Da guckt man aus dem Fenster oder in eine App, wenn man kein vertrauensvolles Fenster hat, und identifiziert einen feuchten Sturm außerhalb der Komfortzone. Wenn wir es positiv sehen, können wir feststellen, dass es dafür angenehm warm ist. In Norddeutschland geht das glatt als Badewetter durch. Für richtigen Winterfußball müsste man schon eine Schneekanone aufstellen. Trotzdem fahren die Bundesligavereine in ihrer Vorbereitung auf die Rückrunde wieder weit weg. Und da der FC Bayern eine besonders schwere Rückrunde erwartet, fährt er auch besonders weit weg. Die Trainingsbedingungen sind in Katar einfach die besten überhaupt. Nebenbei ist das Emirat natürlich noch Großaktionär bei VW/Audi und Pep ihr Markenbotschafter. Immerhin werben sie nicht auch noch für Wiesenhof. Und solange aktuell die Aufmerksamkeit denen gilt, die ihr Trainingslager im Jemen absolviert haben, interessiert das auch kaum jemanden. Zum Glück benötigen wir kein Training. Unsere Art den Fußball jeden Samstag 10:30 zu karikieren beherrschen wir perfekt. Der Fußball hält das aus. Vielleicht ist er deshalb immer noch unsere liebste Religion. Solange man darin so herrlich unprofessionell bleibt, muss man sich nicht an fragwürdige Geldgeber ranwanzen und kann stattdessen seine Ideale in einem feuchten (aber warmen) Orkantief hochhalten. Hat doch auch was für sich.