Hallenschuhe können schön sein, aber die Eitelkeit verdrängt manchmal die Sicherheit. Mit Essengeldturnschuhen und viel zu kurzen Hosen läuft man nicht nur unbequem. Die Füße finden auch keinen Halt. Die Dashcam wird zum Selfieapparat. Welcher Kopfgrätscher kann da schon widerstehen? Kopfgrätscher kicken meist vorsichtiger als Profis, weil ihnen die Übung fehlt. Sie behindern dann den Spielfluß. Viele Kopfgrätscher scheuen das Anlegen von Tattoos und Trendfrisuren weil sie Angst um ihre Image haben. Die Sorge ist unnötig sagen Mediziner, wenn der blondierte Iro richtig sitzt. Trotzdem kommt der Bezeichnung „typisch Kopfgrätscher“ Bedeutung zu. Es gibt Spielmanöver, mit denen er schlechter zurecht kommt. Obwohl man gelernt hat, dass man vorwärts nicht in enge Räume kommt, versuchen es Kopfgrätscher immer wieder und geben schließlich auf. Das liegt einmal an der zu geringen Laufleistung dieser Amateure und zum anderen an der Hilflosigkeit gegenüber der Technik. Immer in der Sorge ihren Körper zu beschädigen, nutzen sie beim Sprinten den vollen Sehneneinschlag nicht aus. Oft bereitet es den Kopfgrätschern große Schwierigkeiten über ihre rechte Schulter nach hinten zu schauen und gleichzeitig den Turbo nach links einzuschlagen. Die meisten Kopfgrätscher haben für die Technik keine Antennen. Vor Samstagen um 10:30 können sie aber durch eine Spielankündigung anzeigen, dass sie technische Hilfe brauchen. Dieses Zeichen wird verstanden.
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Lautlos im Strafraum
Mit diesen verflixten Gravitationswellen war es bisher wie mit den Laolawellen beim Kopfgrätschen. Man konnte sie nicht sehen, obwohl man sicher war, dass da etwas in der Luft ist. Aber wie funktionieren diese Wellen eigentlich? Im Grunde können wir das Samstag 10:30 ziemlich simpel simulieren. Man muss sich den Strafraum und die 90 Minuten als vierdimensionale Strafraumzeit vorstellen. In dem Strafraum platziert man dann Körper unterschiedlicher Masse. Am besten teilt man sie so auf, damit nicht alle schwarzen Löcher in einem Team spielen. Sonst knallt’s nämlich. Schwarze Löcher (auch die mit orangen Leibchen) dehnen diese Strafraumzeit durch ihre Masse. Wenn dann ein Robben da hinein plumpst, fängt sie an zu schwingen. Wahrscheinlich, weil Gertjan Verbeek und Matthias Sammer anfangen, sich lautstark anzuschreien. Und da wo es schwingt dehnt und streckt sich die Strafraumzeit. Jetzt muss man nur noch eine dieser Wellen erwischen und kann relativ einfach seinen Gegenspieler hinter sich lassen, ohne dass man schneller laufen muss. Wenn zudem der Torhüter in Zeitlupe aus dem Tor kommt, steht einem Traumtor nichts mehr im Weg. Die Laolawellen muss man sich dann aber leider immer noch vorstellen. So weit ist die Wissenschaft leider noch nicht.
Helm ab zum Gebolz
Ich pump den Ball in Vorbereitung auf den Samstag 10:30 noch einmal ordentlich auf. Sicher ist sicher. Nachher gibt es noch eine blöde Verwechslung und irgendein Helmträger kommt auf die Idee das Ei zu fangen und damit in die Endzone zu laufen. Was macht man da als Abwehrspieler? Wahrscheinlich versucht man ihn instinktiv zu tackeln, aber das macht alles nur noch schlimmer. Prompt fliegen Flaggen aufs Spielfeld, junge Damen in Funkemariechenkostümen ohne Hut bauen menschliche Pyramiden und Jumbogetränkebecher werden gereicht. Und ehe man sich versieht, werden Werbeminuten in der Halbzeitpause für den Preis eines Dreyfus-Darlehnens gebucht. Aber dann bekommt man den Geist nicht mehr zurück in die Flasche und im Rahmenprogramm treten angesagte Mainstream-Popsternchen von internationalem Rang auf. Die provozieren dann wahlweise einen Hymnen- oder Nacktskandal, mit dem die Boulevardmedien sich dann für die Halbwertzeit eines Hashtags auseinandersetzen müssen. Das Ende vom Lied: niemand kann sich daran erinnern wie das Spiel ausgegangen ist. Wahrscheinlich wird vor lauter Kabinenselfies sogar das offizielle Mannschaftsfoto vergessen. Spätestens dann ist das nicht mehr mein Sport. Sondern irgendetwas, was nur zufällig so ähnlich heißt.
