Rollator des Monats

Willkommen auf unserem Senioren-Blog. Hier erfahrt ihr in extra großer Schrift, was man so alles am Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 unternehmen kann, wenn einen die undankbare Verwandtschaft nicht mehr täglich besuchen will. Falls ihr da Zeit habt, habt ihr wahrscheinlich auch den Fehler gemacht, das Erbe schon zu Lebzeiten zu verteilen. Das spart Steuern und geheuchelte Liebe. Endlich kann man die Zeit draußen für entspannte Spaziergänge über den Fußballplatz mit anschließendem Taubenvergiften im Park nutzen. Da ist ja zum Glück auch genug Platz, weil die Digital Natives sich schon wieder bei MySpace rumtreiben. Der meteorologische Herbst ist der Freund der Mitspieler über 35 im Herbst des Fußballerdaseins, die sich jahrelang die Knochen mit Fußballtennis und Franks Modus kaputtgenudelt haben. Temperaturen und Lichtverhältnisse sorgen wieder für eine Angleichung der Chancen und auch so junge Hüpfer wie Basti Schweinsteiger fangen an über die Vergänglichkeit nachzudenken. Irgendwann ist auch für ihn der Mittwoch wieder ein gewöhnlicher Wochentag, wo nur noch Champions-League extralaut und linear im Röhrenfernseher läuft. Hoffentlich nicht dauernd in der Pay-TV-Konferenz, sonst vergisst man irgendwann, für welches Spiel man eigentlich ursprünglich mal vor der Glotze platziert wurde.

Make Trainerstuhl safe again

Letzte Woche wurde hier noch euphorisch das Comeback des Sommers ausgerufen, aber diese Woche gilt: Kommando zurück. Es wird untrüglich Herbst, die ersten Trainer fallen bereits von den Bänken und bei einigen zeigt der Solarium-Teint eindeutig an, dass es bald soweit ist. Und wer sich jetzt keinen neuen Hoffnungsträger holt, wird lange im Keller rumkrebsen. Wer zuerst feuert, darf zuerst zugreifen. Werder Bremen zögert bei Louis van Gaal auch nur, weil sie sich nicht sicher sind, ob der Tulpengeneral und Donnie Trump nicht in Wirklichkeit ein und dieselbe Person sind. Dann wäre er vielleicht in sechs Wochen schon wieder weg, um einen noch größeren Laden zu trainieren. Immerhin winkt da ein Vierjahresvertrag und damit würde man sogar in Gelsenkirchen einen Mietvertrag bekommen. Aber es kann ja nicht jeder so seriös, besonnen und langfristig planen wie der 1. FC Köln (…wie konnte es nur soweit kommen?). Für eure langfristige Planung ist der Termin Samstag 10:30 natürlich längst zur Dauervorlage geworden. Beim Mittwochstermin 18:00 wird die Halbwertzeit hingegen eher in Labbadia gemessen. Da kann man halt noch so lange spielen wie man so gucken kann. Immerhin ist man dann pünktlich zur Champions League zu Hause und kann sein Fachwissen in den Bildschirm brüllen. Hoffentlich sind bei der Vielzahl an Startrainern im Wartestand noch Hockerplätze frei. Das können wir Dienstag Abend gerne bereits einmal testen und schauen auf wessen Telefon Didi zuerst durchklingelt.

Rasenhüttls Hasenball

Schüttelreime mit roter Brause? Besser nicht. Das spritzt nachher alles aufs Trikot und klebt noch jahrelang in den Fasern. Dann doch lieber ein paar traditionelle Zungenbrecher, wie z.B:

Zwischen zwei stählernen Pfosten stritten zwei tschechische Starkeeper um einen Stammplatz.

Siebzehn zahme Zocker zogen zwei zentnerschwere Tore zum Spielfeld.

Der greise Kopfgrätscher grätscht den kreisrunden Kopfgrätscheaufkleber vom Kreisverkehrsschild.

Da stolpert man wenigstens so schön wie sonst nur Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 über den Rasen. Das erinnert oftmals auch eher an Dada als an Tikitaka. Da es gibt zwar auch Missverständnisse aber wenigstens muss man sich nicht im Nachhinein überlegen, was man eigentlich sagen wollte, bzw. wofür man bestraft werden möchte. In Warschau grübelt man immer noch, wer die Fans so geschüttelt hat, dass sie „Juden“ und „Nutten“ verwechseln konnten. Lasst euch nicht verwirren, lasst lieber Tore sprechen und gebt Antworten (wenn nötig) auf dem Platz.

14. September 2016 – Mondtag am Mittwoch

Fußball_Januar_2016_09_14Am 30. Oktober wird wieder auf Winterzeit umgestellt. Dann endet auch die UnterderwocheKopfgrätscheSaison, die am 29. März begonnen hatte (hier klicken).

Fußball_Januar_2016_03_29

Die Kopfgrätscher des ersten Unter-der-Woche-Spiels des Jahres 2016.

