15. April 2014 DFB-Pokal – Dortmund vs. Wolfsburg

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Nach dem gemeinsamen Austoben auf dem Fußball-Platz, schloß die dritte Halbzeit direkt im Wohnzimmer an. Frisch geduscht verfolgten wir den Pokalkracher Borussia Dortmund gegen den VfL Wolfsburg im TV. Erst danach erfuhren wir, dass es gar kein Pokalkracher war.

Fallrückzieherrückfall

Entgegen anders lautender Gerüchte, laufe ich immer noch schneller als meine Nase. Oder wie Mark Twain sagen würde: „Die Gerüchte über mein Ableben sind reichlich übertrieben.“ Aber wer kurz vor Ostern eine Männergrippe durchleiden muss, weiß, dass in den letzten 2000 Jahren kaum jemand so schlimm dran war. Vielleicht noch dieser Eine da am Holzkreuz. Der hatte ja nicht mal eine Hand frei, um das Taschentuch herauszuholen. Gilt es eigentlich als Foulspiel, wenn man seinem Gegenspieler in die Hacken hustet? Und mit wie viel Stundenkilometern muss ich laufen, um den Rückstoß durchs Niesen auszugleichen? Egal, genug rumgejammert. Die Karwoche muss genutzt werden, um rechtzeitig die Form wiederzufinden. Meistens liegt die lieblos versteckt hinter einem Baum. Samstag 10:30 startet der erste Suchtrupp. Und auch Dienstag 18:00 krabbeln wir solange es hell ist unter die Sträucher, um den Ball zurück ins Spiel zu bringen. Ehe der Hahn kräht, werde ich mein drittes Comeback starten. Auch der Holzkreuztyp ist irgendwann wiedergekommen. Hoffentlich mit einem coolen Zitat von Mark Twain. Oder Olli Kahn (-> siehe auch: Eier).

Fahrrad (Ich bin ein Kopfgrätscher)

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Fußball_91_April_20140421_Sebastian-KopfgrätscherPraktisch so ein Fahrrad. Damit kommt man immer fix zum Fußballplatz. – Man kommt damit aber auch in der Welt herum. Und so auch der kopfgrätsche.de-Aufkleber!
Wer sich auch noch per Aufkleber als Kopfgrätscher bekennen möchte, bekommt sie u.A. hier oder direkt Dienstags 18 Uhr und Sonnabends 10.30 Uhr auf dem Fußballplatz.

Achso: Danke Sebastian.

Das Ding ist durch

Puh. Nach dem letzten Dienstag wissen wir wieder, dass wir keine Maschinen sind und dass es sich empfiehlt immer seine Krankenkassenkarte dabei zu haben. Gerade wenige Wochen vor der WM gibt es jeden Tag neue Krankengeschichten von Weltstars, die tatenlos das Turnier immer näher kommen sehen. Und so wie weiland Khedira den unersetzbaren Capitano ersetzte, läuft sich irgendwo jetzt der Ersatz für Khedira warm. Der Profifußball kennt keine Unersetzbaren. Zum Glück sind wir keine Profis. Jürgen Klopp bekommt zwar alle 3 Tage irgendwie 11 Spieler auf den Platz, aber dabei und danach bekommt sein Gesicht Züge zwischen Brick Top aus Snatch und Fitzcarraldo. Und meistens kann er sogar noch 3 mal wechseln – innerhalb der Aufstellung und innerhalb seines Gesichts. Talent, Spieleranzahl und Gesichtsausdrücke sind bei uns allerdings limitiert. Seit Dienstag ist die Stimmung natürlich nicht die beste, aber wir machen Samstag 10:30 und Dienstag 18:00 weiter. Nicht weil die Sponsoren sonst sauer sind, sondern weil wir nicht ohne dieses runde Ding können. Und irgendwie müssen wir die Zeit ja sinnvoll rumkriegen, bis André wieder dabei sein kann. Gute Besserung.

1. April 2014 – Leider kein Scherz, dafür viel Schmerz

Dieses Foto entstand kurz bevor uns eine SMS mit einer schlimmen Diagnose erreichte: „Scheinbein und Knöchel gebrochen. Heute noch OP…“ schrieb André, der etwa eine Stunde vorher mit Blaulicht ins Krankenhaus gebracht wurde.
Das ist der schlimmste Fußball-Abend in der Geschichte der Kopfgrätsche-Gruppe (seit 1999) gewesen. – André verletzte sich bei einem Torschuss bei unserem ersten Freiluft-Dienstags-Spiel der Saison. Während er im Krankenhaus behandelt wurde, haben wir halb im Schock andächtig weitergespielt. Spaß hat das nicht gemacht – aber nun waren wir schon mal da, dann mußte es irgendwie weitergehen. Auch dieses Foto ist das Ergebnis völliger Orientierungslosigkeit: Aua-Knöchel halten als wohlgemeinte Genesungswünsche Richtung André.
Später erwies sich die Verletzung als Waden- und Schienbeinbruch. Noch eine Woche später fragen wir uns alle, wie das passieren konnte.
Zu gern würden wir alle sagen, dass das am 1. April ein Scherz war. Vielleicht ein schlechter Scherz vom Fußball-Gott. Es war auf jedem Fall viel Schmerz für André.

