28. September 2019 – Goodbye Sunny

Lagerfeuriges Indoor-Kopfgrätsche-Foto vor kaltem Outdoor-Kopfgrätsche-Foto. (Fotograf: AO)

Nach dem Hairbst-Foto folgte Nachmittags als Dritte Halbzeit eine Ehrenrunde für Sunny (2.v.r.).
Im Dezember 2016 tauchte er mit ein paar Kumpels aus Mumbai zum ersten Mal bei Kopfgrätsche auf und wurde dann zu einer festen Größe für ganze drei Jahre. Amit (l.) war anfangs auch dabei, aber war zuletzt deutlich weniger beim Kicken dabei. Jetzt sind die Kumpels fertig mit dem Studium in Wismar und die Reise geht weiter.

Zum Abschied der beiden gabs eine kleine Party mit ordentlich Fresschen.

How Deich You?

Hört ihr die Signale? Für die Schwerhörigen habe ich eine Fahne. Der Befehl kommt von ganz unten. Wer sagt denn, dass wir Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 nicht die Bude voll People bekommen? Auch wenn das quasi keine Party oder Krieg ist, gilt: denken Sie groß! Der Masse an illegalen Fans rufen wir zu: Komm rüber! Hier gibt’s richtig gutes Zeug gegen den dicken Bauch. Kein Ding Digger, das Ding hat Swing. Und was habt ihr? Roll den Ball statt das Fass rein. Das Runde muss in die rot-weiße Kiste. Wie immer gilt: Niveau weshalb warum und du fragst dich: bin ich schon am Limit? Egal, Hauptsache es ist leider geil und es geht dir gut dabei. Es sei denn du sagst dir: Hauptsache nichts mit Menschen. Aber man kann eben nicht alles selber machen lassen. Für Gewinne Gewinne betäube ich mich gerne. Wir sind geborn‘ für das. Für morgen war bis gestern noch alles außer Sunshine angesagt. Aber nun? Voll der Strahl von oben. Das gibt am Ende noch ein nices Mannschaftsfoto, wenn die Powerbank geladen ist. Läuft ja nicht mit Hoverkraft das Ding.

Im Torwartezimmer

So ein Tor ist nicht gerade klein. 7,32 m mal 2,44 m auf Großfeld. Da würden eine Menge Leute rein passen. Gerade vor dem Hintergrund, dass Platz kostbar ist, ist es ein absoluter Luxus, dass für nur einen Menschen zu reservieren. Da würden ja auch locker zwei SUVs reinpassen. Dennoch platziert der Bundestrainer immer nur Manuel Neuer dort und der macht sich mit seinem Reklamierarm auch noch unnötig breit. Schlimmer wäre es nur noch, er würde beim Torhüten die Zeit lesen. Die loben ihn vielleicht sogar und finden ihn besser als Marc-André ter Stegen. Aber die Zeit schein nicht Teil von Uli Hoeneß‘ Pressespiegel zu sein. Er muss ja aber auch eine Menge lesen. Die Witzseiten der Münchner Presse und die Unverschämtheiten der westdeutschen Presse, die den MAtS extrem unterstützen, wie wenn er schon 17 Weltmeisterschaften gewonnen hätte. Wobei der dann so ca. 86 Jahre sein müsste und damit sogar knapp älter als Manuel Neuer. In der süddeutschen Presse konnte Uli auch null Unterstützung für den Nationaltorhüter finden. Er hat alle Seiten ausgeschüttelt. Es war nicht mal eine Werbebeilage für das Alpha-Programm von Sony drin. Auch auf dem Cover der Prisma war er nicht zu sehen. Unmöglich. Die ostdeutsche Presse hält sich fein raus bis jetzt. Da wird heftig recherchiert, ob es in Ost-Ost-Ostdeutschland überhaupt aktuell Torhüter gibt. Auch Lothar Matthäus ist keine Hilfe. Er überlegt noch wer gerade der Dorhüder von Doddenham ist. Als Leitmedium im Internet, in das Uli Hoeneß allerdings noch nie reingeguckt hat, können wir nun also hier unsere Position einnehmen, ohne vom FCB-Präsidenten verbal verhauen zu werden. Ob man Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 bei uns im Tor steht, entscheidet sich dadurch, dass man zu sehr in Tornähe steht, während der bisherige Torwart in den Sturm läuft. Und da gibt es ja bei Manu dem Libero einige Chancen. Die muss man dann halt nur nutzen, Marc-André.

