Das war Spritze!

Getreu dem olympischen Motto: „Dabeisein ist alles, aber darüber twittern ist noch mehr.“ gibt es wieder einmal mehr Leute, die drüber reden, als Leute, die um Medaillen kämpfen. Dank des IOC wird aber auch das unqualifizierte Kommentieren zum Hürdenlauf auf Weltklasseniveau. Um die offiziellen Hashtags nicht kommerziell zu entweihen, wird die sympathische Spritzensportveranstaltung mit einer Reihe alternativer Hashtags begleitet. Die orthographischen Paralympics produzieren besonders liebenswerte Schöpfungen wie #Olümpia2016 #Rio2014 (besonders bei Weltmeistern beliebt) oder #OlympischeSpüle. Da wird das IOC aber blöd gucken, wenn das nachher im Duden landet. Kopfgrätsche soll ja gerüchteweise auch schon auf der Shortlist stehen. Einigen ist bei diesem Wetter sowieso die Lust auf Sommerspiele vergangen. Die Hertha wähnte sich in Dänemark wohl sogar bei den Winterspielen und fragte sich dauernd „Wo ist Pukki?“. Zum Glück gibt es noch einen Ort auf dieser Welt, wo man nicht soviel reden muss. Da zieht man sich einfach Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 ein Leibchen über, zählt stumm die anwesenden Mitspieler durch, rechnet im Sinn noch 2-3 Nachzügler dazu und stolpert einfach los. Allerdings ist das Laberbedürfnis doch inzwischen so groß, dass jeder Pass mit einem Kommentar geliefert wird. Muss ich doch sofort mal bei Thomas Bach nachfragen, was man dagegen tun kann. Der hat da immer ganz pfiffige Ideen.