Künstliche Verknappung der Ressourcen

Was wird hier gesucht?
Arbeitslos und eine Flasche Bier, das ist _ _ _, die Scheiße vom Revier.
_ _ _ _ _ _ _ 04 wir pissen euch ins Bier.
Musst du einmal scheißen und hast kein Papier, dann nimm doch die Fahne von _ _ _ _ _ _ _ 04.
Richtig, es muss irgendetwas sein, dessen Gründungsjahr einen naheliegenden Reim auf Bier oder Revier zulässt. Die Kombination mit Fäkalvokabeln bietet sich offensichtlich auch an. Aber seit Böhmi wissen wir ja, dass der erstbeste Reim, der einem so einfallen kann, meistens den größten Ärger bedeutet. Und Beef mit anderen brauchen wir nicht, dafür haben wir ja unsere Mitspieler. Es sei denn, die sind Samstag 10:30 alle bei der Knappenfußballschule und üben da heimlich für Mittwoch 18:00. Dann bleibt dem Rest auf der anderen Seite des Zaunes nur der Stille Protest in Trikots des Erzrivalen. Vielleicht ist aber doch ein kleiner Poetry Slam drin. Mit so subtilen Reimen, bei denen man erst in der Winterpause in Florida oder Dubai kapiert, dass man damit beleidigt wurde. Da trifft es sich doch super, dass der neue Trainer der Blauen aus Bayern kommt. Auf seinen Namen einen Reim zu finden, ist doch mal eine Herausforderung, wenn man nicht die Endung verschluckt. Sonst wäre es ja zu einfach. „Bierl“ und „Revierl“ können wir leider nicht gelten lassen.

Das war Spritze!

Getreu dem olympischen Motto: „Dabeisein ist alles, aber darüber twittern ist noch mehr.“ gibt es wieder einmal mehr Leute, die drüber reden, als Leute, die um Medaillen kämpfen. Dank des IOC wird aber auch das unqualifizierte Kommentieren zum Hürdenlauf auf Weltklasseniveau. Um die offiziellen Hashtags nicht kommerziell zu entweihen, wird die sympathische Spritzensportveranstaltung mit einer Reihe alternativer Hashtags begleitet. Die orthographischen Paralympics produzieren besonders liebenswerte Schöpfungen wie #Olümpia2016 #Rio2014 (besonders bei Weltmeistern beliebt) oder #OlympischeSpüle. Da wird das IOC aber blöd gucken, wenn das nachher im Duden landet. Kopfgrätsche soll ja gerüchteweise auch schon auf der Shortlist stehen. Einigen ist bei diesem Wetter sowieso die Lust auf Sommerspiele vergangen. Die Hertha wähnte sich in Dänemark wohl sogar bei den Winterspielen und fragte sich dauernd „Wo ist Pukki?“. Zum Glück gibt es noch einen Ort auf dieser Welt, wo man nicht soviel reden muss. Da zieht man sich einfach Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 ein Leibchen über, zählt stumm die anwesenden Mitspieler durch, rechnet im Sinn noch 2-3 Nachzügler dazu und stolpert einfach los. Allerdings ist das Laberbedürfnis doch inzwischen so groß, dass jeder Pass mit einem Kommentar geliefert wird. Muss ich doch sofort mal bei Thomas Bach nachfragen, was man dagegen tun kann. Der hat da immer ganz pfiffige Ideen.

Viva la Vita

Sehr geehrte Damen und Herren, anbei finden Sie meinen Lebenslauf, der sicherlich für sich spricht. Gucken Sie bitte nicht allzu genau hin, an einer oder anderer Stelle musste ich kreativ auffüllen.

1979 – 1990: Weitestgehend ballabstinent gelebt. Die F-Jugend übersprungen und direkt auf die Alten Herren vorbereitet.

1990 – 1998: Theoretisches Studium mit Sensible Soccer, Anstoss, Kicker-Sonderheften und den allerbesten Turnieren der Menschheitsgeschichte (Stichwort: Bördi Bördi Vogts).

1998 – 1999: Erstes und letztes Trainingslager in einem Landstrich, wo man seit dem den Fußball zugunsten des Handballs aufgegeben hat.

1999 – 2000: Magische Nachmittage im Fliederstadion, als willkommene Alternative zu DIA-Vorträgen (wahrscheinlich über die Architektur echter Stadien oder so).

2000 – 2004: Urbarmachung des Sumpfes am Kurt-Bürger-Stadions. Kurze Unterbrechung durch eine Sabbatical in der Bundeshauptstadt, um dort den Euro einzuführen (damit Paul Pogba keine 240 Millionen DM kostet).

2004 – 2007: Keine genaue Erinnerung. Irgendwas mit Sommermärchen. Fragt doch den Franz.

