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29,97 Bilder pro Sekunde sagen doch ein wenig mehr, als ein paar verwackelte Worte. Die Spielanalyse hat ergeben, dass sich aus einer halben Stunde Material ca. 6 Minuten pure Dynamik filtern lassen. Rumstehen und Ball-in-den-Büschen-suchen hätten für ’nen Spielfilm gereicht. Aber wir haben uns dann doch für die komprimierte Action entschieden, um das gelungene DIA-Turnier fest in Herz und Netzhaut zu verankern. Freue mich schon auf das nächste Jahr, wenn die Kempinskis in Bademänteln und -latschen die Hiltons abgrätschen. Da gibt’s bestimmt ’ne Menge Klicks. Aber auch allen Kunstfreunden und -banausen muss ich empfehlen das Video bis zum Ende zu gucken. Da versteckt sich eine geheime Botschaft, die eventuell etwas mit den nächsten Spielterminen zu tun hat.
Das grandiose Plakat zum Turnier
MEHR: Die (unvollständige) DIA-Turnier-Historie

Jeder ist ein Ballkünstler, außer [Name eintragen]

Ja, hinterher. Hinterher ist man immer schlauer. Wer hätte denn ersthaft gegen die Spanier als neuen und alten Europameister gesetzt? Und dennoch wettet keiner auf die Favoriten. Die Quoten sind dann doch zu uninteressant. Nun gibt es aber die letzte Chance die Urlaubskasse noch aufzubessern. Das DIA-Turnier „Kunst am Ball“ verursacht sogar im Cafe King schwitzige Hände. Hier paart sich Anfängerglück mit Schiedsrichterwillkür, Publikumsgunst mit Aufwärmkompetenz. Besonders beliebt ist die Kombiwette, wer die Ecke direkt zwischen die Augen des Torrichters verwandelt, während auf dem Grill gerade ’ne Wurst platzt. Dreifache Gewinnchance wenn der eingezahlte Euroschein auf eine 4 endet. Dafür rücken die Gebrüder Sapina schon mal ’nen Flatscreen raus.
Aber auch das Mitspielen ist wichtig. Deshalb rechtzeitig Samstag 16:45 Uhr zur Anmeldung da sein. Für die fachgerechte Aufwärmübungen sorgt Signora Motta während alle Nationalhymnen parallel abgesungen werden. Also 4 Minuten hält jeder mindestens durch. Alle anderen fangen mit Warmmachen und Ergebnisabsprachen schon Mittwoch 18 Uhr an.

De Rossi ♥ Kopfgrätsche

Vor dem Halbfinalspiel lohnt es sich etwas genauer auf den Gegner zu schauen. Neben den Teletubbies hat Italiens Daniele de Rossi auch ein Warnzeichen auf seine Wade tätowiert. Leider wird immer nur die eine Wade gezeigt. Sonst wäre längst bekannt, dass er ein großer Fan der Kopfgrätsche ist.

Forza Wildschweini

Beim Teutates! Das Wichtigste vorweg: ja, es gibt einen Platz an dem ihr am Donnerstag Abend die Rauferei mit den Legionen aus Kleinbonum, Babaorum, Aquarium und Laudanum sehen könnt. Nachdem diese den Briten erfolgreich die Pfefferminzsauce versalzen haben, klopfen sie nun bei den Schnauzbartträgern an. Der Circus Maximus auch Haus X genannt bietet gute Sicht auf allen Stufen, wenn wir uns rechtzeitig auf die Sandalen machen und uns vorher nicht der Himmel auf den Kopf fällt. Dazu gibt es für alle Zaubertrank in grünen Flaschen, wenn Hellmix genug Misteln geschnitten hat. Nur dieser Große bekommt natürlich wieder keinen. Vorher – also am Mittwoch (18:00) – Training unter Wettkampfbedingungen. Ich könnte z.B. behaupten, dass der Fisch nicht frisch ist und schon sind alle mit dem nötigen Ernst bei der Sache. Gleiches gilt auch am Samstag (10:30). Kann ja sein, dass wir am Sonntag Abend die ganz großen Hinkelsteine werfen dürfen. Ich bin natürlich dabei, wenn ich nicht wieder vorher an den Baum gebunden werde.

Zufallsergebnis beim Videowürfeln

Musst auch mal ausruhen – hat sich der Präsident @Splatini3000 gedacht und hat den Mittwoch spielfrei gemacht. Das lässt uns natürlich nicht kalt und wir verschieben weitere ballistischen Aktivitäten kurzer Fuß‘ auf den Donnerstag. Die Mittwochszeit bleibt. Also 18 Uhr, wie sonst. Nur eben am ersten Viertelfinaltag. So ein fußballfreier Tag nach 5 Wochen EM kann endlich wieder für ähnlich schöne Dinge genutzt werden. Also Bügelwäsche oder Steuererklärungen. Oder mal was eckiges. Oder würfelförmiges. Mist, da muss ich auch schon wieder an den Videowürfel denken. Es geht doch nicht ganz ohne die Pille. Nun gut, nach dem Donnerstag kommt der Freitag mit dem Griechenspiel und schwuppdiewupp ist auch schon wieder Samstag 10:30 Uhr. Also wird morgen quasi nur Schwung geholt für den nächsten Fusi-Marathon. Ein gnadenloses Immerweiter ganz im Sinne dieses berühmten Inselaffens.

13. Juni 2012 (Niederlande vs. Deutschland)

Links der blauen Linie steht die Niederlande, rechts Deutschland. Zweieinhalb Stunden vor dem Anpfiff im ukrainischen Charkiw gab es das Spiel schon in Wismar auf dem Kunstrasen. Allerdings war das Ergebnis in der Karstadt-Arena ein komplett anderes.

Bringschuld in orangsch

Hoi! Wie bringen wir jetzt alle gängigen Hollandklischees in einem kurzen Artikel unter? Also alles über Milchprodukte, Schuhmode und Motorisierung. Da kommt ne ganze Menge zusammen. Dabei ist nur eins wirklich wichtig auf fußballerischer Sicht. Wohin Robben schießt ist ja weitesgehend bekannt. So bleibt nur noch eine Frage offen: spielt man in orange wirklich besser? Das müssen wir unbedingt morgen noch vor dem Spiel klären. Aus diesem Anlass gibt es 18 Uhr einen Feldversuch mit Leibchen in der Trendfarbe von IT-Startups. Für optimale Bedingungen sollten wir unbedingt schneller spielen, danach noch schneller duschen und dann rechtzeitig in die Rudolf-Karstadt-Arena einlaufen, um unser Ergebnis auf der Twitterwall zu dokumentieren. Da ist dann auch wieder genug Platz, um sämtliche Hollandklischees in launige Tweets zu packen. Somit kann ich mir das hier glücklicherweise sparen. Stattdessen verweise ich lieber noch einmal auf den Folgetermin am Samstag Vormittag. 10:30 Uhr – entweder merken oder hinter die Timeline schreiben.