
Bis zu vier Teams haben bis zur völligen Dunkelheit gespielt. Einige davon wollen kommenden Mittwoch schon ab 17 Uhr spielen. Also: Mittwoch, 7. Oktober 2026: Kopfgrätsche ab 17 Uhr. (Keine Garantie auf Ball und Leibchen)
Da Hamm’se doch tatsächlich auch was vom Spiel gezeigt, obwohl die Screentime vom Kloppo schon ziemlich hoch war. Da die Formel1-Experten von RTL beim ersten Klopp-Spiel Dienst hatten, war es schon ein wenig enttäuschend, dass man nicht dauerhaft den Splitscreen aktiviert hat. Der Weißabgleich mit den Zähnen war allerdings auch alles andere als dankbar. Neben den schwarzen Trikots war es fast so, als ob man ohne Spezialbrille in die Sonnenfinsternis gucken musste. Ansonsten unsere Stilkritik: wenn der Bundestrainer noch einmal dieses kultige Käppi trägt, ist er ganz kurz vor Steffen Baumgart und der bekommt inzwischen nicht einmal mehr einen Job bei Hansa. Also Obacht und vielleicht beim nächsten mal doch einen anderen Hut ausprobieren. Bei einem Ted-Lasso-Schirm könnte man noch mehr von den teuer aufgeforsteten Haaren sehen. Da könnte sich Friedrich Merz auch mal ein paar Haarpflege-Tipps holen, deren Effekt man direkt in den Umfragen sehen würde. Der letzte Bundeskanzler, mit einer satisfaktionsfähigen Frisur war schließlich Gerhard Schröder und „schrödern“ ist bis heute ein Synonym dafür, dass man sich dem Alter nicht einfach so ergeben muss. Und das ist doch mal ein Statement an den politischen oder sportlichen Gegner. Sogar ein José Mourinho ist immer noch auf dem ersten Trainermarkt unterwegs. Inzwischen leicht grau wie Schröder, aber weiterhin unbequem für seine Gegner. Also die von der Presse, die sich trauen freche Fragen zu stellen. Falls doch nur sportliches Graubrot passend zum Haupthaar geliefert wird, hat man immer noch den maximalen Entertainment-Faktor, wenn mal wieder ein Journalist weggebissen wird. Im Vergleich zu Donald Trump, über dessen Frisur man kaum etwas kritisches gehört hat, sind aber all diese Alpha-Rüden blutige Anfänger. Also solange nicht Klopp-TV exklusiv die Länderspiele im Splitscreen überträgt, ist noch alles im Grünen Bereich. Der Kopfgrätsche-Screen zeigt auf jeden Fall ein Bild für Samstag 10:30 an. Ob Mittwoch 18:00 Uhr noch etwas zu erkennen sein wird, kann nicht garantiert werden. Falls nicht, könnt ihr demnächst Mittwochs wieder Frisörtermine machen.
Eine Kopfgrätsche-Legende weilt in der Hauptstadt von Portugal. Seitdem gibt es dort auch Kopfgrätsche-Aufkleber. Einen auch an dieser Tür. Ich welchem Quadrat befindet er sich?

Und weil das Bild an sich etwas Schönes hat, ist es hier nochmals in ganzer Pracht zu sehen. Mit Kopfgrätsche-Logo. Das ist aber nicht die Lösung.

In der Kopfgrätsche-Kategorie Weltweit gibt es so einige Kopfgrätscher-Aufkleber. Eine Kopfgrätsche-Legende hat ein Exemplar nun in der Hauptstadt von Portugal hinterlassen.


