Und nun zum Wetter. Während diese Mail lange Jahre dazu missbraucht wurde, um den Spieltag mit einem möglichst attraktiven Wetterbericht zu versehen, haben wir die Prioritäten im Laufe der Zeit leicht verschoben. Vor allem, um von den Willkürlichkeiten und Ungenauigkeiten in der Vorhersage abzulenken. Unter dem internationalen Druck muss ich nun gestehen: die Technologie, die dafür genutzt wurde, war ein 30 Jahre altes Wetterhäuschen aus Friedrichroda in Thüringen. Am Ende ist es zum Glück dem Ball egal. Er ist der wahre Gewinner der Evolution. Ob Hitze, Frost oder Flutwellen – der runde Geselle schwimmt einfach immer oben. Wir können uns also gern das Klimaziel setzen, dass es Samstag 10:30 sonnig, trocken und windstill ist. Hauptsache die Stiefel bleiben trocken und werden am Ende fleißig leergegessen. Brav den Teller vom Brokkoli befreien, hat schließlich immer noch das beste Wetter beschert. Hoffentlich berücksichtigen das die Klimagipfelteilnehmer in Paris. Dort ist man aber wahrscheinlich bis zum Ende der Spielzeit mit der Platzwahl und dem Aufteilen der Mannschaften beschäftigt. Diese Amateure!
Blue Men Can’t Kick
Beim wühlen am CD-Flohmarkt-Grabbeltisch entfuhr mir ein „Heilige Kopfgrätsche!“, als ich das Album „The Complex“ von der „Blue Man Group“ entdeckte. Das Cover erinnerte mich sehr stark an das #kopfgrätsche-Logo. „Plagiat!“ schrie es in mir, bis ich merkte, dass dieses Album schon über ein Jahrzehnt ungehört vor sich herumschimmelte. Habe es mir übrigens nicht gekauft. Gibt’s ja zur Not auch bei Spotify:
Achso: Wir haben uns eigentlich von Daniele de Rossi (bitte klicken) inspirieren lassen.
28. November 2015 – SMS – Schnee, Matsch und Schwanzlurche
Eine Samstagmorgendliche SMS mit der myteriösen Zeichenkombination aus Schneeflocke, Fußball und Schneemann der mit Schneebällen jongliert, sorgt für rasant ansteigendem Puls durch einen Sprint vom Bett zum Fenster. Schnee im November: Erster Gedanke war, dass das ein #kopfgrätsche–Samstag mit Fußballtennis (mit Video!) wird, weil keiner mitfußballern will.
Es wurde aber dann doch ein mild-herbstliches 4-gegen-5 – auch trotz eines kleinen Missverständnisses zu Beginn: Tobias kommt als letzter und während er alle artig begrüßt, murmelt er, dass er „so viele Schmerzlose“ gar nicht erwartet hätte. John fragt verwundert: „Hast du uns gerade Schwanzlurche genannt?!“.
… dreimal schwarze Kasse
Ich will ja keine Panik verbreiten. Aber laut meines bereits auffällig leichten Adventskalenders sind es nur noch 4 Spieltage bis Weihnachten. Da fragt man sich so langsam, wo man die Weihnachtsgeschenke her bekommt. Was sagt denn Ja-is-denn-heut-scho-Weihnachtsexperte Franz B dazu? „Ausschließen kann ich nichts, vielleicht findet so ein Zauberer noch was. Wie heißt der Zauberer? Kalanag! Vielleicht findet der noch was. Aber langsam reicht’s, oder?“ Wer den Zauberer Kalanag nicht kennt, hat Glück. Denn ich kenn Google und Google kennt Kalanag. Das ist nicht der Chefermittler bei Freshfields. Viel mehr muss er in Franz Bs Jugend eine große Nummer gewesen sein. Ist aber leider schon seit Heiligabend vor 52 Jahren nicht mehr im Zaubergeschäft. Vielleicht kann man aber mit YouTube-Tutorials bis Samstag 10:30 sich noch ein paar magische Tricks ausm Hut zaubern. Klassiker wie der zersägte Pfosten, der Tunnel durch die unlösbar verknoteten Beine oder der überraschend vorbeirollende Ball müssten doch rechtzeitig erlernbar sein. Vielleicht zaubere ich aber auch einen 6,7 Millionen-Euro-Scheck hinter dem Ohr hervor. Abrakadraball…
21. November 2015 – Verdunklungsgefahr
Kernlos in Barsinghausen
Ich muss gerade einen Spieltag ansagen. Aus Sicherheitsgründen. Damit es niemand vergisst und viele Samstag 10:30 auf dem Platz stehen. Jetzt bin ich in meiner Küche und ess ’ne Mandarine. Man sagt, Vitamine wären gesund. Als ich mit Kopfgrätschen anfing, habe ich mir nicht ausmalen können, dass ich eines Tages mal einen Spieltag nicht ansagen dürfte. Ich kann nur sagen: wenn das so weitergeht und ich den nächsten Spieltag auch ansage, dann komm ich nächsten Samstag wieder. Und den darauf auch und so weiter und so fort. Schließlich soll ja jeder so weitermachen wie bisher. Deshalb sichern wir auch wie bisher unsere Tore nicht. Die bleiben offen für alle und nachlässig verteidigt wie eh und je. Wer sich davon verunsichern lässt und sich kleinere Tore wünscht, der sollte dann ehrlicherweise lieber langsam gehen statt zu rennen und das Ganze nicht Fußball nennen. Es klingt nämlich eher nach Golf und ist stinklangweilig. Damit vermeidet man erfolgreich, dass Feuerzeuge und Bierbecher auf den Rasen fliegen. Das hat ja mit Fußball angeblich nix zu tun. Aber wenn wir lernen demnächst Mandarinenkerne zu werfen, können daraus später Mandarinenbäume wachsen. Deren Stämme könnten doch unabhängig von Größe und Wuchs prima Fußballtore sein.
