Geschafft, die Kandidatur ist raus. Hoffentlich kommt das Fax rechtzeitig an. Und hoffentlich haben die bei der FIFA nicht eins von diesen unzuverlässigen Kombigeräten mit integriertem Reißwolf. Diesmal muss es doch klappen mit dem höchsten Amt im Weltfußball. Schließlich kenne ich alle wichtigen Leute. Jedenfalls die, die mir genügend Schweinsköpfe besorgen können. Vielleicht überlegt sich daraufhin Luis Figo noch einmal, ob er wirklich gegen mich antreten will. Und seien wir mal ehrlich, diese ganzen Ex-Profis haben doch keine Ahnung vom Fußball. Sonst wären sie ja nicht Fußballer geworden. Sogar der Kaiser muss mich wählen. Schließlich wurde niemand zum Kopfgrätschen Samstag 10:30 gezwungen. Waren alle freiwillig da und die Bilder beweisen, dass sie ganz viel Spaß hatten. Was es ausmacht, wenn man die Mundwinkel spiegelt. Nun gut, während das Fußvolk dem runden Ding hinterherläuft, widmen sich die Entscheidungsträger dem wahren Fußball. Huch vertippt. Es muss natürlich „der Ware Fußball“ heißen. Solltet ihr mich also nicht auf dem Platz sehen, wisst ihr, dass ich noch Umschläge vorbereiten muss. In die mickrigen Standardgrößen von der Post passt ja nicht mal der Kopf eines Meerschweinchens.
24. Januar 2015 – 23!
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Im vergangenen Jahr 2014 war ein Foto mit 23 Spielern „das vollste Foto„. Heute waren es auch wieder genau 23. Unglaublich! Das notdürftig für 15 Minuten angesetzte Großfeld-Spiel dauerte dann doch 90 Minuten. – Der Januar kammen eigentlich selten mehr als zwei Spieler (siehe vor einem Jahr). Keine Ahnung, warum die Gier auf Zocken jetzt so groß geworden ist.
Wir sind das Volksparkstadion
Wer hat an der Endzeituhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät? Was Wissenschaftler aus Washington mit Atomwaffen und Klimawandel begründen, hätte man auch einfacher erkennen können. Die Zeichen, dass die Berliner Fashion Week und der Weltjogginghosentag zusammenfallen, kann niemand mit einem anständigen Aluhut ignorieren. Zur Rettung muss man sich wahrscheinlich einen Bunker in der Imtech-Arena graben. Dort hat man einen guten Blick auf die Endzeituhr. Die Rückbenennung in Volksparkstadion macht aber Hoffnung, dass man dort überleben kann, wenn die Uhr stehen bleibt. Darauf setzt schließlich auch der Dino vor Ort. Jetzt fragt ihr euch: wie kommt man dort hin? Ganz einfach. Einfach am Samstag 10:30 eine einigermaßen passable Figur beim Kopfgrätschen machen. Darauf hoffen, dass ein millionenschwerer Rentner mit einem internationalen Logistikunternehmen aber ohne Fußballverstand das mit seinen trüben Augen sieht. Der gibt dann peinliche Interviews, in denen er öffentlich eure Verpflichtung fordert. Der erpresste Verein gibt euch einen Vertrag und schon habt ihr eine Chance gegen das Armageddon. Allerdings nur, wenn die Verschwörungstheorie falsch ist, dass die Uhr in der Imtech-Arena doch nur der Stromzähler ist.
17. Januar 2015
Medizinball nach Noten
Jetzt sag ich euch mal was. Ich bin fast 2 mal 18 und hab keine Ahnung von Auflaufprämien, Ausstiegsklauseln oder Stammplatzgarantien. Aber ich kann ’ne Spielankündigung schreiben. Zwar nur in einer Sprache, aber dafür in Schönschrift und mit Autokorrektur. Auf ein Leben als Bundesligaprofi hat mich die Schule allerdings nicht wirklich vorbereitet. Mein Weg zum Kopfgrätscher war quasi vorgezeichnet. Zu meinem Glück stand mein Talent dieser Karriere nicht im Weg. Wenn bei euch auch das Bildungssystem versagt hat, kann ich euch das Nachsitzen am Samstag 10:30 nicht ersparen. Die Älteren unter euch werden sich wehmütig an den Samstagsunterricht erinnern. Da können wir noch einmal all die Dinge üben, die traditionell im Kopfgrätsche-Lehrplan stehen. 1. Stunde: Individuelles Warmmachen mit den neusten Tipps vom Physiotherapeuten 2. Stunde: höhere Mathematik beim Aufteilen von 9 Mann auf 2 Mannschaften 3. Stunde: Wahlpflichtfach Unwahrscheinlichkeitsrechnung mit halbhohen, steilen Pässen in den Rücken 4. Stunde: szenisches Spiel bei der Darstellung einer Fußballmannschaft für eine Fotoserie. Den Eckfahnenappell lassen wir diesmal weg. Schreibt euch das in euren Stundenplan und vergesst nicht das Muttiheft für die Bewertung eurer Sozialkompetenz und den Turnbeutel.
