Rasenhüttls Hasenball

Schüttelreime mit roter Brause? Besser nicht. Das spritzt nachher alles aufs Trikot und klebt noch jahrelang in den Fasern. Dann doch lieber ein paar traditionelle Zungenbrecher, wie z.B:

Zwischen zwei stählernen Pfosten stritten zwei tschechische Starkeeper um einen Stammplatz.

Siebzehn zahme Zocker zogen zwei zentnerschwere Tore zum Spielfeld.

Der greise Kopfgrätscher grätscht den kreisrunden Kopfgrätscheaufkleber vom Kreisverkehrsschild.

Da stolpert man wenigstens so schön wie sonst nur Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 über den Rasen. Das erinnert oftmals auch eher an Dada als an Tikitaka. Da es gibt zwar auch Missverständnisse aber wenigstens muss man sich nicht im Nachhinein überlegen, was man eigentlich sagen wollte, bzw. wofür man bestraft werden möchte. In Warschau grübelt man immer noch, wer die Fans so geschüttelt hat, dass sie „Juden“ und „Nutten“ verwechseln konnten. Lasst euch nicht verwirren, lasst lieber Tore sprechen und gebt Antworten (wenn nötig) auf dem Platz.

Wenn’s denkst, ist eh zu spät

Hey, endlich ist der heiße Sommer am Start. Die Beleuchtung am Abend kann es aber nicht verhehlen: nur noch wenige Tage bis zur Bescherung. Diejenigen die zu Fuß unterwegs sind, machen schon die ersten Kilometer und bringen Gold, Weihrauch und Messi-Trikots zum Platz. Es sind ja auch nur noch sechs Jahre bis zur Winter-WM in Katar, bis dahin sollte sich das Klima hingeruckelt haben. Das muss also schneller gehen, als echte Transparenz bei der Fifa herzustellen. Franz Beckenbauer durchwühlt ja immer noch panisch den Quittungsberg zum letzten Sommermärchen. Das kann also dauern. Das Kaiser-Denkmal ist ausgerechnet zum Tag des offenen Denkmals in einem desaströsen Zustand. Alternativ können wir Führungen zu etwas kleineren Denkmälern Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 anbieten. Die Fassaden sind einigermaßen in Ordnung. Über die schlimmen Ecken haben wir notdürftig bunte, aber billigproduzierte Trikots gehängt. Dafür glitzern sie nach 2 Stunden herrlich in der Sonne. Hier werden noch nach althergebrachten Techniken bis heute Waden und Köpfe gegrätscht. Besonders schützenswert ist ihr reicher Schatz an sagenumwobenen Geschichten von früher. Gemeinsam können wir die Denkmäler dieses einmaligen Ensembles erhalten und dafür sorgen, dass auch unsere Kindeskinder diese noch bestaunen dürfen.

Die Königsklasse von 2016

Dann werden wir mal die Anwesenheit überprüfen. Wenn ihr euren Namen hört, ruft ihr laut und deutlich „Hier!“. Wer mit dem Schwatzen nicht bis zur Pause warten kann, wird sofort auseinander gesetzt. Und zwar dahin, wo ich euch im Auge habe. Es ist außerdem verboten Spickzettel im Stutzen zu verstecken. Versucht es erst gar nicht. Das gilt als Betrugsversuch und gibt einen Verweis. Mindestens einen Eintrag ins Muttiheft. Auch wer beim Mitspieler abguckt, wird nie selbst lernen, wie man vernünftig mit der Piecke schießt, ohne sich den Fuß zu brechen. Ihr lernt ja schließlich nicht für mich, sondern für das Leben. Und wer das nicht glaubt, der muss sich nur die Enddreißiger angucken, die Samstag 10:30 während eurer Einschulung wie F-Jugendliche über den Platz tollen. Das sollte euch Warnung genug sein. Also werft eure Zukunft nicht weg und arbeitet an euren Kopf(grätsche)noten für Fleiß, Ordnung, Betragen und Mitarbeit, ihr Turnbeutelvergesser. Backt eurem Lehrer auch mal einen Kuchen oder bügelt die Leibchen. Reißt euch einfach mal 12 Jahre zusammen, für mich ist auch die sechste Stunde. Und wer hier meint, er müsste sich zum Klassenclown aufschwingen, kann sich schon mal Mittwoch 18:00 zum Nachsitzen eintragen. Und jetzt: Hefte raus, Klassenkloppe… bzw. arbeit…

Brrring! – Kleinfeld?!