I walk the Deadline
Sie bieten hier auf einen Kopfgrätscher der ersten Generation mit eingebautem Torriecher. Seltenes Exemplar aus einer Montagsproduktion. Privatverkauf, keine Rücknahme, kein Austausch gegen Torwart oder Sieg-Garantie. Nicht mehr Originalverpackt, aber irgendwo müsste der Karton noch rumliegen. Die Gebrauchsspuren sind minimal, ein paar kleine Kratzer an der Rückseite. Der linke Fuß ist quasi neuwertig und wird auch bei der morgigen Probevorführung nur im Notfall benutzt. Das Originalzubehör bestehend aus Autogrammkarte und Spielberechtigung für die Champions League ist leider nicht mehr vorhanden. Verzweifelte Vereine aus England oder Spanien, denen Spieler vom FC Bayrisch Creme zu dick sind, können gern die Sofortkaufen-Option für’ne Applewatch und’n Fabergé-Ei ziehen. Alle anderen bieten schön bis zur Transferdeadline. Mit der Abgabe eines Gebotes erklären Sie sich ausdrücklich damit einverstanden, auf die Ihnen zustehende Sachmängelhaftung (auch Garantie oder Gewährleistung genannt) völlig zu verzichten. Gekauft wie gesehen. Gesehen wie Samstag 10:30. Viel Erfolg beim Bieten.
You Kevin again
Habt ihr nach dem letzten Wochenende schon das feuchte Zeitungspapier aus den getrockneten Töppen gepult? Hoffentlich habt ihr nicht versucht die aufgeweichten Fetzen des Weltgeschehens wieder zusammenzusetzen, um sie dann als absolute Wahrheit bei Facebook zu verbreiten. Wie z.B.: trotz der eisigen Temperaturen kommen nun wieder Bundesligaspieler nach Deutschland. Aus ihren Trainingslagern in Belek, Dubai oder Katar machen sie sich diese Fachkräfte über die Heckler&Koch-Route auf den Weg, um hier die Rasenheizungen zu entlüften. Bösen Gerüchten zufolge könnte sogar Kevin Großkreutz unter ihnen sein. Das riecht streng nach großen BILD-Schlagzeilen und Doppelpass-Sondersendungen. Besorgte Bundestrainer schlagen schon Alarm. Und auch wenn die Obergrenze auf 18 Vereine pro Liga festgelegt ist, steht unsere Rolle als Attraktion des Winters auf der Kippe. Wurden wir bisher wenigstens für unsere Ausdauer und Schmerzfreiheit bewundert, landen wir Samstag 10:30 wieder in der zweiten Reihe. Mehr als ein lustiges Foto auf einer Seite, die niemand anklickt, bleibt am Ende nicht für uns. Vielleicht noch der eine oder andere Mitspieler mehr, der durch das Beispiel von kurzbehosten Millionären motiviert wird, auch mit uns die Topszenen noch einmal nachzuspielen. Allzu spektakuläre Bewegungen dürfen angeblich sogar mit Rücksicht auf Rücken, Lobby und Gelenke einfach in den Schnee gepinkelt werden. Verrückt.
Ball control to Major Tom
The Stars are out tonight. Deshalb müsst ihr auch diesmal wieder auf den Platz. All the young Dudes, aber auch gern die älteren. Immerhin der Ball ist under Pressure. Hat der Mann versprochen, der ihn mir zusammen mit der Welt verkaufte. Fame wartet und we could be Heroes just for one day. Nun fragt ihr: Where are we now? Nun, es ist weder das WM-Finale und auch nicht America, aber der Platz ist dafür seit den golden Years derselbe. Hoffentlich hat die Suffragette City einigermaßen für Bespielbarkeit gesorgt, damit kein Mann zur Erde fällt. Sonst müssen wir noch Ashes to Ashes streuen bevor es heißt: Let’s dance with the ball. Falls es nicht ausgeglichen genug ist, können wir noch ein paar Ch Ch Changes in der Aufstellung machen. Wir beginnen wie immer absolut Samstag 10:30. Das gilt ebenso für die Donnerstagskinder. Und auch the next day ist leider zu spät.