13. Januar 2015 #jesuisnico
10. Januar 2015 – #MerciCharlie
Eigentlich sah alles nach einem 1 gegen 1 im Fußball-Tennis aus: Unwetterwarnung und ekliges Wetter machten nicht viel Hoffnung. Aber dann versammelten sich trotz Gegenwindes doch zehn #Kopfgrätsche-r zur spontanen Demo mit dem Titel #MerciCharlie. Merci an Androš, der die Schokolade mitgebracht hat.
Ceci n’est pas un Manuel Neuer
Da guckt man aus dem Fenster oder in eine App, wenn man kein vertrauensvolles Fenster hat, und identifiziert einen feuchten Sturm außerhalb der Komfortzone. Wenn wir es positiv sehen, können wir feststellen, dass es dafür angenehm warm ist. In Norddeutschland geht das glatt als Badewetter durch. Für richtigen Winterfußball müsste man schon eine Schneekanone aufstellen. Trotzdem fahren die Bundesligavereine in ihrer Vorbereitung auf die Rückrunde wieder weit weg. Und da der FC Bayern eine besonders schwere Rückrunde erwartet, fährt er auch besonders weit weg. Die Trainingsbedingungen sind in Katar einfach die besten überhaupt. Nebenbei ist das Emirat natürlich noch Großaktionär bei VW/Audi und Pep ihr Markenbotschafter. Immerhin werben sie nicht auch noch für Wiesenhof. Und solange aktuell die Aufmerksamkeit denen gilt, die ihr Trainingslager im Jemen absolviert haben, interessiert das auch kaum jemanden. Zum Glück benötigen wir kein Training. Unsere Art den Fußball jeden Samstag 10:30 zu karikieren beherrschen wir perfekt. Der Fußball hält das aus. Vielleicht ist er deshalb immer noch unsere liebste Religion. Solange man darin so herrlich unprofessionell bleibt, muss man sich nicht an fragwürdige Geldgeber ranwanzen und kann stattdessen seine Ideale in einem feuchten (aber warmen) Orkantief hochhalten. Hat doch auch was für sich.
Gegrätscht, geprellt, geholfen – Der Kopfgrätsche-Sanikasten
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03. Januar 2015 – So gehen die Kopfgrätscher
Der Fußball findet seinen Weg. – Mit Vorfreude auf den samstagmorgendlichen #kopfgrätsche-Fußball am Platz angekommen, heißt es gleich: „Die Tore sind zu. Dann müssen wir wohl rüber.“ Na toll. Aber die Natur findet auch einen anderen Weg – unten durch. Gut das wir alle über Weihnachten nicht zu sehr zugenommen hatten.
Kabinenpredigt für draußen
Liebe KopfgrätscherInnen,
Eigentlich sollte hier jetzt die aktuelle Neujahrsansprache folgen. Ein paar warme und motivierende Worte, gespickt mit einigen Schlagworten aus den Twitter-Trends. Leider hat das Sturmtief beim Stoßlüften ganze Arbeit geleistet und die Zettel mit dem ausgedruckten Internet im Hof meines Amtssitzes verteilt. Die ersten Zugvögel bauen sich bereits Nester daraus. Die Seite Neujahrsansprachen.de ist hier von der IT geblockt, so dass ich aus dem Gedächtnis die wichtigsten Fakten über den Äther schicke. „Äther“ wird übrigens das Jugendwort des Jahres 2015. Knapp vor „urst“ und „läuftbeiihnenwerterbabo“. Während die Montage schon mit sinnlosen Demo-Terminen belegt sind, werden die Samstage (10:30) geprägt sein von sinnvoller Fußarbeit. Außerdem wird 2015 keine Fußball-WM den Jahrrückblick retten, auch wenn sich die Damen ganz viel Mühe geben. Was im letzten Jahr außer der WM los war, entnehmen Sie bitte dem Rückspiegel oder dem Browserverlauf. Sorgen Sie schon morgen für frischen Content, damit der Mantel der Geschichte über so manchen Fettnapf wehen kann. Dennoch hat es Christoph sich nicht nehmen lassen, die schönsten Momente noch einmal Paroli laufen zu lassen, damit alle wieder bei Null starten können. Ich möchte mit den Worten des großen Philosophen Olli Schulz schließen: mögen die Höhepunkte eurer Vergangenheit die Tiefpunkte eurer Zukunft sein.
Jahresrückblick 2014 #KGJRB14
27. Dezember 2014 – „Jan, der verwunschene Hund“

Weihnachtszeit ist Märchenzeit. So auch auf www.kopfgrätsche.de.
