Auf der Zielgeraden gibt das Jahr wirklich noch einmal alles. Schon deshalb, um alle zu bestrafen, die ihren Jahresrückblick schon im Oktober vorbereitet haben, um jetzt eine ruhige Kugel am Pfosten vorbeischieben zu können. Alleine auf dem Trainerkarussell ist momentan ein großes Gedränge, nachdem der kleine Pep angedeutet hat von der Feuerwehr abzusteigen. Roman Abramowitsch, der FC Reeemscheid und das Dschungelcamp hoffen auf fette Beute. Aber Pep wird sich aber auf seinem weiteren Weg sicherlich nicht beirren lassen von seiner Kompetenz (was ich nie getan habe). Es ist bestimmt kein Zufall, dass gerade jetzt in Wismar eine Multifunktionsarena geplant wird. Ab Samstag 10:30 kann man sich schon mal für diverse Funktionen warmlaufen. Wem der Fußball nicht so liegt, findet hier bestimmt auch Platz, um andere Talente auszuleben. Man kann bestimmt auch ohne Fußball Schweizer des Jahres werden. Es reicht sogar, wenn man nur Fifa-Präsident ist. Moment, jetzt reicht’s aber. Spätestens jetzt muss ich für dieses Jahr mit meinem Reklamierarm winken. Das kann man doch unmöglich gelten lassen. Man braucht keinen Videobeweis, um zu wissen, dass dieses Jahr ohne die ganzen Frechheiten auf neutralem Boden wiederholt werden muss. Also echt mal.
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12. Dezember 2015
Im Julklappseits
Hohoho Hahohe. Der alternative Adventsmarkt öffnet seine beiden (viel zu kleinen) Pforten. Wart ihr auch alle schön brav? Noch vor der dritten Kerze im Strafraum können wir den Wunschzettel komplett abhaken. Samstag ab 10:30 preisen Wichtel in sportlicher Outdoorkleidung Fußgebasteltes und Kopfgegrätschtes an. Da findet man doch etwas für Groß und Klein. Krumme Pässe, schiefe Buden und mundgeblasene Vorwürfe werden vor Ort und live mit ganz viel Liebe selbst zusammengestümpert. Das ist so individuell, das lässt sich unmöglich umtauschen oder guten Gewissens weiterverschenken. Aber das nächste Schrottwichteln kommt bestimmt. Wir nehmen auch diesmal keinen Eintritt, um die wirklich talentierten Kunstfußwerker abzuschrecken. Statt der Championsleague-Hymne gibt es maximal den besoffenen Elch zu hören. Oder was auch immer grad so Saison hat im Jamba-Sparabo. Dieses traditionelle Liedgut sorgt für ein ganz besonderes Ambiente. Da wird einem ganz warm um die Füße.
05. Dezember 2015 – Vier Bälle für fünf Türchen
Ihr Wetter in sicheren Händen
Und nun zum Wetter. Während diese Mail lange Jahre dazu missbraucht wurde, um den Spieltag mit einem möglichst attraktiven Wetterbericht zu versehen, haben wir die Prioritäten im Laufe der Zeit leicht verschoben. Vor allem, um von den Willkürlichkeiten und Ungenauigkeiten in der Vorhersage abzulenken. Unter dem internationalen Druck muss ich nun gestehen: die Technologie, die dafür genutzt wurde, war ein 30 Jahre altes Wetterhäuschen aus Friedrichroda in Thüringen. Am Ende ist es zum Glück dem Ball egal. Er ist der wahre Gewinner der Evolution. Ob Hitze, Frost oder Flutwellen – der runde Geselle schwimmt einfach immer oben. Wir können uns also gern das Klimaziel setzen, dass es Samstag 10:30 sonnig, trocken und windstill ist. Hauptsache die Stiefel bleiben trocken und werden am Ende fleißig leergegessen. Brav den Teller vom Brokkoli befreien, hat schließlich immer noch das beste Wetter beschert. Hoffentlich berücksichtigen das die Klimagipfelteilnehmer in Paris. Dort ist man aber wahrscheinlich bis zum Ende der Spielzeit mit der Platzwahl und dem Aufteilen der Mannschaften beschäftigt. Diese Amateure!
28. November 2015 – SMS – Schnee, Matsch und Schwanzlurche
Eine Samstagmorgendliche SMS mit der myteriösen Zeichenkombination aus Schneeflocke, Fußball und Schneemann der mit Schneebällen jongliert, sorgt für rasant ansteigendem Puls durch einen Sprint vom Bett zum Fenster. Schnee im November: Erster Gedanke war, dass das ein #kopfgrätsche–Samstag mit Fußballtennis (mit Video!) wird, weil keiner mitfußballern will.
