Zwei gekreuzte Sorten und ein großes DIA

Mit Zeichen muss man vorsichtig umgehen. Viele sehen darin ein Omen, andere schlecht ausgeglichene Typo in Comic Sans. Und wieder andere versteckte Werbung für eine Brausemarke. Und wenn man damit andere Botschaften „neutralisiert“, gibt’s auf die Hörner. Darum werden die Zeichen ab und zu minimal angepasst. Wichtig ist ja nur, dass man von der Steiermark bis zum Lerchenberg erkennt, dass die heilige Dreifaltigkeit des Fußballbloggens gleichberechtigt wichtige Denkanstöße gibt, damit sich die Füße Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 wieder bewegen. Dazu nutzt das Perpetuum mobile alle zur Verfügung stehenden Braintools in Form von Wort, Bild und Ton und kaschiert seine technischen Mängel in den Extremitäten. Das Fußballerische Niveau des diesjährigen DIA-Turniers kann somit auch wieder von der B-Note ausgeglichen werden. Rasen, Tartan, Asche oder Blech – die Frage der Bodenprägung ist zweitrangig. Notiert euch deshalb schon heute die Mindesthaltbarkeitsdaten:

Freche Früchte spielen um die goldene Ananas.
Am 12.7.14, 17:00, Festwiese Haus 7A.
Frutas insolentes brincar o abacaxi de ouro.
Em 7/12/14, 17:00, Festwiese Casa 7A.

Eventuelle Ähnlichkeiten mit Genussmitteln, die die Schutzatmosphäre verletzen sind rein zufällig und als Serviervorschlag zu sehen. Wohl bekommt’s.

 

Na Schnecke?! (Ich bin ein Kopfgrätscher)

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Letztens hat sich Kopfgrätscher John für die Trainingsmethode „Waldspaziergang“ entschieden. Dabei muss es aus unerklärlichen Gründen zu dieser Begegnung zwischen einer Schnecke und einem der seltenen Kopfgrätsche-Aufkleber gekommen sein. – Ob die Schnecke in den folgenden Sekunden (…Minuten … Stunden) ihre Fühler nach dem Aufkleber ausstreckt, oder gar ihr Haus damit schmückt, ist nicht überliefert. John ist seit Wochen nicht mehr auf dem Platz erschienen. Offiziell urlaubt er.

Das „D“ ist stumm

Stille in Deutschland. Aber nur kurz. Nachdem die Namen der Nominierten verklungen sind, geht das Geschwatze wieder los. Dabei sind die meisten Namen ein Schallen und Rauschen im Ohr, vor allem wenn Uns Jogi sie ausspricht, der sich dafür rächt, dass ihn niemand mehr Joachim nennt. Da werden schon einmal schluffig die Namen verhunzt, die Berater und Marketingexperten mühsam als Marke aufgebaut haben. Und dafür muss man noch nicht einmal Mickeynochwas heißen. Trotzdem wollen alle mit. Der polyvalente Kevin Großkreutz (wie Kopfgrätsche mit extrascharfem „G“) wäre sogar als 3. Torwart mitgefahren. Unter der Woche trainierte er schon seine Abwürfe mit Lebensmitteln. Es muss nicht immer der teure WM-Ball sein. Alle, die durch Jogis Scoutingraster, das immerhin von Freiburg bis Hoffenheim reicht, gefallen sind, trainieren ihre Polyvalenz Samstag 10:30, Dienstag 18:00 oder müssen zu diesem Testländerspiel gegen Polen. Da wird auf jeden Fall die Zunge tüchtig gestählt, denn in Brasilien warten wieder einige Unaussprechliche. Andrööösen ist zum Glück nicht qualifiziert. Den Rest bitte mit diesem logopädischen Merkblatt üben, üben, üben. Besonders Neymar. Listen and repeat.

Nur die Wurst hat zwei

Uns Uwe macht sich Sorgen. Was, wenn das Gefahrengebiet demnächst auf René Adlers Strafraum ausgeweitet wird? Was, wenn nach dem letzten Strohhalmspiel nicht genug Grillwürste in Hamburg vorrätig sind? Was, wenn das traditionelle Hamburger Grillwetter (8 Grad Regen) nicht mitspielt? Während alle anderen schief und laut im von Pep beruhigten Ruheforst pfeifen, macht sich Uwe Sorgen. Auf der Digitaluhr, die Uns Uwe eigenhändig aus einem DeLorean ausgebaut hat, flackern seit Wochen alternative Spieltermine auf. Aber wer will schon Montag Abend spielen? Sogar die Kopfgrätsche, die sich nur eine halbe Raute leistet, hat mit Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 weitaus attraktivere Spielzeiten abbekommen. Ohne Flutlicht aber dafür mit Regenbögen und Sonnenbrandgefahr. Die Sublocker mit Schutzfaktor Drölfzig sind nicht nur die erste Wahl bei allen, die sich gut genug für Brasilien und Katar wähnen. Er soll sogar Meteoritenschauer abblocken. Der Dino der Liga hat bereits fast alle Vorräte aufgekauft. Also immer schön eincremen, sonst sehen wir bald aus wie die HoWe-Wurstwaren auf dem nächsten Sorrydasswirsverkacktham-Grillfest.

