ein stationäres Ding war. Mit einer Spiralschnur zwischen Wähleinheit und Hörer. Und es stand irgendwo im Flur, im Büro oder in einer schmuddeligen Zelle am Stadionvorplatz. Einige Comicfans hatten vielleicht also noch eine Meta-Information, um den Schiedsrichter zu einer Superman-Transformation in der Telefonzelle zu motivieren. Aber die meisten wollten nur, dass der Unparteiische aufgrund seiner schlechten Leistung den Platz verlässt. Das ist inzwischen aber nicht mehr nötig. Spätestens in der Halbzeitpause kann man dem Schiri noch auf dem Platz das Smartphone reichen. Klar, damit könnte er den Telefonjoker anrufen, der ihm bei seiner Entscheidung hilft. Aber darüber hinaus hat er natürlich weitere Möglichkeiten. Die Quoten in bei Tipico checken z.B. oder eine Spotify-Playlist ohne Helene Fischer für die Halbzeitpause auswählen. Vielleicht lohnt es sich auch zu gucken, ob das Stadion auf einer Pokémon-Go-Arena erbaut ist. Die Einsatzfelder sind vielfältig. Ein Blick in die Wetterapp zeigt mir für Samstag 10:30 elf Grad und Herbststurm. Ähnliche Bedingungen wie morgen Abend in München. Trotzdem sollte RB-Fernmelde-Offizier Rangnick lieber sein Smartphone in der Tasche lassen. Mit seinem Red Bull MOBILE-Tarif wird er in der Arena, wo das weiße T auf der Tribüne hockt, leider keinen Empfang haben.
Von Bonn nach Berlin – Kopfgrätsche zwischen den Hauptstädten

Am Ende einer DFB-Pokal-Saison wartet bekanntermaßen Berlin. Da ist es nur folgerichtig den Anfang in Bonn zu machen, oder? Unser Kopfgrätsche-Ehrenpräsident konnte sich davon überzeugen, dass es die Ex-Hauptstädter trotz eines „Tor des Monats“ auch dieses mal nicht bis zum Finale schaffen. Erstrundenaus gegen Hannover 96. Ein kleines Trostpflaster klebte er ihnen ans Geländer.








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