스포츠 무료! Lange, lange hat es gedauert. Länger als eine Mannschaftsaufteilung bei Kopfgrätsche. Aber endlich haben sie sich geeinigt. Sie bringen die Band wieder zusammen. GroKorea ist kein ferner Traum mehr. Das Heimmannschafts- und das Auswärtsmannschaftsministerium liegen sich in den Armen. Wie geil ist das denn? Die beste Wiedervereinigung seit der Reunion von Modern Talking. Und das war schon ein mittelschweres Wunder. Nun wird also trotz Minus 20 Grad in Pyeongchang aufgetaut. Gemeinsam wird man so romantische Sachen machen wie Langlaufen oder Schiefliegen. Bevor man abends mit roter Nase beim Aprés-Ski „Cherry Cherry Lady“ grölt. Aber es ist dennoch nicht alles eitel Sonnenschein. Schneeball wird aber auch bei diesen Olympischen Spielen an den Katzentisch gesetzt. Abseits aller Harmonie treffen sich die Ausgestoßenen zum Wettbewerb Samstag 10:30 auf einem weit entfernten Außenplatz in Wismar. Ohne Einfluss auf den Medaillenspiegel. Aber vielleicht ist es für die Harmonie besser, wenn Kopfgrätsche und Donald Trump zu Hause bleiben. Sonst kommen so zynische Fragen wie es denn eigentlich gerade zwischen Dieter und Thomas steht. Aber immerhin ihr olympisches Motto „You can win, if you want“ bleibt.
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Rosen sind rot, Veilchen sind blau
Samstage
Samstage und Bälle
Bälle
Bälle und Tore
Samstage
Samstage und Tore
Samstage und Bälle und Tore und
Kopfgrätscher, möglichst viele
Wer Au sagt, muss auch Ba sagen
Aubacke. Keine Ahnung ob es aubahaupt interessiert. Vielleicht stößt es sogar auch tauba Ohren. Auba es soll hier tatsächlich um Fußball Sonnauband 10:30 gehen. Und nicht um Auball …äh Auba. Klar dieser Aubachecker hat uns jahrelang aubaragend unterhalten und uns zu vielen Fotomotiven inspiriert. Nun hat er wohl aubareagiert und kennt kein Aubarmen mehr. Selbst eine Aubagine oder eine Aubalate auf der Zunge bringt ihn wohl kaum zurück in die Spur. Normalerweise macht er ja jeden, den auch auch meine Oma machen würde – oder mein Auba. Auba momentan trainert er nur Auba- und Unterkörper. Bis dann jemand endlich für den Urlauba die Kohle raubareicht. Sauba.
Hier noch einmal seine besten Szenen im Aubablick:
16. August 2014
07. März 2015
Madrid oder Mailand? Hauptsache gut angezogen!
So wie einst Recreativo Huelva
Guten Morgen, jetzt ist Schluss
Die balllosen Tage sind vorbei
Gib mir Leibchen oder zumindest ’n Schuss
Die Wecker sind längst gestellt
Wir müssen los
Irgendwas schiebt und zieht uns
Uns umgibt der Glanz der Sonne
Lass uns Kopfgrätschen geh’n
Heute bleiben wir
Hundert pro nicht im Bett
Kein’n Augenblick
Kein’n Augenblick mehr
Kein’n Augenblick mehr
Ohne das Gefühl von Samstag Morgen
Kein’n Augenblick
Kein’n Augenblick mehr
Kein’n Augenblick mehr
Ohne das Gefühl von Samstag Morgen
Meldmeisterlich
Hallo,
Wegen des folgenden Inhalts haben wir eine Beschwerde zu deinem Account erhalten, @kopfgraetsche.
Tweet-ID: 5474902014
Tweet-Text: Samstag 10:30, Bitches!
Wir haben den gemeldeten Inhalt untersucht und konnten keinen Freistoß nach den Kopfgrätsche-Regeln oder entsprechende Gesetze feststellen. Wir sind deswegen dazu aktiv geworden, haben zwei Mannschaften gebildet, Leibchen verteilt und haben in einem Kleinfeldspiel ermittelt, wer diese Bezeichnung am meisten verdient hat. Danach haben wir noch einmal drüber nachgedacht, eine Revanche gewährt und die Teams neu gemischt. Am Ende haben wir leider den Überblick verloren, wer das letzte Tor erzielt hat. Und wie man nun genau „Pitch“ schreibt, konnte auch der Videoassistent nicht entscheiden. Lass uns deshalb noch einmal von vorne anfangen. Ist dir Samstag 10:30 recht?
