Feuer-Pferd auf dem Flur

Huch, was für einen Wochentag haben wir heute? Der neue Kalender ist noch nicht aufgehängt. Also können wir nur raten. Dass wir es trotzdem Samstag 10:30 pünktlich auf den Bolzplatz schaffen, ist hoffentlich unserer inneren Uhr zu verdanken. Die Knallgeräusche in den Ohren lassen langsam nach, da kann man ruhig mal wieder ein Leder an den Pfosten schmettern. Falls ihr das Gefühl hattet, dass es dieses Jahr weniger Feuerwerk gab, dann wart ihr wahrscheinlich am falschen Ort und nicht in Holland oder in Rostock zum 60. Hansa-Geburtstag. Dafür wird’s dort in einem Jahr vermeintlich ruhiger. Wer feiert schon einen 61. Geburtstag? Vor allem wenn im Frühjahr eventuell noch ein Aufstieg droht, für den das Böller- und Pyroarsenal dringend wieder aufgefüllt werden muss. In Asien, bei den Erfindern der Schwarzpulvers wird nur noch mit der Drohne an den Himmel gemalt. Die Präzision erreicht man leider nicht, wenn man mit dem Bic-Feuerzeug in Sturm und Schneeregen versucht die 50er-Batterie Himmelsinferno zu starten. Aber es ist nur konsequent, dass wir weiter auf Verbrenner und Schwarzpulver setzen. Da sind wir einfach immer noch Weltspitze, auch wenn sich der Rest der Welt dafür nicht mehr interessiert. Wer unbedingt fortschrittlich sein will, hat aber bis zum chinesischen Neujahrsfest noch etwas Zeit. Das beginnt am 17. Februar und markiert den Beginn des Jahres des Feuer-Pferdes. Das kommt nur alle 60 Jahre vor. Es steht für Tempo, Transformation, Mut und Kreativität, aber auch für Unsicherheit und Wandel, da die Energie stark und schwer zu bändigen ist. Es gilt als Wendepunkt-Jahr, das große Veränderungen bringen kann und sowohl Chancen als auch Herausforderungen birgt, besonders für die persönliche Entwicklung und die Weltgemeinschaft. Hoffentlich haben die Hansa-Fans dafür noch ein paar Knallfrösche übrig.