Spirit of the Hawkeye

Tooor. Nee, doch nicht. Oder? Warte mal, was sagt die Kamera? Soso, ein billiges Abstaubertor. Mit der Pike fast noch versaut. Schütze, hätte eigentlich abspielen müssen. Aber er braucht die Prämie. Hat hohe Wettschulden bzw. hatte. Und er wünscht sich ein Jogi-Löw-Pflegeset zu Weihnachten. Sagt jedenfalls sein Wunschzettel. Die Auswertung des Eyetrackings zeigt, dass er die Info Samstag 10:30 wahrgenommen hat. Danach hat er erst einmal die Temperaturen auf der Wetter-Seite gecheckt und bei Zalando nach Hallenschuhen gesucht. Der Filter war auf kunterbunt eingestellt. Auf dem abschließenden Mannschaftsfoto fehlt er. Hat dafür ein Bild von einem Teller Königsberger Klopse gepostet. Bisher hat er der Technik eher misstraut. Dabei hat diese sich beim Tennis bewährt und da ist nie ein strittiges Tor gefallen. Früher wurden Tore vor die Linie gezogen oder Flaschen als Pfosten benutzt. Oder auch mal 3 Pflaster zum Spiel mitgebracht, um auch noch die Linse blind zu machen. Bei maximalem optischen Zoom fällt auf, dass der Schütze demnächst die Reihe Rooney, Klopp, Höwedes logisch fortsetzen wird. Schalten wir also die Werbebande schnell mal auf die aktuelle Clinic Aesthetica-Aktion „Zwei Geheimratsecken zum Preis von einer“ um. Das passt noch auf seinen Wunschzettel.

Kann Spuren von Schüssen enthalten

Ultrageheimes Familienrezept für den gelungenen 1. Advent: Man nehme 12 bis 16 gut abgehangene Rumpelfüße (für Großfamilien die Menge verdoppeln). Die Talente abwiegen, von der groben Masse trennen und gut verrühren, so fällt ihre dominante Note kaum ins Gewicht. Die Hälfte der Masse mit Orangenglasur bestreichen. Alles zusammen am Samstag 10:30 in alle 4 Ecken des Platzes ausrollen. Dabei vorsichtig den feinen Puderzucker vom Boden grätschen. Die Glanzstücke mit der bestechenden Rechteckform ausstechen und nicht vergessen mitzuzählen. Nach der Hälfte der Spielzeit die Seiten wechseln, damit alle rundum knusprig werden und im eigenen Saft einkochen. Wenn alles warmgespielt ist, gib mich die Kirsche. Ich kümmere mich gern ums abschließende Sahnehäubchen. Bevor alles verduftet ist, muss natürlich noch ein Foodpic als Serviervorschlag ins Internet gepostet werden. Danach kann das dampfende Backwerk auf dem Nachhauseweg ruhig etwas abkühlen. Wir wünschen viel Erfolg beim Nachbacken und einen guten Appetit. Achtung, Plätzchen können im Verlauf des Advents etwas härter werden.

Junger Mann zum Mitbolzen gesucht

Schluss mit abgestandenem Leitungswasser und Bananen! Jetzt können wir endlich wieder Glühwein predigen. Und seien wir mal ehrlich, 25 Jahre danach können wir auch mal zugeben, dass die Banane besser schmeckt, wenn sie von einer dicken Schokoschicht umgeben ist. Weil die erste Mannschaft des lokalen FC unter der Woche in unserem Wohnzimmer übt, betreiben wir unser Schusstraining demnächst lieber mit dem Karabiner. Vielleicht sind ja Blumen und Luftballons einfacher zu treffen als dieses kleine Fußballtor. Also kommserein, kommseran! Hier gibt es alles, um sich standesgemäß auf einen faulen Abend vor dem Champions-League-Kamin einzustimmen. Wenn die Angst des Torwarts vor 11 Meter Bratwurst erst einmal überwunden ist, zeigen unsere Talente was sie auf der Pilzpfanne haben. Nur am Wochenende Samstag 10:30 müssen wir uns mit herkömmlichen Buden begnügen. Die sind bis auf ein Netz ziemlich leer. Vielleicht hängen wir noch ein paar Lichterketten an die Pfosten und loben einen Riesenteddy als Gewinn für den besten Schützen aus. Wer auch mittwochs Auslauf auf einem großen Platz braucht, darf endlich den Marktplatz nutzen. Für ein effektives Warmmachen mit oder ohne Schuss.

„Tel Aviv, Jaffa… und auch in Jerusalem rollt die runde Kugel auf dem grünen Rasen!“

Fußball__November_2014_Israel_01Eine E-Mail von Androš an #kopfgrätsche löst Verwirrung aus. Israel?! Ja, Androš fehlt unerlaubt beim wöchentlichen Fußballspielen und schickt uns mysteriöse Bilder aus dem fernen Ausland.Fußball__November_2014_Israel_02Interessant sind die Fotos aber trotzdem. Er schreibt:
„Ein „שלום – Hallo aus Israel,
Kopfgräte weltweit: Tel Aviv, Jaffa… und auch in Jerusalem rollt die runde Kugel auf dem grünen Rasen!“

Fußball__November_2014_Israel_03

Man beachte im Übrigen die Tor-Konstruktion (siehe unten). Ja, genau: Da hinten, die beiden Fahrräder! Und wir machen uns immer ein Kopf, wie wir unsere Tore abstecken.

Fußball__November_2014_Israel_04Danke Androš für die tollen Eindrücke aus Israel!