Keintorhasen
Kopfgrätscher- was hast du gemacht?! Ich sage , du hast ein Stueck deutsche Fußballgeschichte geschaffen! Kompromisslos, atemlos, viril, phantastisch für die niedrigen Temperaturen….andere verschwenden ihre Zeit für ein paar moppelige Darter, die nen Pfeil schmeißen, oder ein Bier in einem Londoner Pub zocken…du bringst Non Stop Action in diese 90 bis 120 Minuten, in denen sonst meistens dummes Zeug gelabert wird( Frau Meier, stand Ihr Mann im Abseits?)…. Ich, feier dich jetzt mal richtig derbe ab!!! Weil…. ich als Spielmacher/Zielspieler/Ausputzer/Kopfballungeheuer/Joker/Poser…. viel mehr Ahnung…. ich habe viiiieel mehr Ahnung von der Craft( Materie)….KUNST…. als die meisten von diesen Trotteln, die darüber schreiben!!!!…. Wenn sie ehrlich wären, würden sie zugeben, dass du was aussergewöhnliches geschaffen hast!! Das kriegen sie aber nicht hin, weil sie schwach und klein sind! Deswegen sage ich, als einer der es besser weiß, weil ich vom Fach bin: Mit allen Schwaechen, die dieser Spieltag hatte
, ist er der bahnbrechendste seiner Art!!! Ich bin unendlich stolz auf dich und was wir gemeinsam erreicht haben!!Du bist der Größte!!!! Deine Arbeit ist unglaublich stark!!!!Ich bin meeega stolz auf dich!!!!ps: Deutschland bleibt das Land der Neider….und am Rande bemerkt… der nächste Teil Samstag 10:30 wird nicht wegen mir ausgestrahlt, sondern trotz mir..!!!!!
Ausgependelt
25. Dezember 2015 – Frohe Weihnachten und Spielfrei
Frohe Weihnachten an alle Kopfgrätscher dieser Welt. Kommt mal zur Ruhe und regeneriert für die nächsten Spiele.
Ja, in England ist Boxing Day und somit wird an Weihnachten Fußball gebolzt. Hier in Wismar nicht: #Kopfgrätsche setzt einfach mal einen Samstags-Spieltag pro Saison aus.
Das ist der einzige Samstag des Jahres 2015, an dem wir nicht bolzen. Sonst wurde immer gespielt – bei jedem Wetter und egal auf welchem Platz. Ein Jahresrückblick folgt in den nächsten Tagen. Am 2. Januar 2016 beginnen wir das Neue Jahr pünktlich wie gewohnt um 10.30 Uhr.
Don’t look back in Anker
Auf der Zielgeraden gibt das Jahr wirklich noch einmal alles. Schon deshalb, um alle zu bestrafen, die ihren Jahresrückblick schon im Oktober vorbereitet haben, um jetzt eine ruhige Kugel am Pfosten vorbeischieben zu können. Alleine auf dem Trainerkarussell ist momentan ein großes Gedränge, nachdem der kleine Pep angedeutet hat von der Feuerwehr abzusteigen. Roman Abramowitsch, der FC Reeemscheid und das Dschungelcamp hoffen auf fette Beute. Aber Pep wird sich aber auf seinem weiteren Weg sicherlich nicht beirren lassen von seiner Kompetenz (was ich nie getan habe). Es ist bestimmt kein Zufall, dass gerade jetzt in Wismar eine Multifunktionsarena geplant wird. Ab Samstag 10:30 kann man sich schon mal für diverse Funktionen warmlaufen. Wem der Fußball nicht so liegt, findet hier bestimmt auch Platz, um andere Talente auszuleben. Man kann bestimmt auch ohne Fußball Schweizer des Jahres werden. Es reicht sogar, wenn man nur Fifa-Präsident ist. Moment, jetzt reicht’s aber. Spätestens jetzt muss ich für dieses Jahr mit meinem Reklamierarm winken. Das kann man doch unmöglich gelten lassen. Man braucht keinen Videobeweis, um zu wissen, dass dieses Jahr ohne die ganzen Frechheiten auf neutralem Boden wiederholt werden muss. Also echt mal.