Mit freundlichen Grüßen,
Kopfgrätsche
PS: Für ganz viel Kopfgrätsche-Glück in 2018 sende diese Mail an 10 Leute in deiner Kontaktliste. Wenn nur einer davon im Tor steht, gibt es die Chance auf 11 Freunde. Andernfalls droht eine weitere Mail nächste Woche.
Ballim-Ballim
Jute Nachrichten, Kollejen. Für krachende Juxraketen muss man diesmal nicht über die Grenze fahren. Und die Lachsalven gibt es gratis dazu. Dafür sorgt allein die sportliche Leistung Samstag 10:30. Dass dies das Resultat etlicher Rohrkrepierer ist, ist ein böses Gerücht. Zugegeben, hier gehen die fußballerische Entwicklung und der Fortschritt des deutschen Humors erstaunlicherweise im selben Tempo voran. Am Ende wirkt das mit viel Glück wie ein gut abgehangener Sketchup-Sketch oder eine MAZ aus Rudis Tagesshow. Lustiger wird es nur, wenn Harald und Eddy Hausfreunde im Kleiderschrank suchen oder Didi eine Flasche Pommfritt ordert. Ein Spaß für die ganze Familie. Hoffentlich wurden die Bänder schon zurückgespult. Herr Holm und Bauer Piepenbrink warten schließlich auf die fest eingeplanten Tantiemen. Ganz im Sinne von Gottlieb Wendehals starten wir Samstag unsere Polonäse Blankenese zum Platz mit ganz großen Schritten und fassen der Heidi von hinten an die Schultern. Hoffentlich weiß sie nicht wie man #metoo schreibt. Aber Hauptsache Fips Asmussens Schwiegermutter hat Spaß. Unsere fußballerischen Skills passen da perfekt ins Retro-Gesamtbild. Am besten guckt man sich das ohne große Gegenwehr in 4:3 auf einem Röhrenfernseher an.
23. Dezember 2017 – Weihnachtspause
Kleine weihnachtliche #kopfgrätsche–#Winterpause. Am kommenden #Sonnabend spielen wir nicht.
Wobei wir es niemanden verbieten wollen. Aber: keine Leibchen, kein Foto und keinen Spielstand. #Weihnachten pic.twitter.com/6n5nPifQ4M
— Christoph Woest (@pixures) December 21, 2017
Kopfgrätschen in Familie
Kopfgrätschen in Familie
Sieh, wie die Kicker sich freu’n
Wenn wir Bananenflanken
In den Strafraum streu’n
Noch heller als die Schale
strahlt so ein Augenblick
Ich wünsch dir statt Pokale
Samstag Torschussglück
Kopfgrätschen in Familie
Alle geh’n rechtzeitig raus
Holen Tormöglichkeiten
oder Ecken raus
Kopfgrätschen in Familie
Bist du da einmal allein
Dann werden in Sekunden
Bälle bei dir sein
Noch heller als die Schale
strahlt so ein Augenblick
Ich wünsch dir statt Pokale
Samstag Torschussglück
Frieden und viel Glück
Hammer, Zirkel, Ehrenkranz
Und nun zu den Veranstaltungstipps fürs Wochenende. Wie immer findet für alle Überlebenden diverser Weihnachtsfeiern in dieser Woche ein Kopfgrätschen am Samstag Vormittag (10:30) statt. Aufgrund geringer Stellplätze im Strafraum empfehlen die Veranstalter pünktliches Erscheinen mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder per Park-and-Ride-Service. Für eine Tarnung als Trainingsweltmeister mit orangen Leibchen ist gesorgt. Im Anschluss eröffnet in Schwerin eine Ausstellung über die Lehrjahre an der FAK Heiligendamm. Dort wurde 1999 quasi Mittwochs parallel zur Kunstgeschichtevorlesung das Kopfgrätschen erfunden. Wer die Kopfgrätsche-Männchen mit dem FAK-Männchen vergleicht, kann diese Herkunft nicht verleugnen. Was uns widerum in direkte Beziehung zur WM 1974 setzt. In der ausrichtenden BRD kam man damals auf die gleiche grafische Idee und musste die Urheber im Bruderland um Erlaubnis fragen. Anstatt einen ordentlichen Stapel Tickets herauszupressen und sich anschließend im goldenen Westen abzusetzen, konnte leider nur ein Vorrundensieg der DDR gegen den späteren Weltmeister ausgehandelt werden. Spätere Nachforderungen ausgeschlossen. Als nach dem nächsten WM-Titel die Spieler aus dem Osten das gesamtdeutsche Team verstärkten, wurden wir doch nicht wie vom Kaiser befohlen „auf Jahre hin unschlagbar“. Da muss sich Michael Ballack nicht wundern, dass er bei der Ernennung von DFB-Ehrenspielführern übergangen wird und ihm nur der Titel „Wade der Nation“ bleibt. Die Inthronisierung des letzten Weltmeisterkapitäns findet noch heute nach dem aktuellen Comedy-Programm des DFB-Präsidenten statt, „weil er als Fußballer und als Mensch zu den ganz Großen gehört“. Restkarten an der Abendkasse.
