Ruud Boys next door

Um es mit Tony Vallelonga zu sagen: „Hartelijk Welkom!“ Auch wenn es etwas komisch ist, aber wir haben innerhalb kürzester Zeit schon wieder die Holländer zu Gast. Diesmal geht es glaube ich um eine EM-Qualifikation. Ganz genau kann man das nicht sagen. Man sieht sich in letzten Zeit gefühlt häufiger als Werder und der HSV im Jahr 2009. Aktuell spielen diese allerdings selten gegeneinander. Deshalb muss mal wohl froh sein, wenn der Nachbar regelmäßig mal vorbeischaut. Und es ist ja auch ein wenig wie mit den Ochmoneks oder Flanders von nebenan. Man leiht sich gerne mal was aus, aber möchte sonst, dass sie nicht zu genau durch die Gardine gucken. Nun wurde extra Hamburg als Spielort ausgewählt. Ein Ort, wo sich große Holländer wie Eric Meijer, Rafael van der Vaart Meis Boulahrouz oder Marco van Basten immer wohl gefühlt haben. Jürgen Kohler träumt heute noch schlecht, wenn er an Hamburg und Marco 1988 denkt. Viel faszinierender war für ein DDR-Kind Ende der 80er allerdings Ruud Gullit. Mit seinen üppigen Rastas war die „schwarze Tulpe“ in seinem orangenen Trikot wahrlich etwas besonderes. Vor allem im Vergleich zu den üblichen Vokuhila-Oliba-Kickern, die bei uns rumgrätschten. Seinen Weltfussballertitel 1987 widmete er Nelson Mandela und auch heute ist er noch ein einflussreicher Kämpfer gegen Rassismus und eine wichtige politische Stimme in Holland. Dreißig Jahre später leider immer noch bitter nötig, wenn man sieht was aktuell Jatta in Hamburg oder Lukaku in Mailand erfahren müssen, wo auch Ruud Gullit lange gezaubert hat. Bei dieser Gelegenheit: Danke für die Kopfgrätsche-Post aus Mailand. Wir ziehen wieder Mittwoch 18:00 die orangenen Leibchen über und schicken einen leckeren Gruß in die Nachbarschaft: Het leven is geen zoete krentenbol.

24. Mai 2013

Link

Im Schweriner Funkhaus hatten wir das diesjährige Finale der Championsleage schonmal vorab ausgespielt. Wie wir jetzt wissen: Das Ergebnis des echten Spiels war genau umgekehrt und halb so hoch… auf www.ndr.de/mv.

13. Juni 2012 (Niederlande vs. Deutschland)

Links der blauen Linie steht die Niederlande, rechts Deutschland. Zweieinhalb Stunden vor dem Anpfiff im ukrainischen Charkiw gab es das Spiel schon in Wismar auf dem Kunstrasen. Allerdings war das Ergebnis in der Karstadt-Arena ein komplett anderes.

Bringschuld in orangsch

Hoi! Wie bringen wir jetzt alle gängigen Hollandklischees in einem kurzen Artikel unter? Also alles über Milchprodukte, Schuhmode und Motorisierung. Da kommt ne ganze Menge zusammen. Dabei ist nur eins wirklich wichtig auf fußballerischer Sicht. Wohin Robben schießt ist ja weitesgehend bekannt. So bleibt nur noch eine Frage offen: spielt man in orange wirklich besser? Das müssen wir unbedingt morgen noch vor dem Spiel klären. Aus diesem Anlass gibt es 18 Uhr einen Feldversuch mit Leibchen in der Trendfarbe von IT-Startups. Für optimale Bedingungen sollten wir unbedingt schneller spielen, danach noch schneller duschen und dann rechtzeitig in die Rudolf-Karstadt-Arena einlaufen, um unser Ergebnis auf der Twitterwall zu dokumentieren. Da ist dann auch wieder genug Platz, um sämtliche Hollandklischees in launige Tweets zu packen. Somit kann ich mir das hier glücklicherweise sparen. Stattdessen verweise ich lieber noch einmal auf den Folgetermin am Samstag Vormittag. 10:30 Uhr – entweder merken oder hinter die Timeline schreiben.

Die Nussnougat-Trombose der Nation

Uwaga! Und alle Augen auf die Strafräume im Osten. Da geht’s in Bälde rund und die ernsthafte Vorbereitung darauf erfordert nicht nur das Auffüllen von Biervorräten und die Montage von albernen Autofähnchen. Nein, auch der eigene Bewegungsapparat darf nicht zu kurz kommen, um Trombosenbildung beim exzessiven Allesgucken vorzubeugen. Spezielles Workout für die Halbzeitpausen kann nicht schaden. Die Zeit in Schlange zum Pissoir will gut genutzt sein. Individuelle Trainingspläne werden Mittwoch 18 Uhr und Samstag 10:30 Uhr ausgegeben. Auch ernährungstechnisch wird högschste Disziplin erwartet. Also nicht mit vollem Mund reden und immer ausreichend trinken. Früh ins Bett (früher als Jerome jedenfalls) und niemals Nutellagläser fürs Gläserrücken verwenden (siehe auch Nutella-Fluch). Sonst gibt es ein Endspiel Frankreich gegen Hollande – das hätte allerdings die beste Schlagzeile…