14. November 2015 – Peace For Paris
Unser vormittäglicher Samstags-Kick war noch deutlich geprägt von den Ereignissen der vorangegangenen Nacht in der französischen Hauptstadt. Verstärkt durch das permanente Sirenengeheule von Feuerwehr und Krankenwägen in Wismar, spielten wir trotzdem unser friedliches 5-gegen-5 mit Endergebnis 10 zu 9.
#Kopfgrätsche hat eine kleine aber feine Vorliebe für die Stadt an der Seine. Hier und da haben wir in Paris unsere Spuren hinterlassen:
– Le Tour de Kopfgrätsche vom 27. Juli 2015.
– Zlatan est un Kopfgrätscher vom 11. Juni 2015.
– Telefonanschluss in Paris vom 03. November 2015.
Das eingebaute Logo stammt vom französischen Künstler Jean Jullien, der diese Zeichnung auf twitter veröffentlicht hat.
Haste Shitstorm am Fuß
Jetzt ist es tatsächlich passiert. Vor ein paar Tagen waren es nur böse Gerüchte, an die ein paar Unverbesserliche vom Spiegel glaubten. Aber jetzt ist es endgültig erwiesen. Ein kurzes Blättern im Standardwerk „Grüß Fußballgott“, Auflage 1, 2009 bestätigte den dunklen Anfangsverdacht. Ja, ich habe mich wiederholt. Quasi unwissentlich von mir abgeschrieben. Ein Artikel aus dem November 2007 weist eine zu fünfundachtzigprozentige Übereinstimmung in der Überschrift zum Artikel der letzten Woche auf. Die Plagiatsjäger werden nicht zimperlich mit meiner Fußballwürde sein. Jegliche Rechtfertigungsversuche wird die Netzgemeinde im Shitstorm zerfetzen, inklusive lustiger Memes mit den Hashtags #kopfgrätschefilme und #kopfgrätschesongs, wofür Klassiker zu „Einer flog über die Fußballmail“ oder „Ideenlos durch die Nacht“ verballhornt werden. Ich kann nur versuchen mir das Vertrauen ab Samstag 10:30 von Neuem zu erspielen. Zur Buße werde ich mir aber sicherheitshalber alle meine vergebenen Torchancen in einem New Yorker Kino am Stück noch einmal anschauen. Ob drei Tage dafür reichen?
Klebrig am Stiefel
Die Fußballverrücktheit der Italiener lässt sich ganz einfach nachvollziehen, wenn man das Land geographisch genauer betrachtet. Der Stiefel kickt doch eindeutig einen Fußball. Und dieser Fußball ist Sizilien. Und deshalb war es für John ein Muss dort die Kopfgrätsche-Farben zu platzieren. Am Hafen von Palermo hatte er eine bessere Alternative zu den dort beheimateten Betonschuhen. In Trapani spielt man nicht nur in weinrot. Man gießt den Traubensaft dort laut Aufkleber auch auf den Fußball. Müssen wir unbedingt auch mal ausprobieren.