Au! Die Piecke schmerzt wie Sau!
Ich hau‘ ab aus meinem Bau.
Verschließ‘ die Tür, ziehe durchs Revier,
markier‘ hier und da mal, dass ich da war.
Höre Gelaber, radel gerade über die Promenade,
Zeuge einer großen Maskerade.
Große Sporttaschen, grelle Farben, die mir sagen, dass sie frische Leibchen haben.
Gestiken von Gerngesehenen, aber jeder Fuchs weiß,
dass ähnliche Garderobe heute leider nicht mehr Schmutz heißt.
Deshalb schnupper‘ ich, was befindet sich da darunter.
Immer auf der Hut – wie Schlappi darunter!

Jeden Mittwoch (18:00), jeden Samstag (10:30) auf der Jagd,
denn das Rudel tollt, wenn die Kugel rollt!

Eine Pfote am Müsli, eine auf den Tasten,
ein Auge auf’s Geschäft, eines im Strafkasten,
ein Ohr für’s Rudel und eins für den Gegner,
ein Standbein und ein Kopfgrätscher.
Ein Fuchs muss tun, was ein Fuchs tun muss:
Luftloch und Ruhm und pöhlen bis zum Spielschluss.
Das ist mein Ziel, was ich noch nie so klar sah‘.
„Sky-Abo is the limit.“ – Pah! Und wohin schießt der Zaza?!

Oh, wie schön ist Kopfgrätscha

Du hast als Kind schon in Kopfgrätsche-Bettwäsche geschlafen? Und auf der Playsi gibt es für dich nur ein Team? Alle anderen nehmen immer Barca und Messi, aber du liebst die Herausforderung mit Team Kopfgrätsche? Ach komm, das sagst du doch nur so. Und falls du es mal beim Schwedenlauf ins Ziel schaffst, dann ganz bestimmt in einem Kopfgrätsche-Trikot? Langsam glaube ich, du willst dich einschleimen. Na gut, wenn ich Samstag 10:30 auf dem Platz wäre, würde ich dich zuerst in mein Team wählen. Und Mittwoch 18:00 sowieso. Es macht dir hoffentlich nichts aus, wenn wir es verkacken. Du würdest doch niemals in einem anderen Team spielen wollen, oder? In einem das sogar erfolgreich ist? Ach, von dem hattest du als Kind auch Bettwäsche? Ja logisch, irgendwann muss man die ja auch mal wechseln. Ich weiß, was du meinst. Trotz der Tigerentenbettwäsche habe ich irgendwann auch mal in andere Bücher geschaut. Also die Tigerente, der Tiger und der Bär sind ja ganz cool, aber irgendwann müssen die doch mal in Panama ankommen, oder? Ich will zwar nicht Spoilern, aber weder Panama noch die Champions League sind wirklich erreichbar. Fangen wir doch lieber mit was Schmalem an. Und wenn es nur die Ziellinie beim Schwedenlauf ist, dann soll es halt so sein.