26. April 2014 – Das Jubiläumsspiel

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Im Schnelldurchlauf bot der Samstag alle erdenklichen Konstellationen der Kopfgrätsche-Historie. Zwei gegen zwei auf ein Tor, drei gegen drei auf halbem Feld, drei gegen 4 auf ganzem Feld, bis zu einem fünf gegen fünf mit zwei Auswechslern war alles dabei.

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Mit Rotkäppchen, Sonnenbrand und Donauwelle wurde angeschwitzt.

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Das lockte sogar die Veteranen aus ihren Löchern.

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Zur Feier des Tages gab es zudem noch acht Tore von Anker im Anschluss.

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Androš hatte es vorher schon herbeitranspiriert.

 

Der Jubel rollt

Und? Seid ihr auch schon aufgeregt? Wenn ja, kann man das gut verstehen. Die Kopfgrätsche wird schließlich am Samstag 2 Jahre alt. Der regelmäßige Fußball am Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 ist natürlich schon viiiiel älter. Nach den Ausgrabungen in meiner Wäschetruhe gehen die Anfänge auf ein erstes aufrechtes Gestolper an einem Ort namens Fliederstadion zurück. Die Experten vermuten die feinen Spuren aus der Lederzeit irgendwo in einem Dschungel aus viel Ackerschachtelhalm und etwas Flieder zwischen Bad Doberan und Kühlungsborn. Die ersten Jahresringe, die der Ball durch die regelmäßigen Abdrücke in meinem Gesicht hinterlässt, müssen wir demnach im letzten Millenium suchen. Aber seit zwei Jahren hat dieser Ritus endlich einen wissenschaftlichen Namen. Passend dazu ist die Website auch seit gestern fast wieder gesund. Der großen Sause am Samstag steht also nichts im Weg – außer eventuell andere gesellschaftliche Verpflichtungen, die gegen Vorlage dieses Textes abgesagt werden dürfen. Statt Topfschlagen und Schokoladewettessen wartet ein launiges Ballspiel. Nonstop-Laola während der Sekt-Trinkpause und ein exklusives Jubiläumsfoto. Wenn im Blumenbouquet  der Flieder angewachsen ist, können wir endlich das Sgt. Pepper-Cover nachstellen.

23. April 2014 Dritte Halbzeit – Champions League Halbfinale Hinspiel

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Fußball_91_April_20140423Und wieder eine dritte Halbzeit: Am Mittwochabend gab es das Hinspiel im Champions League-Halbfinale zwischen Real Madrid gegen den FC Bayern München. Allerdings war das Spiel noch ein bisschen ernüchternd. Vielleicht sehen die Wohnzimmer-Fans beim entscheidenden Rückspiel euphorischer aus.

Hartgekocht und abgebrüht

Auch wenn Rugbyspieler widersprechen werden, diese Ei-Form ist doch komisch. Wer schon einmal gegen solch ein unrundes Ding trat, weiß wie unnatürlich diese Ovale rollen. Von dem Gezeter der Kinder ganz zu schweigen, wenn man sie mit einem gezielten Spannstoß über die Wiese treibt. Die Alternative ist von allen Seiten gleich. Das beruhigt und sorgt für eine gewisse Berechenbarkeit. Auch wenn diese Beschreibung auf die Spieler so gar nicht zutreffen will. Darum suchen wir uns die Tage ohne Tanzverbot, an denen sonst keine weiteren feiertagsrelevanten Ereignisse die Konzentration stört. Fußwaschung schadet sicher nie, aber Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 werden die Mauken eh wieder dreckig. Wir sind aber schon froh, wenn niemand Nägel in den Füßen hat. Schließlich brauchen wir viel frische Luft um die Nase und im Spielgerät. Das weiche Dotter suchen wir doch lieber woanders. Die letzten fußballrelevanten Worte zum Fest hat der Prophet Marcus. Passend zu seinem heutigen Albumrelease darf er den Tag ankündigen, der kommen wird: https://www.youtube.com/watch?v=t1xMKUY3g1E