Sportsgenossen! Die Kopfgrätsche wird bestreikt. Jawohl, und zwar unbefristet. Natürlich werden wir wie gewohnt Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 zum Platz kommen. Wahrscheinlich werden wir auch den Ball aufpumpen und die Belegschaft in zwei Schichten teilen. Die erste Brigade wird gut sichtbar die Streikleibchen überziehen. Was dann folgt, wird vielleicht auch den Einen oder Anderen entfernt an Fußball erinnern. Wenn man dann aber den internationalen Vergleich zu CR7 oder Messi zieht, wird man feststellen, dass der Standort Deutschland langfristig Probleme bekommen wird. Solange es bei der Verteilung des Talents keine Annäherung gibt, werden wir auch weiterhin über unsere eigenen Füße stolpern, Bälle ins eigene Tor abfälschen, uns im Strafraum tunneln lassen und falsche Einwürfe ins Aus werfen. Bringt ruhig viele Kinder aus bestreikten Kitas mit, damit sie sehen können, dass man die Trikots der Global Player Barca, Real, Bayern oder TSV Winsen zwar für teures Geld kaufen kann, die Karriere in der Champions League aber nur ganz Wenigen bestimmt ist. Und selbst wenn so ein Streikbrecher wie Messi auf uns zulaufen würde, würden wir nicht umfallen. Wir würden es so talentfrei aussitzen, dass es nicht einmal für einen eigenen Twitterhashtag reicht.
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02. Mai 2015 – Es ist ein… Kopfgrätsche!
Ähm… Die Ansage war eigentlich, die typische Wiege-Geste zu machen, um ein neues #kopfgrätsche-Baby zu Grüßen. Aber: Während der Selbstauslöser der Kamera runterzählte, wurde unabgesprochen etwas anderes geboren.
Wir sind glücklich und nennen es Kopfgrätsche.
Trotzdem: Glückwunsch Rick!
Übrigens gab es noch eine Geburt: Während wir Fußball spielten, erreichte uns die Eil-Meldung, dass die neue Nummer vier in der britischen Thronfolge geboren wurde.
25. April 2015
Himmel, Arsch und Zwirnschaden
Hier die modischen Highlights dieser Woche noch einmal zum Mitsingen:
Als der Boateng traf mit seiner Muskelpracht
da hat Guardiola sich zum Pep gemacht
sogar Fipsi hält ihn für nen Psychopath
nur weil er seine Hose zerrissen hat
Ich weiß es gibt kein Klagen kein ohjemineh
doch es tut so schrecklich weh
denn in der Bild zu sein ist noch viel weniger amüsant
als ein Sonnenbrand oder Brötchen voll Sand.
Das war ihm eine Lehre und es war kein Spaß
drum hört gut zu dann lernt ihr was
bleibt euch selber treu bleibt stehts auf trab
nicht wie Pep, der sich die Hose auf-ge-ri-ssen haaaat.
Am einfachsten und schnellsten auf Trab bleibt ihr Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00.
Wir bitten auf die Garderobbery zu achten.
18. April 2015
Jetzt können wir es ja sagen: Es lag nicht an Pep. Es war unser #kopfgrätsche-Hilferuf: Jürgen hatte Aua und die beleidigte Leberwurst war auch schon geplatzt. „Mull“ konnte da auch nicht mehr helfen. Er kam zu spät in Wismar angelaufen.
Dabei hatten wir uns vorher ein extra-langes 4-gegen4 drei Stunden lang gegeben. Bei 28 zu 19 haben wir das Zählen aufgegeben.
Auf kopflos geht’s los
Vor zwei Tagen war die kleine Fußballwelt noch in bester Ordnung. Kloppo gehörte zu Aki und Susi. Dr. Mull und sein Taxofit-Koffer gehörten auf die Bank des FC Bayern. Martin Winterkorn gehörte zu VW. Und Thomas Tuchel war schon gefühlt Rekordtrainer beim HSV. Seit dieser Woche ist aber nichts mehr so wie es war. Dabei soll uns der Fußball doch Struktur und Kontinuität in unserer wechselvollen Zeit bieten. Aber auch beim Kopfgrätschen muss man inzwischen alle 10 Minuten die Leibchen, den Platz und die Mitspieler tauschen. Das Einzige, was noch einigermaßen sicher scheint, ist der Beginn Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00. Obwohl das derzeit eher einem fliegenden Start gleicht, nach dem Vorbild des HSV. Da darf auch jeder mal ein paar Spiele machen, pausieren, um dann plötzlich wieder Verantwortung zu übernehmen. Quasi viele kleine Sabbaticals mit der Dauer eines Powernaps. Zwar ohne Lastwagen um den Borsigplatz, aber eigentlich ideal, um sich nicht zu sehr an bestimmte Köpfe zu gewöhnen, bevor sie zu groß werden. Frei nach Kloppo: „Ein großer Kopf muss weg – oder er muss grätschen.“
11. April 2015
Die ganze Kopfgrätsche ist aufm Rasen, würden Danny Fritz und Nobby Dickel brüllen. Dabei war es nur die Gänseblümchenwiese und ein Drittel der Mitspieler schon auf dem Nachhauseweg.