Künstliche Verknappung der Ressourcen

Was wird hier gesucht?
Arbeitslos und eine Flasche Bier, das ist _ _ _, die Scheiße vom Revier.
_ _ _ _ _ _ _ 04 wir pissen euch ins Bier.
Musst du einmal scheißen und hast kein Papier, dann nimm doch die Fahne von _ _ _ _ _ _ _ 04.
Richtig, es muss irgendetwas sein, dessen Gründungsjahr einen naheliegenden Reim auf Bier oder Revier zulässt. Die Kombination mit Fäkalvokabeln bietet sich offensichtlich auch an. Aber seit Böhmi wissen wir ja, dass der erstbeste Reim, der einem so einfallen kann, meistens den größten Ärger bedeutet. Und Beef mit anderen brauchen wir nicht, dafür haben wir ja unsere Mitspieler. Es sei denn, die sind Samstag 10:30 alle bei der Knappenfußballschule und üben da heimlich für Mittwoch 18:00. Dann bleibt dem Rest auf der anderen Seite des Zaunes nur der Stille Protest in Trikots des Erzrivalen. Vielleicht ist aber doch ein kleiner Poetry Slam drin. Mit so subtilen Reimen, bei denen man erst in der Winterpause in Florida oder Dubai kapiert, dass man damit beleidigt wurde. Da trifft es sich doch super, dass der neue Trainer der Blauen aus Bayern kommt. Auf seinen Namen einen Reim zu finden, ist doch mal eine Herausforderung, wenn man nicht die Endung verschluckt. Sonst wäre es ja zu einfach. „Bierl“ und „Revierl“ können wir leider nicht gelten lassen.

Das war Spritze!

Getreu dem olympischen Motto: „Dabeisein ist alles, aber darüber twittern ist noch mehr.“ gibt es wieder einmal mehr Leute, die drüber reden, als Leute, die um Medaillen kämpfen. Dank des IOC wird aber auch das unqualifizierte Kommentieren zum Hürdenlauf auf Weltklasseniveau. Um die offiziellen Hashtags nicht kommerziell zu entweihen, wird die sympathische Spritzensportveranstaltung mit einer Reihe alternativer Hashtags begleitet. Die orthographischen Paralympics produzieren besonders liebenswerte Schöpfungen wie #Olümpia2016 #Rio2014 (besonders bei Weltmeistern beliebt) oder #OlympischeSpüle. Da wird das IOC aber blöd gucken, wenn das nachher im Duden landet. Kopfgrätsche soll ja gerüchteweise auch schon auf der Shortlist stehen. Einigen ist bei diesem Wetter sowieso die Lust auf Sommerspiele vergangen. Die Hertha wähnte sich in Dänemark wohl sogar bei den Winterspielen und fragte sich dauernd „Wo ist Pukki?“. Zum Glück gibt es noch einen Ort auf dieser Welt, wo man nicht soviel reden muss. Da zieht man sich einfach Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 ein Leibchen über, zählt stumm die anwesenden Mitspieler durch, rechnet im Sinn noch 2-3 Nachzügler dazu und stolpert einfach los. Allerdings ist das Laberbedürfnis doch inzwischen so groß, dass jeder Pass mit einem Kommentar geliefert wird. Muss ich doch sofort mal bei Thomas Bach nachfragen, was man dagegen tun kann. Der hat da immer ganz pfiffige Ideen.

Viva la Vita

Sehr geehrte Damen und Herren, anbei finden Sie meinen Lebenslauf, der sicherlich für sich spricht. Gucken Sie bitte nicht allzu genau hin, an einer oder anderer Stelle musste ich kreativ auffüllen.

1979 – 1990: Weitestgehend ballabstinent gelebt. Die F-Jugend übersprungen und direkt auf die Alten Herren vorbereitet.

1990 – 1998: Theoretisches Studium mit Sensible Soccer, Anstoss, Kicker-Sonderheften und den allerbesten Turnieren der Menschheitsgeschichte (Stichwort: Bördi Bördi Vogts).

1998 – 1999: Erstes und letztes Trainingslager in einem Landstrich, wo man seit dem den Fußball zugunsten des Handballs aufgegeben hat.

1999 – 2000: Magische Nachmittage im Fliederstadion, als willkommene Alternative zu DIA-Vorträgen (wahrscheinlich über die Architektur echter Stadien oder so).

2000 – 2004: Urbarmachung des Sumpfes am Kurt-Bürger-Stadions. Kurze Unterbrechung durch eine Sabbatical in der Bundeshauptstadt, um dort den Euro einzuführen (damit Paul Pogba keine 240 Millionen DM kostet).