Fußball_Oktober_2015_10_14

Fußball-Tennis beim letzten Abend-Spiel im Jahr 2015.

Somit bleiben jetzt theoretisch noch sechs Mittwochabende um ordentlich zu #kopfgrätschen. Theoretisch – denn schon am ersten Mittwoch im Oktober wird der Sonnenuntergang gegen 18:41 Uhr stattfinden (Quelle: http://www.sonnenaufgang-sonnenuntergang.de). Das heißt, dass wir maximal bis 19 Uhr Licht haben werden. An welchem Mittwoch genau wir die Saison beenden, steht also noch nicht fest, aber sicher ist: Es wird über den Winter hinweg nur noch #kopfgrätsche-Samstage geben. Wir bekommen kein Flutlicht und auch keine Halle. Im vergangenen Jahr 2015 fand das Unter-der-Woche-Saisonende übrigens am 14. Oktober statt (hier klicken). Also: Nur noch wenige Mittwoche bis zur Winterpause! Umso verwunderlicher, warum auf dem aktuellen Abschluss-Foto geschätzt nur noch die Hälfte der Spieler zu sehen sind und so viele vorher abgehauen sind. Vielleicht mussten sie vor Sonnenuntergang (19:33 Uhr) zu Hause sein.

10. September 2016 – Alle mit im Bild

Fußball_Januar_2016_09_10_MannschaftSommerverlängerung! Immer noch Sonnenbrandgefahr mitten im September. Das wurde mit einer zünftigen #kopfgrätsche-Partie gefeiert. Neun gegen Neun mit vielen Toren. Beim obligatorischen Abschlussfoto-Termin fehlten schon Einige und Andere wiederrum wollten nicht mehr mit drauf (siehe Kreis). Nun sind sie es trotzdem.

Fußball_Januar_2016_09_10_Dritte_HalbzeitObwohl wir nun schon drei Mal in Folge das letzte Abstinken im Kai der Sommersaison gefeiert haben, gab es noch noch mal eine Dritte Halbzeit in der Bar unseres Vertrauens.

Wenn’s denkst, ist eh zu spät

Hey, endlich ist der heiße Sommer am Start. Die Beleuchtung am Abend kann es aber nicht verhehlen: nur noch wenige Tage bis zur Bescherung. Diejenigen die zu Fuß unterwegs sind, machen schon die ersten Kilometer und bringen Gold, Weihrauch und Messi-Trikots zum Platz. Es sind ja auch nur noch sechs Jahre bis zur Winter-WM in Katar, bis dahin sollte sich das Klima hingeruckelt haben. Das muss also schneller gehen, als echte Transparenz bei der Fifa herzustellen. Franz Beckenbauer durchwühlt ja immer noch panisch den Quittungsberg zum letzten Sommermärchen. Das kann also dauern. Das Kaiser-Denkmal ist ausgerechnet zum Tag des offenen Denkmals in einem desaströsen Zustand. Alternativ können wir Führungen zu etwas kleineren Denkmälern Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 anbieten. Die Fassaden sind einigermaßen in Ordnung. Über die schlimmen Ecken haben wir notdürftig bunte, aber billigproduzierte Trikots gehängt. Dafür glitzern sie nach 2 Stunden herrlich in der Sonne. Hier werden noch nach althergebrachten Techniken bis heute Waden und Köpfe gegrätscht. Besonders schützenswert ist ihr reicher Schatz an sagenumwobenen Geschichten von früher. Gemeinsam können wir die Denkmäler dieses einmaligen Ensembles erhalten und dafür sorgen, dass auch unsere Kindeskinder diese noch bestaunen dürfen.

Die Königsklasse von 2016

Dann werden wir mal die Anwesenheit überprüfen. Wenn ihr euren Namen hört, ruft ihr laut und deutlich „Hier!“. Wer mit dem Schwatzen nicht bis zur Pause warten kann, wird sofort auseinander gesetzt. Und zwar dahin, wo ich euch im Auge habe. Es ist außerdem verboten Spickzettel im Stutzen zu verstecken. Versucht es erst gar nicht. Das gilt als Betrugsversuch und gibt einen Verweis. Mindestens einen Eintrag ins Muttiheft. Auch wer beim Mitspieler abguckt, wird nie selbst lernen, wie man vernünftig mit der Piecke schießt, ohne sich den Fuß zu brechen. Ihr lernt ja schließlich nicht für mich, sondern für das Leben. Und wer das nicht glaubt, der muss sich nur die Enddreißiger angucken, die Samstag 10:30 während eurer Einschulung wie F-Jugendliche über den Platz tollen. Das sollte euch Warnung genug sein. Also werft eure Zukunft nicht weg und arbeitet an euren Kopf(grätsche)noten für Fleiß, Ordnung, Betragen und Mitarbeit, ihr Turnbeutelvergesser. Backt eurem Lehrer auch mal einen Kuchen oder bügelt die Leibchen. Reißt euch einfach mal 12 Jahre zusammen, für mich ist auch die sechste Stunde. Und wer hier meint, er müsste sich zum Klassenclown aufschwingen, kann sich schon mal Mittwoch 18:00 zum Nachsitzen eintragen. Und jetzt: Hefte raus, Klassenkloppe… bzw. arbeit…

Brrring! – Kleinfeld?!