07. November 2015 – Blut, Schweiß und Tränen (Netzneutral-Version)
Zappeln im Netz
Zeitlich fallen das Schreiben dieser Zeilen und das Frühstück am Freitagmorgen sehr oft zusammen. Dabei ist es gar nicht so einfach zu verhindern, dass die eine oder andere Frühstücksflocke in die Tastatur krümelt. Das kann die Zustellung manchmal verzögern. Jetzt ohne das nervige Netzneutralitätsdingsbums läuft das alles viel schneller. Und das hat ja angeblich nicht einmal etwas damit zu tun, dass das Tornetz ab jetzt parteiisch ist. Diese Nachricht habe ich gerade erst getippt und schon war sie bei euch. Und danach habe ich mir erst den Inhalt überlegt. Verrückt. Ich sehe es schon jetzt vor meinem geistigen Auge: am Samstag 10:30 werden fast alle doppelt so schnell wie Aubameyang rennen. Der Ball wird irgendwann entnervt nach Hause gehen, weil er immer hinterherrollt. Auch die Transpiration vor dem Sprint und der Jubel vor dem Torschuss sind endlich in greifbarer Nähe. Zeitmaschinen sind so 1985. Heute pump ich einfach etwas Geld in mein 56k-Modem und schon überhol ich alle in der Timeline. Unsere bisherigen Skills sahen bisher nicht umsonst nach fleischgewordenem Buffering aus. Noch schmunzelt der eine oder andere. Aber auch nur bis die Kids ihre Teams beim neusten FIFA-Game um mich herum aufbauen.
31. Oktober 2015 – Not #Nutscaping
Wir müssen echt nicht jeden Trend mitmachen:
Vor dem obligatorischen #kopfgrätsche-Foto hat uns ein neuer Trend erreicht: #Nutscaping. Hier eine Erklärung auf DRadio Wissen zum Netztrend, der daraus besteht, dass man auf Fotos einfach mal seine haarigen Testikel ins Motiv hält.
Wir haben die Hosen angelassen und sind eben einfach nicht im Trend. Und das ist auch gut so.
Rauchzart auf Pferdelunge
Hust hust. Das unsereins das Profitum versagt blieb, hat natürlich viel Bedauernswertes. Oftmals ist man nur durch die asketische Lebensweise dieser hochgezüchteten Rennpferde zu trösten. Noch vor der WHO hat Thomas Tuchel die Wurst im Sinne der Fitness verteufelt und verbannt. Spätestens seit Fredi Bobic war die blinde Bratwurst höchstens geduldet. Und auch die klassische Stadionwurst nützt nur einigen wenigen Wurstfabrikanten, die meist mit einer groben Fetten und Bluthochdruck verheiratet sind. Auch die traditionelle Pausenzigarette ist inzwischen nur noch eine Insellösung im Amateurbereich, welche das Spiel in ungesunde Häppchen zerstückelt. Doch dann kam Effe, der Luigi von Supermario aus der Raucherecke an der Säbener. Kurzfristig dachten alle Europapokal und Pferdelunge waren nur ein Missverständnis. Der Boulevard träumte heftig davon wie der Tiger Tuchel mit seiner Salamitaktik einen dicken Rauchkringel ins Gesicht bläst oder alternativ eine dicke Rauchwurst an ihn verfüttert. Seit gestern wissen wir, dass dieser Traum in Rauch aufgehen musste. Immerhin sind wir uns nun sicher, dass wir höchstwahrscheinlich nur aufgrund von F6 und Bifi an der Bundesliga gescheitert sind. Wenn dies auch deine sichere Karriere verhindert hat, bleibt dir nur der Samstag 10:30 – mit Pausenfilterlosen, Pausenmortadella und Pausentee mit Schuss.
24. Oktober 2015 – Falscher Zwanziger
Wer heutzutage in den Spiegel schaut, sieht überall Betrug, Verbrechen und Schwarze Kassen. Wir sehen, hören und sagen aber nicht, wie es bei #kopfgrätsche läuft. Wir hatten nicht mal einen Zwanziger. Zwei Zehner sind auf dem Fußballplatz sowieso mehr Wert als ein Zwanziger.
Und wenn wir keine Lust mehr auf Fußball haben, spielen wir eben Bullshit-Bingo mit Wolfgang.
Aktivist Schwarze Kasse
Aufgrund meiner ungerechtfertigten Sperre für das morgige Match (10:30) muss die aktuelle Spieltags-PK mein Kollege und Männerfreund Wolfgang übernehmen. Leider sind seine Karteikarten durcheinander geraten. Bringe Sie in die richtige Reihenfolge und formuliere eine glaubhafte Rechtfertigung, die alle Zweifel zerstreut, allen Zynikern den Glauben an den ehrlichen Fußball zurück gibt und sie in Scharen am Samstag auf den Bolzplatz treibt. Danke im Voraus.
https://twitter.com/fums_magazin/status/657164561401950208/photo/1?ref_src=twsrc%5Etfw
19. Oktober 2015 – Ball, Bali!
Neues aus der Kategorie Kopfgrätsche-Weltweit:
Urlaubsgrüße aus Fußbali. Allerdings mag man da eher Rugby. #Kopfgrätsche gibt es da jetzt aber auch:
Klein und versteckt und in die Kultur mit eingewoben, prangen dort jetzt auch drei Kopfgrätsche-Aufkleber. Man muss allerdings genau hinschauen. Oder ranzoomen.