2004 – 2007: Keine genaue Erinnerung. Irgendwas mit Sommermärchen. Fragt doch den Franz.

2007: Einrichtung einer elektronischen Benachrichtigung über die geplanten Spieltermine. Zweiter Platz mit Team „Reich“ beim 1. DIA-Turnier „Reich und Schön“ (Stichwort: Kapitalismuskritik)

2007 – 2012: Extrem individuelle Technikschulung bei revolutionären Trainingsmethoden  wie Fußballtennis und Franks Modus (Vorbild: Trainingsgruppe 2 Hoffenheim).

2012 – heute: Etablierung einer Marke, die nicht mal klebrige Brause (maximal klebrige Aufkleber) braucht, um Leuten das Gefühl zu geben, hier würde wirklich organisiert Fußball gespielt. Deaktivierung der Kommentarfunktion.

Die Geschichte wird fortgeschrieben Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00. Melden Sie sich nicht bei mir. Ich melde mich bei Ihnen.

Come to Kopfgrätsche pls!

Der Transfer von XY zu Z ist nahezu perfekt. Steht also ziemlich sicher bevor. Eigentlich ist schon alles fix. Und irgendwann wird das auch öffentlich. Vielleicht heute noch. Oder morgen. Auf jeden Fall vor der Reise nach Fernost. Oder währenddessen. Oder danach. Aber spätestens am Deadlineday. Die Wahrscheinlichkeit kann auf 150% gesetzt werden. Das ist so sicher wie sonst nix. Sagt die Bild. Und die hat es von der Sportbild gehört. Die wiederum hat es irgendwo auf Twitter gelesen. Und da folgt ja XY ja bereits seit einem halben Tag dem Busfahrer von Z. Ein todsicheres Indiz. Die bessere Hälfte von XY hat doch letztens auf Instagram dieses Foto gepostet, wo im Hintergrund unscharf ein Möbelwagen zu sehen war. Und in ihrem Horoskop stand doch auch, dass eine große Veränderung ansteht. Also wer diese Zeichen nicht erkennt, der ist echt zu blöd, 1 und 1 zusammenzuzählen. Sicherheitshalber mache ich noch ein YouTube-Video mit XYs besten Szenen zu Rummelbummsmusik und schreibe ein halbes Dutzend mal „Come to Z pls!“ in die Kommentare. Dann läuft das schon. Und wer hat es am Ende schon vor allen gewusst. Na? Na? Siehste. Nur diese Termine Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 halten mich leider davon ab, das Sommerloch noch mit weitere Fasttransfers anzureichern. Ein paar Stunden, in denen das Internet leider ohne weitere breaking Wasserstandsmeldungen auskommen muss. Aber keine Angst, ich hole danach alles nach. XY wird es mir bei seinem ersten Torjubel für Z danken.

Jäger des verlorenen Götzes

Was raschelt denn da? Da hinten hinterm Tor muss etwas sein. Soll ich da mal hinlaufen? Womöglich versteckt sich da dieses langgesuchte Talent, mit dem ich endlich in der Battle Arena Samstag 10:30 bestehen kann. Das Prestige Level vor Ort ist ja nicht ohne. Mal gucken wie viele Gegner die Arena diesmal verteidigen. Aber mit ein paar Mitstreitern können wir dort bestimmt bestehen. Wiederbelebung mit einem Hefe-Trank im Anschluss nicht ausgeschlossen. Bis dahin muss ich mein Talent noch etwas trainieren – von Pokémon Götze 2016 auf Pokémon Götze 2013 ist es ein weiter Weg. Vor allem sollte man es nicht nach Mitternacht füttern. Der Pokémon-Trainer im schwarzgelben Pikachu-Anzug würde ihm sogar alle Kohlenhydrate streichen, um auf die nötigen Wettbewerbspunkte zu kommen. Aber das lohnt sich. Pummelfeen-Pokémon sind angeblich stark gegen Kampf, Drachen und Unlicht (ist das dasselbe wie Flutlicht?). Gift-Pokémon, die sie mit Pfiffen und melodischen Schmähgedichten bekämpfen, zwingen sie aber wieder nachts vor den Kühlschrank. Ich lauf da auf jeden Fall gleich mal rüber und schieße einen Ball ins Gebüsch. Damit dieses Kicklee in meinem Rucksack endlich ausschlüpft, renne ich sogar manchmal nach einem Ballverlust mit zurück. Vielleicht hilft das auch Dienstag 18:00, falls die Arena wie in dieser Woche wieder von diesem roten Team verteidigt wird.

