Aktuell werden einem ja eine Menge Vorher-Nachher-Bilder in die Timeline gespült. Unter #10yearschallenge / #10yearchallenge zeigen viele, wie sie heute aussehen und vor 10 Jahren aussahen. Wahrscheinlich mit dem Ziel, um sich die Bestätigung abzuholen, dass man sich ganz gut gehalten oder zum besseren entwickelt hat. Oder im Idealfall „überhaupt nicht verändert“ hat. Oft genug werden wir auch gefragt, ob vor 10 Jahren schon gekopfgrätscht wurde. Naja, unter dem Namen zwar nicht, aber es sieht nach dem gleichen Versuch aus, den Ball über den Platz zu schieben. Und natürlich wurde am Ende ein Mannschaftsfoto gemacht, z.B. so eins hier:
#10yearschallenge
Was man leider sagen muss: der Platz ist auf jeden Fall ganz schön alt geworden. Tiefe Narben und Krater finden sich nun auf seiner Oberfläche. Die Farbe blättert in großen Fetzen von den Pfosten und von den ehemals stolzen Holzbänken sind nur noch kleine faulige Stummel übrig. Sorry, man muss es ganz ehrlich sagen: der Zahn der Zeit hat unseren alten Freund wirklich nicht verschont. Aber er hat uns so viele schöne Erinnerungen beschert, dass wir bereitwillig über seine Alterserscheinungen hinwegsehen. Auch diesen Samstag 10:30 werden wir uns wieder brav beim Foto so positionieren, dass wir gekonnt seine Problemzonen kaschieren.
Nachdem der Charming-Bär der Berliner Hertha im letzten Sommer in Wismar mit Abwesenheit glänzte, haben sich ortskundige Kopfgrätscher auf die Suche nach dem Knuddeltier gemacht. Beim Spiel gegen den Effzeh stellten sie ihm eine Falle. Doch auch Johns partielle Verkleidung als Herthinho lockte nur die flauschige Urlaubsvertretung Vivo den Vivantes-Waschbär an.
Willkommen und Abschied am Samstag und ein unverhoffter Gastauftritt von Yiğit. Mit dem Einzug des Frühlings sollte auch der neue Ball endlich zu Ehren kommen. Die kleine Dramaqueen pfiff nach dem intensiven 8 gegen 8 plötzlich auf dem letzten Loch. Sollte ihre Karriere enden bevor sie überhaupt begonnen hatte?
Ein paar Kilometer weiter im Berliner Olympiastadion ging dafür unter dem Thema „Adeus Marcelinho“ eine sehr lange Karriere auf die letzte Etappe.
Kopfgrätsche hatte dafür eine kleine Delegation in die Hauptstadt geschickt.
Marcelinho war sichtlich gerührt darüber.
Er hat alle einmal gedrückt und die Ostkurve verzückt.
Einige waren allerdings flexibler bei der Heldenverehrung.
Der harte Kern versprach hoch und heilig nicht nach Hause zu gehen, was er dann irgendwann aber doch tat.
Einige Botschaften waren dafür bleibender an diesem Tag.
In Wismar wurde derweil die Dramaqueen provisorisch verarztet. Ob sie etwas Bleibendes davongetragen hat oder ob ihr doch noch eine lange Karriere nach Marcelinho-Art bevorsteht, erfahrt ihr in der nächsten Kopfgrätsche-Folge Mittwoch 18:00.
So ein Kopfgrätsche-Jahr ist lang. 2015 war es ganze 158 Blog-Einträge lang! Darum gibt es hier noch einmal in der Zusammenfassung den Kopfgrätsche-Jahresrückblick 2015 mit den besten und wichtigsten Postings des Jahres. Entgegen dem 2014er-Rückblick sind die Ereignisse dieses mal nicht chronologisch, sondern in einer Art Ranking zusammengestellt.
Viel Spaß beim durchstöbern. ______________________________________________________________________
Das offizielle Plakat für das DIA-Turnier des Jahres 2015.