Danke Tobi!
17. Oktober 2015 #thenewball
10.45 Uhr auf dem Platz: Es nieselt geringfügig, die Temperaturen liegen zwischen 8 und 9 Grad. Insgesamt ganz erträgliches Fußballwetter. Trotzdem mussten wir uns aufmunternd an die #kopfgrätsche-Facebook-Gemeinde wenden.
Keines der 89 Gruppenmitglieder tauchte auf. Dafür aber genug andere, um zwei Stunden Drei-gegen-Drei zu spielen. Und das alles mit dem neuen Ball, den Jürgen vor zwei Wochen feierlich überreicht bekommen hat:

Vorsicht! Heckspoiler-Alarm
Liebe Reiseweltmeister. Privatreisen nach der Zukunft können ohne Vorliegen von Voraussetzungen beantragt werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt. Das gilt natürlich auch für die Vergangenheit. Zum Beispiel in das Jahr 1985. Aber ich warne schon einmal vor. Der Sportalmanach aus diesem Jahr hält wenig Erbauliches bereit. Zwar konnten die Eisernen aus der Hauptstadt am Ende der Saison 1984/85 in die Oberliga aufsteigen. Meister wurde aber wie immer der BFC Dynamo. Wer aus diesem Wissen Kapital schlagen will, hat bei den Wettquoten schlechte Karten. Als besonderer Service hier trotzdem die Ergebnisse aktuellen Spielrunde:
19/10/1985
1. FC Lokomotive Leipzig 2:0 BSG Sachsenring Zwickau
1. FC Magdeburg 1:1 FC Carl Zeiss Jena
Berliner FC Dynamo 3:1 BSG Stahl Brandenburg
BSG Wismut Aue 2:0 BSG Stahl Riesa
FC Hansa Rostock 3:1 FC Vorwärts Frankfurt/Oder
FC Karl-Marx-Stadt 2:2 1. FC Union Berlin
SG Dynamo Dresden 1:1 FC Rot-Weiß Erfurt
Sportsfreunde, denen die Bundesliga inzwischen zu langweilig ist, sollten nicht darauf hoffen, dass der nächste Oberliga-Meister 1986 nicht zum achten mal in Folge BFC Dynamo heißt. Auch wenn dafür ein Schand-Elfmeter notwendig ist. Am Ende könnte sogar Hansa Rostock absteigen. Vielleicht bleibt man also lieber im Hier und Jetzt, auch wenn man sich in Zeiten sehnt, in denen man Mittwoch noch Licht zum Kicken hatte. Aber der kommende Samstag hält 10:30 noch Überraschendes bereit. Wer den Sieger schon kennt, behält es bitte für sich und lädt uns mit dem Wettgewinn zum Hefeweizen ein.
14. Oktober 2015 – Das Unter-der-Woche-Saisonende!
Ja, gut – es sieht auf dem Foto irgendwie nach Volleyball aus, war aber Fußball-Tennis. Regen, Temperaturen im einstelligen Bereich und Lichtmangel hatten dazu geführt, dass nur noch Wenige zum Mittwochs-Termin aufschlugen. Zwei waren schon wieder weg, bevor der verspätete Ballbringer (mit Ball) kam. Was blieb uns da dann beim letztmöglichen #kopfgrätsche–Mittwoch des Jahres* zu zweit, außer unsere Wintersportart Fußball-Tennis hervorzukramen?!
Die Torlatte war unser Limit und wir waren am Limit. Die alten Büro-Körper boten keinerlei ansehnliche Fußball-Akrobatik. Gut dass wir im Dunkeln spielen mussten. Mit einem unverdienten aber friedlichem 2-zu-2-Unentschieden (nach Sätzen) verabschiedet sich Kopfgrätsche.de für dieses Jahr vom Mittwochs-Termin und spielt fortan nur noch einmal pro Woche Samstags um 10.30 Uhr.
* Kommenden Mittwoch ist Feiertag (Marty-McFly-Welcome-Day) und am folgenden Sonnabend folgt die Zeitumstellung. Der Sonnenuntergang findet dann deutlich vor 17 Uhr statt.
10. Oktober 2015
Es ist immer wieder eine Freude, den Altmeister Frank für ein Gastspiel bei #kopfgrätsche zu haben.





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