Im Toleranzbereich

Passend zur ARD Themenwoche Toleranz in TV und Radio fragen auch wir uns mindestens zweimal die Woche: drin oder nicht drin? Pech oder Unvermögen? Sturm oder Abwehr? Bunt oder Leibchen? Licht oder Schatten? Blitz oder Langzeitbelichtung? Und alles ist möglich. Statt „entweder oder“ muss man häufig mit „sowohl als auch“ rechnen. Wer da nicht tolerant ist und seine brennende Mistgabel im Heuhaufen lässt, unterschätzt den Toleranzauftrag des Kopfgrätschens. Hier darf jeder mitmachen. Fußballer mit zwei linken Füßen, aber auch welche ohne linken Fuß. Torwarte ohne Handschuhe, Mitspieler in Jeans und Sandalen. Was auch immer. Ich hab alles schon gesehen. Und keiner wurde mehr als nötig gemobbt. Sogar Menschen, die richtig gut Fußball spielen können, werden toleriert, obwohl sie eindeutig eine Minderheit sind. Und jetzt wo selbst in der ARD der MDR toleriert wird und auch der DFB nicht mehr jedes Anti-Homophobie-Banner abhängt, ist die Toleranz wohl nicht mehr zu stoppen. Man muss sogar damit rechnen, dass sich am Wochenende in Hannover Hooligans und Salafisten in die Arme fallen. Aber man kann ja nicht alle Termine der Themenwoche wahrnehmen. Drum hier die beiden wichtigsten: Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 (!). Aber achtet bitte darauf, dass Verspätungen im Toleranzbereich bleiben. Sonst brennt statt dem Flutlicht nur noch die Mistgabel.

08. November 2014 – Die Mauer muss weg!

Das 25-jährige Jubiläum des Mauerfalls steht an und das geht natürlich auch nicht an #kopfgrätsche vorbei. Nach Jürgens Kenntnis, sollte das sofort, unverzüglich – also heute eintreten. Hat geklappt: Die Mauer ist weg: Freiheit für den Ball und uns.Fußball_November_2014_11_08_01Wie bei vielen Sachen, brauchten wir für den „Mauerfall“ mehrere Versuche. Hier der erste: Fußball_November_2014_11_08_02Und das alles ohne David Hasselhoff.

 

Hammer gezirkelt

Bürger. Privatreisen nach den Sportstätten können ohne Vorliegen von Voraussetzungen (Reiseanlässe und Verwandtschaftsverhältnisse) beantragt werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt. Die zuständigen Abteilungen Pass- und Flankenwesen sind angewiesen, Visa zur ständigen Ausreise unverzüglich zu erteilen, ohne daß dafür noch geltende Voraussetzungen für eine ständige Ausreise vorliegen müssen. Ständige Ausreisen können über alle Grenzübergangsstellen erfolgen. Und wenn ihr euch jetzt fragt, ab wann das in Kraft trifft, muss ich stammeln: Das tritt nach meiner Kenntnis… ist das sofort, unverzüglich. Also spätestens Samstag 10:30 und Mittwoch 18:30. Die Genossen haben Anweisung vom Suchscheinwerfer Gebrauch zu machen, damit man auch sieht wohin man tritt. Falls man die Linie mit Ball übertritt, gibt es je nach Grenze Einwurf, Eckball oder Abstoß. Bitte nicht drängeln und fasst euch kurz. Kein Kellenwechsel oder falscher Acker. Blühende Landschaften aus Kunstrasen warten. Vergesst nicht die blaue Bluse anzuziehen und befolgt das 9. Gebot „Wir Kopfgrätscher treiben Sport und halten unseren Körper sauber und gesund.“ Gez. der Kopfgrätschenratsvorsitzende

Spuk unterm Flutlichtmast

Ich habe ein neckisches Hexagonmuster in meinen Kürbis geschnitzt. Damit gehe ich von Tür zu Tür und werde euch persönlich zum Fußball abholen. Nicht erschrecken. Kann sein, dass ich dabei eine Maske trage. Bei jedem Gespenst, bei jedem Zombie oder jeder Hexe gibt es die Chance, dass ich dahinter stecke. Und wenn ich frage „Süßes oder Saures“, dann will ich weder Schokoladenheuschrecken noch Totenkopf-Gummibärchen. Spart euch den Zucker für den Platz Samstag 10:30 und Mittwoch 18:30. Das ist auch besser für die Zähne, wenn man nicht gerade den Ball in die Fresse bekommt. Aber dieses Kunstblut sieht ja sowieso nur nach Ketchup aus. Also sortiert eure fauligen Gliedmaßen, nehmt den Kopf mit den toten Augen unterm Arm, setzt ihn über das faltige Trikot und schließt euch der Armee der Walking Dead an. Wenn noch jemand „Thriller“ einspielt, könnte aus dem gruseligen Gehumpel auf dem Platz noch ein ganz ansehnlicher Bewegungsablauf werden. Unter der Woche werden sogar noch spooky Lichteffekte zum Bodennebel eingespielt. Da braucht man Nerven wie Drahtseile. Und mindestens zwei Beine. Sonst muss man ins Tor.

25. Oktober 2014 „Rabona“

Fußball_Oktober_2014_10_25Das was Jürgen da macht, ist eine knieende Rabona, Benjamin dahinter macht sie aber so wie das große Vorbild unseres Samstags-Kicks: Die „Rabona“ von Erik Lamela (Tottenham Hotspurs).

Allerdings haben wir uns diesen Trick für das #kopfgrätsche-Foto aufgehoben. Im Spiel wäre es für alle Beteilligten zu gefährlich gewesen diesen Rabona-Trick (Wikipedia) anzuwenden.