Final Cut

Rumms! Plötzlich ist die Euro vorbei. Wie wenn beim Stuhltanz David Guetta plötzlich die Regler runter zieht. Da hat die UEFA wirklich alles dafür getan, die EM mit ganz vielen Teams zum längsten Hitmix überhaupt zu machen und dann haben sie tatsächlich das Spiel um Platz 3 vergessen, in dem die Deutschen traditionell unschlagbar sind. Also leider kein Duell von Gareth Bales Man-Bun gegen Mats Hummels’ Head-and-Shoulders-Matte. Das bedeutet aber auch, dass die bessere Hummels-Hälfte Samstag 15 Uhr auf jeden Fall nichts Besseres vor hat. Als Schirmherrin des diesjährigen DIA-Turniers hat sie bestimmt wieder ein paar frische Tipps für Kopf und Schultern parat, z.B. wie man die silbergrauen Schläfen so betont, dass der Schiedsrichter garantiert jedes Handspiel übersieht. Und welcher Lidschatten gegen verheulte Augen hilft (Stichwort: Blubbery Eyes). Die Spielfeldmarkierung ist auf jeden Fall akkurater gezogen als jeder Lidstrich, da gibt es keine Hälfte, die besser oder schlechter ist. Und auch im Turnier selbst kann man sich bestimmt immer noch über die B-Note ins Finale mogeln. Für solche Sonderlocken haben wir ja jetzt genug Zeit. Und ohne das EM-Bonusspiel im Anschluss können wir uns natürlich im finalen Elfmeterschießen einige extravagante Extensions leisten.

PS: Wer das DIA-Turnier noch weiter nach vorne oder hinten verlängern möchte, hat wie immer Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 die Gelegenheit dazu.

Der rechte und der linke Fuß des Teufels

Ich glaub mein Tintenfisch kleckert. Jedenfalls kommen hier schon wieder ein paar Buchstaben, die euch denken lassen: sein Oberstübchen ist schlecht möbliert. Oder: Der hat auch nicht mehr Grips, als’n Spatz Fleisch an der Kniescheibe. Das hier ist trotzdem kein Aufruf zum Schwimmen oder Bodybuilding. Das macht nur dicke Knie und Blasen im Hirn. Nee, ich werd Euch Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 mal ein richtiges Ei gegen die Schiene nageln. Das ist gesund und macht’n schmalen Fuß. Normalerweise bin ich ja auch friedlich wie’n Vulkan. Aber falls mir einer mit seinen Kackstelzen quer kommt, beiß ich ihm eine Beule in den Bart, bis ihm die Hose wegfliegt. Oder hau ihm ’ne Delle in die Gewürzgurke. Vorher würde ich natürlich höflich warnen: Machst du das nochmal, mach ich aus deinen Ohren einen Wäschetrockner. Dir spitz ich den Spargel an, bis man dich für einen Pfirsich hält. Hör zu Tellermütze, ich weiß wir haben Vollmond. Du greifst dir jetzt deine Puppenlappen und gehst woanders spielen oder hier rauscht’s! Oder was mir grad so aus der Denkmurmel bröselt. Nach so 2 bis 3 Stunden rumgekicke, muss ich meistens verschwindibussen. Von meiner Blutprobe könnten die Bullen im Anschluss ein Betriebsfest machen. Es gibt ein Wiedersehen, aber es eilt nicht. Hand geb’ ich nicht, kann leicht festkleben.