Salzrandsportart frisch gewischt
Ich glaub, jetzt ist der Winter endgültig ausgewechselt worden. Beim Verlassen des Feldes hat er natürlich wieder den extralangen Weg genommen und unnötig Zeit geschunden. Die Pfiffe von den Rängen haben ihn nicht davon abgehalten, einen Trab in Superzeitlupe zu absolvieren. Immer wieder unterbrochen von Applaus für seine angeblichen Fans. Aber jetzt kann es endlich in kurzer Hose weitergehen. Ein paar Ecken des Platzes müssen schließlich noch vom Moose befreit werden. Der Frühjahrsputz Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00 sollte auch die letzten Salzränder von den Augen und Spinnenweben aus den Kniekehlen kratzen. Ich melde mich freiwillig, um in den Strafräumen mal gründlich abzustauben. Aber bevor der IS unsere Website abstaubt, wischen wir lieber noch mal feucht drüber. Falls euch also jemand zu anderen Terminen als Samstag oder Mittwoch aufruft, wurden wir von Profis gehackt. Immer wenn die Seite gerade nicht erreichbar ist, versuchen wahrscheinlich dunkle Mächte unsere Wertegemeinschaft mit subversiven Botschaften zu untergraben, z.B. dass Putzen Frauensache sei. Glaubt ihnen nicht und bohnert mit mir alle analogen und digitalen Plätze frühlingsfrisch. Yalla yalla!
Salto kreuzweise
Darf ich bitten? Das Tanzbein hat allerdings gerade Pause. Das österliche Tanzverbot betrifft wie viele nicht wissen nicht nur den Karfreitag. Nein, auch der Karsamstag, der traditionell ein Tag des gepflegten Abhängens ist, ist musikalisch eingeschränkt. Am Tag der Höllenfahrt ist maximal etwas anständiger Fußball um 10:30 drin. Allerdings ohne laute Tormusik und ohne Samba an der Eckfahne. Das ist nämlich nicht empfehlenswert bei Kreuzschmerzen. Exzessiver Jubel verbietet sich ebenfalls unter uns Gebetsschwestern, vor allem gegen den Ex-Verein. Und auch das Aufwärmen ballermanntauglicher Choreographien von Macarena bis Ententanz müsst ihr euch für Mittwoch 18:00 aufheben. Dann könnt ihr auch wieder die Raupe machen, imaginäre Wiegen schaukeln, Flickflacks turnen, einen Roboter imitieren, unsichtbare Pfeile verschießen, röhren wie Ronaldo, den Zaun erklimmen, die 3 Affen machen, einen Knockout simulieren, den Geißbock knuddeln, am Ohr schrauben, euch in den Teppich einrollen, die Säge machen, die Bruchwegboys covern, die Schuhe putzen, den Diver rutschen und lauthals „Bude!“ schreien. Ich lass mich überraschen.
Shootout-Ergebnis-Service: Der Ball ist unrund …
… und das nächste Spiel ist immer am Mittwoch. Von 18:00 bis die Sonne abpfeift.
28. März 2015
Der Ballgorithmus, wo jeder mit muss
Endlich. Ich freu mich ja auf jeden Samstag, besonders auf 10:30. Aber dieses Wochenende freue ich mich ausnahmsweise sogar auf den Sonntag. Dann geht meine Uhr endlich wieder richtig. Das Umrechnen auf Winterzeit nervt nach einem halben Jahr dann doch. Gut, im allgemeinen Optimierungswahn könnte man jedes mal an der Uhr rumdrehen, aber ich bin schon vollauf damit ausgelastet, mich tagtäglich zu optimieren. Nur damit die AppleWatch mit mir zufrieden ist. Die hat mir auch empfohlen, das verlängerte Tageslicht für noch mehr Sport zu nutzen, häufiger mal mit dem Innenrist zu schießen und die Anzahl der Kopfbälle zu reduzieren. Bei der Entscheidung, ob Dienstag oder Mittwoch sich besser für Unter-der-Woche-Kopfgrätschen eignen, hat ein komplizierter Algorithmus mit dem knuffigen Namen „Shuffle“ den Mittwoch ausgespuckt. Ich habe aber leise Zweifel, weil der 100jährige Bauernkalender für Dienstag 18:00 besseres Wetter vorhersagt. Vielleicht muss das dann doch der Schwarm entscheiden. Oder ich steige nachher mal fix mit Doc Brown in meinen Mazda und gucke nach. Damit kann man auch in die Zukunft reisen, weil irgendein Depp vergessen hat im Herbst die Uhr zurückzustellen.