Ohne Zweifel ist das #kopfgrätsche-Jahreshighlight 2015 natürlich das alljährliche DIA-Turnier. Dass der Sieger (hier in gelb), zum dritten Mal in Folge gewonnen hatte, ist natürlich erwähnenswert; sehenswert ist die dazugehörige Bildergalerie; lesenswert der Turnier-Verlauf.
Die dazugehörige Fußball-Mail:
Feuer und Flammkuchen vom 10. Juli 2015 ______________________________________________________________________
Im Mai 2015 ging es schon los mit dem FIFA-Skandal, der auch noch Anfang 2016 brodelt und die Fußballwelt weiter beschäftigen wird. Aber keine Angst: Damals wie heute, hatte #kopfgrätsche damit nichts zu tun, denn die „spielen nur zum Spaß“. [zum Original-Eintrag] ______________________________________________________________________
#KGJRB15 | No.08 | Tiefpunkt | Peace For Paris | 14. November 2015
Na?! Wer findet den kleinen ehemaligen Präsidenten, der sich auf das Kopfgrätsche-Foto gedrängt hat?
Dieses 2015 war so ein Jahr, in dem man friedlich Fußball spielte, nach Hause ging und in den Nachrichten erfuhr, dass in der Welt währenddessen ganz große Scheiße geschehen ist. [zum Original-Eintrag] Anfang des Jahres konnten wir uns wenigstens noch so halbwegs über die medialen Folgen der Geschehnisse in Paris lustig machen, indem wir auf den #jesuisnico (13. Januar 2015) aufgesprungen waren.
#KGJRB15 | No.07 | Der Beste Spieler |„Isaac“ | 08. August 2015
Der gemeine Kopfgrätscher ist üblicherweise in seinem fußballerischen Können stark limitiert. Das wurde uns allen noch einmal sehr deutlich, als wir auf Isaac (2.v.r.) trafen. Er war einfach da, stand auf dem Platz und ließ sich nicht zweimal bitten, mitzukicken. Um es kurz zu machen: Er hat uns alle fertig gemacht. Er konnte alles und wir nichts. Er kam nie wieder, wir blieben. [zum Original-Eintrag] ______________________________________________________________________
Die gute Nachricht vorweg: Bis auf die Woche zwischen den Jahren, wurde in jeder Kalenderwoche des Jahres 2015 mindestens ein Mal gekopfgrätscht. Im Sommer sogar meist zwei Mal. Und: es gab kein Nachspiel-Foto mit keinem oder nur einem Spieler.
Somit ist das Foto vom letzten Mittwochs-Spieltag 2015 auch gleichzeitig das mit den wenigsten Spielern. Nämlich 2. [zum Original-Eintrag] ______________________________________________________________________
#KGJR15 | No.05 | Das vollste Foto | „23“ | 24. Januar 2015
Platz 01 | Zum Anfang des Jahres wollten ungewöhnlich viele fußballern. Gleich im Januar sind die drei Fotos entstanden, auf denen die meisten Mitspieler zu sehen sind. Somit ist dieses Foto (oben), vom 24. Januar, mit 23 zählbaren Zockern offiziell „das vollste Foto 2015“. [zum Original-Eintrag]
Platz 02 | Eine Woche zuvor waren es schon stattliche 19 auf einem Stre… Bild. [zum Original-Eintrag]
Platz 03 | Auch aus dem Januar stammt mit 18 Mitspielern dieses Nachspiel-Foto vom 31. Januar 2015. [zum Original-Eintrag]
Irgendwie ist es 2015 zu dem Ritual gekommen, nach dem Samstags-Kick noch schnell auf ein alkoholfreies Hefeweizen ins „Kai“ rüberzuwechseln. Manchmal hatte das sogar ein Motto, sowie hier den Einzug in die Ewigen Jagdgründe von Piere Brice. Manchmal aber auch nicht.[zum Original-Eintrag]
Wahlweise nannten wir das Ganze entweder „Dritte Halbzeit“ oder auch „Abstinken im Kai“. Aber im Bewusstsein über unser nachsportliches Müffeln haben wir uns weit Abseits der Bar-Gäste zusammengehockt.
Schön wars. Diese Tradition sollten wir 2016 dringend beibehalten.