Wonderball
Hello. Irgendwann Mitte der Neunziger als Manchester City noch kein Scheichclub, sondern ein Team zwischen erster und dritter Liga war, wurde der Sachse Uwe Rösler zum Publikumsliebling der Citizens. Das sangesfreudige Publikum huldigte YouWe indem es lustig davon sang, dass sein Großvater womöglich Old Trafford, die Heimat des übermächtigen Lokalrivalen, bombardiert hätte. Lange bevor es in Manchester nötig war, solidarisch gegen Bombenopfer zu singen. In der Masse fanden sich auch zwei Kernassis, die mit ihrem Mancunian-Gesang so berühmt geworden waren, dass man sie bat eine neue Vereinshymne zu schreiben. Aber einer der Brüder meinte nur, dass das eine Scheißidee wäre, da sich nichts auf City reimen würde. Außer pitty. Ein eigener Song wurde aber auch nicht nötig, da die Fans einfach das vorhandene Liedgut adaptierten und sogar heute noch einen Eindruck vermitteln, wie verbrüdernd die Stimmung bei einem Oasis-Konzert gewesen sein kann. Listen up, darum formuliert My Big Mouth einen simplen Masterplan für Morning Glory am Samstag 10:30. I hope, I think, I know, dass dieser genügen sollte, um euch von Cigarettes & Alcohol kurzzeitig wegzukriegen. Some might say, dass nach dem Step out kein Going nowhere folgen darf. Be here now. D’you know what I mean? Wenn wir den Ball up in the Sky schießen, wird es ziemlich sicher ein Falling down geben. Also roll with it. Ohne höhere Diplomatie werden die Gebrüder Gallagher wohl nicht mehr zusammen finden. They do look back in Anger. Whatever, eine Versöhnung von Trump und Kim hinter der Wonderwall ist momentan wahrscheinlicher. Sogar Schlichtungsversuche aus Sachsen blieben ungehört.
Scherenschlag ins Kontooor
So, ab heute also nur noch 1 Monat bis Weihnachten. Was das bedeutet, kann jeder selbst an einer Hand abzählen. Ja, natürlich ist überall Black Friday. Bevor aber Jesus schon wieder Geburtstag hat, müssen wir selbstverständlich erst noch den Kopfgrätsche-Heiland Christoph hochleben lassen. Statt panisch die Einkaufszentren bzw. Amazon-Wunschzettel zu stürmen, um die Lieferzeiten für Gold, Weihrauch und Myrre per Prime-Mitgliedschaft noch vor den 24. zu drücken, bastelt doch mal wieder etwas selber. Im Strafraum lassen sich wunderbar Kerzen selber ziehen. Über gezirkelte Pässe wie gemalt, freut sich wirklich jeder. Da ist es auch nicht schlimm, wenn man ab und zu einmal übermalt. Sogar eine löchrige Abwehrkette wird nicht reklamiert. Ist schließlich alles feetcrafted. Und mit der linken Klebe gelingen manchmal echte Bilderbuchtore. Durch etwas Anstrengung entstehen am Ende der Bastelei originelle Batikmotive auf euren Shirts und Trikots. Da sie eher flüchtig sind, halten wir sie auf einem Familienfoto fest, dass im Kopfgrätsche-Rahmen ein prima Geschenk für die ganze Verwandtschaft ist. Ab Samstag 10:30 ist unsere Werkstatt für eure besonderen Begabungen und Talente wieder geöffnet.