Und ein Such-Wimmelbild aus Lissabon gibt es nun auch: 22. September 2026 – Das Wimmelbild von Lissabon. Findest Du den Kopfgrätsche-Aufkleber?
Also gekocht hat er, der Kloppo. Man hat Ungewöhnliches erwartet und wurde bei der ersten Kadernominierung nicht enttäuscht. Da wurde man mal wieder gefordert und hatte leichte Klinsi-Vibes als er damals Robert Huth, Thomas Hitzlsperger oder David Odonkor aus dem Hut zauberte. Ein paar Buddha-Figuren auf dem Dach hätten eigentlich das Bild abgerundet, aber The Normal One will offensichtlich wieder mehr Volksnähe erreichen. Teilweise kommt er sogar persönlich bei den Vereinen, in den Vereinsheimen und in den Stadien vorbei. Das hatte sein Vorgänger noch als überflüssige Symbolpolitik eingeordnet. Er fand als Millenial das Home Office effektiver für sich. Der „Einer von 83 Millionen“-Stil des neuen Bundesheilands hat dann hoffentlich auch einen ähnlichen Effekt wie die Aktion als die NASA auf die schlechten Einschaltquoten bei den Raketenstarts mit einer neuen Strategie reagierte. Niemand wollte mehr die studierten elitären Fachnerds sehen, weshalb ein Astronautencasting im Volk gestartet wurde, bei dem Homer Simpson und Barney Gumble am Ende übrig blieben. Das Ende ist bekannt: Barney wuchs über sich hinaus, wurde alkoholrückfällig, Homer flog ins All, seine Kartoffelchips führten zur Fastkatastrophe und am Ende gab es eine Parade für einen seelenlosen Stahlbolzen. Das sollte Kloppo bei seinem neuen Weg stets als Warnung im Hinterkopf behalten. Aber immerhin gab es bei der Parade viele Fahnen und von denen möchte er ja einige wieder zurückholen. Dass Adidas nicht schon an Deutschlandfahnen näht, die Kloppos Gesicht statt des Bundesadlers zeigen, ist eigentlich ein Wunder. Der Stunt mit den Käppis war aber vermutlich fast ihr letzter bevor Nike übernimmt. Aber eigentlich wäre es Klopp patriotische Mission, den Deal mit den Amerikanern rückabzuwickeln und uns nicht nur Schwarz, Rot und Gold sondern auch die drei Streifen zurückzuholen. Dann kann er nach dem Bundestrainerjob sogar noch Bundespräsident werden. Ein paar Fußballspiele soll es bis dahin wohl auch geben. Das entnehmt ihr aber bitte der Tagespresse. Ich muss mir schon Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 merken.
„Wir sollten mal schleunigst unseren Fokus so hochfahren, dass er auch 90 Minuten hält. Keine Ahnung, woran es liegt, weniger TikTok gucken oder was weiß ich, ist mir eigentlich wurscht, was sie machen.“ ist schon jetzt eins der Fußballzitate der aktuellen Saison. Und aufgrund seiner Baslerhaftigkeit, die Tim Kleindienst in diesem Moment bewiesen hat, wird man ab einem gewissen Alter den Spruch ganz natürlich in das Repertoire der Weisheiten aufnehmen, das man jüngeren Spielern entgegenblafft, während man versucht zu kaschieren, dass man selbst an der Mittellinie stehengeblieben ist, weil die Puste für einen Sprint nach hinten nach einem selbstverschuldeten Ballverlust gefehlt hat. Also eindeutig ein semischarfes Schwert im Generationenkonflikt und ein verzweifelter Versuch den kuscheligen Platz auf dem Affenfelsen noch eine Weile zu verteidigen. Aber natürlich auch Medienkritik und ein weiteres Indiz dafür, dass 90 Minuten Fokus nicht mehr so richtig in die Zeit passen. Als ob es die FIFA geahnt hätte. Selbst TikTok-Nutzer halten 90 Minuten TikTok kaum durch. Schließlich müssen parallel auch noch ein paar WhatsApps beantwortet werden. Super, dass das neue faltbare iPhone Duo endlich auch Multitasking im Splitscreen ermöglicht. Zudem kann man es als Reisewecker oder digitalen Bilderrahmen einsetzen. Das rechtfertigt natürlich mindestens 2000€. Ein Killerfeature hat es dann aber doch für uns dabei. Durch die Faltung kann man es superstabil und ohne Stativ aufstellen, wenn man nach dem Kopfgrätschen Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 ein Mannschaftsfoto schießt. Auch von denen, die jede Hydration Break dankbar annehmen, um nicht zu trinken oder rauchen, sondern um ein paar Likes zu verteilen. Das aber leider meist nur virtuell. Beim nächsten mal lohnt es sich vielleicht, dass man auch einmal die Alten in der Mannschaft auf dem Platz lobt. Wofür auch immer. Aber dann werden aus ihnen im besten Fall keine weiteren Baslers.
Das letzte Kapitel der WM ist nun also auch geschlossen: die Phase, in der die jungen Entdeckungen des Turniers zum Hypetarif zu einem Weltclub wechseln, während die Alten den Rücktritt aus den Nationalteams antreten. Nach hunderten von Länderspielen muss man schließlich auch mal kritisch nachrechnen, ob das vor der Rente mit 63 wirklich noch etwas mit dem WM-Titel wird. Falls nicht, kann man sich ja eventuell mal wieder bei der eigenen Familie ins Gedächtnis rufen. Dabei wird man oftmals überrascht, dass der Erstgeborene inzwischen selbstständig laufen kann und kurz davor ist den ersten Profivertrag zu unterschreiben. Was ganz praktisch ist, weil der dann beim nächsten WM-Zirkus versuchen kann, dem Familiennamen Ehre zu machen. Selten wird aus dem Gedankenspiel Realität, aber dennoch ist wichtig, dass man eine Extrakamera auf den Herrn Papa auf der Ehrentribüne richten kann, der versucht angemessene Gefühlsregungen zu den Feld-Aktionen des Filius zu liefern. Manchmal ist es aber schon herausfordernd genug als Vater einigermaßen nüchtern zu wirken. Frag nach bei Alf-Inge Haaland. Auch Père Thuram, Padre Simeone oder Baba Zidane kennen die Argusaugen auf sich, schließlich denkt jeder ganz romantisch, dass sie in ihrem Garten dem Nachwuchs alle Tricks beigebracht haben. Nach dem Rücktritt von Lionel Messi lohnt es sich natürlich schon mal zu gucken, ob die drei Söhne nicht ein wenig nach dem Vater schlagen. Thiago Messi spielt mit seinen 13 Jahren immerhin schon in der Jugend von Inter Miami und in vier Jahren muss der aktuelle argentinische Nationaltrainer ihn bestimmt in den WM-Kader berufen, wenn er in Ruhe arbeiten möchte. Hier habt ihr es zuerst gehört. Wenn ihr Samstag 10:30 oder Mittwoch 18:00 eure Soccer-Dads mitbringen wollt, könnt ihr das natürlich gerne tun. Sie sollten nur keine allzu großen Erwartungen an die Entwicklungsmöglichkeiten ihrer Kinder haben. Die nächste WM werden wir sehr wahrscheinlich doch wieder nur als Zuschauer erleben.
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.