Außergewöhnlich und einzigartig: Das erste #kopfgrätsche-Auswärtsspiel! Lange geplant, wurde es Ende Juni wirklich wahr. [zum Original-Eintrag] ______________________________________________________________________
#KGJR15 | No.02 | Das Foto mit dem Bierwagen | Tag des Jürgens | 03. Oktober 2015
Ein einmaliges Ereignis für #kopfgrätsche: Ein Bier- und Bratwurstwagen direkt am Spielfeld. Jürgen hatte Geburtstag. Ein Grund zum Feiern im Anschluss an das Spielchen. [zum Original-Eintrag]
Vorangegangene Fußball-Mail: Ball da vom 02. Oktober 2015 ______________________________________________________________________
#KGJR15 | No.01 | Das blutigste Foto |Bloodsport | 19. September 2015
Untypisch für #Kopfgrätsche: Blut. Typisch aber: Kreativ damit umgehen. Glücklicherweise zeigt dieses Bild vom lädierten Jan eine der wenigen Verletzungen rund um die Spielereien von unserer Truppe im Jahr 2015. [zum Original-Eintrag]
Vorangegangene Fußball-Mail: Gib ab! Beim Nachbarn! vom 18. September 2015 ______________________________________________________________________
Ähm… Die Ansage war eigentlich, die typische Wiege-Geste zu machen, um ein neues #kopfgrätsche-Baby zu Grüßen. Aber: Während der Selbstauslöser der Kamera runterzählte, wurde unabgesprochen etwas anderes geboren.
Wir sind glücklich und nennen es Kopfgrätsche.
Kann sich noch jemand an StudiVZ erinnern? Das war das Ding vor Facebook, von dem man glaubte, unsere Kommunikation würde die nächsten 1000 Jahre nur damit funktionieren.
Heute wissen wir, dass das nur ein fiebriger Traum in dieser schnelllebigen Social-Media-Welt war. Aber: Wir waren dabei!
Jetzt, im Dezember 2014, kommt man immer noch auf die Seite. Die Anmeldedaten funktionieren noch, den Weg zur Gruppe „4 vs 5 oder Pieke vs Schienbein – Freunde der Fußballmail“ findet man auch noch. Ganze 11 Mitglieder hat sie sogar noch. Allerdings: Ein Großteil der Bilder ist mittlerweile „kaputt“. Ein kleines Zeichen in Form eines zerrissenen Dokuments weist darauf hin, dass die fußballerischen Erinnerungsstücke nicht mehr auffindbar sind.
Im Schnelldurchlauf bot der Samstag alle erdenklichen Konstellationen der Kopfgrätsche-Historie. Zwei gegen zwei auf ein Tor, drei gegen drei auf halbem Feld, drei gegen 4 auf ganzem Feld, bis zu einem fünf gegen fünf mit zwei Auswechslern war alles dabei.
Mit Rotkäppchen, Sonnenbrand und Donauwelle wurde angeschwitzt.
Das lockte sogar die Veteranen aus ihren Löchern.
Zur Feier des Tages gab es zudem noch acht Tore von Anker im Anschluss.
Am 2. Juni 2007 passierte so einiges: Zum Beispiel wüteten in Heiligendamm Straßenschlachten und an der Hochschule Wismar wurde friedlich Fußball gespielt, wie diese wackeligen Bilder aus den Anfängen der medialen Komplett-Überwachung zeigen. Zur Zeit (Stand Mai 2014) sind das die ältesten belegbaren Hinweise auf das DIA-Turnier im Jahr 2007.
Übrigens: Falls jemand sich fragt was Gebolz Gobold ist. Es ist die Schriftart, die die Trikots „Reich und Schön“ ziert. Ob Reich oder Schön gewonnen hat, ist nicht überliefert. Wer in Heiligendamm gewonnen oder verloren hat auch nicht.
Und hier noch eine Anekdote über die „Vorreiterrolle“ des DIA-Turniers: Hier im Video (bei Sekunde 48) hat sich Pep im Videostudium sieben Jahre zuvor eine seiner angeblich so revolutionären Motivationsmethoden abgeschaut:
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