Da lach ich mir doch den Ast ab

Mal ist man der Hund und mal ist man der Baum – fiel mir so ein als mein Blick auf den Ast fiel, den das Unwetter von letzter Nacht in den Vorgarten streute. Dabei weiß inzwischen jeder, was die bessere Hälfte von Ann-Kathrin Brömmel damit meinte. Denn jetzt hat Deutschland den Salat und hängt im schweren Baum fest, in dem tatsächlich namhafte Gegner den Weg zum Finale versperren. Gegner, die womöglich gleichstark sind. Im Grunde so wie wir es Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 regelmäßig simulieren. Daher weiß ich natürlich wie man sich als Baum fühlt. Oft bleibt man wie angewurzelt stehen, wenn so ein übermotivierter Pinscher Tempo aufnimmt. Trotzdem fuchtelt man wie wild mit allen Ästen, wenn man meint der Pinscher sollte den Ball vor dem Tor unbedingt noch einmal abspielen. Manchmal bekommt man sogar den Ball zurück, um ihn dann hölzern in die Botanik zu zimmern wie weiland Adolfo „Der Entlauber“ Valencia. Mit dem Entlauber schließt sich der Kreis im Bayernsturm zum aktuellen Erfolgsstürmer und Hund/Baum-Philosoph. Falls er keine Lust mehr auf seine Rolle als bessere Hälfte hat und aus dem Instagram-Schatten seiner Lebensgefährtin treten möchte, kommt er zum DIA-Turnier „Die bessere Hälfte“ in zwei Wochen. Also Mario, hast du am 09. Juli 15:00 Uhr schon etwas vor? Du kannst auch in mein Team, damit es schön ausgeglichen ist. Dann aber als Baum.

Love’s a playing field (oh no)

Alors. Die deutsche Defensive steht schon mal einigermaßen. Die der anderen Länder eigentlich auch. Verteidigen doch alle ganz ansehnlich bisher. Nee, kann man echt nicht meckern. Die hauen da hinten konsequent fast alles raus. Chapeau, Chapeau. Das Sicherheitskonzept geht also voll auf. Da geht außer dem Hitmix von Pierre David Guetta nichts durch. Weder Plasteflaschen noch Regenschirme. Die Komplettüberwachung reicht quasi bis auf die Trainerbänke, wo sich während des Spiels noch gründlich abgetastet wird. Also von mir aus kann im nächsten Schritt mal was offensives ausprobiert werden. Ist vielleicht etwas mit Risiko, aber warum denn nicht? Die Leute sollen das ja noch drei Wochen gucken. Wahrscheinlich sogar am nächsten Dienstag. Da gibt es doch wieder diese zarte Hoffnung auf deutsche Tore. Deshalb wird wahrscheinlich niemand selbst die Töppen anziehen. Kann ich mir nicht vorstellen. Also bleibt nur der Wechsel auf Mittwoch 18:00. Da spielen parallel die Betonmischer aus Gruppe F. Also lieber selbst ein wenig die Füße bewegen und der EM-Thrombose vorbeugen, oder? Samstag 10:30 ist natürlich auch immer eine sichere Sache, wenn man nichts Entscheidendes von der Euro verpassen will. Zum Beispiel dieses neue dufte Lied von diesem französischen Underground-DJ. Düdeldüdeldüdüdüd…