21. März 2015 (doctored version)
Stick the Krokus to Kopfgrätsche
Ich habe heute einen ungemein wichtigen Termin in meinem Kalender. Frühlingsanfang steht darin. Ganztägig. Muss wohl eine dieser Kick-off-Veranstaltungen sein, bei denen alle beteuern, dass sie ganz viel Bock haben. Da ist es auch egal, ob man kompetent ist, die nötigen Fähigkeiten kann man sich ja im Projektprozess aneignen. Passend dazu stehen z.B. so bunte Pflanzen auf der Wiese. Vorwiegend in gelb, weiß und violett. Samstag 10:30 gucken wir mal wie die reagieren, wenn man da einen Ball drüber rollen lässt. Ob dieser Frühling irgendwas mit Licht und Wärme zu tun hat, kann man nicht mit letzter Gewissheit behaupten. Heute lässt sich die Sonne sogar von mickrigen Erdtrabanten die Butter vom Brot nehmen (unter den Experten auch als Star Crash bekannt). Mit dieser unmotivierten Einstellungen wird sie sich sicher nicht für das WM-Finale Advent 2022 qualifizieren. Besser wir rechnen nicht mit ihr. Gedanklich hat sie scheinbar eh schon die Eurozone verlassen, um dort zu scheinen, wo neue WM-Stadien gebaut werden. Da findet man zwar genug Krösusse, aber kaum Krokusse. Vielleicht sollte man also diesem Frühling nicht zuviel Bedeutung beimessen. Er ist eigentlich nur die Winterpause von morgen.
Joan Miró es un Kopfgrätscher
Bild
14. März 2015
07. März 2015
Was für ein Tor-Riecher! Am Freitag hat er es noch angekündigt: „Während alles schlief, war ich fleißig und habe hinter den Toren einen halben Theaterfundus vergraben. Man weiß ja nie, wann man das entscheidende Tor schießt. Besser man hat dann prompt das passende Kostüm parat.“
Ob Aubameyang und Reus das toppen können? Einen entscheidenden Vorteil haben wir auf unserem Bolzplatz. Es herrscht kein Vermummungsverbot und Gelbe Karten haben wir auch nicht. Das nutzte prompt auch der große Unbekannte ganz links.
Falls sich jetzt jemand fragt, woher er die fiese Maske mit den spitzen Ohren und den langen Zähnen kennt, dem sei gesagt: Der Meister ist da! (siehe Video Orlokout!)
Der Theodor, der Held, der Held
Was für eine Nacht. Während alles schlief, war ich fleißig und habe hinter den Toren einen halben Theaterfundus vergraben. Man weiß ja nie, wann man das entscheidende Tor schießt. Besser man hat dann prompt das passende Kostüm parat. Auch ein lustiger Hut kann aus so manchem schnöden Abstauber ein Tor des Monats machen. Die B-Note wird ja bisher eher stiefmütterlich behandelt – z.B. von den humorlosen Weicheiern aus der Kreisklasse. Da wird sich nur kurz gerieben und dann weitergemacht. Ihre Verkleidung haben sie meist permanent an den Hals tätowiert. Das spart natürlich Zeit, gibt einem aber wenig Spielraum, wenn morgen ein neuer Kostümtrend aus der Klamottenkiste wiederbelebt wird. Blöder wird es nur, wenn man das Tor am Ende gar nicht trifft. Dann liegen die Masken bis in alle Ewigkeit hinter den Pfosten vergraben. Das wird den Archäologen unlösbare Rätsel aufgeben, weil niemand je den Jubel als Held meiner Jugend gesehen hat. Noch könnt ihr raten, ob ich Samstag 10:30 als Jar Jar Binks, Graf Orlok oder vielleicht sogar als Marcel Reif über den Platz springe. Wenn ich genug Vorlagen bekomme, ist alles möglich.














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