Zurückspielen bitte
Wacht auf, Verdammte dieser Erde! Und zwar rechtzeitig vor Samstag 10:30. Damit ihr noch einen Gangplatz in der Brigade zugeteilt bekommt, die beim Sturm auf das gegnerische Tor dabei ist. Hier wird noch Fußball wie vor 100 Jahren gespielt, dass man denken könnte, gleich kommt der Vorgänger des Schulz-Zugs in Petrograd um die Eckfahne gebogen. Völker hört die Signale und Vorsicht an der Strafraumkante. Trainer, Raucher und Werner Lorant bleiben bitte in der markierten Zone. Die Aufstellung heute mal wieder in umgekehrter Reihenfolge. Die Stimmung im Serviceteam ist gut. Im Namen der Kopfgrätsche würden wir trotzdem gern am Samstag noch mal die schönsten Fahrkarten sehen. Mit dem Quer-durch-die-Abwehr-Ticket sparen Sie sich mindestens eine Konterrevolution. Alle Anschlüsse ans Mittelfeld werden planmäßig erreicht und wenn der Torwart wieder wie eine Bahnschranke fällt, gibt’s im Betriebsablauf vielleicht sogar etwas zu jubeln. Bei geringfügiger Verspätung haben wir eventuell später noch Zeit für einen kleinen Imbiss im Bordbistro. Ausstieg in Fahrtrichtung Kai. Und immer dran denken: Abfahrt ist, wenn der Schaffner pfeift.
Ein Tor sein Leben lang
Huch, ist tatsächlich schon wieder Wochenende? Mir ist heute wie Mittwoch und eigentlich wollte ich mal gucken was heute so in der Champions League passiert. Durch diese Feiertage ist die ganze Woche durcheinander. Und obwohl angeblich sogar Reformationstag war, konnte man an dem Tag nicht bei Ikea einkaufen – wie das eigentlich seit 500 Jahren Tradition ist. Dafür musste man stattdessen den heiligen Brückentag opfern. Am Dienstag konnte man lediglich in ein bis zwei TV-Sendungen ein paar Dinge über Martin Luther erfahren. Und über Luthers Frauen. Und über Luthers Helfer. Wahrscheinlich sogar etwas über seinen geheimen U-Bootkrieg. Nur seine Fußballvorlieben kamen etwas zu kurz. Dabei wäre der Reformator sicher ganz gut geeignet gewesen, die Leute in zwei Mannschaften aufzuteilen. Aber wahrscheinlich hätte er das ganze Rasenball genannt und sich mit den Etablierten angelegt. Das hätte nicht gemusst. Sprachlich hat er natürlich trotzdem eine Menge für das Phrasenschwein geleistet. Ohne Formulierungen wie „Hochmut kommt vor dem Fall“, „Zähne zusammenbeißen“, „Buch mit sieben Siegeln“ oder „im Dunkeln tappen“ wären der Doppelpass am Sonntagvormittag und kopfgrätsche am Samstagvormittag (10:30) frei von blumigen Sprachbildern. Nach einer Folge Doppelpass wäre Luther aber wohl arm wie eine Kirchenmaus. Diesen sauren Apfel müsste er vor die Säue werfen. Aber durch Schaden fällt man selbst hinein.
Schiri, Telefon…
Das war damals ein großer Spaß, wenn man den Mann in schwarz an den Apparat rief. Ein Gag, den heute niemand mehr versteht. Dazu muss man den Jüngeren erklären, dass so ein Telefon früher ein stationäres Ding war. Mit einer Spiralschnur zwischen Wähleinheit und Hörer. Und es stand irgendwo im Flur, im Büro oder in einer schmuddeligen Zelle am Stadionvorplatz. Einige Comicfans hatten vielleicht also noch eine Meta-Information, um den Schiedsrichter zu einer Superman-Transformation in der Telefonzelle zu motivieren. Aber die meisten wollten nur, dass der Unparteiische aufgrund seiner schlechten Leistung den Platz verlässt. Das ist inzwischen aber nicht mehr nötig. Spätestens in der Halbzeitpause kann man dem Schiri noch auf dem Platz das Smartphone reichen. Klar, damit könnte er den Telefonjoker anrufen, der ihm bei seiner Entscheidung hilft. Aber darüber hinaus hat er natürlich weitere Möglichkeiten. Die Quoten in bei Tipico checken z.B. oder eine Spotify-Playlist ohne Helene Fischer für die Halbzeitpause auswählen. Vielleicht lohnt es sich auch zu gucken, ob das Stadion auf einer Pokémon-Go-Arena erbaut ist. Die Einsatzfelder sind vielfältig. Ein Blick in die Wetterapp zeigt mir für Samstag 10:30 elf Grad und Herbststurm. Ähnliche Bedingungen wie morgen Abend in München. Trotzdem sollte RB-Fernmelde-Offizier Rangnick lieber sein Smartphone in der Tasche lassen. Mit seinem Red Bull MOBILE-Tarif wird er in der Arena, wo das weiße T auf der Tribüne hockt, leider keinen Empfang haben.