07. Juni 2016 – Left like a King, come back like a legend

2016_06_07

Nach meinem unangekündigten Kontrollbesuch am Dienstagabend ist für mich endgültig kleine Sommerpause. Aber ihr werdet kaum merken, dass ich weg bin. Die Tore werden sich irgendwie trotzdem schießen, der Ball rollt quasi selbstständig, am Ende gibt es auf magische Weise mindestens zwei Teams (oder wie heute drei), von denen eines irgendwann das letzte Tor schießt. Funktioniert erstaunlicherweise auch alles ohne mich. Das darf sich natürlich nicht rumsprechen, schon gar nicht bis zu meiner Freundin. In meinen Schilderungen bin ich selbstverständlich unverzichtbar fürs Team. Ohne mich bindet euch niemand die Schuhe, zählt die Tore fleißig mit, wenn es mehr als 3 sind und auch sonst sorge ich mit mutwillig vergebenen hundertprozentigen Torchancen dafür, dass ihr mit dem guten Gefühl nach Hause geht, dass ihr euch wirklich verbessert habt. Und nicht zu vergessen: ohne die regelmäßige Spielankündigung würde niemand sich merken, dass seit gefühlt 10 Jahren immer Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 angepfiffen wird. Nach meiner Theorie wird das wahrscheinlich auch noch der Fall sein, wenn ich in 2 Wochen wieder da bin. Bis dahin: bitte nichts anfassen. Lasst die Regeln so wie sie sind und verbessert euch bitte nicht signifikant. Sonst muss ich doch ernsthaft über das Angebot der Scheichs für die Zlatan-Nachfolge nachdenken.

Diabet and win

Fast wäre niemandem aufgefallen, dass in 2 Wochen die Fußball-EM beginnt. Weil Duplo und Hanuta  in diesem Jahr auf die Sticker verzichten, läuft die Vorbereitung in diesem Jahr irgendwie nur mit halbem Appetit. Zum Glück gibt es wenigstens auf den Kinderschokoladenverpackungen süße Fotos von allen unehelichen Kindern von Kaiser France äh… Franz. Dennoch ist mein Blutzuckerspiegel noch nicht im Turniermodus. Und dabei wir es höchste Eisenbahn. Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 laufen die letzten Tests, denn am Dienstag muss die Bundesnaschkatze den endgültigen Kader benennen. Bis dahin bitte also noch mal alles raushauen. Wer die EM diesmal verpasst, verpasst auch die bunten Auslagen beim Artisan Boulanger mit all den Macarons, Tartelettes und Clafoutis. Dann bleibt je nach Alter nur noch die Olympiade im August und das DIA-Turnier „Die bessere Hälfte“ am 9. Juli. Die Jungspunde können alles dem Motto „Dabei sein ist alles“ am Zuckerhut widmen. Für die Senioren ist das DIA-Turnier eine weiteres lockeres Auslaufen vor einem Publikum, das dankbar ist, wenn ihr einfach nur dabei seid. Falls es für euch nicht mehr reicht, schickt einfach eure bessere Hälfte. Oder druckt ein Foto aus den Tagen, in denen ihr noch süß und fit wart, auf einen Schokoriegel eurer Wahl.

Katzenwäsche im Entmüdungsbecken

Als ob dieses Spiel mit diesem runden Ding nicht schon schwer genug wäre, zeigen die Diskussionen der letzten Tage, dass es noch komplizierter geht. Vor allem, wenn man anständig jubeln will. Und zwar, wenn man so jubeln will, dass der Gegner nicht sauer wird und man sich zudem auch noch ernst- und glaubhaft freut. Ein unterlegener Gegner ist durch unbedachtes Jubeln schneller beleidigt als der türkische Staatspräsident. Aber auch die eigenen Fans sind oft dünnhäutiger als Obelix („Ich bin nicht dick!“). Da reicht schon ein Trikot des Erzrivalen, um die Feierstimmung zu versauen. In Kombination mit taurinhaltigen Energydrinks ist da ruckzuck Schluss mit guter Kinderstube. Aber wer nun denkt, dass Gerstensaft die bessere Lösung ist, sollte mal beim DFB-Präsidenten nachfragen. Diese unschönen Bilder von kindischen Bierduschen schon vor der Siegerehrung passen nicht zum neuen skandalfreien DFB und lassen die Sieger unangenehm nach Bitburg drive müffeln, wenn der Präsident ihnen die Medaillen überreicht. Beim Kopfgrätschen Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 können wir letztlich nur dafür sorgen, dass wir den wilden Trikotmix mit Leibchen kaschieren und dass die Mitspieler am Ende so durstig sind, dass garantiert kein Tropfen aus dem Glas vergeudet wird. Und falls es wirklich etwas zu feiern gibt, fahren wir maximal noch ’ne Runde mit ’nem kleinen LKW zügig um den Marktplatz. Und wenn es niemanden stört, schalten wir dabei leise das Autoradio an. Hoffentlich läuft nicht Silly.