Es wurde aber dann doch ein mild-herbstliches 4-gegen-5 – auch trotz eines kleinen Missverständnisses zu Beginn: Tobias kommt als letzter und während er alle artig begrüßt, murmelt er, dass er „so viele Schmerzlose“ gar nicht erwartet hätte. John fragt verwundert: „Hast du uns gerade Schwanzlurche genannt?!“.
… dreimal schwarze Kasse
Ich will ja keine Panik verbreiten. Aber laut meines bereits auffällig leichten Adventskalenders sind es nur noch 4 Spieltage bis Weihnachten. Da fragt man sich so langsam, wo man die Weihnachtsgeschenke her bekommt. Was sagt denn Ja-is-denn-heut-scho-Weihnachtsexperte Franz B dazu? „Ausschließen kann ich nichts, vielleicht findet so ein Zauberer noch was. Wie heißt der Zauberer? Kalanag! Vielleicht findet der noch was. Aber langsam reicht’s, oder?“ Wer den Zauberer Kalanag nicht kennt, hat Glück. Denn ich kenn Google und Google kennt Kalanag. Das ist nicht der Chefermittler bei Freshfields. Viel mehr muss er in Franz Bs Jugend eine große Nummer gewesen sein. Ist aber leider schon seit Heiligabend vor 52 Jahren nicht mehr im Zaubergeschäft. Vielleicht kann man aber mit YouTube-Tutorials bis Samstag 10:30 sich noch ein paar magische Tricks ausm Hut zaubern. Klassiker wie der zersägte Pfosten, der Tunnel durch die unlösbar verknoteten Beine oder der überraschend vorbeirollende Ball müssten doch rechtzeitig erlernbar sein. Vielleicht zaubere ich aber auch einen 6,7 Millionen-Euro-Scheck hinter dem Ohr hervor. Abrakadraball…
21. November 2015 – Verdunklungsgefahr
Kernlos in Barsinghausen
Ich muss gerade einen Spieltag ansagen. Aus Sicherheitsgründen. Damit es niemand vergisst und viele Samstag 10:30 auf dem Platz stehen. Jetzt bin ich in meiner Küche und ess ’ne Mandarine. Man sagt, Vitamine wären gesund. Als ich mit Kopfgrätschen anfing, habe ich mir nicht ausmalen können, dass ich eines Tages mal einen Spieltag nicht ansagen dürfte. Ich kann nur sagen: wenn das so weitergeht und ich den nächsten Spieltag auch ansage, dann komm ich nächsten Samstag wieder. Und den darauf auch und so weiter und so fort. Schließlich soll ja jeder so weitermachen wie bisher. Deshalb sichern wir auch wie bisher unsere Tore nicht. Die bleiben offen für alle und nachlässig verteidigt wie eh und je. Wer sich davon verunsichern lässt und sich kleinere Tore wünscht, der sollte dann ehrlicherweise lieber langsam gehen statt zu rennen und das Ganze nicht Fußball nennen. Es klingt nämlich eher nach Golf und ist stinklangweilig. Damit vermeidet man erfolgreich, dass Feuerzeuge und Bierbecher auf den Rasen fliegen. Das hat ja mit Fußball angeblich nix zu tun. Aber wenn wir lernen demnächst Mandarinenkerne zu werfen, können daraus später Mandarinenbäume wachsen. Deren Stämme könnten doch unabhängig von Größe und Wuchs prima Fußballtore sein.
14. November 2015 – Peace For Paris
Unser vormittäglicher Samstags-Kick war noch deutlich geprägt von den Ereignissen der vorangegangenen Nacht in der französischen Hauptstadt. Verstärkt durch das permanente Sirenengeheule von Feuerwehr und Krankenwägen in Wismar, spielten wir trotzdem unser friedliches 5-gegen-5 mit Endergebnis 10 zu 9.
#Kopfgrätsche hat eine kleine aber feine Vorliebe für die Stadt an der Seine. Hier und da haben wir in Paris unsere Spuren hinterlassen:
– Le Tour de Kopfgrätsche vom 27. Juli 2015.
– Zlatan est un Kopfgrätscher vom 11. Juni 2015.
– Telefonanschluss in Paris vom 03. November 2015.
Das eingebaute Logo stammt vom französischen Künstler Jean Jullien, der diese Zeichnung auf twitter veröffentlicht hat.