2007: Einrichtung einer elektronischen Benachrichtigung über die geplanten Spieltermine. Zweiter Platz mit Team „Reich“ beim 1. DIA-Turnier „Reich und Schön“ (Stichwort: Kapitalismuskritik)

2007 – 2012: Extrem individuelle Technikschulung bei revolutionären Trainingsmethoden  wie Fußballtennis und Franks Modus (Vorbild: Trainingsgruppe 2 Hoffenheim).

2012 – heute: Etablierung einer Marke, die nicht mal klebrige Brause (maximal klebrige Aufkleber) braucht, um Leuten das Gefühl zu geben, hier würde wirklich organisiert Fußball gespielt. Deaktivierung der Kommentarfunktion.

Die Geschichte wird fortgeschrieben Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00. Melden Sie sich nicht bei mir. Ich melde mich bei Ihnen.

23. Juli 2016 – Veteranenwetter

Ein Samstag im Zeichen der Geburtstagskinder. Nicht nur Senol feierte seinen Ehrentag auf dem Platz. Der Geburtstag ihrer Mutter sorgte auch für das unerwartete Wiedersehen mit den Brüdern Artjom, Sascha und Anton, die früher regelmäßig Samstag mit uns aufm Gummi zockten. Zur Feier des Tages und weil der Sommer endlich für ordentlich Hefedurst sorgte, durfte das Kai wieder die dritte Halbzeit ausrichten. Nastrovje!

Come to Kopfgrätsche pls!

Der Transfer von XY zu Z ist nahezu perfekt. Steht also ziemlich sicher bevor. Eigentlich ist schon alles fix. Und irgendwann wird das auch öffentlich. Vielleicht heute noch. Oder morgen. Auf jeden Fall vor der Reise nach Fernost. Oder währenddessen. Oder danach. Aber spätestens am Deadlineday. Die Wahrscheinlichkeit kann auf 150% gesetzt werden. Das ist so sicher wie sonst nix. Sagt die Bild. Und die hat es von der Sportbild gehört. Die wiederum hat es irgendwo auf Twitter gelesen. Und da folgt ja XY ja bereits seit einem halben Tag dem Busfahrer von Z. Ein todsicheres Indiz. Die bessere Hälfte von XY hat doch letztens auf Instagram dieses Foto gepostet, wo im Hintergrund unscharf ein Möbelwagen zu sehen war. Und in ihrem Horoskop stand doch auch, dass eine große Veränderung ansteht. Also wer diese Zeichen nicht erkennt, der ist echt zu blöd, 1 und 1 zusammenzuzählen. Sicherheitshalber mache ich noch ein YouTube-Video mit XYs besten Szenen zu Rummelbummsmusik und schreibe ein halbes Dutzend mal „Come to Z pls!“ in die Kommentare. Dann läuft das schon. Und wer hat es am Ende schon vor allen gewusst. Na? Na? Siehste. Nur diese Termine Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 halten mich leider davon ab, das Sommerloch noch mit weitere Fasttransfers anzureichern. Ein paar Stunden, in denen das Internet leider ohne weitere breaking Wasserstandsmeldungen auskommen muss. Aber keine Angst, ich hole danach alles nach. XY wird es mir bei seinem ersten Torjubel für Z danken.

Jäger des verlorenen Götzes

Was raschelt denn da? Da hinten hinterm Tor muss etwas sein. Soll ich da mal hinlaufen? Womöglich versteckt sich da dieses langgesuchte Talent, mit dem ich endlich in der Battle Arena Samstag 10:30 bestehen kann. Das Prestige Level vor Ort ist ja nicht ohne. Mal gucken wie viele Gegner die Arena diesmal verteidigen. Aber mit ein paar Mitstreitern können wir dort bestimmt bestehen. Wiederbelebung mit einem Hefe-Trank im Anschluss nicht ausgeschlossen. Bis dahin muss ich mein Talent noch etwas trainieren – von Pokémon Götze 2016 auf Pokémon Götze 2013 ist es ein weiter Weg. Vor allem sollte man es nicht nach Mitternacht füttern. Der Pokémon-Trainer im schwarzgelben Pikachu-Anzug würde ihm sogar alle Kohlenhydrate streichen, um auf die nötigen Wettbewerbspunkte zu kommen. Aber das lohnt sich. Pummelfeen-Pokémon sind angeblich stark gegen Kampf, Drachen und Unlicht (ist das dasselbe wie Flutlicht?). Gift-Pokémon, die sie mit Pfiffen und melodischen Schmähgedichten bekämpfen, zwingen sie aber wieder nachts vor den Kühlschrank. Ich lauf da auf jeden Fall gleich mal rüber und schieße einen Ball ins Gebüsch. Damit dieses Kicklee in meinem Rucksack endlich ausschlüpft, renne ich sogar manchmal nach einem Ballverlust mit zurück. Vielleicht hilft das auch Dienstag 18:00, falls die Arena wie in dieser Woche wieder von diesem roten Team verteidigt wird.