Im Julklappseits
Hohoho Hahohe. Der alternative Adventsmarkt öffnet seine beiden (viel zu kleinen) Pforten. Wart ihr auch alle schön brav? Noch vor der dritten Kerze im Strafraum können wir den Wunschzettel komplett abhaken. Samstag ab 10:30 preisen Wichtel in sportlicher Outdoorkleidung Fußgebasteltes und Kopfgegrätschtes an. Da findet man doch etwas für Groß und Klein. Krumme Pässe, schiefe Buden und mundgeblasene Vorwürfe werden vor Ort und live mit ganz viel Liebe selbst zusammengestümpert. Das ist so individuell, das lässt sich unmöglich umtauschen oder guten Gewissens weiterverschenken. Aber das nächste Schrottwichteln kommt bestimmt. Wir nehmen auch diesmal keinen Eintritt, um die wirklich talentierten Kunstfußwerker abzuschrecken. Statt der Championsleague-Hymne gibt es maximal den besoffenen Elch zu hören. Oder was auch immer grad so Saison hat im Jamba-Sparabo. Dieses traditionelle Liedgut sorgt für ein ganz besonderes Ambiente. Da wird einem ganz warm um die Füße.
Ihr Wetter in sicheren Händen
Und nun zum Wetter. Während diese Mail lange Jahre dazu missbraucht wurde, um den Spieltag mit einem möglichst attraktiven Wetterbericht zu versehen, haben wir die Prioritäten im Laufe der Zeit leicht verschoben. Vor allem, um von den Willkürlichkeiten und Ungenauigkeiten in der Vorhersage abzulenken. Unter dem internationalen Druck muss ich nun gestehen: die Technologie, die dafür genutzt wurde, war ein 30 Jahre altes Wetterhäuschen aus Friedrichroda in Thüringen. Am Ende ist es zum Glück dem Ball egal. Er ist der wahre Gewinner der Evolution. Ob Hitze, Frost oder Flutwellen – der runde Geselle schwimmt einfach immer oben. Wir können uns also gern das Klimaziel setzen, dass es Samstag 10:30 sonnig, trocken und windstill ist. Hauptsache die Stiefel bleiben trocken und werden am Ende fleißig leergegessen. Brav den Teller vom Brokkoli befreien, hat schließlich immer noch das beste Wetter beschert. Hoffentlich berücksichtigen das die Klimagipfelteilnehmer in Paris. Dort ist man aber wahrscheinlich bis zum Ende der Spielzeit mit der Platzwahl und dem Aufteilen der Mannschaften beschäftigt. Diese Amateure!
… dreimal schwarze Kasse
Ich will ja keine Panik verbreiten. Aber laut meines bereits auffällig leichten Adventskalenders sind es nur noch 4 Spieltage bis Weihnachten. Da fragt man sich so langsam, wo man die Weihnachtsgeschenke her bekommt. Was sagt denn Ja-is-denn-heut-scho-Weihnachtsexperte Franz B dazu? „Ausschließen kann ich nichts, vielleicht findet so ein Zauberer noch was. Wie heißt der Zauberer? Kalanag! Vielleicht findet der noch was. Aber langsam reicht’s, oder?“ Wer den Zauberer Kalanag nicht kennt, hat Glück. Denn ich kenn Google und Google kennt Kalanag. Das ist nicht der Chefermittler bei Freshfields. Viel mehr muss er in Franz Bs Jugend eine große Nummer gewesen sein. Ist aber leider schon seit Heiligabend vor 52 Jahren nicht mehr im Zaubergeschäft. Vielleicht kann man aber mit YouTube-Tutorials bis Samstag 10:30 sich noch ein paar magische Tricks ausm Hut zaubern. Klassiker wie der zersägte Pfosten, der Tunnel durch die unlösbar verknoteten Beine oder der überraschend vorbeirollende Ball müssten doch rechtzeitig erlernbar sein. Vielleicht zaubere ich aber auch einen 6,7 Millionen-Euro-Scheck hinter dem Ohr hervor. Abrakadraball…
Kernlos in Barsinghausen
Ich muss gerade einen Spieltag ansagen. Aus Sicherheitsgründen. Damit es niemand vergisst und viele Samstag 10:30 auf dem Platz stehen. Jetzt bin ich in meiner Küche und ess ’ne Mandarine. Man sagt, Vitamine wären gesund. Als ich mit Kopfgrätschen anfing, habe ich mir nicht ausmalen können, dass ich eines Tages mal einen Spieltag nicht ansagen dürfte. Ich kann nur sagen: wenn das so weitergeht und ich den nächsten Spieltag auch ansage, dann komm ich nächsten Samstag wieder. Und den darauf auch und so weiter und so fort. Schließlich soll ja jeder so weitermachen wie bisher. Deshalb sichern wir auch wie bisher unsere Tore nicht. Die bleiben offen für alle und nachlässig verteidigt wie eh und je. Wer sich davon verunsichern lässt und sich kleinere Tore wünscht, der sollte dann ehrlicherweise lieber langsam gehen statt zu rennen und das Ganze nicht Fußball nennen. Es klingt nämlich eher nach Golf und ist stinklangweilig. Damit vermeidet man erfolgreich, dass Feuerzeuge und Bierbecher auf den Rasen fliegen. Das hat ja mit Fußball angeblich nix zu tun. Aber wenn wir lernen demnächst Mandarinenkerne zu werfen, können daraus später Mandarinenbäume wachsen. Deren Stämme könnten doch unabhängig von Größe und Wuchs prima Fußballtore sein.