Gute Besserung André.

 

Ausgerechnet Zeitrechnung

So, hier Uhrenvergleich. In der Epoche von Gleitzeit, nonlinearem Fernsehen und 24-Stunden-Kitas verliert das Zeiteisen immer mehr an Bedeutung. Fast alles gibt es on demand. Damit darüber nicht die zwei wichtigsten Termine der Woche vergessen werden, kommt hier wieder der Oldschool-Kalendereintrag für die persönliche Planung. Dafür zeige ich diese digitale Tafel hoch. Und nein, die 1 bedeutet nicht, dass jetzt der Torwart ausgewechselt wird. Unpassend zur Sommerzeit, die eine Stunde fordert, stellen wir den Starttermin für Dienstag eine Stunde zurück. Bereits 18:00 werden wir draußen Zeitzeugen der Helligkeitsverhältnisse unserer Zeitzone. Das hat den netten zeitlichen Nebeneffekt, dass man es ohne DeLorean rechtzeitig in die Sportsbar auf den Hocker schafft, dort eine Pepsi bestellt und seine Zeitgenossen mit exklusiven Erkenntnissen aus dem Almanach verblüfft. Bereits noch in der Winterzeit schwingt ihr euch am besten pünktlich Samstag 10:30 auf euer Hoverboard. Noch ein Tipp: falls euch die nötige Energie fehlt, könnt ihr darauf spekulieren, dass zeitgleich der Blitz in die Uhr im Marienkirchturm einschlägt. Dann bleibt diese nämlich stehen und ihr habt eine prima Ausrede. Aber besser du bist keine feige Sau, McFly.

Ja, ich Ball.

Ein Lieblingsspruch aus dem Notfallkit von Standesbeamten ist ja „jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“. Gucken wir uns diesen Anfang doch mal genauer an. Da beginnt gerade mal der Frühling und der Start der Unterderwochedraußenspielzeit am 1. April kündigt sich leise an und schon können wir an die aktuelle Ligasaison einen Haken machen. Also jedenfalls obenrum. Untenrum ist noch eine Menge los. Da stellen sich tatsächlich noch Frühlingsgefühle ein, wenn man endlich auf den Relegationsplatz klettert. Der Rest kann schon einmal im WM-Quartier probeliegen. Bezeichnenderweise will die Autokorrektur daraus „probelieben“ machen. Was immer das sein soll. Vermutlich kann man schon mal mit dem WM-Pokal kuscheln. Die Meisterschale ist ja auch etwas sperrig im Doppelbett und diese Nieten drücken im Rücken. Ein Gefühl, dass sonst mühsam der Ischias simulieren muss. Einen zauberhaften Anfang habe ich dennoch für euch übrig. Samstag 10:30 startet es mit einem schüchternen Aufwärmen und entwickelt sich dann in einen ungestümen Schlagabtausch. 50 Shades of Ballverlust in der FSK30-Version. Die Bundesliga hat inzwischen auch eingesehen, dass diese Saison nicht künstlich in die Länge gezogen werden muss und macht die nächste zur englischen Woche. Dem Beispiel können wir auch folgen. Ein sandiger Platz in der blauen Lagune ist Dienstag 19:00 reserviert.

Wer Revisionen hat, sollte zum Arzt gehen

Es folgt ein flammendes Plädoyer für den Fußball am Samstag Vormittag: Lasst die Spielwütigen 10:30 frei. Sie haben so viel Gutes für den Fußballstandort Tartanplatz getan. Diese Verdienste müssen doch ausreichen, dass sie sich auch morgen wieder bewähren dürfen als würde es kein Morgen geben. Auch wenn sie jahrelang nicht ihr Talent vollumfänglich erklärt haben. Es wurde meistens knapp verfehlt. Aber ohne die allwöchentlichen Versuche wäre es nie entdeckt worden. Drum appellieren wir an Ihre Suli… äh Solidarität. Mit etwas Sonnencreme gegen den hochroten Kopf verhindern wir zudem, dass die Beteiligten bei plötzlich ausbrechenden Frühlingswetter allzu stark an bundesweit bekannte Selbstanzeiger erinnern. Die meisten haben sich in den sozialen Netzwerken auch schon warm gelaufen. Haben wahlweise Fotomontagen von schwarzgelb tapezierten Besserungsanstalten, Rund-und-eckig-Scherze oder fingierte Transfermeldungen zu Millionenbeträgen gepostet. Das sollte ausreichen, um eine Kompetenzvermutung in Sachen Fußball für die nächsten dreieinhalb Spielzeiten zu untermauern. Ob und wo unter der nächsten Woche weitere Freigangtermine festgelegt werden können, entnehmen Sie bitte der sozialen Tagespresse oder dem Kicker.