Rundgang durch die Jahresausstellung – Katalognr. 09072016: Ein perücktes Turnier

Auf jeden Fall ein DIA-Turnier, das eindeutig in den Spitzen entschieden wurde. Am Ende machte sich die Erfahrung der Grand Dames dieser Veranstaltung mal wieder bemerkbar. Auch die posh auftretenden Victorias konnten den silbergrauen Mama Lasoggas die Trophäe diesmal nicht entreißen. Nach einer ausgiebigen Vorrunde nach UEFA-Art kamen alle Teams ins Halbfinale. Im Finale selbst musste die Entscheidung mal wieder vom Punkt fallen. Der vierte Titel in Folge für die Ewigkeit geht runter wie Öl und wurde folgerichtig in demselben festgehalten. Danke an alle Beteiligten, für dieses gelungene Sittengemälde des modernen Fußballs.   

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Final Cut

Rumms! Plötzlich ist die Euro vorbei. Wie wenn beim Stuhltanz David Guetta plötzlich die Regler runter zieht. Da hat die UEFA wirklich alles dafür getan, die EM mit ganz vielen Teams zum längsten Hitmix überhaupt zu machen und dann haben sie tatsächlich das Spiel um Platz 3 vergessen, in dem die Deutschen traditionell unschlagbar sind. Also leider kein Duell von Gareth Bales Man-Bun gegen Mats Hummels’ Head-and-Shoulders-Matte. Das bedeutet aber auch, dass die bessere Hummels-Hälfte Samstag 15 Uhr auf jeden Fall nichts Besseres vor hat. Als Schirmherrin des diesjährigen DIA-Turniers hat sie bestimmt wieder ein paar frische Tipps für Kopf und Schultern parat, z.B. wie man die silbergrauen Schläfen so betont, dass der Schiedsrichter garantiert jedes Handspiel übersieht. Und welcher Lidschatten gegen verheulte Augen hilft (Stichwort: Blubbery Eyes). Die Spielfeldmarkierung ist auf jeden Fall akkurater gezogen als jeder Lidstrich, da gibt es keine Hälfte, die besser oder schlechter ist. Und auch im Turnier selbst kann man sich bestimmt immer noch über die B-Note ins Finale mogeln. Für solche Sonderlocken haben wir ja jetzt genug Zeit. Und ohne das EM-Bonusspiel im Anschluss können wir uns natürlich im finalen Elfmeterschießen einige extravagante Extensions leisten.

PS: Wer das DIA-Turnier noch weiter nach vorne oder hinten verlängern möchte, hat wie immer Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 die Gelegenheit dazu.

Der Ball ist im Tour – Kopfgrätsche en #EURO2016

 

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Viaduct Passy

Der rechte und der linke Fuß des Teufels

Ich glaub mein Tintenfisch kleckert. Jedenfalls kommen hier schon wieder ein paar Buchstaben, die euch denken lassen: sein Oberstübchen ist schlecht möbliert. Oder: Der hat auch nicht mehr Grips, als’n Spatz Fleisch an der Kniescheibe. Das hier ist trotzdem kein Aufruf zum Schwimmen oder Bodybuilding. Das macht nur dicke Knie und Blasen im Hirn. Nee, ich werd Euch Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 mal ein richtiges Ei gegen die Schiene nageln. Das ist gesund und macht’n schmalen Fuß. Normalerweise bin ich ja auch friedlich wie’n Vulkan. Aber falls mir einer mit seinen Kackstelzen quer kommt, beiß ich ihm eine Beule in den Bart, bis ihm die Hose wegfliegt. Oder hau ihm ’ne Delle in die Gewürzgurke. Vorher würde ich natürlich höflich warnen: Machst du das nochmal, mach ich aus deinen Ohren einen Wäschetrockner. Dir spitz ich den Spargel an, bis man dich für einen Pfirsich hält. Hör zu Tellermütze, ich weiß wir haben Vollmond. Du greifst dir jetzt deine Puppenlappen und gehst woanders spielen oder hier rauscht’s! Oder was mir grad so aus der Denkmurmel bröselt. Nach so 2 bis 3 Stunden rumgekicke, muss ich meistens verschwindibussen. Von meiner Blutprobe könnten die Bullen im Anschluss ein Betriebsfest machen. Es gibt ein Wiedersehen, aber es eilt nicht. Hand geb’ ich nicht, kann leicht festkleben.