Haste Shitstorm am Fuß
Jetzt ist es tatsächlich passiert. Vor ein paar Tagen waren es nur böse Gerüchte, an die ein paar Unverbesserliche vom Spiegel glaubten. Aber jetzt ist es endgültig erwiesen. Ein kurzes Blättern im Standardwerk „Grüß Fußballgott“, Auflage 1, 2009 bestätigte den dunklen Anfangsverdacht. Ja, ich habe mich wiederholt. Quasi unwissentlich von mir abgeschrieben. Ein Artikel aus dem November 2007 weist eine zu fünfundachtzigprozentige Übereinstimmung in der Überschrift zum Artikel der letzten Woche auf. Die Plagiatsjäger werden nicht zimperlich mit meiner Fußballwürde sein. Jegliche Rechtfertigungsversuche wird die Netzgemeinde im Shitstorm zerfetzen, inklusive lustiger Memes mit den Hashtags #kopfgrätschefilme und #kopfgrätschesongs, wofür Klassiker zu „Einer flog über die Fußballmail“ oder „Ideenlos durch die Nacht“ verballhornt werden. Ich kann nur versuchen mir das Vertrauen ab Samstag 10:30 von Neuem zu erspielen. Zur Buße werde ich mir aber sicherheitshalber alle meine vergebenen Torchancen in einem New Yorker Kino am Stück noch einmal anschauen. Ob drei Tage dafür reichen?
07. November 2015 – Blut, Schweiß und Tränen (Netzneutral-Version)
Zappeln im Netz
Zeitlich fallen das Schreiben dieser Zeilen und das Frühstück am Freitagmorgen sehr oft zusammen. Dabei ist es gar nicht so einfach zu verhindern, dass die eine oder andere Frühstücksflocke in die Tastatur krümelt. Das kann die Zustellung manchmal verzögern. Jetzt ohne das nervige Netzneutralitätsdingsbums läuft das alles viel schneller. Und das hat ja angeblich nicht einmal etwas damit zu tun, dass das Tornetz ab jetzt parteiisch ist. Diese Nachricht habe ich gerade erst getippt und schon war sie bei euch. Und danach habe ich mir erst den Inhalt überlegt. Verrückt. Ich sehe es schon jetzt vor meinem geistigen Auge: am Samstag 10:30 werden fast alle doppelt so schnell wie Aubameyang rennen. Der Ball wird irgendwann entnervt nach Hause gehen, weil er immer hinterherrollt. Auch die Transpiration vor dem Sprint und der Jubel vor dem Torschuss sind endlich in greifbarer Nähe. Zeitmaschinen sind so 1985. Heute pump ich einfach etwas Geld in mein 56k-Modem und schon überhol ich alle in der Timeline. Unsere bisherigen Skills sahen bisher nicht umsonst nach fleischgewordenem Buffering aus. Noch schmunzelt der eine oder andere. Aber auch nur bis die Kids ihre Teams beim neusten FIFA-Game um mich herum aufbauen.
31. Oktober 2015 – Not #Nutscaping
Wir müssen echt nicht jeden Trend mitmachen:
Vor dem obligatorischen #kopfgrätsche-Foto hat uns ein neuer Trend erreicht: #Nutscaping. Hier eine Erklärung auf DRadio Wissen zum Netztrend, der daraus besteht, dass man auf Fotos einfach mal seine haarigen Testikel ins Motiv hält.
Wir haben die Hosen angelassen und sind eben einfach nicht im Trend. Und das ist auch gut so.
Rauchzart auf Pferdelunge
Hust hust. Das unsereins das Profitum versagt blieb, hat natürlich viel Bedauernswertes. Oftmals ist man nur durch die asketische Lebensweise dieser hochgezüchteten Rennpferde zu trösten. Noch vor der WHO hat Thomas Tuchel die Wurst im Sinne der Fitness verteufelt und verbannt. Spätestens seit Fredi Bobic war die blinde Bratwurst höchstens geduldet. Und auch die klassische Stadionwurst nützt nur einigen wenigen Wurstfabrikanten, die meist mit einer groben Fetten und Bluthochdruck verheiratet sind. Auch die traditionelle Pausenzigarette ist inzwischen nur noch eine Insellösung im Amateurbereich, welche das Spiel in ungesunde Häppchen zerstückelt. Doch dann kam Effe, der Luigi von Supermario aus der Raucherecke an der Säbener. Kurzfristig dachten alle Europapokal und Pferdelunge waren nur ein Missverständnis. Der Boulevard träumte heftig davon wie der Tiger Tuchel mit seiner Salamitaktik einen dicken Rauchkringel ins Gesicht bläst oder alternativ eine dicke Rauchwurst an ihn verfüttert. Seit gestern wissen wir, dass dieser Traum in Rauch aufgehen musste. Immerhin sind wir uns nun sicher, dass wir höchstwahrscheinlich nur aufgrund von F6 und Bifi an der Bundesliga gescheitert sind. Wenn dies auch deine sichere Karriere verhindert hat, bleibt dir nur der Samstag 10:30 – mit Pausenfilterlosen, Pausenmortadella und Pausentee mit Schuss.