Immer erste Ligatur

Volley! zum Gruß. Eigentlich bedarf es nicht vieler Worte vor einem Spiel die letzten paar Prozent aus allen Beteiligten herauszukitzeln. Da kann man von der BILD lernen. Wenig Text, aber die Buchstaben schön groß. Da müsste doch die Fehlerquote relativ gering sein. Nur leider führt die Pixelart von ein paar hundert Menschen immer mal wieder zu typographischen Perlen, die leider nicht ganz eindeutig sind. Und dabei funktioniert das menschliche Gehirn auf erstaunliche Art. Meist reichen Wortanfang und -ende, sowie die Länge um zu identifizieren was dort stehen soll. Selbst bei „Fick mas“ oder „Dazke“ kann man sich denken, was ursprünglich gemeint war. Es ist aber auch wirklich nicht zu einfach mit dem menschlichen Faktor zu arbeiten, wenn alle im selben Moment die richtige Pappe hochhalten müssen. Jeder nur ein Pixel. Und vom Spielfeld sieht man in dem Moment auch nichts. Da haben es die Leute, die in der Allianz-Arena in Block 125 das Telekom-T sitzen müssen, einfacher. Die sehen einfach nur lächerlich aus und dürfen 90 Minuten nicht aufs Klo. Aber denkt jemand an die Menschen, die das Fleisch des Buchstabens bilden? Falsch angezogen könnten die problemlos aus dem T ein F machen. Und ruckzuck bist du der Depp und „verzweifeifelt”. Deshalb gehen wir auch diese Woche auf Nummer Sicher und halten ein paar mehr Buchstaben hoch, die am Ende wie immer Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 ergeben. Dazke. 

Ruud Boys next door

Um es mit Tony Vallelonga zu sagen: „Hartelijk Welkom!“ Auch wenn es etwas komisch ist, aber wir haben innerhalb kürzester Zeit schon wieder die Holländer zu Gast. Diesmal geht es glaube ich um eine EM-Qualifikation. Ganz genau kann man das nicht sagen. Man sieht sich in letzten Zeit gefühlt häufiger als Werder und der HSV im Jahr 2009. Aktuell spielen diese allerdings selten gegeneinander. Deshalb muss mal wohl froh sein, wenn der Nachbar regelmäßig mal vorbeischaut. Und es ist ja auch ein wenig wie mit den Ochmoneks oder Flanders von nebenan. Man leiht sich gerne mal was aus, aber möchte sonst, dass sie nicht zu genau durch die Gardine gucken. Nun wurde extra Hamburg als Spielort ausgewählt. Ein Ort, wo sich große Holländer wie Eric Meijer, Rafael van der Vaart Meis Boulahrouz oder Marco van Basten immer wohl gefühlt haben. Jürgen Kohler träumt heute noch schlecht, wenn er an Hamburg und Marco 1988 denkt. Viel faszinierender war für ein DDR-Kind Ende der 80er allerdings Ruud Gullit. Mit seinen üppigen Rastas war die „schwarze Tulpe“ in seinem orangenen Trikot wahrlich etwas besonderes. Vor allem im Vergleich zu den üblichen Vokuhila-Oliba-Kickern, die bei uns rumgrätschten. Seinen Weltfussballertitel 1987 widmete er Nelson Mandela und auch heute ist er noch ein einflussreicher Kämpfer gegen Rassismus und eine wichtige politische Stimme in Holland. Dreißig Jahre später leider immer noch bitter nötig, wenn man sieht was aktuell Jatta in Hamburg oder Lukaku in Mailand erfahren müssen, wo auch Ruud Gullit lange gezaubert hat. Bei dieser Gelegenheit: Danke für die Kopfgrätsche-Post aus Mailand. Wir ziehen wieder Mittwoch 18:00 die orangenen Leibchen über und schicken einen leckeren Gruß in die Nachbarschaft: Het leven is geen zoete krentenbol.