Wir melden uns vom Abgrund

Leider können inzwischen nicht mehr alle Kopfgrätscher zu den Spielterminen Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 persönlich in der Wismarena aktiv sein. Das hat die unterschiedlichsten gesundheitlichen (Gute Besserung für Stefans Knie), sportlichen oder familiären Gründe. Wie bekommt man dennoch alle unter einen Hut? Zeit für die nervenaufreibende Kopfgrätsche-Konferenz. Wir rufen Burkhard Tillner in der Wismarena:

„Hier wird das Spiel voraussichtlich einige Minuten später angepfiffen, da es immer noch potentielle Spieler gibt, die jetzt erst die Spielstätte gefunden haben. Wenn hier Einigkeit erzielt wurde, wer mit wem auf welchem Feld gegen wen spielen möchte, schalten wir uns wieder dazu. Ich gebe derweil ab an Jörg Tegelhütter im Weserstadion.“

„In Bremen haben es die Kopfgrätscher auf beiden Seiten pünktlich auf ihre Plätze geschafft, um ohnmächtig ihre Herzensvereine Richtung Klassenerhalt zu wünschen. Auf Seiten der Grün-Weißen fiebert der skeptische Skripniker Jan mit, der beim Geburtsjahr seines Sohnes nicht andauernd an eine Abstiegssaison erinnert werden will. Die Hessen können sich der Unterstützung des ehrlichen Ebbelwoitrinkers Mo sicher sein, der auf den vierten Sieg und die kaum noch für möglich gehaltene Rettung hofft. Beide haben allerdings auch ein Ohr in Wolfsburg. Dort fragen wir Rolf-Rainer Gecks: was macht der VfB Stuttgart?“

„Pikante Konstellation in der KdF-Wagen-Arena. Der tapfere Trickser Yiğit (genannt Magath) kann hier und heute Zeuge werden wie sein adoptierter Lieblingsverein die Zweitklassigkeit seines Heimatclubs besiegelt und …“

„Toooor in der Wismarena!!!“

Alles schränkt sich wieder ein

Die UEFA verschickt aktuell Ticket-Angebote per Mail für Plätze mit eingeschränkter Sicht bei der EURO 2016. Die Sicht ist bei uns eigentlich meistens ganz gut, wenn man nicht gerade den Ball mit der Nase annimmt. Aber mit kleineren Änderungen dieser Mail kann man wunderbar eingeschränkt Talentierte zu uns einladen:

Dear Football Fan,
The ticket portal on Kopfgrätsche.de, which opened last week, has been temporarily taken offline in order to prepare for the release of restricted view talent tickets on Saturday 7th May at 10:30 CET. Thousands of fans have already purchased tickets for Kopfgrätsche™ from this ticket portal.
To support the high demand, Kopfgrätsche has chosen to make restricted view talent tickets available to buy on a first come, first served basis. Such tickets will be available at a discount of 25%. Restricted view talent tickets do allow you to follow the match; however, your view appearance of small parts of the pitch may be hindered by a rail, a camera, an advertisement board or other temporary installations in the stadium. The number of tickets with a restricted view talent varies between venues.
The portal will open at 10:30, but you can join the queue at 10:29 if you don’t want to miss out! If you prefer to have an overview of the ticket availability without logging into the ticket portal, matches with tickets available will also be listed here from 18:00 on Tuesday.
We strongly advise against buying tickets from any sources other than the official Kopfgrätsche™ Ticket Portal at Kopfgrätsche.de.

Best regards,
Kopfgrätsche™ Ticketing Team