Haste Shitstorm am Fuß
Jetzt ist es tatsächlich passiert. Vor ein paar Tagen waren es nur böse Gerüchte, an die ein paar Unverbesserliche vom Spiegel glaubten. Aber jetzt ist es endgültig erwiesen. Ein kurzes Blättern im Standardwerk „Grüß Fußballgott“, Auflage 1, 2009 bestätigte den dunklen Anfangsverdacht. Ja, ich habe mich wiederholt. Quasi unwissentlich von mir abgeschrieben. Ein Artikel aus dem November 2007 weist eine zu fünfundachtzigprozentige Übereinstimmung in der Überschrift zum Artikel der letzten Woche auf. Die Plagiatsjäger werden nicht zimperlich mit meiner Fußballwürde sein. Jegliche Rechtfertigungsversuche wird die Netzgemeinde im Shitstorm zerfetzen, inklusive lustiger Memes mit den Hashtags #kopfgrätschefilme und #kopfgrätschesongs, wofür Klassiker zu „Einer flog über die Fußballmail“ oder „Ideenlos durch die Nacht“ verballhornt werden. Ich kann nur versuchen mir das Vertrauen ab Samstag 10:30 von Neuem zu erspielen. Zur Buße werde ich mir aber sicherheitshalber alle meine vergebenen Torchancen in einem New Yorker Kino am Stück noch einmal anschauen. Ob drei Tage dafür reichen?
Zappeln im Netz
Zeitlich fallen das Schreiben dieser Zeilen und das Frühstück am Freitagmorgen sehr oft zusammen. Dabei ist es gar nicht so einfach zu verhindern, dass die eine oder andere Frühstücksflocke in die Tastatur krümelt. Das kann die Zustellung manchmal verzögern. Jetzt ohne das nervige Netzneutralitätsdingsbums läuft das alles viel schneller. Und das hat ja angeblich nicht einmal etwas damit zu tun, dass das Tornetz ab jetzt parteiisch ist. Diese Nachricht habe ich gerade erst getippt und schon war sie bei euch. Und danach habe ich mir erst den Inhalt überlegt. Verrückt. Ich sehe es schon jetzt vor meinem geistigen Auge: am Samstag 10:30 werden fast alle doppelt so schnell wie Aubameyang rennen. Der Ball wird irgendwann entnervt nach Hause gehen, weil er immer hinterherrollt. Auch die Transpiration vor dem Sprint und der Jubel vor dem Torschuss sind endlich in greifbarer Nähe. Zeitmaschinen sind so 1985. Heute pump ich einfach etwas Geld in mein 56k-Modem und schon überhol ich alle in der Timeline. Unsere bisherigen Skills sahen bisher nicht umsonst nach fleischgewordenem Buffering aus. Noch schmunzelt der eine oder andere. Aber auch nur bis die Kids ihre Teams beim neusten FIFA-Game um mich herum aufbauen.
Rauchzart auf Pferdelunge
Hust hust. Das unsereins das Profitum versagt blieb, hat natürlich viel Bedauernswertes. Oftmals ist man nur durch die asketische Lebensweise dieser hochgezüchteten Rennpferde zu trösten. Noch vor der WHO hat Thomas Tuchel die Wurst im Sinne der Fitness verteufelt und verbannt. Spätestens seit Fredi Bobic war die blinde Bratwurst höchstens geduldet. Und auch die klassische Stadionwurst nützt nur einigen wenigen Wurstfabrikanten, die meist mit einer groben Fetten und Bluthochdruck verheiratet sind. Auch die traditionelle Pausenzigarette ist inzwischen nur noch eine Insellösung im Amateurbereich, welche das Spiel in ungesunde Häppchen zerstückelt. Doch dann kam Effe, der Luigi von Supermario aus der Raucherecke an der Säbener. Kurzfristig dachten alle Europapokal und Pferdelunge waren nur ein Missverständnis. Der Boulevard träumte heftig davon wie der Tiger Tuchel mit seiner Salamitaktik einen dicken Rauchkringel ins Gesicht bläst oder alternativ eine dicke Rauchwurst an ihn verfüttert. Seit gestern wissen wir, dass dieser Traum in Rauch aufgehen musste. Immerhin sind wir uns nun sicher, dass wir höchstwahrscheinlich nur aufgrund von F6 und Bifi an der Bundesliga gescheitert sind. Wenn dies auch deine sichere Karriere verhindert hat, bleibt dir nur der Samstag 10:30 – mit Pausenfilterlosen, Pausenmortadella und Pausentee mit Schuss.