Au! Die Piecke schmerzt wie Sau!
Ich hau‘ ab aus meinem Bau.
Verschließ‘ die Tür, ziehe durchs Revier,
markier‘ hier und da mal, dass ich da war.
Höre Gelaber, radel gerade über die Promenade,
Zeuge einer großen Maskerade.
Große Sporttaschen, grelle Farben, die mir sagen, dass sie frische Leibchen haben.
Gestiken von Gerngesehenen, aber jeder Fuchs weiß,
dass ähnliche Garderobe heute leider nicht mehr Schmutz heißt.
Deshalb schnupper‘ ich, was befindet sich da darunter.
Immer auf der Hut – wie Schlappi darunter!

Jeden Mittwoch (18:00), jeden Samstag (10:30) auf der Jagd,
denn das Rudel tollt, wenn die Kugel rollt!

Eine Pfote am Müsli, eine auf den Tasten,
ein Auge auf’s Geschäft, eines im Strafkasten,
ein Ohr für’s Rudel und eins für den Gegner,
ein Standbein und ein Kopfgrätscher.
Ein Fuchs muss tun, was ein Fuchs tun muss:
Luftloch und Ruhm und pöhlen bis zum Spielschluss.
Das ist mein Ziel, was ich noch nie so klar sah‘.
„Sky-Abo is the limit.“ – Pah! Und wohin schießt der Zaza?!

Oh, wie schön ist Kopfgrätscha

Du hast als Kind schon in Kopfgrätsche-Bettwäsche geschlafen? Und auf der Playsi gibt es für dich nur ein Team? Alle anderen nehmen immer Barca und Messi, aber du liebst die Herausforderung mit Team Kopfgrätsche? Ach komm, das sagst du doch nur so. Und falls du es mal beim Schwedenlauf ins Ziel schaffst, dann ganz bestimmt in einem Kopfgrätsche-Trikot? Langsam glaube ich, du willst dich einschleimen. Na gut, wenn ich Samstag 10:30 auf dem Platz wäre, würde ich dich zuerst in mein Team wählen. Und Mittwoch 18:00 sowieso. Es macht dir hoffentlich nichts aus, wenn wir es verkacken. Du würdest doch niemals in einem anderen Team spielen wollen, oder? In einem das sogar erfolgreich ist? Ach, von dem hattest du als Kind auch Bettwäsche? Ja logisch, irgendwann muss man die ja auch mal wechseln. Ich weiß, was du meinst. Trotz der Tigerentenbettwäsche habe ich irgendwann auch mal in andere Bücher geschaut. Also die Tigerente, der Tiger und der Bär sind ja ganz cool, aber irgendwann müssen die doch mal in Panama ankommen, oder? Ich will zwar nicht Spoilern, aber weder Panama noch die Champions League sind wirklich erreichbar. Fangen wir doch lieber mit was Schmalem an. Und wenn es nur die Ziellinie beim Schwedenlauf ist, dann soll es halt so sein.

Künstliche Verknappung der Ressourcen

Was wird hier gesucht?
Arbeitslos und eine Flasche Bier, das ist _ _ _, die Scheiße vom Revier.
_ _ _ _ _ _ _ 04 wir pissen euch ins Bier.
Musst du einmal scheißen und hast kein Papier, dann nimm doch die Fahne von _ _ _ _ _ _ _ 04.
Richtig, es muss irgendetwas sein, dessen Gründungsjahr einen naheliegenden Reim auf Bier oder Revier zulässt. Die Kombination mit Fäkalvokabeln bietet sich offensichtlich auch an. Aber seit Böhmi wissen wir ja, dass der erstbeste Reim, der einem so einfallen kann, meistens den größten Ärger bedeutet. Und Beef mit anderen brauchen wir nicht, dafür haben wir ja unsere Mitspieler. Es sei denn, die sind Samstag 10:30 alle bei der Knappenfußballschule und üben da heimlich für Mittwoch 18:00. Dann bleibt dem Rest auf der anderen Seite des Zaunes nur der Stille Protest in Trikots des Erzrivalen. Vielleicht ist aber doch ein kleiner Poetry Slam drin. Mit so subtilen Reimen, bei denen man erst in der Winterpause in Florida oder Dubai kapiert, dass man damit beleidigt wurde. Da trifft es sich doch super, dass der neue Trainer der Blauen aus Bayern kommt. Auf seinen Namen einen Reim zu finden, ist doch mal eine Herausforderung, wenn man nicht die Endung verschluckt. Sonst wäre es ja zu einfach. „Bierl“ und „Revierl“ können wir leider nicht gelten lassen.