Screensaver
In jeder Sportart ist natürlich immer und jederzeit die korrekte Körperhaltung wichtig. Nur so konnte Otl Aicher damals 1972 überhaupt aus den klischeehaften Bewegungen überhaupt seine Piktogramme machen. Das hätte ja nicht funktioniert, wenn Badminton und Basketball zu ähnlich wären. Es reicht schon, dass kaum jemand den Unterschied zwischen Fußball und Schach ohne Würfeln erkennt. Repräsentiert ein dynamisch rennender Mensch mit einem Ball am Fuß wirklich den Fußball noch adäquat? Irgendwie ist es die Grundlage des Kopfgrätsche-Logos, das die Information für Samstag 10:30 in sich trägt. Aber auch hier mussten schon zwei Körperhaltungen ergänzt werden, die bisher zu kurz gekommen sind: der Kopf zu tief, das Bein zu hoch. Aber was ist mit den Torhütern? Würden die sich nicht eher durch einen stilisierten Tomislav Piplica (Blick nach oben, federnd in den Knien, den Ball über das Haarband rutschend) vertreten fühlen? Oder die Tribünenhocker, die zwischen den Spielerfrauen für Fan-Selfies zur Verfügung stehen müssen. Auch sie prägen diesen Sport. Die Herthaner auf den Knien würden sich für ein Piktogramm eignen. Da müssen wir aber abwarten, ob das eine einmalige PR-Aktion bleibt oder eine Welle von Nachahmern findet, die auch mal die BILD-Zeitung provozieren wollen. Die einzige Geste, die momentan alle Beteiligten im Fußball vereint, muss dann wohl doch das Malen eines imaginären Bildschirms in die Luft sein. Feldspieler, Torhüter, Schiedsrichter, Trainer, Bankdrücker, Fans – sie alle teilen diese Geste. Sie hat das Wedeln mit imaginären gelben (oder roten) Karten tatsächlich in Windeseile abgelöst. Ein universelles Signal zum Biernachholen, für die Pinkelpause oder um endlich vom Smartphone hochzugucken. Ein Moment der Zeitlupe. Ein Moment der Entschleunigung. Ideal, um ihn als Strichmännchen festzuhalten.
Mac Kalinka moja
Der Abgesang auf den diesjährigen Sommer war offensichtlich verfrüht. Vielleicht war das aber auch nur ein sehr langes Trainingslager, um uns auf den russischen Sommer im nächsten Jahr vorzubereiten. Auch wenn das Wetter nicht dazugehört, können wir uns doch bei der kommenden WM auf ein paar Konstanten verlassen. Messi ist dabei. Ronaldo auch. Die Niederlande setzen noch einmal aus. Die Türkei schützen ihren Präsidenten und machen einen eleganten Bogen um diplomatisches Krisengebiet. Mal gucken, wann es sich bis ins weiße Haus herumspricht, dass den USA nicht einmal russische Hacker geholfen haben. Dort wird allerdings noch gerätselt, ob dieser Fußball was mit dem Football zu tun hat, bei dem sich die Spieler zur Hymne hinknien. Überhaupt sorgen die Hymnen für ein leichtes Onboarding bei solch einem Turnier. Ist es doch die erste Inszenierung der Helden der Schlacht bevor sie überhaupt was erreicht haben. Quasi der Braveheart-Moment, der in jedem Historienstreifen dem Zuschauer klar macht: da haben sich Krieger hinter einem Banner versammelt, um in Zeitlupe und zu James-Horner-Klängen über das Feld der Ehre zu stürmen. William Wallace musste allerdings leider auf den sponsored Jubel seines Werbepartners verzichten. Aus seiner Gesichtsbemalung können wir nur noch vermuten, dass es sich wahrscheinlich um BMW gehandelt haben muss. Ganz sicher werden wir es nie erfahren. Die Schotten haben ihrer Geschichte des Scheiterns inzwischen ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Dritter Platz in Gruppe F. Keine Kalinka auf dem Dudelsack. Aber auch keine Männer in Röcken in Moskau. Ein herber Rückschlag für das Recht auf Blasenentzündungen bei Männern. Das Kopfgrätsche-Banner weht wieder Samstag ab 10:30. Aber ohne eine Hymne werden auch diesmal sich einige noch warmmachen, während die ersten schon jubeln.