Aktivist Schwarze Kasse
Aufgrund meiner ungerechtfertigten Sperre für das morgige Match (10:30) muss die aktuelle Spieltags-PK mein Kollege und Männerfreund Wolfgang übernehmen. Leider sind seine Karteikarten durcheinander geraten. Bringe Sie in die richtige Reihenfolge und formuliere eine glaubhafte Rechtfertigung, die alle Zweifel zerstreut, allen Zynikern den Glauben an den ehrlichen Fußball zurück gibt und sie in Scharen am Samstag auf den Bolzplatz treibt. Danke im Voraus.
https://twitter.com/fums_magazin/status/657164561401950208/photo/1?ref_src=twsrc%5Etfw
Vorsicht! Heckspoiler-Alarm
Liebe Reiseweltmeister. Privatreisen nach der Zukunft können ohne Vorliegen von Voraussetzungen beantragt werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt. Das gilt natürlich auch für die Vergangenheit. Zum Beispiel in das Jahr 1985. Aber ich warne schon einmal vor. Der Sportalmanach aus diesem Jahr hält wenig Erbauliches bereit. Zwar konnten die Eisernen aus der Hauptstadt am Ende der Saison 1984/85 in die Oberliga aufsteigen. Meister wurde aber wie immer der BFC Dynamo. Wer aus diesem Wissen Kapital schlagen will, hat bei den Wettquoten schlechte Karten. Als besonderer Service hier trotzdem die Ergebnisse aktuellen Spielrunde:
19/10/1985
1. FC Lokomotive Leipzig 2:0 BSG Sachsenring Zwickau
1. FC Magdeburg 1:1 FC Carl Zeiss Jena
Berliner FC Dynamo 3:1 BSG Stahl Brandenburg
BSG Wismut Aue 2:0 BSG Stahl Riesa
FC Hansa Rostock 3:1 FC Vorwärts Frankfurt/Oder
FC Karl-Marx-Stadt 2:2 1. FC Union Berlin
SG Dynamo Dresden 1:1 FC Rot-Weiß Erfurt
Sportsfreunde, denen die Bundesliga inzwischen zu langweilig ist, sollten nicht darauf hoffen, dass der nächste Oberliga-Meister 1986 nicht zum achten mal in Folge BFC Dynamo heißt. Auch wenn dafür ein Schand-Elfmeter notwendig ist. Am Ende könnte sogar Hansa Rostock absteigen. Vielleicht bleibt man also lieber im Hier und Jetzt, auch wenn man sich in Zeiten sehnt, in denen man Mittwoch noch Licht zum Kicken hatte. Aber der kommende Samstag hält 10:30 noch Überraschendes bereit. Wer den Sieger schon kennt, behält es bitte für sich und lädt uns mit dem Wettgewinn zum Hefeweizen ein.
Normal malade
Now, the normal one comes to the other. What a pitty. You should learn. Everything has an end only the sausage has two. I said: the only language i speak a little bit … you are hearing … is english. And for my kind of coaching I need the language. But I think the funny part of the language I will learn very fast and that’s all I said. It was great, the weather was good, everything was okay only my health is so shit. I think I speak much more than I say the whole week. And so maybe its better for my team, one or two games in the year when I’m far away. We speak and we spoke about football the last 15 years each day everyday. So what will happen tomorrow 10:30 or wednesday 18:00? And we will do totally different things as I sit on a Tribüne? Stand? On a Stand. Yeah, it’s stand? As I sit on a stand. I see the team and think ‚oh my God’… no, no, no. In this moment, we are not the best team in the world – who cares? Who wants to be the best team in the world today? We want to be the best team tomorrow or another day. That’s all. We have to change from doubter to believer. Now.

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