Aktivist Schwarze Kasse
Aufgrund meiner ungerechtfertigten Sperre für das morgige Match (10:30) muss die aktuelle Spieltags-PK mein Kollege und Männerfreund Wolfgang übernehmen. Leider sind seine Karteikarten durcheinander geraten. Bringe Sie in die richtige Reihenfolge und formuliere eine glaubhafte Rechtfertigung, die alle Zweifel zerstreut, allen Zynikern den Glauben an den ehrlichen Fußball zurück gibt und sie in Scharen am Samstag auf den Bolzplatz treibt. Danke im Voraus.
https://twitter.com/fums_magazin/status/657164561401950208/photo/1?ref_src=twsrc%5Etfw
17. Oktober 2015 #thenewball
10.45 Uhr auf dem Platz: Es nieselt geringfügig, die Temperaturen liegen zwischen 8 und 9 Grad. Insgesamt ganz erträgliches Fußballwetter. Trotzdem mussten wir uns aufmunternd an die #kopfgrätsche-Facebook-Gemeinde wenden.
Keines der 89 Gruppenmitglieder tauchte auf. Dafür aber genug andere, um zwei Stunden Drei-gegen-Drei zu spielen. Und das alles mit dem neuen Ball, den Jürgen vor zwei Wochen feierlich überreicht bekommen hat:

Vorsicht! Heckspoiler-Alarm
Liebe Reiseweltmeister. Privatreisen nach der Zukunft können ohne Vorliegen von Voraussetzungen beantragt werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt. Das gilt natürlich auch für die Vergangenheit. Zum Beispiel in das Jahr 1985. Aber ich warne schon einmal vor. Der Sportalmanach aus diesem Jahr hält wenig Erbauliches bereit. Zwar konnten die Eisernen aus der Hauptstadt am Ende der Saison 1984/85 in die Oberliga aufsteigen. Meister wurde aber wie immer der BFC Dynamo. Wer aus diesem Wissen Kapital schlagen will, hat bei den Wettquoten schlechte Karten. Als besonderer Service hier trotzdem die Ergebnisse aktuellen Spielrunde:
19/10/1985
1. FC Lokomotive Leipzig 2:0 BSG Sachsenring Zwickau
1. FC Magdeburg 1:1 FC Carl Zeiss Jena
Berliner FC Dynamo 3:1 BSG Stahl Brandenburg
BSG Wismut Aue 2:0 BSG Stahl Riesa
FC Hansa Rostock 3:1 FC Vorwärts Frankfurt/Oder
FC Karl-Marx-Stadt 2:2 1. FC Union Berlin
SG Dynamo Dresden 1:1 FC Rot-Weiß Erfurt
Sportsfreunde, denen die Bundesliga inzwischen zu langweilig ist, sollten nicht darauf hoffen, dass der nächste Oberliga-Meister 1986 nicht zum achten mal in Folge BFC Dynamo heißt. Auch wenn dafür ein Schand-Elfmeter notwendig ist. Am Ende könnte sogar Hansa Rostock absteigen. Vielleicht bleibt man also lieber im Hier und Jetzt, auch wenn man sich in Zeiten sehnt, in denen man Mittwoch noch Licht zum Kicken hatte. Aber der kommende Samstag hält 10:30 noch Überraschendes bereit. Wer den Sieger schon kennt, behält es bitte für sich und lädt uns mit dem Wettgewinn zum Hefeweizen ein.
10. Oktober 2015
Es ist immer wieder eine Freude, den Altmeister Frank für ein Gastspiel bei #kopfgrätsche zu haben.
Normal malade
Now, the normal one comes to the other. What a pitty. You should learn. Everything has an end only the sausage has two. I said: the only language i speak a little bit … you are hearing … is english. And for my kind of coaching I need the language. But I think the funny part of the language I will learn very fast and that’s all I said. It was great, the weather was good, everything was okay only my health is so shit. I think I speak much more than I say the whole week. And so maybe its better for my team, one or two games in the year when I’m far away. We speak and we spoke about football the last 15 years each day everyday. So what will happen tomorrow 10:30 or wednesday 18:00? And we will do totally different things as I sit on a Tribüne? Stand? On a Stand. Yeah, it’s stand? As I sit on a stand. I see the team and think ‚oh my God’… no, no, no. In this moment, we are not the best team in the world – who cares? Who wants to be the best team in the world today? We want to be the best team tomorrow or another day. That’s all. We have to change from doubter to believer. Now.





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