Master of Harz
Wenn man vom Schlossberg, auf dem schon Otto I. das I. Reich und den Libero erfand, durch die Pfosten ins Sonnethal schaut, summt man unweigerlich diese alte Volksweise. Man muss sie für das Wetter am kommenden Samstag 10:30 textlich allerdings ein wenig anpassen.
An ’nem Samstag ist alles dran
Heut hat der Gegner orange Leibchen an
An ’nem Samstag ist alles drin
Er ist für uns ein Hauptgewinn
An ’nem Samstag ist alles dran
Was sich ein Mann nur wünschen kann
Ja der Samstag klatscht ins Gesicht
So ’nen Samstag versäumen wir nicht
Heut sind wir auf jeden Fall
Heut sind wir auf jeden Fall
Heut sind wir auf jeden Fall am Ball
Wer jetzt total heiß auf den FC Sonnethal ist, sollte vorher trotz eventuellen Regens noch einmal die schonungslose Kopfgrätsche-Filmkritik lesen.
Ankreuzbandriss
1. Der Ausbau von eBussen von VW vor dem eigenen Tor muss gefördert werden. #fcbwob
2. Die Obergrenze für komische Handgesten in Richtung von Österreichern liegt auf Leistenhöhe. #rblsge
3. Mehr Ganztagsschulen, um zu verhindern, dass junge Menschen nachmittags in den Trainerberuf abrutschen. #tsgs04
4. Mehr Teilzeitangebote für Stürmer, die zuverlässig nach ihrer Einwechslung treffen. #svwscf
5. Die artgerechte Haltung von Tanzbären mit Trendfrisuren muss fest im Grundgesetz verankert werden. #m05bsc
6. Die Bestrafung kleiner Sünden soll weiterhin durch den Fußballgott gedeckt sein. #vfbfca
7. Die Videoüberwachung im Strafraum muss mit Ton, 360 Grad und Untertiteln gegen Zwangsgebühren angeboten werden. #bvbbmg
8. Die Beziehungskisten von Altkanzlern sollen weiterhin ein zentraler Bestandteil deutscher Stammtischkultur sein. #h96koe
9. Taschengeld von zwielichtigen Investoren sollten unabhängig vom Luschenfaktor weiterhin gezahlt werden. #levhsv
10. Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 sind alternativlos. #kopfgrätsche
Einfach mit Stimme zu (1) Neutral (0) oder Stimme nicht zu (2) abstimmen. Im Zweifelsfall gilt das Ergebnis des Ball-o-maten von vor vier Jahren.
Yeah you can run with me (If you wanted to)
This is a Call for Kopfgrätsche. Because of these Days: Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00. In Times like these rufe ich euch wieder zu: wake up, run for a ball with me. Ich kann Outside nicht all my Life oder gar Everlong auf euch warten. Schließlich sind wir better off wenn the Best of you dem Ball das Fliegen beibringen. Es wird ein Cold Day in the Sun mit etwas Wind up. Da ist es doch egal, dass Summer’s End und Sunday Rain warten. Aber Something from Nothing gibt es nicht. Ein entspannter Walk wird schnell zu einem Walking After you. Da bleiben zwar Skin and Bones und sogar das T-Shirt sauber. Aber my Hero weiß: the Colour and the Shape of deepest Blues (die eigentlich schwarz sind) stellt sich nur ein, wenn ihr die Line Back & Forth rennt. Es gibt keine Rope, die euch davon abhält immer wieder Stiches zu setzen. Wir haben doch enough Space für einen Breakout. Die Akteure müssen sich jedenfalls noch nicht stapeln. Falls eure White Limo gerade nicht für einen Overdrive zur Verfügung steht, pumpt einfach die Wheels eures Drahtesels auf macht euch auf den Long Road to Ruin. Sagt euren Lieben: I will come back Home.

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