Dieses Fußball-Märchen beginnt so: „Es war einmal ein Hund…“ Und enden tut es mit „…wer zu spät kommt, den bestraft das #kopfgrätsche-Foto.“
24. Dezember 2014 – Frohe Weihnachten
Na gut. Überlassen wir mal heute dem Rentier und dem Dicken im roten Trikot den Platz. – An alle #Kopfgrätsche-r: Frohes Fest und besinnliche Regeneration über die fußballfreien Tage.
Nachspielzeit an der Weltzeituhr
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Menschen, Bälle, Emotionen
Aus aus aus! Das Jahr ist aus. Obwohl einige vielleicht noch um eine längere Nachspielzeit gebettelt haben. Da war ja auch einiges drin, woran wir uns gern noch einmal erinnern. Na gut, nicht jedes Spiel endete 7:1 und beim DIA-Turnier untersucht die Ethikkommission immer noch, wo die Apple-Watches geblieben sind. Die Kopfgrätsche-Lobby machte sich auf jeden Fall international breit und die Aufkleber kleben inzwischen in fast jedem Winkel der Welt. Das erforderte natürlich auch dass wir keinen Trend aus dem Worldwideweb auslassen, auch wenn deren Halbwertzeit mit dem Schlusspfiff meistens schon überschritten war. Dennoch müssen wir natürlich unter Tränen allen Followern danken, ohne die wir jede Woche Fußballtennis spielen müssten. Die Leibchen wurden in diesem Jahr alle drei Tage gewaschen und der Kunstrasenplatz fleißig umgegraben. Das hat uns den Verlust unserer Sandkiste etwas erträglicher gemacht. Wer sich dennoch mit dem Ausgang dieses Jahres nicht abfinden kann, trifft sich Samstag 10:30 zur großen Wiedergutmachung. Die wirklich letzte Chance noch alles zum Guten zu wenden. Und wer weiß, vielleicht wird es ja so legendär, dass es sogar noch Erwähnung im bebilderten Jahresrückblick findet, den Christoph in den nächsten Tagen hier startet. Viel Spaß dabei und grätscht gut ins neue Jahr!
13. Dezember 2014 (der Kopfgrätsche-Adventskranz)
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Jingle Balls
Und? Immer noch keine Idee was man mit dem schlampigen Pass oder der unvollendeten Großchance anfangen soll? Du hast das ganze Jahr gehofft, dass man doch noch etwas Sinnvolles damit machen kann. Aber nun sind sie einfach nur da und passen nicht zur restlichen Einrichtung. Der Keller ist auch schon voll mit ähnlich nutzlosem Plunder, den man ja mal zwischen den Jahren ausmisten kann. Das hattest du dir ja schon Silvester letzten Jahres vorgenommen. Wie auch in den Jahren davor. Also quasi eine liebgewonnene Tradition. Aber auch die kann man jetzt endlich fachgerecht entsorgen. Denn zum Glück findet Samstag 10:30 die große Kopfgrätsche-Weihnachtsfeier statt. Die funktioniert fast wie eine echte Weihnachtsfeier, nur dass wir für unsere Selfies nicht den Kopierer nutzen. Mal gucken, wer beim traditionellen Schrottwichteln meine zu kurze Rückgabe zum Torwart auspackt. Vielleicht kann man die ja am Ende noch gegen einen falschen Einwurf tauschen. Für die genauen Regeln mache ich mich vorher noch einmal schlau. Und ich lese sicherheitshalber noch einmal die Biographie des größten Experten für Weihnachtsfeiern überhaupt: Franz Beckenbauer. Vielleicht weiß er sogar, ob man bei der Fifa auch Schrottwichteln spielt. Aber bestimmt haben die sogar eine eigene Kommission dafür.
Als es noch „4 vs 5 oder Pieke vs Schienbein – Freunde der Fußballmail“ hieß
Kann sich noch jemand an StudiVZ erinnern? Das war das Ding vor Facebook, von dem man glaubte, unsere Kommunikation würde die nächsten 1000 Jahre nur damit funktionieren.
Heute wissen wir, dass das nur ein fiebriger Traum in dieser schnelllebigen Social-Media-Welt war. Aber: Wir waren dabei!
Jetzt, im Dezember 2014, kommt man immer noch auf die Seite. Die Anmeldedaten funktionieren noch, den Weg zur Gruppe „4 vs 5 oder Pieke vs Schienbein – Freunde der Fußballmail“ findet man auch noch. Ganze 11 Mitglieder hat sie sogar noch. Allerdings: Ein Großteil der Bilder ist mittlerweile „kaputt“. Ein kleines Zeichen in Form eines zerrissenen Dokuments weist darauf hin, dass die fußballerischen Erinnerungsstücke nicht mehr auffindbar sind.







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