Auf kopflos geht’s los

Vor zwei Tagen war die kleine Fußballwelt noch in bester Ordnung. Kloppo gehörte zu Aki und Susi. Dr. Mull und sein Taxofit-Koffer gehörten auf die Bank des FC Bayern. Martin Winterkorn gehörte zu VW. Und Thomas Tuchel war schon gefühlt Rekordtrainer beim HSV. Seit dieser Woche ist aber nichts mehr so wie es war. Dabei soll uns der Fußball doch Struktur und Kontinuität in unserer wechselvollen Zeit bieten. Aber auch beim Kopfgrätschen muss man inzwischen alle 10 Minuten die Leibchen, den Platz und die Mitspieler tauschen. Das Einzige, was noch einigermaßen sicher scheint, ist der Beginn Samstag 10:30 und Mittwoch 18:00. Obwohl das derzeit eher einem fliegenden Start gleicht, nach dem Vorbild des HSV. Da darf auch jeder mal ein paar Spiele machen, pausieren, um dann plötzlich wieder Verantwortung zu übernehmen. Quasi viele kleine Sabbaticals mit der Dauer eines Powernaps. Zwar ohne Lastwagen um den Borsigplatz, aber eigentlich ideal, um sich nicht zu sehr an bestimmte Köpfe zu gewöhnen, bevor sie zu groß werden. Frei nach Kloppo: „Ein großer Kopf muss weg – oder er muss grätschen.“