Und nun zu den Veranstaltungstipps fürs Wochenende. Wie immer findet für alle Überlebenden diverser Weihnachtsfeiern in dieser Woche ein Kopfgrätschen am Samstag Vormittag (10:30) statt. Aufgrund geringer Stellplätze im Strafraum empfehlen die Veranstalter pünktliches Erscheinen mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder per Park-and-Ride-Service. Für eine Tarnung als Trainingsweltmeister mit orangen Leibchen ist gesorgt. Im Anschluss eröffnet in Schwerin eine Ausstellung über die Lehrjahre an der FAK Heiligendamm. Dort wurde 1999 quasi Mittwochs parallel zur Kunstgeschichtevorlesung das Kopfgrätschen erfunden. Wer die Kopfgrätsche-Männchen mit dem FAK-Männchen vergleicht, kann diese Herkunft nicht verleugnen. Was uns widerum in direkte Beziehung zur WM 1974 setzt. In der ausrichtenden BRD kam man damals auf die gleiche grafische Idee und musste die Urheber im Bruderland um Erlaubnis fragen. Anstatt einen ordentlichen Stapel Tickets herauszupressen und sich anschließend im goldenen Westen abzusetzen, konnte leider nur ein Vorrundensieg der DDR gegen den späteren Weltmeister ausgehandelt werden. Spätere Nachforderungen ausgeschlossen. Als nach dem nächsten WM-Titel die Spieler aus dem Osten das gesamtdeutsche Team verstärkten, wurden wir doch nicht wie vom Kaiser befohlen „auf Jahre hin unschlagbar“. Da muss sich Michael Ballack nicht wundern, dass er bei der Ernennung von DFB-Ehrenspielführern übergangen wird und ihm nur der Titel „Wade der Nation“ bleibt. Die Inthronisierung des letzten Weltmeisterkapitäns findet noch heute nach dem aktuellen Comedy-Programm des DFB-Präsidenten statt, „weil er als Fußballer und als Mensch zu den ganz Großen gehört“. Restkarten an der Abendkasse.